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 Das Spitzhorngebirge

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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Sep 21 2011, 10:00

Nur schwerlich kam Cirian in den Schlaf hinein. Die Begegnungen und Geschehnisse just zuvor hatten ihn einfach zu sehr aufgewühlt. Irgendwann gelang es ihm dennoch in den Schlaf zu gelangen.
Am nächsten Morgen wachte der Recke recht erholt auf. Seien Wut aus dem Vorabend schien verstrichen, vorerst. Schnell war er in seine für ihn tägliche Kleidung gehüllt, Unterwams, Rüstung, und was noch dazu gehörte. Zusätzlich spannte er sich seine Zweihandklinge auf den Rücken, während er die Bruchstücke des vorigen Schwert schon am letzten Abend, separat in eine decke gehüllt in seiner Tasche verstaut hatte. Da Schild hing er an die Seite seines Streitrosses Antraos. Verpflegung wurde ihm zum Zelt gebracht, so konnte er sich Zeitig daran machen, sein Buch zu durchforsten, nach jener Magier die er schon einmal hierin gesehen und erlesen hatte.

Fündig geworden, seine Meditation beendet, machte er sich zurück auf die Suche nach Tales. Mit ihm würde er sprechen müssen, Überlegungen hatte er zu dem Mann angestellt, von denen er nicht wusste was daran Stimmen würde, und inwiefern sie Umsetzbar wären. Syrus schloss er aus seinen Gedanken aus. Schnell schien der Schwarzschopf gefunden zu sein.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Okt 11 2011, 05:52

Tales schlief wie ein Murmeltier im Winterschlaf. Er bekam nichts um sich herum mit. Alle Gedanken an die fürchterlichen Ereignisse des letzten Tages waren wie weggeblasen. Doch drückend und schwer klärte sich diese Erinnerung, als er auf der Schwelle vom Schlaf zum Wachen betrat. Er war sich nicht sicher, was alles Traum gewesen war, doch immer schneller bekam er ein Bild. Ein unangenehmes Bild und das tiefe Dunkel in ihm, schlug sich einen schmerzenden Weg empor.
Na? Hast du geglaubt, ich bin verschwunden?, hörte er sich selbst in Gedanken sagen. Nein nicht er selbst. Es war eine andere Stimme ein grausames Flüstern nicht lauter als ein sachter Windhauch.
„Was?“, sagte er laut und schlug die Augen auf. Er erkannte Cirian und sah in verdutzt und erschrocken an.
Nicht da. Immer noch starrte er den Paladin an und lauschte den Worten des Unbekannten. Ich weiß, was der Paladin vorhat. Aber das wirst du nicht zulassen, denn … wenn er versucht mich zu verbannen, tötet er uns beide. Wir sind eins Tales, vergiss das nicht…
Die Stimme war verschwunden und Tales klappte endlich seinen Mund zu. Ja er konnte sogar spüren, wie ihn etwas dunkles, schweres, was ihm bisher auf der Seele gelegen hatte, verließ. Dann fand er endlich seine Sprache wieder: „M-Morgen…“
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Okt 29 2011, 09:17

Am Morgen sah der düstere Streiter den Paladin auf Tales zu gehen. Still blieb er sitzen, nicht sicher was kommen würde, wartete er das Gespräch ab. Auch einmischen würde er sich möglichst nicht.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Okt 29 2011, 13:18

„Seit gegrüßt.“ Gefasst schaute er sich den jemanden an, der vor kurzem noch in der Gestalt eines Dämons nach seinem Leben trachtete. „Ich sehe ihr habt gut geschlafen.“ Ihm entging nicht, wie die Dunkelheit von Tales abließ, und dennoch beließ er es dabei. „Stumm schnallte er sich den Zweihänder vom Rücken; dann setzte er sich hinunter zu ihm, legte das Schwert neben sich, und nahm den Helm ab, welcher auf der anderen Seite ruhte. Einzelne Strähnen seines weißen Haares strichen ihn ins Gesicht, welche mit einer einfachen Handbewegung zur Seite gelegt wurden. Interessierte Blicke wurden ihnen zugeworfen. Ohne lange zu warten begann er das Gespräch: „Habt ihr etwas von dem ihr erzählen wollt?“ Cirians Stimme klang freundlich und versöhnend. Mit kühnen Augen suchte er den Blick seines Gegenüber, bis er ihn fand: „Mir liegt es am Herzen das meine Mitstreiter das selbe Vertrauen in mich setzen, wie ich es in ihnen versuche zu hegen.“ Unterstreichend hob er seine Hand. „Und nach dem, was gestern geschehen ist, sollten wir sprechen.“
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 02 2011, 02:28

Die Frage, ob Tales ihm etwas erzählen wollen würde, schien ihm doch ein klein wenig eigenartig. Tales erinnerte sich nämlich genau, an den Vortag, als er – nein Amon – gegen den Paladin gekämpft hatte. Also wusste Ciraian ja augenscheinlich schon genau, was Tales bisher nicht verraten hatte, oder besser gesagt gar nicht verraten konnte, weil er es nicht gewusst hatte. Er öffnete den Mund und schloss ihn unverrichteter Dinge wieder. Es berührte ihn irgendwie, dass Cirian ihm Vertrauen schenken wollte und er beherrschte sich, nicht in Tränen auszubrechen. Er empfand sich in diesem Moment wie ein Kind, dass seinen Vater etwas furchtbar schreckliches beichten musste.
Wie sollte er anfangen? Tales hatte es ja selber erst vor einigen Stunden erfahren. Nun, da wurde es ihm zum ersten Mal wirklich klar gemacht… Was sollte er also sagen? Er konnte nicht leugnen, dass er mehr als ratlos war. Vor allem hatte er aber schlicht weg Angst. Er wollte immerhin noch lange nicht sterben, auch wenn dies auf die Jahre gesehen unausweichlich war. Er wollte Cirian unter keinen Umständen verärgern, aber hatte er eine Wahl? Es schien ihm zumindest fürs erste Sinnvoll eine Tatsache auszusprechen, die Bereits allen klar sein dürfte und doch eine winzige Information enthielt, die im Großen und Ganzen irrelevant war: „Mein Vater war ein Dämon…“
Es klang eher so als würde er es zu sich selbst sagen, aber das war nicht der Fall. Im Grunde genommen, wusste er nicht einmal, ob das wirklich zutraf, aber es schien ihm das einzig Logische zu sein. „Glaube ich zumindest…“, setzte er lauter hinzu. Immer noch klang er eher wie ein reumütiges Kind. Dann sah er Cirian direkt in die Augen und nannte das Kind energisch, aber freundlich gesinnt beim Namen: „Wenn du ihn tötest, sterbe ich mit ihm.“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Nov 04 2011, 01:14

Das was Tales sagte, schien auch das zu sein, was der Paladin dachte, zumindest waren der Gedanke über den Vater durchaus nachvollziehbar. Schon häufiger hatte er über Verbindungen von Menschen und anderen Wesen gehört, Schlussendlich war auch er ein Wesen das aus einer Kreuzung verschiedener Rassen stammte, wenn gleich es auch was ganz anderes war, als in dem Fall von Tales.
Ruhig griff er das ende von Tales auf: „Wenn ich ihn Töte, würde ich also auch euch töten, was macht euch da so sicher?“ Es klang nicht so, als würde er diesem Gedanken erliegen, aber dennoch wollte er den Grund erfahren. „Ich würde etwas vernichten, das Besitz von euch nimmt, nicht euch selbst.“ Er ließ unausgesprochen, dass das Vernichten des Körpers nicht die einzige Möglichkeit war einem den Tod zu bringen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Nov 04 2011, 03:19

Tales wartete mit einer Mischung aus Angst, aber auch Neugier auf das, was der Paladin nun verlauten lassen würde, was auch nicht lange auf sich warten ließ. Dass er der Sohn eines Dämons sein MUSSTE, lag klar auf der Hand, daher ging Cirian auch nicht weiter darauf ein, aber die letzten Worte griff er auf.
Was ihn so sicher machte? Na vielleicht die Tatsache, dass Amon seinen Körper mit aller Macht verteidigen wollte. Und außerdem hatte Amon ihm das gesagt. Aber konnte er wirklich jemandem vertrauen, dessen einzige Möglichkeit in diese Welt zu gelangen Tales Körper war? Tales ließ sich die Frage durch den Kopf gehen, aber der Dämon schien offenbar keine Stellung dazu nehmen zu wollen. zumindest meldete er sich nicht zurück. Wobei Tales jedoch keine Ahnung hatte ob Amon nicht wollte oder gar nicht konnte.
ZU VIELE FRAGEN! Doch anstatt auf die erste Frage zu antworten, sagte er wie ein Pfeil vom Bogen gelassen: „Er ergreift keinen Besitz! Er rettet mich!“, in seiner Stimme klang eine energische Art der Rechtfertigung mit und im gleichen Moment bereute Tales, so gesprochen zu haben. „Tut mir leid…“
Amon war in der Tat schon mehrfach sein Lebensretter gewesen, aber die Methoden dieser Aktionen waren manchmal schon sehr… fragwürdig. Und dann blieb da noch die Frage, warum alles geheim halten? Warum hatte Tales vorher nie etwas bemerkt? Warum hatte er sich nicht viel früher eingestanden, was mit ihm los war? Es war zum verzweifeln. Aber Tales sah in Cirian nicht seinen Henker, sondern eine helfende Hand, die das Leben achtete… außer man war ein Dämon.
„Ich bin mir nicht sicher, aber…“, sollte er wirklich sagen, dass Amon mit ihm gesprochen hatte? Wieder versank er in Selbstzweifeln, die für den Betrachter jedoch nur einige Wimpernschläge andauerten. „… Amon hat es mir gesagt.“

Lauernd lag der Dämon vor seinem Tor und brummte vor sich hin. Tales war stark, weshalb er nicht einfach so den Besitz übernehmen konnte. Er hatte vorher nie mit seinem Wirt gesprochen, weil er es nicht für notwendig gehalten hatte, aber jetzt? Er musste sich was einfallen lassen und so wie es aussah, würde der Paladin ihn IMMER bekämpfen. Selbst obwohl er wusste, dass Tales die eigentlich irdische Kreatur war. Wütend über die Ehrlichkeit des Menschen schrie er auf. Das jedoch konnte niemand außer ihm selbst hören.
Wie immer beobachtete er nur und wartete auf seine Gelegenheit Tales zu brechen und dieses verfluchte Tor ein für alle Mal hinter sich zu lassen.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Nov 10 2011, 04:10

Stillschweigend lauschte der Paladin den Worten Tales. Er konnte dem Inhalt seiner Worte folgen; das verstehen lag ihm aber fern. Nie hatte er davon gehört, das ein Dämon jemanden erretten würde. Der Gedanke war zu Absurd. Dennoch ließ er sich nichts der Gleichen anmerken. „Tales, ich weiß nicht, was mit euch ist, doch scheint ihr nicht besessen zu sein. Von euch geht keinerlei dunkle Macht aus, einzig ein Hauch der lässt sich erkennen, so als hättet ihr vor kurzem einen Getroffen. Somit scheint sicher zu sein, das etwas anderes der Grund zu sein, das dieser Dämon euch aufsucht.“ Kurz pausierte der Gefügelte. „Ihr scheint aber von Bedeutung für ihn zu sein, auch wenn ich nicht verstehe, warum er vorgegebene Rücksicht auf eure Meinung zu geben scheint.“ Cirian schaute den Mann ruhig an, der gerade eher wie ein Junge wirkte, wenn gleich er nicht viel Jünger war, als Cirian selbst. „Wir werden herausfinden was mit euch geschehen ist“, Cirian stand auf, „und dafür sorgen das die Finstere Brut nicht länger macht über euch ausüben wird.“ Er streckte ihm die Hand entgegen. „Das Schwöre ich, so wahr meine Klinge für meine Göttin Alexia erstrahlt."
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 12 2011, 10:15

Still verfolgte Syrus das Gespräch. Insgesamt hatte er mit einem ähnlichen Verlauf gerechnet, aber nicht mit dieser ruhe mit der die beiden Sprachen. Nachdem Cirian einen Schwur im Namen seiner Göttin abgelegt hatte stand Syrus langsam auf.
„Seid gegrüßt Cirian, ebenso ihr Tales.“, eine kleine Pause legte er ein. „Ihr spracht gestern von einer Möglichkeit diesen Flüchtlingen in ihrer Lage zu helfen. Ich will euch nicht drängen, aber wer weiß wann die nächsten Drow, Dämonen, Duergars und wer weiß was noch auftauchen.“
Innerlich war Syrus gespannt was dabei raus kommen würde, er wusste nicht wirklich zu was alles der Paladin fähig war. Äußerlich zeigte er keinerlei Reaktion.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 16 2011, 04:54

Tales verstand Cirians Haltung und es erfüllte ihn beinahe mit inniger Freude, dass Cirian alles in seiner Macht stehende, tun wollte, um ihm zu helfen und den finsteren Dingen in seiner Seele auf den Grund zu gehen. Und nicht nur das., er schwor sogar bei seiner Göttin darauf. Amons Kräfte zu nutzen, ohne dabei von ihm besessen zu werden, war etwas, was durchaus nützlich sein konnte, aber welcher Dämon würde schon freiwillig helfen, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen? Diese leise Hoffnung schien unter dieser erdrückenden Wahrheit beinahe zu ersterben. Nur ganz klein und schwach schimmerte sie im großen See von Tales‘ Gedanken wider.

Amon betrachtete die Gedanken von Tales und hörte dem Verlauf des Gesprächs zu. Es war nicht so, dass er Tales verachtete, aber er verachtete die weiche Art des Menschen. Nach diesem Vorfall des gestrigen Tages, war Tales noch viel menschlicher, als er es jemals zuvor gewesen war. Er hoffte, dass der Paladin nichts „dummes“ tun würde. Und wenn doch, würde er ihn vernichten!

Die Aufmerksamkeit des jungen Mannes, der den Namen Tales trug, richtete sich nun auf den Untoten. Syrus erleichterte Tales das Gespräch mit dem geflügelten, indem er beide begrüßte und dann mit Cirian sprach. Tales riss sich nicht unbedingt darum, noch mehr Strapazen auf sich zu nehmen, um die Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen, aber er würde es tun, wenn man ihn darum bitten würde. Wenn Cirian ihm wirklich helfen konnte, das in sich zu kontrollieren, würde er gar nicht so viel arbeiten können, wie er dem Paladin schulden würde. Er ergriff die ihm entgegen gestreckte Hand, was irgendwie auch ein Symbolischer Akt war und stand dabei auf.
„Auch ich will helfen, wenn es euer Wunsch ist.“, antwortete er dem Untoten und Cirian gleichermaßen, da die beiden ohnehin dasselbe Ziel verfolgten.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 16 2011, 06:07

Ebenfalls grüßte er den Untoten, wenn auch nur knapp. Im inneren nagte noch immer die letzte Nacht an dessen, was der Untote ihm an den Kopf warf, auch wenn er nicht wahrhaben mochte, dass er sich so sehr um diese Worte kümmerte. „Ihr habt Recht Syrus. Deshalb bitte ich euch beiden, die Umgebung im Auge zu behalten, während ich beginne die Mächte für diesen Zauber zu sammeln und zu wirken. Mit einem Nicken verabschiedete er sich.
Cirian erhob sich in die Lüfte. Ein kurzer Blick über die Gegend offenbarte ihm jetzt noch deutlicher um was für eine große Zahl an Wesen es sich handelte, die von den Barbaren und deren finsteren Streitern zusammengepfercht wurden. Unter anderen Umständen wirkte es wie ein unorganisiertes Heer, das Quartier aufgeschlagen hatte.
Er wand sein Blick ab und fad schnell was wer suchte. Ein Gebäude, offensichtlich eine ehemalige Scheune, im Kampf halb zerstört gab das her was er brauchte. Ungenutzt und trist stand es dar, unwissend für was es noch gut sein würde. Impulsive landete der Paladin gerade eben vor dessen Toren. Nochmals schaute er es sich kurz an: Das Dach war eingefallen, die Grundrisse waren noch zu erkennen, sowie die aufgereihten Steine der Torbogens, alles andere erlag den Folgen des Kampfes. Verstreut lagen die Steine da, als würde sie noch lange so verbleiben. Der Paladin beugte sich in die hocke und legte den Boden seine Hand auf. Ein sanftes Beben ging von der Stelle aus. Kurz passierte nichts, dann begann das Gebiet in einem sachtem Schimmer zu erstrahlen. Cirian richtete sich auf und griff nach dem Buch an seiner Seite. Es klappte auf. Ohne auch nur ein Blatt zu berühren bewegte die freie Hand die beschrifteten Stücke bis gefunden wurde was gesucht war. Cirians Stimme ertönte in einer Sprache, welche harmonisch und so gleich ehrfürchtig klang gerade so, wie sie nur ein reines Wesen nutzen könnte.
Ein knistern ertönte, und lud die umliegende Luft mit sachter Magie weiter auf. Ein Lichtstrahl entstand wie aus dem Nichts mittig aus dem Tor. Weitersprechend legte der Paladin seine Hand inmitten diesen und sprach stetig weiter. Der Strahl schmiegte seine Hand und wuchs stetig weiter in seiner Breite. Als bald war der Ganze Torbogen von eben jenem Licht erfüllt. Cirian löste seine Hand von der Fläche, und mit dieser Lösung, entschwand das Strahlen aus dem Tor und färbte sich in ein tiefes Blau. Einige Augen würden erkennen, das sich alles in diesem Blau einem Strudel ähnelnd bewegte.
Cirian schloss das Buch und schaute sich um. Es war an der Zeit die Erdenkinder zu versammeln und nach hause zu bringen. Einzig eins musste noch getan werden.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Nov 18 2011, 23:21

Ein grinsen umspielte die blasse Haut des Kriegers als Tales seine hilfe anbot. „Es ist schön zu hören das sich hier scheinbar alles geklärt hat und weiterhin ein gemeinsames Ziel besteht.“
So wie Cirian ihn anwies tat er auch dies und behielt die Umgebung im auge. Nach wenigen Augenblicken spürte er die Mächte die dort an Cirians Schauplatz Einfluss ausübten und sein Blick wanderte wie von selbst dort hin. Ein erstaunter Gesichtsausdruck hatte sich in seinem Gesicht gebildet.
Genauso wie sich die Flüchtlinge und Soldaten der Feste erstaunt erhoben und das Werk des Paladins bestaunten. Stille hatte sich über den Ort gelegt, ehrfürchtig wanderten die Blicke zum Paladin oder zu seinem Werk.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 19 2011, 00:24

Tales sah zu, wie sich der Paladin in die Lüfte erhob und nickte langsam auf die Bitte hin, alles im Auge zu behalten, was er auch sogleich ausführte. zu aller erst schaute er jedoch Syrus an und lächelte leicht. Es sah irgendwie hoffnungsvoll aus. Aber diese kleine Nuance in seinem Blick verschwand schon nach einem Wimpernschlag und ein Ausdruck einsamen Pflichtbewusstseins trat an die Stelle des Lächelns.
Nachdem er eine Weile geschwiegen und den Blick ab und an zu dem Geflügelten hatte schweifen lassen, sprach er zu seinem Gefährten, ohne ihn anzuschauen: „Ich kenne eure Ziele nicht, noch weiß ich, wohin mich die Zeit treibt. Was ich jedoch weiß ist, dass ich meine Schuld nie begleichen kann, wenn Cirian…“ er überlegte einen winzigen Moment. „Mir helfen kann.“
Ein kurzer Stich zuckte durch Tales Kopf, was jedoch niemand außer ihm selbst bemerkte. Auch seine Augen glitten unwillkürlich zu dem Spektakel, was der Paladin da veranstaltete. Groß waren sie und Tales Herz fing heftiger an zu schlagen. Nicht, dass ihm derlei Magie fremd waren, aber das war schon ein starkes Stück. geduldig wartete er auf Cirians Rückkehr und ließ seinen Blick noch einmal über die Menge, die umliegenden Hangspitzen und sogar in dem Himmel schweifen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 19 2011, 23:32

Die Erdenkinder waren aufgebracht. Wie von selbst näherten sie sich dem was dort entstanden war. Der Geflügelte Krieger hatte etwas heraufbeschworen, das nur die wenigsten Augen ihres gleichen je gesehen hatten, vielleicht auch nur erträumt hatten und doch schienen alle ein gewissen Gefühl zu besitzen um was es sich handeln sollte. Auch Argwohn entstand unter ihnen, doch dieser Wurde von der Hoffnung schlicht unterdrückt. Cirian richtete sich an die Flüchtlinge, seine Stimme war ruhig und bestimmt: „Es ist soweit. Meine Gefährten und ich wollen euch alle eine Möglichkeit gewähren wieder nach Hause zu gelangen.“ Freude und Jubel breiteten sich unter der Menge aus, sofern die Kräfte es zuließen. Doch der Paladin hatte noch nicht alles gesagt, Schmerz prägte n seine Worte: „Seit jedoch gewarnt. Viele von euch werde ihre Heimat vielleicht nicht wiedererkennen. Kampf und Zerstörung hatte sie gefunden und wird eben jene Spuren zurückgelassen haben.“ Er pausierte kurz. Und besah sich die große Menge: „Es sind harte Zeiten, welche auf uns zukommen werden. Deshalb ist es wichtig das wir zusammenrücken und dem nächsten die Hand reichen um ihn zu stützen, so wie es unser Nebenmann für uns tun würde. Haltet zusammen und ihr werdet bestehen.“ Die turbulente Stimmung hatte sich gelegt, denn die Worte des Paladin hatten eine Wahrheit angesprochen, welche nicht viele wahrhaben wollten, oder noch gar nicht bedacht hatten, vielleicht auch verdrängten. Doch fasste der Paladin ein weiteres Mal das Wort, und diesmal waren sie in Bewegung, sprachen von Kraft und Mut: „Ich möchte euch eins jedoch mit auf den Weg geben: „Ich Cirian Zardos, werde dafür sorgen, das eure Laster nicht umsonst waren und das Übel, was euch dies angetan hat zur Rechtschaffenheit ziehen, auf das dies niemanden mehr ein zweites Mal passieren wird. Diese Finstere Brut brachte den Krieg und den Kampf an eure Tür, nein an unsere Tür, und ich werde dafür sorgen, das sie ihre Gewalt an ihrer eigenen Haut zu spüren bekommen. Ich lasse nicht zu, das unser Reich einer solchen Gewalt ausgesetzt wird, ohne das sie das Leid erfahren was sie uns antun. Seit euch sicher Ich werde Vergeltung ausüben und euch den Frieden geben der euch gehört!“ Viele wollten den Worten des Paladins glauben gaben auch einen Jubel zum Ausdruck, andere waren still. Seine Worte hatten nicht alle erreicht, wie auch. Viele hatten Dinge erlebt und mitmachen müssen, die sich nicht so einfach durch Worte hatten nehmen lassen. „Und nun geht eurer neuen Zukunft entgegen. Schreitet durch dieses Tor und ihr werdet zurück in eure Heimat gelangen oder eure Liebsten wiederfinden. Ich wünsche euch eine gute Zukunft.!“ Seine letzten Worte endeten mit einer Verbeugung. Als er wieder aufschaute konnte er sehen wie die ersten ihren Weg auf das Tor zunahmen. Sie waren ausgemergelt und schwach. Es würde hart für sie werden. Doch auch wenn er wollte. Cirian konnte nicht mehr für sie tun, und dies war es was am meisten schmerzte. Einschier unendlicher Zug von Menschen ging auf das Tor zu und durchlief es, nur um einem ungewissem Ende entgegenzustehen mit einem Neuanfang. Einige Nickten dem Paladin mit einem Nicken als dank zu, andere beachteten ihn gar nicht und versuchten nur voranzukommen. Dennoch verlief es im Großen und Ganzen ruhig. Bis zur letzten Person wartete er. Unter ihnen war niemand böses. Dies war ihm wichtig. Er hatte nicht ohne Grund seine Vorkehrungen getroffen und er war froh das sie nicht um Einsatz gebracht werden mussten. So konnte die Flüchtlinge ihre Mögliche Illusion der Ruhe erhalten.
Es hatte gedauert bis alle gegangen waren. Es wirkte seltsam. Diese große Menge war verschwunden. Cirian entsandt ein Stoßgebet an seine Göttin mit einem Dank in ihm.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Nov 20 2011, 08:17

Syrus schaute kurz zu Tales hinab. „Meine ziele?“, stellte er sich selbst laut die Frage. „Nun einerseits will ich den großen Tempel Ebereons in der Hauptstadt aufsuchen. Meine eigene Verfehlung wieder ins reine bringen und andererseits um dort Informationen über das Übel das in der Welt vor sich geht zu bekommen.“ Ein kurzer Moment des Schweigens folgte. „Eure Schuld... sie liegt schwer auf euren Schulter, Tales, aber sie ist zu begleichen.“
Kurz darauf folgte die Ansprache von Cirian, still hörte er zu und beobachtete den Paladin und die Menge. Hier und dort war ein schluchzen zu hören, aber die Dankbarkeit war förmlich spürbar.
Der nicht Enden wollende Tross von Flüchtlingen ging auf das Tor zu, einige zögerten, andere wiederum schritten eilig hindurch.
Nach dem der letzte hindurch geschritten war, ging Syrus auf den Paladin zu. „Cirian, was habt ihr nun vor? Ich persönlich muss in die Hauptstadt im laufe der nächsten Zeit, andererseits scheint es hier noch eine Menge übel zu geben.“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 23 2011, 23:03

Es war ein gigantischerer Zug der Armut und doch Hoffnung. Tales hatte keine Worte für das, was sich da vor seinen Augen abspielte. Die Graue Masse schritt und schlich und drängte sich durch das Tor, einige von ihnen sahen Cirian nicht mal an. Und obwohl diese Menschen von ihnen – Tales, Syrus und Cirian – gerettet und in Sicherheit gebracht worden waren, empfand er bestenfalls Gleichgültigkeit, bei deren Anblick. Er hielt nach dem Mädchen Ausschau, was ihn leichtsinniger Weise angegriffen hatte, aber entweder ging sie in dem unaufhörlichen Strom der Menschen unter oder war gar nicht mehr da.
Erst als der letzte durch das Tor gegangen war. gesellte sich Tales zu den anderen beiden und hörte lediglich zu. Er hatte keine Ziele und er würde tun, was Cirian entscheiden würde. Tales hatte sich fest vorgenommen, dass er dieses Mal nicht so dumm sein und die Hilfe von Verbündeten ablehnen würde. Er würde niemals wieder zulassen, dass der Dämon vollkommenen Besitz über ihn ergreifen würde.

“Er macht es also wahr? Dieser Narr!“ Amon ging vor dem verschlossenen Tor hin und her Tales Seele war stark genug ihn auszusperren, aber nur wenn er bei Bewusstsein und nicht knapp vor dem Tode war. Und nun? Als Dank dafür, dass Amon ihm jahrelang zig Mal das Leben gerettet hatte, beschloss er ihn nicht mehr hindurch zu lassen? Ein Wutschrei ertönte abermals über die unendlichen Ebenen dieser nicht existenten Welt. Warum hatte Hennet ihn an diesen dummen Jungen gebunden?!
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 26 2011, 07:41

„In die Hauptstadt?“ Cirian überlegte kurz. In sich wäre es ein bestimmt gutes Anliegen, immerhin könnte er dann so auch noch im Tempel nach weiteren Antworten suchen und Meister Jozan von dem mysteriösen Wesen berichten. Der Gedanke an das Wesen gefiel ihm nicht. Weiterhin hatte der Untote ebenso gut festgestellt, das hier in den Bergen mehr als genug Böses sein Unwesen treibt, das das Leben in der Form wie sie es gegenüber der anderen Erdenkindern auslebt nicht verdienen. Cirian blickte zum Tor. Jetzt wäre es ein leichtes schnell in die Hauptstadt zu gelangen.
In der ferne sah er den vertretenden Hauptmann der wache auf sie zukommen. Cirians Blick fuhr weiter zur Feste und die hier stationierten Soldaten. Sie alle hatten ihren teil dazu beigetragen den Frieden zu bewahren. Noch ehe der Kommandant ankam, wurde die Entscheidung getroffen. Ein schriller Pfiff verließ Cirians Lippen und sogleich war Antaros da. „Lasst uns Imperia bereisen.“
Es gab ein kurzes Gespräch mit dem Kommandanten, der ihnen den Dank aussprach. Man konnte ihm sichtlich ansehen, wie froh er war, das diese riesigen Menschenmassen verschwunden waren.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Nov 27 2011, 01:21

Syrus hielt sich aus dem Gespräch mit dem Kommandanten raus. Die Erleichterung des Mannes war ihm deutlich anzusehen, dafür hatten nun andere die Probleme.
„Imperia.“, flüsterte Syrus leise, mit einem verängstigten Unterton. „Was birgst du für Überraschungen für mich?“ Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen wandte er sich dem Tor zu. „Nun den lasst uns aufbrechen.“
Vor dem Tor blieb er zögernd stehen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 29 2011, 01:22

Tales beobachtete lediglich und hörte zu. Was hätte er auch groß dazu sagen können? Er war der letzte, den es interessierte, wohin die Reise ging, solange er nur bei seinen neuen Gefährten bleiben konnte. Solange er nur dafür sorgen konnte, wieder „normal“ zu werden. Nun ja, was genau war denn normal? In ihm hauste etwas, von der glaubte, es würde ihn beschützen. Aber sein Schutz für den Preis der Leben seiner Freunde?
Waren sie seine Freunde? Tales war verwirrt und versuchte nicht länger darüber nachzudenken. Natürlich waren sie seine Freunde. Obwohl er versucht hatte sie zu töten, waren sie gewillt ihm zu helfen. Nicht nur Cirian, sondern auch Syrus. ihm war nicht entfallen, dass Syrus ihn schon mehrfach versucht hatte aufzumuntern oder ihm einen kleinen Hinweis zu geben.
„Ich komme mit euch, egal wohin.“ Nun das war a mal spontan. Ohne zu fragen, ob sie dies überhaupt wollten, hatte er festgelegt, dass sie fort an zu dritt reisen würden. Und Tales musste dabei ernsthaft verseuchen, seine Einstellung zum Leben und überhaupt anderer Geschöpfe zu ändern. Aber er war sich sicher, dass er das schon irgendwie schaffen würde.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Dez 07 2011, 06:36

„Also gut! Auf nach Imperia.“ Cirian wand sich nochmals zum Kommandanten. „“Möge eure Festung noch lange standhaft bleiben und viele Siege bringen.“ Abschließend schlug er sich mit der Faust auf die Brust, und neigte sein Haupt leicht. Dann drehte er sich um. Seine rechte Handfläche streckte er dem Tor entgegen. Das Tor schien zu reagieren, leichte Blitze waren an seinen äußeren Rändern zu erkennen. Leicht drehte er seine Hand, dann hielt er inne. Für einen kurzen Moment, gerade so, als hätte ihn etwas getroffen, rührte er sich nicht. Eine einzelne Träne quoll aus seinem Auge, rollte seine Wange hinab. Er blinzelte kurz, dann hatte er sich gefangen. Er beendete die Bewegung, zog die Hand zu einer Faust zusammen, dann löste er sie wieder. Der blaue Schimmer hatte sich in einen leicht grünlichen verändert, dunkel und kräftig. „Ich werde voraus gehen.“ Eine Hand an den Zügeln seines Streitross gingen sie beide durch das Tor.
Inmitten des Platzes der Strahlenden Klingen der Göttin Alexia erschien Cirian und sein Streitross. Der Himmel war recht klar, die Sonne schien und nur einzelne Wolken waren zu erblicken, wie sie in ihrem weißen Flaum scheinbar nur der Zierde wegen ihren Platzt behaupten konnten. Blaugrünes Licht erstrahlte hinter ihm und es wurde deutlich das er aus einer Art Tor hinaustrat. Das Klirren von Klingen schallte durch den Hof. Lehrlinge waren dabei ihre Schwertkunst zu verfeinern, oder sie gerade erst zu entdecken. Wachhabende Paladine Schritten auf ihn zu, eine Hand an ihrer Waffe, zum ziehen bereit.
Ruhig hob Cirian seine Hand zur Brust und verbeugte sich: „Meine Brüder, einer eures Gleichen ist zurück.“ Schnell trat Ruhe ein. Erstaunen wurde ihm zuteil, denn wenngleich Cirian einer von ihnen war, Flügel besaßen sie nicht. Doch nicht nur er wurde ins Augenmerk genommen, auch jene hinter ihm , zwei an der Zahl, hatten ihre Aufmerksamkeit erhalten.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Dez 08 2011, 11:24

Kurz nickte Syrus Tales zu. Er war froh diesen Schritt nach Imperia in Begleitung von zwei vertrauten Menschen zu tun. Zögernd trat der Untote durch das Portal. Schwer war der Schritt für ihn. Das Schwert auf dem Rücken in seiner Halterung wog schwer auf seinen Schultern.
Ein seufzen, Syrus war sich unsicher ob es das war, ging von Mirrodin el Drazil, seinem Richtschwert aus.
Im ersten Moment war er sich unsicher wo er sich befand, doch dann wurde es klar. Scheinbar war der Untote genau dort gelandet wo er niemals wieder ein Fuß rein setzen wollte. Ebereons Tempel waren ihm willkommen, aber diese hier. Er verkörperte das was hier zu vernichten gepredigt wurde.
„Welch Glück heute doch mit uns ist.“, flüsterte er. „Wir hätten auch einfach etwas außerhalb der Stadt ganz unauffällig ankommen können... soweit es denn für uns Möglich ist unauffällig zu sein.“
Aus dem dunklen Schatten unterhalb seiner Kapuze beobachtete er die Menge und stellte sich innerlich schon auf einen kampf ein, doch Cirian wusste dies wohl zu verhindern.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Dez 19 2011, 00:42

Auch Tales trat durch das Tor, nachdem er sich noch einmal umgedreht hatte. Es schien alles Ruhig und Verfolger hatten sie wohl auch nicht. Als der Untote verschwunden war, schritt er einfach durch das Tor und schloss dabei die Augen. Er war noch nie auf eine solche Art gereist und er befürchtete, dass es ihm möglicherweise schlecht gehen würde, wenn sich das Bild mit einem Mal verschieben würde. Vielleicht würde er auch in einem langen Tunnel laufen müssen, aber noch bevor er weiter spinnen konnte, war er auch schon da und lief auf Syrus auf. Erschrocken öffnete er die Augen und murmelte etwas von „Tschuldigung“
Schon nach einem kurzen Blick auf die Umgebung, war klar, dass sie sich dort befanden, wo es weder für ihn noch für den wandelnden Toten sicher war. Nun, das war sogar eine Untertreibung, zuallererst hallte es in seinem Kopf „Verrat!“ Dann ertönte ein amüsiertes und zugleich böses Lachen in seinem Kopf wieder. War das überhaupt sein Kopf? Vielleicht drang es ihm direkt aus der Seele. Es wurde beinahe Totenstill und Tales betrachtete die anderen Paladine argwöhnisch, erst als er auf den Geflügelten blickte, weichte sein Blick auf und ein leises und beinahe vorwurfsvolles „Cirian“ entwich seinen Lippen.
Später würde ihm klar werden, dass er hier wohl die besten Chancen hatte, von seinem Fluch befreit zu werden, aber im Moment verstand er nicht, warum Cirian sie hier her gebracht hatte.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Dez 19 2011, 07:43

Verwirrung ging kurz nach Erscheinen der vermeintlichen Neuankömmlinge durch die Reihen der göttlichen Krieger Alexias. Einige schauten noch immer stumm auf die Gruppe, andere schauten sich fragend um, was dies zu bedeuten hatte. Was jedoch zunahm war die Anzahl der Beteiligten. Der Kreis schloss sich zu einem Ring aus Menschen, den in der Mitte befindlichen nicht mehr als wenige Metern Platz lassend. Bezeichnet war jedoch, das niemand ein Schwert gezogen hatte, noch einen Zauber wirkte. Cirian schaute sich um. Er hatte sie alle direkt auf die Stätte der heiligen Klingen gebracht.
Aus weiter ferne konnte man das geschehen der Stadt hören. Jene die nicht direkt sahen wie sie ankamen schritten ebenfalls dazu, Es wirkte fast so, als wären nur noch die wachen auf ihrem Platz. Überall waren Personen in Rüstungen gehüllt, andere Trugen nur eine Tunika, wieder andren scheinen vom Training ganz verschwitzt, doch nun waren sie alle zusammen hier. Dies kam nur selten vor. Cirian schaute sich weiterhin um. „Ich bin froh wieder zuhause zu sein“, schloss er an seinen letzten Satz an. Dies sind Syrus und Tales, mir teure Freunde und Weggefährten. Er deutete hinter sich. Von irgendwo war zu vernehmen: „Ein Untoter!“ Die Menge begann laut zu werden, viele griffen sich nach der Klinge zogen sie aber nicht. Ein Zwiespalt war in ihren Gesichtern. Gerade so, als würde sie etwas fürchten oder aber in einer Klemme stecken. Von weiter hinten war mit deutlichem Wort eine Stimme klar vernehmbar. „Was Geht hier vor?“ Meister Jozan betrat den Platz.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Dez 19 2011, 10:20

Syrus schüttelte fast unmerklich den Kopf unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze, als Tales ihn anrempelte. Er war grad zu sehr damit beschäftigt eine Fluchtmöglichkeit zu suchen. Eigentlich hätte er nichts zu befürchten, versuchte sich der untote einzureden, aber eine große Menge dieser fanatischen Gläubiger die auch immer wieder erkennen mussten das sein Leben beendet wurde vor einigen Jahren.
Selbst Cirian konnte gegen einen Mob nichts ausrichten. Im selben Moment wo die ersten nach ihren Klingen griffen, hatte Syrus seine Hand an sein Schwert gelegt und die linke erhoben. Ein mächtiger Zauber ging ihm durch seinen Kopf, jedoch wurde ihm im selben Moment klar das hier genug magisch begabte zur Verfügung standen um ihm etwas entgegen zu setzen. So ließ er seine Linke sinken und nahm die Rechte von seinem Schwert.
Die Stimme eines mächtigen Mannes halte über den Platz und ließ jeden zögern. Syrus selbst schaute zu dem Mann hoch und entdeckte scheinbar den Befehlshaber. „Cirian.“, sagte Syrus laut genug das eben dieser es hören konnte. „Tut etwas, ich will mein totes leben heute nicht beenden, wo ich doch so nah an den Archiven meines Tempels bin.“
Langsam griff der Krieger Ebereons an seinen Hals und zog ein kleines Symbol heraus, ein Totenkopf mit einem Bastardschwert war im Hintergrund zu sehen. Die Diener Alexias sollten die Götter kennen, so auch eben jenes Symbol.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Dez 19 2011, 23:03

Tales starrte die Leute um sich herum finster an. Nun gut sie konnten nicht wissen, was er tief in seiner Seele verbarg, nicht mal Cirian hatte es sofort erkannt, sie würden ihm vermutlich nichts tun, aber konnte er sich da sicher sein? Immerhin reiste er mit einem Untoten und die waren für diese Paladine wohl als Erzfeind zu betrachten. Was hatte sich Cirian dabei gedacht.
Er will dich ausliefern! hallte es in seinem Herzen wieder. Kreischend und gemein. Tales stand der Zwiespalt ins Gesicht geschrieben. Was sollte er tun? Er sah, wie die Männer und Frauen zum ihren Waffen griffen, sie aber nicht zogen, obwohl Cirian sie gerade als seine Freunde vorgestellt hatte. Freunde! Tales hatte Angst. Aber war das verwunderlich? Man konnte sehen, wie ihm der Schweiß auf der Stirn perlte und zum ersten Mal konnte er selbst begreifen, wie es zustande kam, dass der Dämon von ihm besitz ergriff. Er bettelte innerlich ja förmlich um Hilfe. Doch sperrte er die Hilfe des Dämons aktiv aus. Er wollte das ganze hier nicht noch schlimmer machen als es eh schon war.
Wenn er sein Geheimnis nun Preis geben würde, wäre das das Ende. Und doch glaubte Tales irgendetwas tun zu müssen. Er sah wie der Untote nach seinem Schwert griff, was ihm schon reicht. Denn ohne abzuwarten was passierte, zog er das große Schwert von seinem Rücken und richtete es gegen niemand bestimmten.
„Einer der ihn anrührt…“, sagte er sehr leise und mehr zu sich selbst. Auf keinen Fall wollte er seinen neuen Freund an diese Horde Bastarde übergeben, denn obgleich Cirian seine bedingungslose Treue galt, war Syrus nicht weniger angesehen. Tales hatte nicht vor die einzigen zwei Leute, die sich um ihn gekümmert hatten und ihn ohne groß zu fragen in ihre Gemeinschaft aufgenommen hatten, über die Klinge springen zu sehen.
Erst als der Mann weiter hinten laut rief was denn überhaupt los sei heftete sich Tales Blick an jemanden bestimmten. Nämlich an den Sprecher. Seine glutroten Augen funkelten gefährlich, aber auch gleichzeitig unsicher und unschlüssig. Tales kam sich vor wie ein Stück Vieh auf dem Weg zur Schlachtbank.


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