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 Das Spitzhorngebirge

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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Apr 23 2011, 08:15

Das erste mal seit langer Zeit fühlte er sich wirklich erschöpft. Er hatte auch lange nicht mehr so viel einstecken müssen. Die letzten kämpfe, Scharmützel oder gar Schlachten verliefen recht simpel, die meisten starben bevor sie ihn hatten treffen können. Allerdings hatte er hier auch keinen normalen Soldaten oder Söldnern gegenüber gestanden, sondern gut ausgebildete Zwerge und einem Dämon.
Vorsichtig drehte er Cirian auf den Rücken, darauf achtend das die Flügel nicht abgeknickt würden. Erst rüttelte er ihn und rief ein paar mal seinen Namen, allerdings kam keine Reaktion. Eine schallende Ohrfeige mit der ledernen Innenseite seiner Handschuhe weckte ihn auch nicht auf. Seufzend schaute er sich um. Nicht weit entfernt entdeckte Syrus eine Schubkarre. Es war vielleicht nicht bequem aber leichter als einen Paladin in voller Rüstung zu tragen.
Nach einigen mühsamen anläufen lag der Paladin schließlich in der Karre und Syrus schob ihn in Richtung der Pferde. Das Chaos das hier grade herrschte war das nächste Problem. Die Sklaven die Syrus zuvor befreit hatte, dirigierten zum Glück schon ein paar in die richtige Richtung, aber andere liefen die Rampe hinauf, saßen einfach in Mitten des Chaos herum oder liefen planlos durch die Gegend.
Mit einem lauten Pfeifen machte Syrus auf sich aufmerksam. „Hey, ihr sollt da hinauf!“, brüllte er und deutete den kleinen kaum zu erkennenden Pfad hinauf. Ein paar der Sklaven liefen den Pfad schon hoch und so war es einfach darauf hinzu weisen.
Sie waren zu wenige um wirklich gut was zu tun. „Du.“, wies er einen der kräftigeren Sklaven an.“Du holst die da hinten hier her.“ Erst guckte er ihn verwirrt an und schien nicht hören zu wollen. Erst nachdem Syrus ihn noch mal mit Nachdruck erklärte warum er das tun sollte bewegte er sich. Die nächsten beiden wies er an, ihm zu helfen Cirian nach oben zu schieben. Einen anderen wies er an Tales zu suchen, so das dieser hier unten gefälligst die Sklaven den Pfad hinauf trieb.
Mühsam schoben sie zu dritt den Paladin den Talhang hinauf. Oben angekommen sah Syrus sich schon vor dem nächsten Problem. Die Sklaven liefen entweder in die falsche Richtung oder hatten sich direkt wieder hingesetzt. Einige der kräftigeren wies er wieder an den anderen zu helfen. In dem ganzen Chaos entdeckte er einen Mann der einige der befreiten organisierte und Anweisungen gab. Ihm erklärte er den Weg und wies ihn an dort schon einmal die ersten entlang zu führen.
Langsam bewegten sich die verschiedenen Gruppen den Weg entlang und Syrus ließ Cirian erst einmal in der Schubkarre neben sich stehen, während er anderen half oder Anweisungen gab.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Apr 23 2011, 08:53

Tales beendete sein Werk, als er den letzten Käfig aufschob. Doch nachdem alle Sklaven vorhatten zu fliehen, wollte er doch auf Nummer sicher gehen. Es war ein älterer Mann, der aber erstaunlich kräftig und gesund wirkte. Tales hatte ihn am Arm gepackt und zurückgerissen, als dieser an ihm vorbeigerannt war. Erstaunt über die Kraft, des dürren Burschen schaute er ihn verwundert an.
„Ihr müsst ein Dämon sein. Also ist es wahr?“, Tales sah ihn noch verständnisloser an, als das Mädchen und wollte ihn schon wegschicken, aber er besann sich eines Besseren. Zuerst sagte er: „Gibt es noch andere Käfige?“ Der Mann schüttelte aber den Kopf und versuchte sich aus dem festen und starren Griff zu entwinden. Aber Tales war hartnäckig. „Und jetzt erklärt mir, was es mit diesem Dämon auf sich hat. Wie ihr sehen könnt, bin ich keiner.“ Der Mann schüttelte den Kopf und dann ließ ihn Tales los, weil ihn ein anderer ansprach. Er drehte sich zu ihm um und musterte ihn. Als ihm die Botschaft überbracht wurde, seufzte er und wies den jungen Mann, der beinahe noch ein Kind war an, ihm dabei zu helfen.
Es funktionierte auch fast nur einzelne, waren störrisch oder zu verwirrt. Tales hatte keine Lust ihnen nachzulaufen und schickte immer wieder andere Los, die besser zu Fuß waren. Tales fühlte sich nämlich sehr schwach und vollkommen fertig. Erst als diese Aufgabe erledigt war machte er sich auf den Weg zurück zu Syrus und Cirian. Er fand, dass er seine Sache gut gemacht hatte und auch, dass er mehr getan hatte, als er versprochen hatte. Obwohl er von dem Kampf kaum etwas wusste. Er würde sich bei Syrus für die Rettung vor der Kannibalin noch bedanken.
Er schlenderte den Pfad hinauf und sah die Trauben von Sklaven, die sich tummelten. Einmal blickte er noch zurück und entdeckte ein junges Mädchen. Er konnte auf die Entfernung nicht ausmachen, was für einer Rasse sie angehörte oder wie alt sie war. Er seufzte und schnappte sich einen weiteren Sklaven. „Hol das Mädchen da.“ Seine Stimme war rau und erschöpft. Kraftlos ließ er sich neben der Schubkarre von Cirian zu Boden sinken.
„Danke Syrus. Ohne dich, hätte sie mich wahrscheinlich einen Kopf kürzer gemacht.“, sagte er erschöpft und schaute dann matt grinsend zu seinem Kameraden herüber, der bei Cirian wachte. Allerdings, habe ich keinen blassen Schimmer wie du es gemacht hast. Ich muss ohnmächtig gewesen sein.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Apr 23 2011, 19:12

Langsam wurde das Chaos weniger und ein langer Tross bildete sich der sich den Pfad entlang schlängelte. Es würde länger dauern mit den Sklaven zur Sturmfestung zurück zukehren.
„Tales..“, begann Syrus, er ahnte schon das Tales keinerlei Erinnerungen mehr hatte. „Ich habe euch nicht gerettet! Die Zeit des Kampfes verbrachte ich im Steinbruch und habe gegen die Kannibalen und Zwerge gekämpft, während unser bewusstloser Freund hier gegen diese Aberration gekämpft hat und ihr einen Zweikampf mit der Kannibalin hattet.“
Hinter den letzten Sklaven reihte sich nun Syrus mit dem Paladin ein und schob ihn mühsam vorwärts. Einige der jüngeren Männer überwachten den Tross oder halfen den alten und den Kindern.
„Ich kam erst zu eurem Kampf hinzu, nachdem der Dämon euch das Leben rettete.“, Syrus musterte das Gesicht von Tales und entdeckte in einiger Entfernung die Pferde. Es war weit aus schwieriger den Paladin auf das Pferd zu hieven als ihn i die Schubkarre zu bekommen, aber es würde einfacher sein Cirian von seinem treuen Pferd schleppen zu lassen.
„Tales, ich kämpfte gegen den Dämon und er hätte mir mein untotes Leben genommen, wäret ihr nicht zurückgekehrt.“, schon lange hatte er nicht mehr um sein Leben bangen müssen. Unfreiwillig kehrten die Erinnerungen an den Überfall und seinen Tod zurück. Mitten in einem kleinen Wäldchen kam eine kleine Gruppe Diebe und stachen ihn nieder, danach nahmen sie sich alles was tragbar war. Nur sein Schwert blieb ihm, keiner von den Dieben hatte es mitgenommen, obwohl es doch so viel Wert war.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Apr 23 2011, 23:41

Tales ah Syrus verwundert an. Glaubte schon, dass es dann wohl wer anders gewesen sein musste, aber das hämmernde Bedürfnis einfach nachzugeben und zu glauben, was seit Jahren in seiner Seele lag, ließ ihn nun nicht mehr los. Trotzdem. Er wollte nicht glauben, was er vermutete und verdrängte es zunächst wieder. Er wollte es nicht glauben und schon gar nicht wollte er wahr haben, dass er alleine an all den Blutbädern Schuld gehabt hatte.
„Was für ein Dämon?“, fragte er unsicher. Seine Stimme bebte und man konnte ihm ansehen, dass er Angst hatte, wenn Syrus ihm die Wahrheit eröffnen würde. Er sah noch niemals zuvor so verletzlich aus, wie in diesem Augenblick. Seine Müdigkeit wich Erschöpfung und Schwäche, wich absoluter Kraftlosigkeit. „Und… wie soll ich ihn den aufgehalten haben. Ich war bewusstlos!“
Tales merkte schon während seiner Worte, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Er befürchtete, dass genau das Geschehen war, wovon er sich immer abgewandt hatte. Jedoch war es ihm beinahe unmöglich zu glauben, was man ihm sagte. Denn wenn er wirklich zu einem Dämon wurde, wenn er wirklich die Kontrolle über sich verlieren würde, dann würde er zwangsläufig wahnsinnig werden. Schließlich wäre er dann am Tod des Mädchens schuld, was er wie eine Schwester vergöttert hatte und das war unmöglich.
„Ihr irrt euch!“, zischte er scharf und erhob sich. Seine Bewegungen waren ruckartig und unkontrolliert und dann lief er ziellos hin und her. Schaute ab und an zu Syrus und zu dem Paladin. Er dachte nach, versuchte eine andere Lösung zu finden und schien überaus zornig zu sein. Aber nicht auf Syrus oder einen anderen, sondern auf sich selbst, diese dumme Situation und die Gedanken, die ihm Übelkeit verursachten. Er konnte nicht begreifen, was Syrus ihm zu sagen versuchte, weil er gar nicht wollte. „Ich habe sie wohl mit einem letzten Schwertstreich erledigt und Syrus hat gegen wen anders gekämpft, der zufällig verschwand, als ich wieder zu mir kam.“ Er schlug sich die Faust in die offene Handfläche. „Ja so muss es gewesen sein.“
Tales drehte sich zu Syrus um und präsentierte ihm seine Geschichte. Er selbst schien sehr überzeugt davon.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Apr 24 2011, 05:58

Irgendwo in den Bergen konnte man das fallen von Steinen hören.
Weiter unten lag ein Haufen Banditen, welche wahnsinnig genug gewesen waren, ihr nicht aus dem Weg gegangen zu sein.
Auf ihnen lagen von Tautropfen übersäte Kirschblütenblätte, von denen einige aus den Kleidungsstücken heraus sahen.
Masaru war auf dem Weg hinunter.
Was er dort an Fleisch vorfand, würde kaum mehr lange dort liegen.
Mit seinem Maul packte er einen der Männer, die noch vor sich hin stöhnte, warf ihn in die Luft und schnapte ihn so auf, dass er ihn Kopf voran im Maul stecken hatte.
Ein lautes Knacken zeugte von den brechenden Knochen des Mannes, welcher seinen letzten Atem nun aushauchte und in den Magen des Drachen geschlungen wurde.
Yukisho interessierte das herzlich wenig.
Sie ging ihres Weges einfach weiter.
Interessant war es hier scheinbar nicht, oder zumindest war sie noch keinem Wesen begegnet, welches annähernd interessant für ihre Zwecke gewesen wäre, wobei es fraglich war, ob es überhaupt irgendwen oder was für ihre Zwecke gab.
Bisher war sie immer sehr gut allein klar gekommen und würde auch künftig kaum auf die Hilfe eines anderen angewiesen sein.
Eher würde die Hölle gefrieren, als das sie jemanden um Hilfe bitten würde.
Kurz blieb sie stehen, während weiter unten an einer der Klippen, Masaru sein Mal unter lautem Knirschen und Knacken beendete. Yukisho sah hinauf zum Mond, der heute Nacht wundervoll schien.
Er erhellte das Gebirge, welches sie gerade überquerte.
Wahrscheinlich würde es hier nur so von kleinen Bergdörfern wimmeln, doch bisher war nicht ein einziges zu sehen gewesen.
Masaru war inzwischen an Yukisho heran getreten, ließ seinen langen Hals gebeugt über ihr herunter ragen, auf das sie seinen Kopf streicheln konnte, was sie eher abwesend und nicht wirklich interessiert tat.
Die Kleine Mahlzeit würde dem Drachen für ein bis zwei Tage beruhigen, doch bald würde er sicher wieder hungrig werden.
Irgendwo würde es sicher noch mehr Idioten geben, die sie nicht für voll nahmen und so ein kleines Bergdorf würde sicher niemand vermissen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Apr 24 2011, 23:17

Nicht allzu weit entfernt hatte Ancoron ein seltenes Tier im Himmel gesehen. Nicht wissend was dieser Drache hier tat und warum eine solche Kreatur noch am leben war, wäre ihm fast die Anwesenheit der Frau entgangen. Sein Geruchssinn hatte ihn glücklicherweise noch rechtzeitig gewarnt.
Sein Helm war am Sattel festgezurrt, sein Schwert hing an seiner linken Hüfte und sein Schild zierte seinen Rücken. Kurz überprüfte er den Sitz seiner Rüstung, es war eher eine Angewohnheit als Unsicherheit. Selbstverständlich war die Rüstung perfekt angelegt.
Mit einem kurzen Zug an den Zügeln verlangsamte sein getreuer Nachtmahr die Geschwindigkeit und Ancoron ritt langsam von hinten auf die Frau zu. Ruhig und offensichtlich musterte er die Frau, kein Merkmal auf ihre Herkunft oder auf ihre Gesinnung war zu erkennen. So war die Frau im Vorteil. Gut sichtbar prangerte das Symbol Vestatias auf seiner Rüstung und seinem Schild.
Sein Durst war gestillt, somit benötigte er keine weiteren Opfer und vor allem benötigte er hier keine Diener, somit würde er sie nicht aussaugen.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Apr 25 2011, 08:13

Ein trauriger Gesichtsausdruck legte sich auf die Untoten Gesichtszüge von Syrus. „Tales...“, mit belegter stimme zog er ihn außer Hörweite der Sklaven. „Ich hätte es euch gern zu einem anderen Zeitpunkt erklärt, da ich eure Stärke hier brauche. Auch wenn ihr sehr wahrscheinlich der Meinung seid genug getan zu haben.“ Ein blick zum Himmel hoch, bat er in Gedanken um Beistand, für Tales und für ihn selbst. „Ich habe nur die Rückverwandlung gesehen, aber der Dämon den ich bekämpfte verwandelte sich in euch. Mehr habe ich nicht gesehen und ich glaube unser bewusstloser Freund kann uns am ehesten Erklärungen geben.“
Innerlich war selbst Syrus vollkommen aufgewühlt, er wusste nur zu gut was in einem vorging der soeben erfahren hatte etwas zu verkörpern was einem selbst widersprach. Äußerlich blieb er reglos und hielt sich bereit notfalls den Menschen niederzuringen. Er würde wieder einmal als der botschafter schlechter Nachrichten da stehen und auch als erster den Hass abbekommen. Diese Aufgabe schien gut zum ihm zu passen, es erinnerte ihn an einen Auftrag vor einigen Jahren.
Es ging um die Befreiung einiger Entführten Tochter eines Adligen. Zehn Söldner sollten sie retten. Am Ende hatte er einen Spitznamen bekommen Engel des Todes und Botschafter des Todes, den er war ein blutiger Schlächter der trotz einer Überzahl allen den Tod brachte die ihm entgegentraten. Der andere Spitzname erhielt er dadurch das er dem adligen überbringen musste, das seine Tochter schon Tod war, als sie eintrafen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Apr 25 2011, 09:15

Eine Präsenz näherte sich, was nicht weiter von belang wäre.
Yukisho machte sich nicht einmal die Mühe sich nach dem Mann um zu drehen.
Sollte er nur vorbei reiten, solange er ihr nicht in die Quere käme.
Etwas wie Blut konnte sie wittern, was das ganze schon durchaus interessant werden ließ.
Masaru hatte sich zu dem Reiter herum gedreht, sah in prüfend an und schnaubte verächtlich, als wolle er sagen, dass dieser Kerl da nict wert sei, seine Herrin an zu sprechen.
Yukisho überlegte noch einen Moment, ehe sie doch einen Blick riskierte.
Dr Mann sah sonderbar aus.
Bisher war ihr noch keiner über den Weg gelaufen, der so gerüctet und gekleidet gewesen war, oder eben einen Nachtmahr ritt.
Von diesen Tieren hatte sie schon einmal gehört, sah es nun jedoch zum ersten Mal.
Ihre mandelförmigen Augen wandten sich wieder von der Gestalt hinter ihr ab.
Was imemr der Mann suchte, er wrde es sicher nicht bei ihr finden.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Apr 26 2011, 02:25

Tales ließ sich von Syrus außer Hörweite ziehen und schaute ihn erwartungsvoll, wenn auch mit einem mulmigen Gefühl an. Was der Untote ihm dann präsentierte, zog ihm fast den Boden unter den Füßen weg. Eigentlich hatte er es doch kommen sehen, oder nicht? Eigentlich hatte er doch genau gewusst, dass seine Geschichten, die er sich zurecht legte kaum Hand und Fuß hatten. Für einen Moment war er betäubt. Dachte nach, Bilder spielten sich vor seinem inneren Auge ab und ergaben plötzlich einen Sinn. Wenn es wirklich so war, wie Syrus behauptete, würden alle Rätsel gelöst. Selbst das um seine damalige Freundin und Schwester zugleich. Sie war nicht seine wirkliche Schwester gewesen, aber sie hatte ihn wie einen kleinen Bruder behandelt und beschützt. Aber eines Tages…
„Das ist nicht wahr.“, hauchte er schließlich und sein verklärter Blick wurde wieder scharf. Hilfe suchend sah er in das Gesicht des Untoten und fand Schmerz. Er konnte erahnen, dass ihm eventuell etwas Ähnliches wiederfahren war. Er wusste es jedoch nicht genau. Und es war ihm auch egal. Tales schwankte kurz. Nicht nur wegen der Nachricht, die er immer noch nicht wirklich glauben konnte, sondern auch weil ihn der Kampf mitgenommen hatte. Nun, eigentlich war es die Hin- und Rückverwandlung, die ihn geschwächt hatte. Tales rieb sich mit der linken Hand die Schläfen. Dann strich er sich beim herunter nehmen leicht übers Gesicht und schaute Syrus verletzt, verloren und irgendwie traurig an. Der von ihm befürchtete Wutausbruch blieb aus und Tales stand einfach wie ein Häufchen Elend vor ihm. Er wollte nicht wahr haben, was er eigentlich wusste und er wollte nicht wahrhaben, was er vermutete. Vor allem aber wollte er nicht die Schuld auf sich nehmen, die er einem anderen schon lange zuvor gegeben hatte.
„Ich… Ich glaube ich muss nachdenken…“, sagte er und trottete den Pfad hinab, wo er ein Feld von Leichen vorfand. Der Sklave, den er zu dem jungen Mädchen geschickt hatte, war unauffindbar. Aber das war ihm egal. Ohne besonderen Grund oder Absicht, lief er genau in die Richtung des Mädchens. Vielleicht würde Syrus ihm nacheilen. Ihm Trost spenden oder aufmuntern, aber weder glaubte Tales daran, noch wusste er, ob er das wollte.
War er wirklich ein Dämon? Kopfschüttelnd sah er auf den Boden vor sich und blieb letztlich stehen. Konnte es wirklich sein, dass jedes Mal, wenn er das Bewusstsein verloren hatte, ein Dämon an seine Stelle trat? Es war zu Haare raufen. Er erinnerte sich an eine Stimme. An eine Stimme, die in seinem Kopf flüsterte, ihn auslachte und ihn verfluchte. Nie wieder würde er es zulassen, dass ein Dämon von ihm besitz ergriff. Nie wieder, das schwor er sich.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Apr 26 2011, 05:34

Ein wenig erstaunt war Ancoron doch. Dieser scheinbare Mensch war die Herrin des Drachen. Entweder war sie eine mächtige Hexenmeisterin, wonach sie jedoch nicht aussah oder aber etwas anderes mächtiges. Äußerlich ließ er sich nichts weiter anmerken.
Ein anderer Aspekt der Begegnung ließ ihn auch staunen, sie schien einiges an Wissen zu haben, hatte aber nicht weiter auf die Symbole seiner Göttin reagiert. Entweder hatte sie kein Wissen über die Götter Fargrims oder es interessierte sie nicht weiter.
Noch am Überlegen ob er sie töten sollte ritt er näher an sie heran. "Für gewöhnlich töte ich alles was mir über den Weg läuft und Anzeichen von Verstand besitzen könnte.", sprach er in einem bösen Ton laut genug damit auch die Frau es hören konnte. Das seine Opfer vorgewarnt wurden, kam ab und an mal vor. Ancoron machte sich einen Spaß daraus sie vorzuwarnen um dann die verwirrten oder ängstlichen Gesichter zu sehen. Bei diesem Exemplar war er auf die Reaktion gespannt.
Jederzeit war er bereit in den Kampf zu ziehen. Die Frau sah nicht sonderlich kräftig aus, aber die Magie konnte einiges verbergen. Mit den Jahren hatte er gelernt nur mit kurzen Gesten Zauber zu wirken, so musste er nur noch eine Geste machen um einen Zauber zu vervollständigen. Das ganze war nur eine vorsichtsmaßnahme, auch wenn er gern einen Kampf gegen den Drachen ausgefochten hätte. Allerdings würde ein Kampf wieder viel Energie verbrauchen und so würde sein Durst eher auftreten. Der Durst würde dann zum Problem werden, da es hier in der Gegend keine Dörfer oder einsamen Einsiedler gab.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Apr 26 2011, 07:04

Die Züge Yukishos blieben ernst, fast Ausdruckslos, als sie sich zu dem Fremden umwandte.
"Ein niederes Wesen wie ihr, sollte kaum in der Lage sein, mir irgendwelchen Schaden zu zu fügen."
Aus der samtigen Stimme troff der Stolz so sehr heraus, dass man es wohl eher als Arroganz hätte auslegen können.
"Ihr dient einem anderen Wesen, seid nichts weiter als ein niederer Diener."
Für ihren Geschmack hatte sie bereits zu viele Worte gebraucht.
Noch stand er ihr nicht im weg, weshalb sie sich dazu entschloß ihn am leben zu lasen.
Ihre Mandelförmigen Augen solten bereits verraten haben, dass sie nicht aus diesen Landen stammte, somit auch nicht mit den hiesiegen Wesen vertraut, gleich gar nicht mit deren sonderlichen Göttern.
Um sie herum fielen plötzlich Schneflocken, noch jedoch fielen sie vereinzelt, doch schmolzen sie auch nicht auf dem Boden.
In ihren Augen flackerte etwas eisiges.
"Wer sich als Jäger wähnt, wird schneller zum gejagten, als er es ahnt. Überlegt euch gut, was ihr tut. Noch bin ich großzügig und lasse euch am Leben."
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Alari

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Apr 26 2011, 12:22

Mann sollte meinen, wenn man so lange Zeit beim Zirkus war wie Alari, habe man schon eine menge ungewöhnlicher Dinge gesehen. Aber was sich hier abspielte, war einfach unglaublich. Der junge Man, der eben noch mit spielerischer Leichtigkeit die beiden Zwerge in die ewigen Jagdgründe schickte, schien nun eine versierte Gegnerin vor sich zu haben. Mit ihren beiden Klingen bearbeitete sie nun den sichtlich konzentrierteren Kämpfer und würde die Fehde wohl für sich Bestreiten. Als sie ihm mit einem sehr anmutigen Schlag die Brust aufschlitzte, glaubte Alari den Kampf schon fast verloren. Wacklig stand der Junge da und schien äußerst überrascht über diesen schnellen Sieg seiner Kontrahentin. Er Taumelte etwas, war kurz davor umzufallen, blieb aber tapfer stehen und stand eine Weile einfach nur da. Als er sich schließlich regte, schien er sich Äußerlich zu verändern. Alari musste genauer hin schauen da der Abstand zwischen ihnen gut 200 Fuß betrug. Sie flüsterte ein paar Worte. Es war eine Zauber, der es ihr ermöglichte etwas besser und weiter zu sehen. Das Schauspiel welches sich ihr nun bot, wäre der Kassenschlager in jeder Freak show gewesen. Die Haare des Mannes Wuchsen auf wundersame weise. Er wurde etwas größer und breiter. Seine Muskeln vergrößerten sich, wurden fülliger und das erst so hübsche Gesicht entglitt in seinen Zügen und hatte bald nichts menschliches mehr und gerade als Alari glaubte, nun alles gesehen zu haben, stapfte plötzlich ein halbnackter Riese durch den Steinbruch und Pulverisierte, was sich ihm in den Weg stellte. Wer nun glaubt es könnte nicht dramatischer werden, der sollte eines Besseren belehrt werden. Zwei geflügelte Gestalten vielen mit unglaublicher Geschwindigkeit vom Himmel und machten keine Anstalten ihren Sturz zu verhindern. Die seltsame Kreatur, die Alari gefangen nahm, donnerte auf das Schlachtfeld und blieb liegen, während der andere seinen Sturz elegant abfing und davon segelte. Der Junge, der nun so verwirrend entstellt war, kämpfte nun viel kraftvoller gegen die Verwunderte Kannibalentante. Doch schien es, als wolle er sie nicht töten. Vielmehr sah es so aus als wollte er sich im wahrsten Sinne des Wortes, ein paar Scheiben von ihr abschneiden. Seine grinsende Grimasse war wirklich furchterregend. Der Kampf der beiden neigte sich dem ende zu, als Alaris Aufmerksamkeit auf einem hellen Blitz, der den geflügelten Kämpfer traf, angezogen wurde. Dieser blieb davon fast völlig unbeeindruckt, und setzte dem Leiden seines Feindes ein jähes Ende. Auch der Riese hatte keine Gegner mehr und stapfte auf Alaris Versteck und somit auf die Beiden kämpfenden zu. Auf dem Schlachtfeld kehrte stille ein. Man hörte nur noch die Kampfgeräsche des Jungen Mannes und seiner Gegnerin und das entfernte Jubeln der Gefangenen. Nachdem die Kannibalin, Blut hustend zu Boden ging, konnte Alari ein kurzes und sehr verwirrendes Gespräch zwischen dem Jungen Mann und dem Geflügelten Krieger hören. „Ich dachte die beiden kämpfen auf der selben Seite.. oder haben die sich hier nur getroffen um gegeneinander zu kämpfen und wurden von den Anderen gestört? Was geht hier nur vor?“ Alari beobachtete, wie der Geflügelte zu Boden ging und wie er da so kniete, schossen Bilder aus der Vergangenheit in ihren Kopf.

Das Kleine Mädchen kniete vor dem Leichnam seiner Mutter und weinte bitterlich. Wer waren diese Männer, die solch schreckliches Unheil über ihr Dorf brachten? Die kämpfe dauerten nun schon seit stunden an und Sie und ihre Mutter hatten sich im Speicher des prunkvollen Herrenhauses versteckt. Ihr Vater war ein großer Krieger, der schon viele Schlachten focht und für sich entschied. Trotz seiner Berufung war er ihr immer ein verständnisvoller und liebevoller Vater gewesen. Ein Mann zu dem man aufblicken musste. Die Mutter hat die ganze zeit kein Wort gesagt, hatte die Augen geschlossen und gebetet. Nur einmal hat sie kurz aufgeblickt und gelächelt. Hat nur gesagt: „Ich liebe dich mein Engel alles wird gut du wirst schon sehen. Dein Vater wird uns Retten.“ Dann hat sie wieder gebetet.. und lautlos geweint. Als unten die Stiefel von Soldaten, die laut Jubelnd randalierten und das Haus durchsuchten und von draußen Siegesrufe anderer Soldaten zu hören war, betete sie nicht mehr, sie lächelte nur weinend, zog ein Küchenmesser aus der Schürze und rammte es sich mitten ins Herz. „Lebe wohl mein Kind, dir werden sie nichts tun“ Sagte sie mit ruhiger Stimme und starb. Als die Soldaten Kamen, und das Mädchen aus dem Haus schleiften, sah sie ihren Vater das Letzte mal. Er Kniete mit einigen anderen hochrangigen Avarielkriegern in einer reihe, und wartete darauf, dass der Soldat hinter ihm den Befehl zur Exekution erhielt. Als er seine Tochter erblickte, Rappelte er sich ein letztes mal auf um sich seiner Peiniger zu erwehren. Sie sah nicht was geschah, wurde unsanft auf einen Pferdekarren gestoßen und mit den anderen Kindern abtransportiert um als Sklavin verkauft zu werden.

Als sie wieder zu sich kam lag der Paladin im Staub. „Ist dieser Geflügelte Krieger etwa ein Avariel? Vielleicht kennt er meinen Vater, vielleicht weiß er was mit ihm geschehen ist.“ Sie hing noch ein paar Gedanken nach als sie bemerkte, dass der Riese nun gegen den mutierten Mann Kämpfte. Der Kampf dauerte nicht lange, da lag der Riese, schon bereit zu sterben auf dem Boden, als der Junge Krieger plötzlich von ihm ab ließ und sich wieder in den Hübschen Jungen verwandelte, der die Zwerge so wüst und erbarmungslos tötete. Auch der Riese schrumpfte auf die Größe eines normalen Menschen und schien sich kurz auszuruhen, bevor er aufstand und sich mit dem Jungen Krieger unterhielt.. Jetzt kapierte Alari gar nichts mehr. „Die haben sich echt hier getroffen um gegeneinander zu kämpfen.. was is das nur für eine seltsame Welt in der ich hier bin?“ Der geschrumpfte Riese wandte sich nun dem am Boden liegenden, geflügelten Krieger zu, während sich der Andere daran machte die Sklaven zu befreien. Alari wusste nicht genau ob sie nun Freunde oder neue Feinde vor sich hatte, beschloss aber sich vorsichtig zu nähern und dem treiben noch eine Weile zu zuschauen. Sie wollte unbedingt wissen wer der geflügelte Krieger ist und folgte ihnen, kam aber nicht wirklich weit als sie von dem Jungen Mann entdeckt wurde, welcher einen der Sklaven zu ihr schickte. Augenblicklich wurde Alari unsichtbar. Sie konnte nicht riskieren wieder in Gefangenschaft zu geraten. Dumm war nur das die Unsichtbarkeit, ihre gesamte Konzentration verlangte. Aufs laufen konnte sie sich nicht konzentrieren. Der nun nicht mehr gefangene kam näher und schaute sich um. Erkannte aber nach kurzer Zeit, die Nebensächlichkeit seines Auftrags und schloss sich den anderen Befreiten an zu fliehen. Alari viel ein Stein vom Herzen. Aber solange hier noch so viele Leute umherirrten, wollte sie ihre Tarnung nicht aufgeben. Wer weiß ob sie beim nächsten mal wieder Erfolg mit dem zauber hatte. Sie wartete und beobachtete.

In ihrer Konzentration versunken ließ sie die letzten Tage noch einmal vor dem geistigen Auge ablaufen. So viel Leid hatte sie erfahren. So viele geliebte Menschen sind gestorben und beinahe auch sie selbst. Sie wurde traurig und dachte an den Meister, den sie so viele Jahre beim Zirkus begleitete, der ihr so viel beibrachte. Eine unsichtbare Träne rollte an ihrer unsichtbaren Wange hinab. „Meister, warum habt ihr mich verlassen? Warum lasst ihr mich allein in dieser grausamen Welt zurück?“ „Du bist nicht alleine Alari, sieh dich um. Auch diese Welt ist nicht Grausam. Es sind die Menschen und ihre Dämonen, die diese Welt zu einem Schandfleck machen. Entsinne dich deiner Herkunft Alari, du bist die Tochter eines stolzen Kriegers. Versinke nicht in Selbstmitleid. Öffne die Augen, setze einen Fuß vor den Anderen, dein Leben ist noch nicht vorüber. Es hat gerade erst begonnen.“ Alari hörte die sanften und synchron hallenden Stimmen und blickte sich um, fand aber Niemanden der in Hörweite war. Sie vergewisserte sich, dass sie noch immer unsichtbar ist, und fragte leise und ängstlich: „Wer ist da? Woher kennst du meinen Namen? Kannst du mich sehen?“ Sie wartete auf eine Antwort. „Fürchte dich nicht mein Kind. Wir sind die Göttin Alexia. Wir sehen alles. Wir wissen alles. Wir stehen für das gute im Menschen. Du brauchst uns nicht zu fürchten.“ Alari schüttelte verwirrt den Kopf. „Wir?“ Alari schaute sich erneut suchend um. „Wir haben eine Aufgabe für dich. Ob du sie erfüllst, liegt in deiner Hand. Doch sei gewiss. Dein Weg hat eben erst begonnen und er wird nicht leichter. Du bist ein gutes Kind. Du wirst uns nicht enttäuschen.“ „Eine Aufgabe? Was soll ich tun?“ „Du wirst es erkennen, wenn die Zeit gekommen ist...“ Die stimme verhallte leiser werdend und vermischte sich mit den anderen Gedanken. (Zu sich selbst gewandt) „Ganz ruhig Alari. Die letzten Tage waren wirklich anstrengend. Aber du solltest deinen Stress anders verarbeiten. Mal ehrlich, eine Göttin? Warum nicht ein unsichtbarer Freund. Ihr hättet was gemeinsam.“ Alari öffnete die Augen und sah den Jungen Krieger wütend, direkt auf sich zu kommen. Panik machte sich in ihr breit. „Er hat mich bestimmt nicht gesehen... hoffe ich.. oder doch.. er kommt näher.. was mach ich denn jetzt?“ Als er kaum mehr 5 Meter von ihr entfernt war, nahm sie allen Mut zusammen und konzentrierte sich. Panisch formte sie ein Feuerzeichen und schleuderte ihm, mit voller Wucht und aus ganzem Herzen einen riesigen Feuerball entgegen, der ihn in Tausend Stücke zerfetzte. Jahaa... Der würde keine Zwerge und Kanibalinnen mehr töten. Und auch keine Alaris. Ein gerechtes Ende für solch einen Schuft... zumindest war das der Plan. In Wirklichkeit aber schleuderte sie ihm kaum mehr als einen Funken entgegen, der ganz sanft auf seiner Brust landete und dort demütig erlosch, ohne auch nur zu zischen. Der sichtlich überraschte Man schaute sie verdutzt an. Es folgten ein paar Sekunden der Stille, in denen sich Beide einfach nur in die Augen sahen. Sie wollte weglaufen, blieb aber vor lauter Furcht, wie eingefroren stehen. Mit piepsiger Stimme stammelte sie: „Bitte tu mir nichts..“ Als der Mann laut lachend vor ihr niederkniete wich ihre Angst der Wut. Der Wut darüber, das dieser Typ sie tatsächlich auslachte. Sie formte erneut ein Feuerzeichen, welches aber direkt in ihrer eigenen Hand aufläuchtete, als würde es sich nicht trauen, den lachenden zu treffen und versengte ihr die Finger. Als Alari schluchzend auf die Knie ging verstummte sein Lachen. Der Junge man stand lächeld vor ihr und reichte ihr eine Hand.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Apr 27 2011, 07:32

Syrus ließ Tales ziehen, besann sich aber noch eines besseren. „Tales!“, brüllte er laut genug das dieser es auch hören sollte. „Kommt wenigstens mit zur Festung.“
Bevor er sich wieder umdrehte blieb er stehen und wartete erst einmal ab. Die Sklaven kamen allein zurecht und falls hier noch irgendwelche Zwerge waren würden sie nicht so leicht einen Angriff starten, selbst eine verletzte und schwache Gruppe konnte gefährlich werden und diese hier war groß genug.
Erst jetzt wurde ihm bewusst wie sehr die drei Retter von einigen der Befreiten schon nach so kurzer Zeit als Helden gefeiert wurden. „Verdammte Höllenpforten.“, fluchte er laut. Darüber hatte er nicht nachgedacht und nun war es zu spät, die Gerüchte über die drei würden durch das ganze Imperium gehen, wenn nicht sogar auch noch durch Arakesh.
Seufzend sah er Tales zu und wartete darauf in welche Richtung er gehen würde.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Apr 27 2011, 08:27

Tales hatte seine Gedanken irgendwo nur nicht auf dem Schlachtfeld. Er hatte das kleine Biest nicht gesehen und das war auch kein Wunder, schließlich war sie unsichtbar gewesen. Er hing noch immer seinen trübsinnigen Überlegungen nach, die ihn mit einer Wucht eines Axthiebes zurück warfen. Nie hätte er gedacht, dass ihn etwas so treffen konnte, wie das, was Syrus ihm gesagt hatte. Noch viel schlimmer war jedoch die Tatsache, dass er sich es, wenn er ehrlich war einfach immer verboten hatte zu glauben. Er hat nicht glauben können, dass er all diese schlimmen Taten getan hatte. Nun ja, nicht er, sondern der andere. Der Dämon…
Er seufzte und mit einem Mal flog ihm etwas entgegen, das jämmerlich auf seiner Brust erstarb. Ein klitzekleiner Funke, der ihn vermutlich Schaden zufügen sollte. Seine anfängliche Überraschung wich wirklicher Verwunderung und machte dann einer Art Faszination Platz. Er schaute in ein Augenpaar so groß und mystisch, das er fast darin verloren ging. Erst nach einiger Zeit betrachtete er das ganze Objekt und musterte dieses unverschämte Persönchen, die ihm einen Funken entgegen warf, als sei es ein Feuerball. Sie piepste ihn nun auch noch an und flehte dabei um ihre Unversehrtheit. Die Faszination mündete letztlich in ein hämisches Gelächter, das einem Angst machen konnte. Er bekam ja kaum noch Luft und ging auf ein knie hinab, als sei er zu schwach, sich auf den Beinen zu halten. Erst als er sah, wie sie sich die Finge verbrannte, indem sie sie kurz schüttelte, hörte er auf zu lachen. Sie ging auf die Knie und schien wirklich fürchterliche Angst zu haben. Er wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel, die beim lachen entstanden war und streckte ihr die Hand hin. Seine Handfläche war nach oben gerichtet und die Finger leicht gespreizt.
„Warum sollte ich dir etwas tun? Ich bin hier um alle Sklaven zu retten.“ Er betrachtete sie noch einmal und stellte fest, dass sie eine Sklavin sein musste. Nein, gewesen war. Nun war sie ja frei. „Solange du mich nicht mit Glühwürmchen bewirfst, wird dir kein Leid geschehen.“ Es klang nicht wirklich wie eine Drohung. Es war eher etwas wie eine Belehrung, so nach dem Motto, als sei so etwas unhöflich. Tales fand es zwar ungewöhnlich, dass die kleine ihn angegriffen hatte und gleich darauf um Gnade flehte, aber sagte nichts dazu.
„Wie heißt du?“, fragte er frei von der Leber weg und hielt ihr noch immer die Hand hin. Diese zierliche Person – so befand er – brauchte seinen Schutz. „Ich werde dich in Sicherheit bringen.“
Eigentlich stand es ihr ja frei zu gehen und alleine zu reisen, aber das verschwieg er ihr absichtlich. Letztlich würde er sie aber vermutlich nicht zu ihrem Glück zwingen. Was er sich jedoch wirklich fragte, war warum sie so eine fürchterliche Angst vor ihm hatte. Immerhin hatte er sie gerettet. Also vielleicht nicht Sie aber die anderen Sklaven schon, oder nicht? Vermutlich hatte auch sie gesehen, was Syrus gesehen hatte, was das kleine Mädchen von zuvor gesehen hatte und was der kräftige Sklave gehört hatte. Aber trotzdem. Er weigerte sich zu glauben, dass es so schlimm war, wenn jemand – und sei es ein fürchterlicher Dämon – die Peiniger besiegte, die einen gefangen hielten.
Was war bloß los mit dieser Welt? Sein freundliches Lächeln hatte sich zu einer nachdenklichen Mine gewandelt und jetzt schaute er schon fast wieder böse. Als er das merkte, zog er seine Hand endlcih zurück und verschränkte die Arme vor der Brust, wobei er irgendwie beleidigt aussah. Er blickte seitlich nach unten auf einen spitzen Stein, der zufälliger Weise dort rum lag. Offenbar musste er ihn sehr interessant finden, denn lange Zeit passierte gar nichts. Dann drehte er sich endlich kurz zu Syrus und brüllte sehr laut zurück: „Schon klar!“
Damit signalisierte er ihm, dass er folgen würde und zwar mit dieser unverschämten Elfe, die ihm eigentlich danken und ihn nicht damit demütigen sollte, indem sie Angst vor ihm hatte. Wie viel guten Willen sollte er denn noch beweisen?
Er gab zu, dass es nicht seine Idee gewesen war hier her zu kommen und all die Leute hier zu befreien, aber das war ja wohl nicht relevant. Fakt war, dass er hier war. Letztlich schaute er wieder zu der kleinen und sagte: „Ich bring dich zu Cirian, er sieht aus wie ein „Engel“. Wenn man davon absieht, dass er auch ziemlich böse sein kann. Vielleicht sagt ER dir ja eher zu.“
Wie lange war es eigentlich her, dass Tales sich so beleidigt und verletzt gefühlt hatte? Nun immerhin so lange, dass er sich nicht daran erinnern konnte. Eine Sauerei war das. Er kannte dieses Mädchen nicht mal und ärgerte sich, dass sie ihn fürchtete! Warum nur? Wahrscheinlich war es irgendwie alles zu viel für ihn. Als sich die Elfe immer noch nicht bewegte und er unschlüssig herum stand, versuchte er jedoch noch etwas, bevor er zurück zu den anderen kehren würde.
„Was genau hast du gesehen, dass du mich so fürchtest, aber es dir trotzdem zutraust, mich anzugreifen?“ Seine Stimme klang weder zornig noch gewalttätig oder hinterlistig. Pures Interesse erklang in seinen Worten und auch seine Haltung war nun nicht mehr ganz so abweisend.
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Alari

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Apr 27 2011, 17:01

Die helfende Gehste des jungen Kriegers verwunderte Alari sehr. Doch noch viel stärker als ihre Verwunderung, war die Erleichterung darüber, dass er ihr tatsächlich wohlgesonnen schien. Zumindest vermittelte er den Eindruck. Er versprach ihr Sicherheit, bot ihr seine Hilfe an. Dennoch wuste sie nicht Wen oder viel mehr Was sie da vor sich hatte. "Ich heiße..." Alari überlegte kurz, ob sie dem Fremdling wirklich ihren Namen nennen sollte. Aber was wollte er schon nur mit ihrem Namen anfangen können. Dennoch sträubte sich ihre innere Stimme der Vernunft, dem Unbekannten Auskunft über sich zu geben. Sie war hin und her gerissen. "Er will mich in Sicherheit bringen. Aber wo ist "Sicher"? Ein weiteres Gefängnis?" Alari begann erneut zu weinen. Sie fühlte sich noch nie so alleine wie in diesem Moment. Der Mann, der eben noch Zwerge enthauptete, schien auf merkwürdige Art nett zu sein. Es hatte den anschein als wolle er ihr wirklich helfen. Aber was sie gesehen hatte, was auf groteske Weise abstoßend und interessant zugleich war, ließ sie in ihrer Entscheidung stocken. Letztlich entschied sie sich dem Fremden Auskunft zu geben. Was außer ihrer Freiheit, in einer fremden Umgebng hatte sie schon zu verlieren? "Melwer, Alari Melwer ist der Name. Und wie ruft man euch?" Alari achtete sehr genau darauf höflich zu klingen. Schließlich wuste sie immer noch nicht, mit wem sie da sprach. Nachdem diese Hürde genommen war, wollte sie ihm allse erzählen. Plötzlich war er gar nicht mehr so furchteinflösend. Sie versuchte ihren panischen Angriff zu erklären, vermischte das ganze mit ihrer Lebensgeschichte und warf, zwischen all den Erklärungen und Erzählungen, auch noch eine menge Fragen über ihn und seine seltsamen Begleiter ein. Was dabei raus kam verwirrte selbst Alari. Wie sollte es ihr gegenüber verstehen? Sie unterbrach ihren redefluss und blickte dem Fremden müde in die Augen. "Ich will hier weg." Sagte sie, und gab sich ihrer Erschöpfung hin. Zu viel für einen Tag. Zu viel für eine geschundene Seele.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Apr 28 2011, 04:57

Tales schaute die Kleine erst ungläubig an und realisierte, dass sie schon wieder weinte. Und damit nicht genug, nachdem sie ihm nämlich ihren Namen verraten hatte, kam es ihm vor, als würde sie ihm gerade ihre Lebensgeschichte erzählen. Eigentlich wollte er das alles gar nicht wissen und offenbar hatte sie seine Frage falsch verstanden. Denn sie erzählte nicht, was sie hier beobachtet hatte, sondern was sie in all ihren Elefenjahren gesehen und erlebt hatte. Zuerst hörte er etwas betäubt zu. Naja zumindest fast. Er überlegte sich, was er machen sollte und sah dabei trotzdem aufmerksam aus. Nicht einmal erwiderte er etwas oder unterbrach um nachzuhaken. Irgendwie kam es ihm wie eine Ewigkeit vor, dass diese Elfe quasselte.
Und dann mit einem Mal und nachdem sie ihm auch zig fragen gestellt hatte, die er so gut beantwortete wie es ging ergab sie sich ihrem leid und ihrer Erschöpfung. Das zierliche Elflein steckte Stress und Elend offenbar nicht so gut weg wie er und mit einem Mal tat sie ihm wirklich leid. Tales war in der Regel niemand, der leichtfertig Mitgefühl verschenkte, aber es gab durchaus Schicksale, wo er nachempfinden konnte, was Betroffene durchmachten. Sie schien müde zu sein und es war nicht direkt, was sie sagte, sondern wie sie es sagte, was sein Herz berührte.
„Und ich werde dich von hier weg bringen.“, antwortete er so sanft, dass man nicht hätte glauben können, wie er vor nicht allzu langer Zeit noch ausgesehen und sich durch die Reihen seiner Feinde gemäht hatte. Diese Stimme passte nicht zu einem Dämon und auch nicht zu einem selbstgefälligen, egoistischen Söldner, der er nun mal war. Bevor sie jedoch vor ihm zusammen brach - wegen ihrer Müdigkeit und auch ihrer Erschöpfung wegen – hielt Tales sie fest und bewahrte sie vor einem Sturz auf den von Leichen übersäten Boden.
„Mein Name ist Tales.“, gab er lächelnd zurück und trug das Mädchen nun vor sich her. Sie war leicht wie eine Feder. Wieder dachte er sich, dass dieses Mädchen seinen Schutz brauchte. Ob das nun so war oder nicht, war ihm egal. Nicht dass er viel für sie empfand oder ein Interesse an ihr hegte. Tales war nur schon immer sehr spontan, was seine Fähigkeit anbelangte andere zu schützen oder aber auch zu töten. „Einfach nur Tales.“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Apr 29 2011, 06:21

Seine Miene verfinsterte sich schlagartig. „So niedrig wie auch ihr es seid.“, erwiderte Ancoron zornig. Es dauerte einen Moment bis er etwas erwiderte. „Wen ihr gejagt werden wollt, so sagt es mir nur. Die Jagd ist eine meiner Domänen.“
Langsam ritt er weiter und überholte langsam die Frau. „Leben?“, fragte er laut lachend. „Oh ihr seid doch etwas naiv. Glaubt ihr wirklich ihr würdet jemanden wie mich so einfach töten können?“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Mai 04 2011, 19:06

Was?
Er wagte sie als Nieder zu bezeichnen?
Ungerührt sah sie ihn an, keine Miene verziehend.
"Nicht jede Beute ist so leicht zu erleen, wie sie es auf den ersten Blick zu sein scheint."
Ihre Schritte waren kaum zu sehen, als sie weiter an dem sonderbaren Diener vorbei ritt.
"Ein untoter Diener einer Göttin, deren Götzenbild ihr anbetet ... Dieses Land ist eben so versucht mit Menschen wie das meine und diese sind eben so unwürdig zu leben, wie in meinem und doch birgt es eben solch niedere Würmer wie das Meine. Würmer die sich anmaßen, mich ... Yukisho, als nieder zu bezeichnen, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, dem Tod näher zu sein, als es ahnt. Ihr wollt spielen? Ich spiele nicht. Die Jagd bereitet mir kein Vergnügen. Ihr scheint euch nach dem entgültigen Tod zu sehnen."
Wenn gleich ihre Stimme sich nicht sonderlich hob, so wehten doch plötzlich mehrere Schneeflocken um sie herum, die wild umher zu tanzen schienen, ganz so als wollten sie die Laune der jenigen umschreiben, die sie umgaben.
Yukisho lief weiter, wandte den Blick von ihm ab, und würdigte ihn keines weiteren.
Anmutig und stolz lief sie nun weiter, nicht einmal nach dem Drachen schauend, der sie begleitete.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Mai 05 2011, 07:03

Mit neutraler Miene hörte Ancoron der Frau zu. Je mehr sie redete desto mehr Informationen bekam er von ihr. „Ihr habt keinerlei Ahnung mit wem ihr euch hier anlegt, werte Yukisho.“, ihren Namen betonte Ancoron genau. „Meinen endgültigen tot werdet ihr nicht so schnell erleben.“
Er betrachtete die Schneeflocken und überlegte einen Moment. Lautlos bat der Streiter Vestatias um Schutz vor Kälte. Viel würde der Zauber vielleicht nicht bringen, aber es würde ihm genug Zeit zum reagieren bieten.
Lautlos legte sich ein Eis blauer Schutzfilm über seine Haut. „Wo wir grade bei dem Götzenbild waren, ich beziehe meine Kraft von ihr, somit ist sie weitaus mehr als nur ein Bildnis. Ihr seid kurzsichtig, somit nicht besser als ein niederer Mensch.“
Langsam ritt Ancoron auf seinem Nachtmahr in die berühmte grüne Ebene hinein. Unter den Hufen des finsteren Reittiers verbrannt die Erde, erst nach einigen Schritten sprach der Reiter leise in das Ohr des Tieres. Es schien als ob die Flammen keinen weiteren Einfluss auf das Gras nahmen, trotz des Feuers, genauso wenig schien der Nachtmahr Spuren zu hinterlassen.

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Mai 05 2011, 19:09

Die Schneeflocken um sie herum wirbelten plötzlich gleich einem Schneesturm um sie herum, doch ihre Miene blieb unbewegt.
Eine Hand streckte sie aus, pustete über ihre Innenfläche in die Richtung in die der Nachtmahr gerade verschwand und ließ die komplette Fläche, um ihn und unter ihm herum in seinem Umkries gefrieren.
Ein zufriedenes Gefühl machte sich in ihr breit.
"Selbst die Hufe eues Mahrs werden dieses Eis nicht zerstören können. Eure Beleidigungen solltet ihr niederen Wesen an den Kopf werfen. Ich ill heute einmal Gnade vor Recht walten lassen, da ihr offensichtlich in diesem Land keine Ahnung habt, mit em ihr es hier zu tun habt. Eure Götter bedeutenmir nichts, doch scheint ihr eben so wenig für Menschen übrig zu haben wie ich ... und habt mehr Verstand als das andere gewürm, welches sich als Untot oder dämonisch bezeichnet."
zum ersten Mal in ihrem Leben dachte sie tatsächlich darüber nach, jemanden als Begleiter zu akzeptieren.
Nicht das sie wirklich daran interessiert wäre in irgendwelche Städe zu reisen, doch dieser Untote hier ... schien wenigstens einen halbwegs brauchbaren ... Reisegefährten ab zu geben.
Sie zügelte ihre Wut sehr, würde sich aber auch n icht von ihr Hinreißen lassen.
Noch war sie sich nicht über die Rituale hier bewusst.

weiter in der grünen Ebene
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Mai 10 2011, 00:13

Tales schien sich mit irgendeiner Sklavin zu unterhalten. Syrus wandte sich ab und führte das Pferd hinter den Befreiten zur Sturmfestung weiter. Tales würde sich melden wenn er was bräuchte.
In Gedanken ließ er den Kampf noch einmal ablaufen, er selbst hatte einiges an Macht in sich von der er wenig wusste. Es war wirklich an der Zeit zum Haupttempel seines Gottes zurückzukehren und die Archive zu durchforsten.
Seine Wunden waren geheilt, aber an seiner Rüstung war zu erkennen wie viel er hatte einstecken müssen. In der Sturmfestung gab es jemanden der ihm gegen entsprechende Bezahlung Werkzeug und alles benötigte überlassen würde, damit seine Rüstung wieder den nötigen Schutz bot.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Mai 16 2011, 17:56

Tales schlenderte über die elegant abwärts fließende Ebene und nährte sich dem nicht enden wollenden Tross der Sklaven. Nein, nun waren sie frei. Es bestand keine Notwendigkeit mehr sie als ‚Sklaven‘ zu bezeichnen. Schritt für Schritt führte ihn sein Weg durch ein Meer aus Blut und Tod und irgendwie hatte ihm das ganze eher eine Freudige Erregung bereitet. Normalerweise sollte jemand, der einer Armee gegenübertritt und dabei nur zwei Kampfgefährten hat Angst haben. Zumindest hätte er sich vor einer solchen Übermacht fürchten sollen, aber… Tales hatte sich gefreut. Gefreut!
Augenblicklich wurde er daran erinnert, was Syrus zu ihm gesagt hatte. Wenn es wirklich wahr war – und Tales glaubte das es sehr wahr schien – dann würde das zumindest die immer mal wieder auftauchenden Filmrisse erklären. Es würde erklären, wie er in dieses Gott-verdammte Gebirge gekommen war. Es würde einfach alles erklären. Ein tiefes unzufriedenes Seufzen verließ seine Kehle. Tales dachte zurück an seine Vergangenheit, an seine Ausbildung und an seine Schwester. Nun, eigentlich war sie nicht seine richtige Schwester gewesen. Genaugenommen war sie eher eine Freundin und irgendwie auch gleichzeitig Mutter und Tante. Sie hatte ihm viel beigebracht und dann war sie einfach tot. Einfach so! Tales wollte den Gedanken nicht zu Ende spinnen, obgleich sich düstere Wolken in seinem Kopf ausbreiteten. Unglaublicher Weise gelang es ihm auch nicht mehr darüber nachzudenken, als er auf die junge Elfe blickte, die den Namen Alari trug. Sie schien friedlich und gar nicht mehr so angriffslustig zu sein, wie sie sich zu Beginn ihres Treffens gezeigt hatte. Sie hatte sich unsichtbar gemacht, eine beeindruckende Gabe. Zumindest, wenn man davon absah, dass ER sich in einen Dämon verwandeln konnte und seine Kameraden locker die Erde zum beben brachten. Wenn man voll all den Kuriositäten absah, die die kleine Kampfgemeinschaft hatte, dann war es beeindruckend. Wieder seufzte Tales und stieg nun den Anstieg des Kraters hinauf. Der Pfad bot ihm dabei halt. Seine Glieder schmerzten immer noch und er fühlte sich seiner Kraft beraubt. Alles in seiner Umgebung wirkte irgendwie nicht real, wie durch den Schleier eines Traumes. Tales wollte Ruhe. Er war erschöpft.
Oben angekommen blickte er zu Syrus, der seinen Blick wachsam auf den Sklaven und auch auf Cirian ruhen ließ. Er führte sein Pferd hinter dem Tross der Befreiten und hatte so gute Sicht. Alari auf seinen Armen ging er schnellen Schrittes auf den Untoten zu, der ihm die schlechteste aller Nachrichten in seinem Leben überbracht hatte. Er hegte keinerlei Groll auf diesen Mann, schließlich war er schon so intelligent, dass er ihm unmöglich Schuld daran geben konnte. Ein neuerliches Seufzen verließ seine Kehle, als er in Hörweite war. Und als er schließlich neben ihm her ging, gelang es ihm nicht ein Wort zu sagen. Seltsam war das, denn Tales war sich sonst nie um einen Kommentar zu schade. Tales hatte sonst immer einen blödsinnigen Spruch auf Lager, wenn er keinen vernünftigen Gesprächsstoff anzubieten hatte. Aber jetzt, war sein Gehirn, wie leer geblasen. Schließlich sagte er: „Falls ich euch hatte töten wollen…“, er blinzelte und sah dann kurz zum Himmel, blickte Syrus nicht einmal an. „…tut mir leid.“
Und das war dann auch schon wieder das Ende der Konversation. Lustlos trottete er neben Syrus her und harrte der Dinge, die da kamen.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Mai 17 2011, 01:54

Dunkle Wolken schoben sich langsam über das Schlachtfeld und brachten einen kalten Regen mit sich. Die nun Befreiten drängten sich zusammen und wollten so schnell es ihre geschundenen Körper zuließen in Sicherheit kommen. Einige schauten sich Ängstlich um, andere liefen mit starrem blick vorwärts und dann gab es jene die die Führung übernahmen und anderen halfen.
Langsam bewegt sich der Tross vorwärts. Am Wegesrand entdeckte man einige ältere Menschen die nach der Befreiung ihren Verletzungen erlagen.
Blickte man zurück zum Schlachtfeld konnte man eine geflügelte Gestalt landen sehen. Sie schien nicht materiell zu sein, die Gestalt verschwand im einen Moment nur um dann wieder aufzutauchen.
Die Gestalt war in eine lange Robe gehüllt, die von einem breiten Gürtel eng an den Körper gedrückt wurde. Zu beiden Seiten des Gürtels leuchteten hell blaue Linien auf. Ebenso zierten große Schulterplatten die Schulter und leuchteten im selben Licht auf. Ein tiefer V-ausschnitt ließ einen Blick auf die stark ausgeprägten Brustmuskeln und die graue Haut zu. Eine Kapuze verbarg das Gesicht, nur zwei violet schimmernde Augen stachen hervor.
Die Hände waren in gepanzerte Handschuhe gehüllt, die Krallen förmig zuliefen. Trotz der schwer gepanzerten Stiefel, setzte die Gestalt ohne ein Geräusch auf.Die Flügel schlugen ein letztes mal und wurden dann grade nach hinten ausgerichtet, nun bemerkte man auch das die Flügel eine gräuliche Verfärbung hatten.
Langsam drehte sich die Gestalt im Kreis und bewegte sich dann zu einigen Toten. Über den ersten Toten gebeugt schien die Gestalt mit dem Toten zu reden. Nach einigen Augenblicken wandte die Person sich ab und ging zum nächsten Gefallenen. wahr los wählte sie Tote aus und schien mit ihnen zu reden, egal ob Zwerg, Kannibale, Dämon oder Sklave.
Wenig später löste die Gestalt sich im nichts wieder auf und die Krähen und sonstigen Aasfresser konnten ihr Festmahl in aller Stille genießen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Mai 18 2011, 07:36

Seine Gedanken schienen wie ins Schwarze getaucht zu sein. Er war im Inbegriff seine Göttin um weiteren beistand zu bitten, um ihn auch für den folgenden Kampf mit genügend Kraft zu versorgen, doch schien genau das Gegenteil passiert zu sein. Hatte er seinem Körper zu viel zugemutet? Hatte er sich übernommen? Aber scheinbar war er am Leben, trotz seines ruhmlosen Fallens in den Dreck der Schlacht. Langer schien er in seinem inneren zu forschen und hinein zu horchen, um zu verstehen, was vorgegangen war, hatte den Kampf in allen Einzelheiten auseinandergenommen und wieder zusammen gesetzt, überlegt welche Fehler er begangen hatte, was er ändern hätte ändern können und ob er schlussendlich ehrenhaft im Namen seiner Göttin Alexia gehandelt hatte. Nichts deutete darauf hin. Nebenher verspürte er wie sein letzter Akt, vor seiner Schmach, seinem Körper zugutekam. Verletzungen verloren ihre dumpfe schmerzende Kraft auf seine Glieder. Doch dies sollte nicht bedeuten, dass er deshalb auch sogleich die Möglichkeit hatte seinen Körper wieder zu nutzen. Einzig sein Sinn für das Hören hatte sich wieder zu seinem Nutzen verfügbar gemacht. Schlagartig verspürte er wie eine stark einnehmende Präsenz all seine Aufmerksamkeit auf sich zog. In sich spürte er wie ein Gefühl von Stärke durch seinen Körper fuhr, doch gleichzeitig schien auch kälte sich auf ihn auszubreiten. Cirian konnte nicht ganz entscheiden, ob er dem ganzen wohl gesonnen gegenüberstehen sollte, oder aber lieber mit großer Skepsis und Argwohn dem ganzen Abstand gebot. Ohne Ankündigung war alles wieder verschwunden. Er wurde seiner Lage wieder bewusst. Seine Ohren hatten wieder etwas wahrnehmen können. Der Rest seines Körpers war jedoch weiterhin unbeweglich. Erst nahm er nur taube Worte war, gerade so, als wäre der Kopf samt Ohren knapp unter der Wasseroberfläche, und jemand anders würde zu einem Sprechen, nicht halbes und auch nichts Ganzes ergab das gesprochene Wort um ihn herum. Doch wie seine Ohren langsam begangen wieder Geräusche deutlicher erkennen zu lassen, so war es auch, das er erkannte, dass er leicht am Schaukeln war. Es brauchte ein wenig, bin ihm klar wurde, das er transportiert wurde, transportiert auf seinem eigenem Reittier. Wie er jedoch zu Antaros gelangt war, wusste er auch nicht. Aber es musste bedeuten, das auch der zweite Dämon besiegt wurde, auch ohne ein zutun. In gewisser Weise betrübte es ihn, auch wenn er das eigentliche Ergebnis nicht im Geringsten anzweifelte. Ein Wesen auf der bösen Seite weniger bedeutete sogleich besser Chancen für den Kampf des Guten. Wieder verloren sich die Gedanken an diese Mächtige Präsenz, welche er ganz deutlich für einige Momente verspürt hatte, denn seine jetzige Situation konnte er nicht abwenden. Er war ein gefangener in seinem eigenen Körper. Er konnte sie unter keiner der ihm bekannten einordnen, diese Aura, und auch wenn, hätte er sich mit Sicherheit direkt an solch eine Ausprägung ohne Probleme erinnert, auch in diesem Zustand.
Mit einem Mal vernahm er ganz deutlich ein paar Worte: „Falls ich euch hatte töten wollen…tut mir leid.“ Mit einem Ruck war der Paladin hellwach. Er rutschte von dem Sattel seines Pferdes und stand sicher auf seinen Beinen. Die Flügel waren ausgebreitete. Sein Blick verharrte auf dem Sprecher der Worte, wenn gleich das Pferd zwischen den Beiden stand. „Was hat das zu bedeuten? Erklärt euch.“ Er wusste nicht warum. Aber eine Art Bedrohung schien der Auslöser dieser Worte zu sein. Wachsam hielt Cirian inne.

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Mai 22 2011, 07:24

Tales war mit sich und seinen Gedanken beschäftigt, daher bekam er irgendwie kaum was um sich mit. Außerdem war er auch noch viel zu geschafft von dem ganzen Trouble, als dass er irgendwas mitbekommen könnte. Er sah die Leichen am Wegesrand. Er sah die alten und schwachen, die zurückgelassen wurden, sah wie die Kinder in den Staub fielen, aber weder empfand er Mitleid, noch nahm er geistig überhaupt wahr, was seine Augen sahen. Er war wie ausgesaugt. Sein Körper bewegte sich, seine Arme versuchten Alari krampfhaft festzuhalten, sie gehorchten seinem Wunsch das Mädchen nicht fallen zu lassen, aber sie fühlten sich seltsam steif und blechern an. Folglich bekam er auch nichts davon mit, was sich hinter ihm abspielte und seine Gabe ungewöhnliche Dinge zu Bemerken belief sich auf beinahe Null.
Erst als Cirian vom Pferd rutschte und mit donnernder, drohender Stimme sprach, blickte er auf und sah verwirrt zu selbigem hinüber. Das Pferd war zwischen ihnen und so sah Tales nur den Kopf und einen Teil des breiten Oberkörpers von Ciraian. Viel beeindruckender waren jedoch die Flügel die sich links und rechts seines Körpers abspreizten und einen Hauch von himmlischem Glanz verbreiteten. Zuerst war Tales einfach viel zu überrascht und verwirrt, als das er etwas hätte sagen können, aber schließlich sickerten seine Worte wie eine zähe Teigmasse aus ihm heraus.
„Ich weiß nicht.“, antwortete er hölzern und mechanisch. Er blickte seinen Kamerad nicht an und versuchte auch nicht wütend zu werden. Das Letzte was er jetzt gebrauchen konnte, war Zorn oder gar Tränen. Warum Paladine aber auch immer so uneinsichtig sein mussten! Egal, was in ihm steckte. Egal, was Er war, er hatte doch geholfen oder nicht? Er hatte doch getan, was Cirian von ihm verlangt hatte und er fand, dass er seine Sache gut gemacht hatte. Nun, zumindest bis dahin, als er das Bewusstsein verloren hatte. (Immer noch empfand er es als seltsam, dass keine Wunden über seine Brust verliefen.)
„Das ist wirklich nicht fair.“, sagte er schließlich. Seine Stimme klang anklagend und doch sarkastisch. „Wie wäre es mit einem ‚Oh, Tales! Du lebst ja noch. Schön dich wieder zu sehen.‘ oder ein ‚Danke, Tales, dass du uns geholfen hast.‘ Ein schlichtes ‚Gut dass wir alle überlebt haben.‘ oder ‚Danke für die Rettung‘ hätte mir auch gereicht. Aber mich so anzufahren, finde ich wirklich unter aller Sau!“, schimpfte er. Er klang dabei jedoch nicht beleidigt oder zornig, sondern eher so, als würde ihm ohnehin egal sein, was man zu ihm sagte. Keinen einzigen Augenblick sah er Cirian bei seinem Vortrag an. Tales war sich sicher, dass Cirian keine Ahnung hatte, dass Tales auch erst vor wenigen Momenten erfahren hatte, was in ihm steckte. Zumindest hatte er es vorher immer nicht glauben wollen.
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Das Spitzhorngebirge
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