Come, you children, listen to me, I will teach you the fear of the lords
 
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 Das Spitzhorngebirge

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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Sep 07 2011, 04:49

Der Gnade des Schlafes noch nicht ganz erlegen, wurden seine Sinne ein weiteres mal geschärft. Der Reiz der Magie zum Entdecken vom Bösen wurde in ihm angeregt. Wieder wandelte etwas unter ihnen, versuchte sich einen weg zu erschleichen, ein weiteres Mal in seinem Leben Unheil zu stiften. Er hielt den reiz weiter aus, denn er wusste, das auch Syrus anwesend war. Weiter hielt er sich still in seiner Position auf dem Bauch auf. Er hatte keine Rüstung an, war so gesehen sogar mit entblößtem Oberkörper am Schlafen. Einzig seine Lenden waren mit einer kurzen dünnen Stoffhose bedeckt.
Schritte näherten sich, und Syrus regte sich. In seltsamer Stimme sprach er zu jemandem, gerade so, als würde er die Person kennen. Es war deutlich das gerade diese Person der Ursprung des Übels ist. Mit einem Ruck drehte sich Cirian aus dem Bett hinaus in die Aufrechte, die Schwertscheide in der Linken, das Heft des ungezogenen Schwertes in der Rechten. Deutlich war eine narbe auf dem handrücken zu erkennen. Das ganze Zelt wackelte durch diese rasche Bewegung des Mannes, viel mehr jedoch wegen dessen Flügeln. Ein zögern durchzog Cirian. Tales stand vor ihnen, und doch war er die Quelle seiner Wahrnehmung. Sein Blick viel kurz auf den Untoten, dann wieder auf den zu erst benannten zurück. „Tales... im Namen Alexias...“ Ungläubig rutschten ihm die Worte über die Lippen, wenn gleich er sich mit einer weiteren Prüfung konfrontiert sah. Syrus, ein Untoter in seinen reihen, und dann noch jemand, der Böses in sich trug. Er wusste nicht ganz was dem ganzen zu Grunde lag, und dennoch riefen seine Sinne nach der Gefahr. Nahezu nahtlos schlossen sich jedoch folgende Worte an, wenn gleich die vorrigen verwundert und Still waren, trotzten die folgenden nur so vor Kraft: "HEILIGES WORT: LÄHMUNG!" Die Macht seiner Stimme würde allem Bösen eben dies bringen, was seine Aussage befahl. Ebenso entschlossen ging seine befahlsart weiter: "Syrus, versetzt die Wachen draußen in Ruhe, sie werden sonst in Scharen hier gleich auftauchen."
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Sep 07 2011, 21:45

Tales vernahm die Worte von Syrus und wollte ihn gerade zurechtweisen, als sich die Ereignisse überschlugen. Cirian wachte auf, was eigentlich nicht mal Tales Absicht gewesen war, aber anstelle eines verschlafenen Mannes erblickte er einen strahlenden Krieger, der sogleich begann ihn anzugreifen.
„Was…“, Tales spürte, wie sein gesamter Körper gelähmt wurde. Glücklicher Weise, war der edle Herr so gnädig ihn weiter Atmen und reden zu lassen. Fassungslos starrte er nun auf den Geflügelten, der beinahe nackt vor ihm stand und konnte überhaupt nicht begreifen, was sich da gerade abspielte. Eben noch hatten sie auf derselben Seite gekämpft und nun? Was hatte er denn so schlimmes verbrochen.
„Lass das, oder du wirst es bereuen!“, drohte er Cirian und sein Körper wehrte sich mit aller Macht gegen den Zauber. Vergeblich, wie Tales feststellen musste. „Verdammt noch mal! Gar nichts ist in Ordung!“, fuhr er nun Syrus an, nicht sicher, ob dieser den Zelteingang schon verlassen hatte. Mit einer Mischung aus Zorn und Verständnislosigkeit sah er Cirian trotzig in die Augen. Üble Verwünschungen formten sich in seinem Kopf, verließen seine Lippen jedoch nicht. Dieser Trotz weichte jedoch auf, als er den Ernst in seinem Blick jedoch bemerkte. Cirian wollte ihn scheinbar nicht töten. Noch nicht, denn sonst hätte er es sicherlich schon längst getan. Und auf einmal Wurde Tales bewusst, in welcher Lebensgefahr er sich befand.
„Cirian…“ Seine Stimme klang fast flehend und man konnte deutlich sehen, dass Tales schlichtweg Angst hatte. Tales führte sich vor Augen, warum Cirian ihn wohl angriff. Aber was konnte er dafür, dass er so war, wie er war? Gar nichts. Tales schloss seine Augen und als er sie das nächste Mal öffnete waren sie vollkommen ruhig und gefasst. Er hatte nämlich eingesehen, dass Gewalt und wüste Drohungen recht wenig bringen würden.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Sep 08 2011, 02:27

Die Ereignisse überschlugen sich, grade eben lag Cirian noch friedlich auf dem Boden und im nächsten hatte er Tales gelähmt. Ein schneller Blick in die Umgebung versicherte ihm das keiner der wusste was mit den Worten gemeint war es gehört hatte.
„Verzeiht, Tales, es muss ein versehen gewesen sein.“, mit diesen Worten zog Syrus den Vorhang hinter sich zu und zog Tales mit den Händen unter den Achseln hindurch und über der Brust zusammen gelegt ins Zeltinnere.
Fast hätte Syrus den Paladin geschlagen, aber er wusste auch das er dies nicht ohne weiteres getan hatte. „Was geht hier vor?“, fragte er leise an den Paladin gewandt. Er selbst hätte als ehemaliger Priester Ebereons den Zauber aufheben können, aber das würde er noch verschweigen.
Innerlich war Syrus besorgt durch diese Tat das Böse in Tales hervorgebracht zu haben, auch wenn das Heilige Wort ihn unterdrücken sollte, es gab immer Mächte die so einem Zauber wiederstehen konnte.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Sep 08 2011, 10:19

Drohungen, wie er sie schon unzählige Male gehört hatte, spie der Gefangene vor ihm aus. Bislang hatte noch keine dieser Ihr Ziel gefunden. Stumm und starr stachen die silbernen Augen des Paladins in die des Gegenüber. Der schnelle Umschwung von boshaften Verwünschungen zu den flehenden Bitten war ebenfalls nichts Neues. Einzig, das er bei seinem Namen genannt wurde, gab dem ganzen etwas persönliches. Und das verabscheute er. Eben deshalb kamen folgende Worte noch viel kälter zur Geltung, als das sie so schon gewesen wären. Unterstreichend zog er langsam die Klinge blank ohne sie jedoch in eine drohende Geste zu ziehen. Eher wie ein Richterschwert hielt er es halb gehoben vor sich, ebenso ignorierte er die Worte der Person neben sich: „Verratet mir nur einen Grund, warum ich euch verschonen sollte, seit ihr doch nichts besser als das was ich draußen auf dem Schlachtfeld getötet habe? Das Böse fließt doch nur förmlich aus euch heraus und versucht seine finstere Gier zu stillen!“ Groß und mächtig ließen die Flügel den Paladin wirken, denn auch wenn er ein Erdenkind normaler menschlicher Statur war, so verliehen ihm die Flügel eine Erhabenheit, die selbst Hochrangigen Ehrfurcht gebieten lassen konnten. Insgeheim jedoch zweifelte der Paladin an sich selber, hatte er zuvor keine solche Aura von ihm ausgehen spüren können. Wurde er hintergangen? War es eine weitere Prüfung seiner Göttin? Oder war dies einfach eine nicht endende Farce, begonnen mit dem Untoten, und weitergeführt mit diesem....Wesen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Sep 08 2011, 11:04

Tales wurde gezogen, wobei er Cirian nicht aus den Augen verlor. Er glaubte nicht, dass der Paladin ihn einfach dahinschlachten würde, aber wirklich sicher war er sich da auch nicht. Und da er auch kein gänzlicher Dummkopf war, wusste er auch genau, um was es hier ging. Verflucht sei sein Vater! Dieser aufgeblasene Kerl ignorierte Syrus gänzlich und warf ihm Dinge vor, die er eigentlich so nicht stehen lassen konnte. Ok, er war halb dämonisch, aber diese Abfertigung, wollte er nicht akzeptieren. Und gerade, als er anfangen wollte sich endlich verbal zu wehren, sprach der Angreifer auch schon wieder.
Vollkommen von Adrenalin aufgepumpt hörte er dem Mann zu und mit jedem Wort, was diese perfekten Lippen des Mannes verließ spürte Tales, wie etwas in ihm anschwoll. Er konnte damit leben, dass er ihn mit den Kreaturen auf dem Schlachtfeld verglich, obgleich er sich eher mit der Kannibalin oder der Aberration verglich, aber er konnte damit leben. Er hätte auch gut damit leben können, wenn er ihn mit Syrus verglichen hätte, da er den Krieger schätzte und seine Fähigkeiten als äußerst nutzbringend einstufte, aber was statt dessen aus dem Mund dieses Geflügelten Mannes entwich, ließ vollkommene Reglosigkeit in seinem Herzen den Einzug halten.
Das Böse? Tales Gedanken überschlugen sich. Er war nicht bekannt dafür, dass er sehr höflich war, aber böse? Er war kein edler rechtschaffender Kerl, wie dieser strahlende Engel vor ihm, aber war er denn wirklich so böse?
Das Böse….
Tales starrte ungläubig auf den Mann vor ihm, der die Klinge zum Richterspruch erhoben hatte. Mit einer Art Hoffnung klammerte er sich daran, dass Cirian seinen Fehler einsehen und ihn einfach gehen lassen würde, doch ein anderer Teil in ihm wusste, ja drängte darauf, dass er seine Haut teuer verkaufen musste, um zu leben.
„Ich kämpfte Seite an Seite mit euch.“, das war richtig, doch war es wirklich nur auf Cirians Bitte geschehen? „Ich brachte die Geschundenen hier her zurück.“, seine Stimme schwoll zu einem düsteren Ton heran. „Ich zeigte euch meine Loyalität zu euch und euren Plänen.“ Wütend klang er und nicht mehr so wie Tales eigentlich hätte klingen sollen. „Und ihr wagt es, dennoch dieses Opfer in Frage zu stellen, irdische Kreatur!“? Ganz und gar nicht mehr Tales.
Mit einem ekelhaften Reißen zersprang der Bann Cirians im Nichts. Überaus furchterregende Augen strahlten aus den einstigen Augenhöhlen Tales‘ hervor und doch war ein winziges Bisschen von eben jenem Mann auszumachen. Wieder dieses ekelhafte Geräusch und Dämonenflügel glittenaus Tales Rücken, wobei winzige Blutströpfchen durch den Raum sprenkelten. Quälend Langsam zog „Tales“ sein Schwert und hielt es lässig in der Hand.
„Er will dir nichts tun. Um ehrlich zu sein, findet er an dir etwas, was ich aus dem tiefsten Abgrund meiner Seele verabscheu, aber seis drum, Elf! Ich werde dich vernichten.“ (wenn es sein muss.) hätte Tales wohl angefügt, aber dieses Wesen, war offensichtlich nicht einfach nur Tales.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 02:13

Syrus stand zwischen den beiden und musste sich die Anschuldigungen beider Seiten anhören. Schnell überlegte er was für Zauber in seiner Macht standen die beiden unter Kontrolle hielten, ihm wollte nichts einfallen was in irgendeiner Weise hilfreich war.
Einzig ein Zauber fiel ihm ein. „Zeitstop.“, murmelte er vor sich hin. Dieser Zauber stoppte nicht wirklich die zeit ließ sie bloß für alle anderen unglaublich langsam verlaufen für wenige Sekunden. Es verschaffte ihm einen kleinen Moment in dem er alleine Handeln konnte. „Vorahnung.“, war sein nächstes Wort und Syrus fühlte wie sein Eingreifen nicht wirklich hilfreich war.
Noch in seinem eigenen Zeitzauber bewegte er sich zum Ausgang des Zeltes. „Antipathie.“, so würde jeder Fremde von alleine vom Zelt wegbleiben. Der Zeitzauber ging zu Ende und der düstere Krieger stand am Zelteingang. „Seht zu wie ihr alleine zurecht kommt. Ich werde bei eurem Zwist keine Partei ergreifen, schlachtet euch ab und ich werde für eure Seelen sorgen... Ihr werdet nicht gestört.“
Mit seinem letzten Wort verschwand Syrus aus dem Zelt und sah wie der Antipathiezauber wirkte, in einem Umkreis von dreißig Metern war kein Wesen mehr zu sehen.
In einigen Schritten Entfernung war ein kleiner Stein auf dem er platz nahm. Sein Schwert legte er sich auf den Schoß und angespannt beobachtete er das Zelt.
Wenn es hart auf hart kommen würde, würde Syrus als Kriegspriester seine Kameraden bekämpfen. Tales hatte er nun schon einmal in seiner Dämonengestalt bekämpft und nur mühsam überlebt. Jetzt war er nicht durch einen vorherigen Kampf angeschlagen, so hatte er eine bessere Chance.
Cirian, auch er würde die Macht des Richtschwertes zu spüren bekommen, wenn er den gegen den Paladin kämpfen musste. Begeistert war der Krieger Ebereons über keine der Alternativen.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 03:36

Tales reagierte auf die Worte von Cirian. Sein Art wie er es sprach klang wahr, und dennoch war er nicht das was er hätte sein dürfen. Mit jedem seiner Worte, wurde seine Aura boshafter. Er konnte es nicht fassen: Tales hatte sich in einen Dämonen verwandelt, geradeso als würde er das Gegenstück zum Paladin mimen wollen. Ohne Furcht schaute er sich an, zu was er wurde. War es Besessenheit? Oder war er wahrhaftig das, was sich aus ihm bildete? Gerade so, als wären zwei Seelen in einem Körper gefangen sprach der Dämon auch zu Cirian. Er sprach von sich ohne sich selber zu meinen, und dennoch war es der selbe Körper. Unschwer war zu erkennen, wie das Schwert des aus seiner Vorrichtung gezogen wurde. Cirian ließ ihn diesen Schritt tun, hob auch seinerseits das Schwert und ließ es in Höhe des Herzens des Gegners ruhen. Im Hintergrund verschwand der Untote, auf eine Weise die nicht normal war, und ebenso neu war, faselte etwas, das sie sich selbst um ihre Aufgaben zu kümmern hatten, dabei wusste er, das jener vor ihnen ein Dämon sein würde, immerhin stand auch er eben diesem Gegenüber und hatte ihn bekämpft. Cirian fühlte sich in seiner Ehre als Paladin verraten und als Lebewesen betrogen. Er zieht aus um zu helfen, verschont Wesen wie diesen Untoten und wird auf Belange, die das Böse in sich führen, nicht hingewiesen. Unverantwortlich. Gerade zu könnte es auch ein versuch sein ihn zu Ermorden, wenn gleich der Gehende nicht in der Lage war, ihn zu attackieren.
Er ließ die Gedanken bei Seite wehen und konzentrierte sich auf jenen vor sich: „Ihr wart es dem ich auf dem Schlachtfeld gegenüberstand, aber nicht mehr in der Lage war zu erlegen.“ Kühn und ruhig war die Stimme des Paladins „Doch erlegen konntet ihr mich selbst dann nicht, als ich Ohnmächtig zu Boden ging.“ Nach kurzer Pause sprach er weiter: „Ich verstehe nicht, warum ihr euch die Mühe gemacht habt, solange zu warten, mit meinem Tod, immerhin, wäre es draußen sehr viel leichter gewesen.“ Im Grunde konnte er nicht abwägen ob er Abscheu oder Mitleid empfinden sollte. Aber was wollte er mit jemandem bestreiten, der sich in einem Dämon verwandeln konnte und seinen Tod wollte? Gut und Böse würde sich von jeher weiter und weiter bekämpfen, bis der letzte Tag anbrechen würde.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 04:08

Ungeachtet der Tatsache, dass er möglicherweise einem Ernsten Kampf gegenüber stand, formte Tales Mund ein Lächeln, was irgendwie amüsiert und zu gleich kampflustig aussah. Er hatte nie versucht, Cirian zu erledigen und die Arroganz dieses Paladin machte ihn krank. Tales vergötterte diesen Kerl offensichtlich aber der Dämon hasste dieses heilige Licht. Was ja auch irgendwie nicht verwunderlich war, schließlich bekämpften sich die beiden Seiten seit jeher und wahrscheinlich würde es immer so sein.
„Hätte ich dich töten wollen, hätte ich es getan!“, sagte er mit einer Stimme, die nicht viel Erbarmen versprach. Dennoch griff er nicht an. Stattdessen lachte er leise und dann verschluckte ein schwarzes Licht seinen Körper. Auf dieselbe Weise wie das letzte Mal betrat der Dämon diese Welt, um Unfrieden zu stiften. Nein besser um Tales Leib zu schützen, der sein Tor in diese Welt war. Schutzlos wie der Paladin war – so glaubte der Dämon – wäre es ein Leichtes ihn zu töten, aber die zweite Seele in seiner Brust verbat ihm einfach anzugreifen und diesen Mann zu töten. Wütend wurde der Dämon und sah den Paladin zornig an.
„Ihr habt mich bedroht nicht umgekehrt, es ist mein gutes Recht mich zu verteidigen, Paladin!“

Tales wand sich in seinem innersten und versuchte sich daran zu erinnern, was er eigentlich tun wollte. Er wusste nicht mehr genau, was er von Cirian wollte und konnte sich nicht erinnern. Irgendwie war es wie ein Traum, so als habe er das Bewusstsein verloren. Er sah einen Mann, der ihn bedrohte. Er musste handeln.

Er konnte keine Rücksicht auf den Menschen in ihm nehmen. Nein er wollte nicht. Verletzter Stolz und Jähzorn, waren es, die den Dämon antrieben. Er bewegte sich auf Cirian zu, wie schon einmal zuvor auf dem Schlachtfeld. Er lief nicht wirklich, sondern flackerte mit einem Mal vor ihm auf, das Schwert erhoben und bereit zum Schlag.
… Stillstand
Die Klinge fuhr nieder und traf auf blanken Stahl.
… Schweigen
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 04:46

Innerlich schüttelte Cirian den Kopf. Nur mit seinem Blick trotze er den Worten. Cirian ging leicht in die Knie, während er seine Waffe erhob. Es war selten das er ausschließlich nur mit dieser Waffe kämpfte, und zudem auch kein Schild trug, dazu die fehlende Rüstung. Er fühlte sich... nackt. Das symbolisierende Klirren von Stahl ließ auch sogleich sein Schwert entfachen, rein und klar war das Licht, das es ausstrahlte. Wie ein Riss zog sich die dunkle Klinge durch den Schein des Schwertes. Wie aus dem nichts, warf der Dämon ihm den Grund seines Angriffs zu, ihr habt mich bedroht, gerade so als wollte er sich rechtfertigen. Dennoch griff er den Gesprächsfetzen auf: „Ein jeder Paladin auf der Hut verteidigt sich wenn die Finsternis naht, und wie in diesem Fall nicht ohne Grund. Ihr wahrt nicht der erste mit Bösem im Sinn und im Blut, der mich rücklings erlegen wollte. Denkt ihr ich weiß nicht, wann ihr erscheint?“ Mit einem Ruck zog er die Klinge des Gegenüber in einer Drehbewegung nach unten und ging einen Schritt zurück. Das Schwert wog sicher in seiner Hand, ohne einen Angriff zu setzen. Göttin Alexia, weise mir den Weg auch in dieser Lage.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 05:53

Es war ihm egal. Es war ihm sogar sehr egal, warum ihn der Paladin angegriffen hatte. Auch er konnte die Kreaturen des Lichts nicht ausstehen, aber deswegen griff er sie nicht einfach an. Ein boshaftes Grinsen zog sich über das Gesicht des Dämons. Seine durchgehend weißen Augen gaben nichts preis. Weder wohin er genau blickte, noch, was er fühlte. Konnten Dämonen überhaupt fühlen. Lässig sprang er einen Satz zurück, als sein Halbherziger Angriff abgewehrt worden war und nahm beinahe eine normale Haltung an. Es schien beinahe so, als habe er überhaupt nicht vor ernsthaft zu kämpfen.
„Weißt du, Elf, ich hatte bisher nicht vor dich zu töten, alleine, weil dieser Schwächling es nicht will, aber du bettelst ja förmlich darum.“
Er senkte sein Schwert und lachte leise in sich selbst hinein. Der halbnackte Anblick des Kriegers amüsierte ihn wohl irgendwie. Doch es schien, als wage der Dämon nicht den ersten ernsthaften Angriff durchzuführen.
„Tretet Amon gegenüber, Sterblicher!“
Er murmelte gleichdarauf irgendetwas in einer Sprache, die nicht von dieser Welt war und obgleich er immer noch lässig da stand und den Paladin beobachtete schlängelten sich dunkelrote Linien aus Licht von seinem Brustkorb in die Klinge des Schwertes. Es schien, als würde die Klinge breiter und länger werden, aber schon nach einem Zweiten Blick glaubte man, als habe sie sich nie verändert. Einmal hatte er einen der Gefährten schon fast getötet, dieses Mal würde ihm Tales keinen Strich durch die Rechnung machen. Das hoffte er zumindest insgeheim, auch wenn Hoffnung etwas war, was er zutiefst verabscheute.
„Verfluchte Finsternis leite meinen Pfad!“, befahl er mit einem kreischenden Flüstern und dann machte er einen Satz nach vorne. Er schlug nicht auf den Paladin ein, sondern zielte, wie schon damals bei dem Untoten direkt auf die Klinge. Der Schlag würde verheerend und mächtig sein. Vielleicht konnte der Mann parieren, aber vielleicht konnte Amon ihn auch entwaffnen. Sein Ziel war ihn zunächst leiden zu sehen, der Tod wäre das Übel, was der Folter folgen würde.

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 06:39

Somit war es eindeutig. In diesem Fall herrschten scheinbar wirklich zwei Seelen, und das doch noch sehr viel länger als gedacht. Unverständlich war jedoch, das dieser Irgendwie auf die Bedürfnisse seines Wirts Rücksicht nahm. Ganz gleich wie es war, er würde ihn wohl erlegen müssen, würde er nicht selber sterben wollen. Irgendwie überlief dem Paladin ein leichtes Lächeln über den Mund. Es war ein überlegenes Lächeln. „Sterblicher... fürchtet euer Ende!“ Die darauf folgenden Worte des Dämonen riefen den Paladin zur vorsicht auf, als das auch er seinerseits schnell einige herausbrachte: „Bei der Gnade Alexias, schützt mich!“ Im Gegensatz des Gemurmels des Dämonen waren seine Worte klar und deutlich, laut und kräftig herausgerufen. Ein platinfarbener Schimmer überfuhr den Körper des Paladins, ein Schimmer der seine Flügel einschloss, wie auch seine Augen. Wie eine metallene Statue wirkte er. Gleich ging er in die Hocke, spannte seine Flügel, drehte sich und versuchte dem gegenüber eine schmerzhafte Erfahrung reicher werden zu lassen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 07:14

Amon traf die klinge des Paladins nicht und die Energie, die er in diesen Schlag gesteckt hatte, lief ins leere, wobei sie ihm teuflische Schmerzen in den Armgelenken verursachte. Zähneknirschend, empfing er einen heftigen Schlag auf den Bauch, wobei er gegen die labile Zeltwand geschleudert wurde und eben jenes Zelt einriss. Ärgerlich fauchte er auf und ein Impuls bösartiger und zerstörerischer Energie zerfetzte den Dünnen Stoff dieses Rundzeltes, wodurch er sich von dem überflüssigen Fetzen befreite. Nun standen sie in einem Kreis von ca. 30 Schritten, wo sich niemand befand. Er stand da, wie der Tod persönlich. Das Schwert in der Hand funkelte er den Paladin an, der sich gut zu verteidigen wusste.
Auch dem Heiligen hatte sich ein Lächeln auf die Lippen gelegt und Amon empfand dies als aufheiternd. Offenbar schätzte der Paladin es sich mit seines Gleichen zu bekämpfen, wodurch er sogar eine Parallele zu Amon aufbaute. Erfrischend…
„Seelen der alles verzehrenden Dunkelheit gebt mir eure Macht.“, mit diesem Kurzen Satz und einigen kurzen Bewegungen beschwor er in jeder Hand eine aus Feuer und Rauch bestehende Kugel. Zuvor hatte er sein Schwert vor sich in den Boden gerammt. Die linke war pechschwarz und dunkelrote Schatten hoben sich ab und zu ab, während die andere giftig Grün mit Schwarzen Schatten war. Beide Kugeln schlängelten sich um jeweils einen der Arme des Dämons und schienen in seine Brust zu fließen. Dann zog er das Schwert wieder aus dem Boden. Sowohl seine natürliche Panzerung, gegen physischen Schaden, als auch seine Stärke, waren nun enorm gesteigert und die überaus böse und finstere Energie unterstrich seine rabenschwarze Aura. Dies geschah innerhalb eines winzigen Augenblicks.
Dann stürzte er erneut auf den Paladin zu und zielte auf einen der Flügel.

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 07:22

Dieser Zwist war zermürbender als jeder den er bisher miterlebt hatte. In allen anderen Streitigkeiten wo bis aufs Blut gekämpft wurde, fühlte er sich selbst nicht so verletzt wie nun. Hier ging es um Kameraden mit denen er sich verbunden fühlte.
Tatsächlich fühlte er wie sie etwas in ihm regte was lange verbannt geblieben war: Gefühle. Nicht die Art Gefühle die ein Mann einer Frau gegenüber zeigen würde, aber die Kameradschaftliche Zuneigung.
Gleichzeitig kam die ihn allumfassende Trauer wieder hoch. Syrus hatte es satt Leute die er gut leiden konnte an seinen Gott zu verlieren. „Verflucht, Ebereon!“, rief er halb laut gen Himmel. „Was für eine Aufgabe habt ihr mir auferlegt?“
Beinahe schon verzweifelt ging er im Kopf jeden Zauber durch den er kannte. Eine innere Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit keimte auf. Ihm wollte kein Zauber einfallen sie beide gleichzeitig festzusetzen ohne das sie sich danach beide gegen ihn wenden würden. Auch der Gedanke wieder alleine bis zu seiner Heimatstadt zu reiten behagte ihm nicht. Einsamkeit war zwar etwas was Syrus kannte, aber er wollte es einfach nicht mehr.
Einsam warst du nur solange du es wolltest., ertönte eine tiefe Stimme. Zeitgleich fühlte der Kriegspriester Ebereons eine mächtige Präsenz direkt in seinen Händen. Ein Präsenz die eine Macht ausstrahlte und ihm irritierend vertraut vorkam.
Ein verwirrter Blick fiel auf das Schwert in seiner Hand. Ganz richtig, kamen ertönte die Stimme in seinem Kopf noch bevor er seine Gedanken selbst erfasst hatte. Ihr habt das Schwert des Richters in der Hand. Das Richtschwert. Ich bin Mirrodin el Drazil! Die Stimme schien immer mehr an Macht zu erlangen.
Eine Macht die ihm vertraut bekannt vorkam durch fuhr seinen Körper, ausgehend von seiner rechten Hand. Bisher hatte Syrus die Macht nur am Rande gestreift, aber nun durchfuhr sie ihn mit voller Stärke.
Überwältigt stand der Streiter Ebereons auf und bestaunte wie ein Kind die Klinge. Noch immer sah sie aus wie die alte, mit nur einer Veränderung, auf der Klinge selbst war in der alten Schrift der Engel der Name des Schwertes zu erkennen.
So soll jeder der die Schrift des Ebereons lesen kann wissen das ich die Klinge bin die ich zu sein scheine!, langsam drehte Syrus die das Schwert und sah auf der anderen Seite des Heftes seinen eigenen Namen in selbiger Schrift stehen, zusätzlich sein Titel „Kriegspriester und Advokat“.
So soll jeder euch als den ersten Ebereons anerkennen. Syrus erinnerte sich über legenden anderer die die ausgewählten Richter Ebereons als erster Advokat geführt haben. Allerdings war es keine Führung über die gesamte Kirche, es war eher eine Platz im Rate Ebereons mit mehr Stimmrecht als andere.
Aus seinen Gedanken gerissen, bemerkte Syrus dass das Zelt auseinander gerissen war und der Dämon aufgetaucht war. „HALTET EIN!“, donnerte die Stimme des Kriegspriesters zu den beiden Kameraden hinüber. Ein leichtes Echo seiner Stimme hallte hinter her.
Mit den Gedanken an seine anderen Kräfte leuchteten seine Füße kurz grün auf und mit einem mächtigen Satz stand er neben den beiden Kontrahenten.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 07:58

Der Paladin spürte wie etwas über ihm hinweg geschossen wurde. Wahrlich seine Göttin gab ihm immer die Eingebung, die sogleich für seinen Schutz sorgte und nebenher einen Angriff beginnen lassen konnte, mit dem er sich zu wer setzen konnte. Der Dämon flog durch die Luft und mit ihm brach das Zelt zusammen, wenn auch zuletzt der Paladin die Schuld daran trug, denn immerhin war er es, der den restlichen Stoff durch seine Flügel zerfetzte. Die gesamte Unterkunft wurde mit sich gedreht und kam zum jähen stehen, mit der Beendigung der Bewegung. Mit einem Schwertstreich zerteilte er die Reste, die sich über ihn geworfen hätten. So stand die metallene Engelsgestalt mit einem Gesicht eines Elfen in mitten der Trümmer. Amon war geradewegs dabei ihn ein weiteres mal anzugreifen richtete seinen Schlag gegen seine Flügel, doch auch diesen Schlag parierte er mit seiner eigenen Klinge. Zu den Beiden stürzte sich Syrus. Doch Cirian hatte aufgrund seiner Schlussfolgerungen nur wenige Worte für ihn über. Ihm viel nur eins ein: „Werdet niemals Prediger, euer handeln widerspricht eurem Wort.“ Zeitgleich wahren Cirian und Amon daran ihre Kräfte zu messen, wodurch seine Stimme leicht gepresst wirkte.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 08:54

Amon war es egal, was der Untote so von sich gab, aber dass er sich in den Kampf einmischte, passte ihm nicht wirklich. Seinen Hieb mit dem Schwert abwehrend, antwortete der Paladin. Amon schlug nun erbarmungslos mit dem Schwert auf seinen Gegner ein, doch jeder Schlag wurde pariert oder abgefälscht. Immer wieder lösten sie sich und gingen wieder aufeinander los.
„Dein Tod wird mir Ruhm einbringen, Paladin!“, rief er laut und grinste diabolisch. Er entging einem Schlag indem er sich in die Lüfte erhob und dort dreister Weise verharrte, um den Kampf in der Luft fortzusetzen. Spielerisch wies er den Paladin an ihm zu folgen, indem er eine solche Geste machte. Prompt folgte ihm der Geflügelte und der Kampf ging weiter.
Amon hatte keine Ahnung, wie gut der Mann in der Luft kämpfen konnte, aber er wusste, dass er es ganz gut konnte. Immer höher stieg er und flog im Zick-Zack-Kurs durch die Wolken hindurch. Dann machte er wieder einen Sturzflug auf den Boden zu, sodass er, sollte Cirian durch die Wolken kommen, die Sicht auf seiner Seite hatte. Vergeblich wie er feststellte, denn der Paladin war ein Meister seines Fachs.
Zwanzig Schritte über dem Erdboden lieferten sich die beiden wieder einen Schlagabtausch, der sich gewaschen hatte. Die Klingen surrten und Sangen ihren Choral des Rechts und der Verderbnis. Irgendwann schlug Amon mit nur einer Hand gegen die Klinge des Paladin und schlug das Schwert so beiseite. Mit der linken Hand fasste er ihm übers ganze Gesicht und eine böse Schwarze Energie entlud sich, wobei er Zeitgleich mit ihm in Richtung Boden stürzte. Es waren nur noch 10 Schritte gewesen, aber die Würden reichen. Kurz vor dem Erdbodden fing Amon sich ab, wobei der Flügelschlag arg an eben jenen riss und er beinahe gequält aufschrie und sie schleunigst faltete. Sein Schwert rammte er in den Boden und breitete blitzschnell beide Arme zur Seite aus, wobei er immer wieder die Worte: „Holt euren Lohn.“ In der dämonischen Sprache widerholte. Schwarze Blitze gingen von seinen Händen in den Boden und unter Cirian bildete sich langsam ein dunkler Fleck.
Stahlgraue Hände Schossen aus dem Boden hervor und begannen an Cirian zu reißen. Sie versuchten ihn zu umklammern und – was natürlich nicht ohne Weiteres ging – durch den Boden zu ziehen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 09:24

Da der Kampf sich in die Luft erhoben hatte musste Syrus sich was neues ausdenken um diesen Streit zu legen. Vielleicht gab es doch eine Möglichkeit den Dämon für eine kurze zeit zu bannen und so Cirian von seinen angriffen abzuhalten.
Heiligtum!, hallte es durch seinen Kopf und eine violette Säule umgab ihn, so war er von Angriffe von anderen geschützt, niemand würde ihn berühren können.
Dem quasi neuen Gefährten dankbar, ließ Syrus sein Schwert los und es blieb senkrecht, ohne Stütze stehen. Ein wenig verwirrt schob er jeden Gedanken daran beiseite und kniete sich hin. Einzig die Konzentration auf den Zauber war wichtig.
„Ebereon, Seelenvater, Richter über die Seelen, gebt mir die Unterstützung die nötig ist, um diesen Zauber zu wirken.“, monoton klang die Stimme. „Herr, bitte gewährt mir diesen einen Wunsch. Unterdrückt den dämonischen Teil von Tales um dem Zwist zwischen Paladin Cirian Zados und eben Tales zu unterbinden.“
Die Augen geschlossen, den Kopf geneigt, seine Hände gefaltet und Stirn auf die zum Gebet gefalteten Hände gelegt, wartete der mit neu erfüllter Macht auf eben jenes Wunder.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 22:56

Bei den Göttern, wen ich diesem Kampf nicht schnell ein Ende setze wird mir die Kraft ausgehen, weiter zu bestehen. Ich werde unterliegen“ Wut packte den Paladin. Denn auch wenn der immer folgende Schlagabtausch bislang noch im Gleichgewicht gehalten wurde, so stellte sich stärker und stärker hinaus, das er in seiner derzeitigen Verfassung nur wenig Chancen auf einen Erfolg sehen würde, wenn es immer so weiter gehen würde. Dazu hatte er nicht die Ausdauer mehr. Fataler weise waren es eben jene Gedanken, die ihm schwere Schmerzen bereiten würden.
Mit verbranntem Gesicht fand der Paladin sich auf dem Boden wieder. Sein Schutzzauber hatte ihm wahrscheinlich vor schlimmeren bewahrt, aber es besserte nicht gerade seine Lage, denn auf dem Boden gelandet, wurde er sogleich von einem weiteren Angriff Amons in die Mangel genommen. Diese Arme der Dämonen griffen nach ihnen und versuchten ihn zu sich zu bringen.
Aus dem Hintergrund schoss Antaros in das geschehen. Ebenfalls war es von einer platinfarbenden Haut überzogen. Stur ritt es auf den Dämonen zu. Würde dieser nicht ausweichen, würde er geradewegs überrannt werde. Doch das war nicht das Ziel des Streitross. In der selben Linie befand sich auch der vehement kämpfende Paladin, versuchend sich mit Schwerthieben und Kraft aus den Fängen zu befreien. Es war kein großes Wunder, das sich der Dämon nicht überrennen lassen würde und auswich, so galoppierte das Pferd direkt weiter auf seinen Herrn und Meister zu. Cirian sah die heran kommende Chance. Das Tier wurde ein wenig langsamer und trabte ruhig heran mit einer sich frei erkämpften Hand umschloss er einen Riemen während die schwertführende versuchte weiter Arme durchzutrennen. Der Zauber, oder was auch immer erscheinen war, bangt jedoch um sein Opfer und zog um so kräftiger an dem Körper des Paladins. Cirian hatte keine Wahl, mit nur einer Hand würde er sich nicht am Pferd halten können, so ließ die zweite Hand das Heft seiner Klinge los und griff ebenfalls nach einem Riemen. Unter zum zerreißen gespannten Muskeln gelang es dem Streiter fürs Licht sich am Pferd zu halten und der Todesfalle zu entkommen. Seine Klinge schien verloren.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Sep 09 2011, 23:41

Amon beobachtete wie seine Diener handelten, wie sie Cirian die Seele aus dem Leib quetschen wollten. Er war mehr als erfreut über diesen Umstand und selbst das heraneilende Pferd des Paladin vermochte nicht seine Laune zu trüben. Gerade als er auch diesem Streitross die Klinge vor den Latz hauen wollte spürte er etwas, was ihn mit einer Furcht erfüllte, die ihm nur eine einzige Person bringen konnte. Er war so überrascht, dass er sich nur durch ein Ausweichmanöver vor dem Pferd retten konnte und fassungslos beobachtete, wie der Paladin aus seiner Todesfalle herausgezogen wurde. Ein Wutschrei entfuhr ihm und die Hände verzehrten sich nach dem Fleisch ihres Opfers. Das Schwert war ihnen egal und wurde überhaupt nicht beachtet. Amon beendete die Gier dieser teuflischen Arme indem er sie mit einem Schwall von Flüchen zurück in die Unterwelt schickte. Ohne Schwert würde der Paladin nahezu wehrlos sein.
In freudiger Erregung rannte er dem Pferd samt Mann hinterher und blieb auf halbem Weg wie angewurzelt stehen. Er wollte diesen Mann vernichten, bevor Tales ihn wieder verbannen würde, aber voll Schrecken bemerkte er endlich, dass nicht Tales es war, der ihn zurück schicken wollte. Er drehte den Blick zu dem Untoten, der betend irgendetwas murmelte.
„Nein!“, rief der Dämon vor Wut schäumend, aber außer Stande etwas zu unternehmen. Viel zu entsetzt und überrascht war er, als dass ihm irgendetwas Vernünftiges einfiel. Sein Schwert in der einen Hand und die Flügel bedrohlich aufrichtend beschwor er in seiner linken eine böse und dunkle Energie, die er dem Untoten entgegenschleuderte. Böse Energie, die aus seinem bösen Herzen gespeist wurde.

Vergeblich
Er spürte, wie etwas an ihm zerrte. Spürte, wie die Welt der Sterblichen an Halt verlor. Amon wurde aus dieser Welt gefegt und verschwand in der Hölle in die er eigentlich gehörte. Selbst die Verbindung zu seinem Portal schien auf einmal unerreichbar fern zu sein. Was hatte dieser Teufel getan?

Tales wurde in die Realität gezerrt. Erkannte, dass er beinahe den Mann getötet hatte, dem er niemal auch nur einen Kratzer hatte zufügen wollen. Sah, wie dunkle Materie auf den Anderen Gefährten zuflog, den er auch nicht hatte verletzen wollen. Er verstand die Welt nicht mehr und schwarze Masse löste sich von seiner Haut, die blass und glatt darunter zum Vorschein kam.
„Nicht schon wieder…“, dachte er und landete auf den Knien. Cirian würde ihn töten und er warf angewidert sein Schwert weg. Sollte er doch. Tales war das egal. Dieses Mal hatte er sein Bewusstsein nicht verloren, was vielleicht noch viel schlimmer war. Lustlos saß er da und sparte sich den Atem, sich zu entschuldigen. Erstens würde ihm das nun eh keiner glauben und zweitens war es auch irgendwie nicht richtig, wie er fand. Er fühlte eine Tiefe Leere in sich und hatte das Gefühl, als würd ihm ein äußerst starker Teil fehlen. Es war so, als hätte ihn aller Mut verlassen und sein Körper fühlte sich schwach an. Was war vorgefallen? Tales wartete auf das was folgen würde und sah einzig und allein auf den Boden.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Sep 10 2011, 03:43

Langsam öffnete Syrus seine Augen und richtete sich auf. Mit einem knacken der Knochen stand er wieder auf und schaute sich um. Als erster erblickte er Tales alleine auf dem Boden in seiner menschlichen Gestalt. Der Krieger sprang auf und griff sein noch immer senkrecht stehendes Schwert. Im selben Moment verschwand die violette Säule.
Bei Tales angekommen schaute auf eben jenen hinab. Resignation war an der ganzen Haltung von Tales zu erkennen. Daneben hielt Cirian sich an den Zügel seines Pferdes fest.
Syrus ließ beide dort wo sie waren. Die Einsicht ihnen beiden wirklich zu helfen war nicht da, natürlich würde er helfen, aber nicht auf magischem Wege.
„Tales? Cirian?“, fragte Syrus seine Gefühle unter der kalten Stimme verbergend. „Wenn einer von euch es auch nur wagt eine Waffe gegen den anderen zu erheben...“ Den Satz absichtlich nicht zu ende gesprochen erwartete er eine Reaktion von ihnen.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Sep 10 2011, 04:46

Nur mit knapper Not war er seinem Ende entgangen. Cirian besah sich schwer atmend, was mit Tales geschah, oder Amon, je nach dem, welche Person man als den hervorstechenden von den beiden sehen mochte. Nebenher verflog auch der Effekt seines Zaubers, ebenso wie auf dem Pferd. Sein Gesicht hatte vom Angriff Spuren behalten, war aber nicht derart entstellt. Kurz zuvor hatte bemerkt, wie der untote noch etwas gewirkt hatte, das nur hohen begabten der göttlichen Magie. Zugleich überprüfte er ob das Mal noch immer vorhanden war. Bestätigung erfuhr er. Erst dann löste er sich von seinem Pferd. Er konnte selbstständig stehen. Kurz überlegte er ob sein ursprünglicher Gedanke fehlerhaft war, doch dann blieb noch immer die Frage der Verschwiegenheit offen, immerhin sollte Syrus, der Untote am ehesten verstehen, das er, Cirian, in der Lage war Dinge zu erdulden, wie es selten ein zweiter seines Glaubens getan hatte. Was nun Tales anbelangte, wusste er nun aber nicht wie er handeln sollte. Er mag ihnen geholfen haben, eben jene zu befreien die jetzt in großer Zahl bei der Feste lagerten und auch bald ihren Weg nach Hause antreten sollten. Aus den Augen eines Elfen mit dem Worten eines Paladins antwortete der geflügelte eben jenen der ihnen drohte: „Ihr solltet euch nicht in die Angelegenheit anderer Einmischen. Ich vertrete nur das Recht und Gesetz meiner Göttin. So wie es ihr Wille ist, so lass ich es geschehen. Ihr als Geweihter Eberons solltet wissen was das Wort Gerechtigkeit bedeutet, wenn ihr ein Richter seit.“ Eine kleine Pause verging, ehe er vorfuhr. „Was gibt euch das Recht euch in einen Kampf zwischen Gut und Böse einzumischen? eure eigenes Gefühl? eure eigenen belange? Was habe ich falsches getan, als das ich Strafe erfahren müsste? Ich habe mich an meine Gesetze gehalten und meine Art: Das Böse zu vernichten.“ Er pausierte kurz. Sein Blick ging von seinem Schwert zu dem Schwert von Tales. „ Ebenso hat sich Tales, nein Amon, so verhalten, wie es in seinen Gesetzen steht, er hat versucht das Gute zu zerstören. Es ist wie es die Natur besagt: Der Stärkere siegt.“ Der Paladin schien noch nicht fertig, dennoch unterbrach er seine Ausführung. Er beugte sich nach unten, beschaute seine Klinge und hob sie auf. Der Stahl war geschunden, das Schwert war besudelt. Eine Hand am Heft, die andere an der Klinge hielt er sie vor seinem Körper. Nichts ging von ihr aus. Sein Blick viel hinunter auf Tales. „Ihr scheint schon lange in den Fängen dies Dämons zu sein, und doch verstehe ich nicht wie er eure belange berücksichtigt. Daher sehe ich einen Exorzismus als ausgeschlossen. Eure Seelen sind zu stark verbunden, als das ihr getrennt werden könntet. Somit...“ Das Ende des Satzes sprach er nicht aus. Denn jeder würde sich ausmalen können was dies zu bedeuten hatte. Mit einem Mal zerbarst etwas in Tales Rücken: In je einer Hand hielt Cirian je eine Hälfte seines Schwertes, sein knie war angezogen. „Von euch geht keinerlei negative Energie aus, ihr seit nicht Böse. Da sagen mir seine Sinne. Zudem lässt sich mit diesem Schwert nicht mehr richten. Es hat in seinem Kampf gegen das Böse seine Aufgabe erfüllt. Es wird neu geschmiedet zu einer stärkeren Waffe der Reinheit. Beide Hälfte viele zu Boden. Erhebt euch Tales. Ich will keines Streiter am Boden sehen, der an meiner Seite stand, sollte er nicht zuvor ehrenvoll gestorben sein.“ Mit kräftigen Druck griff er mit seiner rechten hand nach dessen Schulter und bewog ihn so aufzustehen. Dann schaute er nochmals zum Untoten: „Ihr habt wohl den Sieg davon getragen. So gebührt euch wohl mein Dank.“
Es war zu merken das mit der Menge der fallenden Worte aus dem Mund des Paladins seine Anspannung sank. „Ich werde nun gehen, meine Sachen aufsammeln und mir einen neuen Ort zum ruhen suchen. Tales, ich verlange von euch morgen hier zu sein, damit ich mit euch sprechen kann. Es gibt Dinge die ich erfahren muss.“ Er klaubte die beiden Schwerthälften auf. Dann ging der Geflügelte davon, in Begleitung seines Pferdes.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Sep 10 2011, 05:39

Tales hörte, dass sich Cirian bewegte schaute ihn an und erwartete, dass er ihn nun richten würde, aber Syrus verbat es beiden, aufeinander loszugehen, wofür er irgendwie dankbar war. Es war ein eigenartiges Gefühl, aus seiner anfänglichen Schwäche erwuchs etwas, was er noch nie in solch einem Maße zuvor empfunden hatte. Die Welt schien zu strahlen! Alles was er als trüb und trist empfunden hatte war nun in einen Schein getaucht, den er nicht fassen konnte. Was war geschehen. Er blickte sich verwundert und zögerlich um, vernahm kaum die Worte die gesprochen wurden. Erst als er direkt angesprochen wurde, horchte er auf und sah zu Cirian, der sein Schwert aus irgendeinem Grund zerbrach. Tales konnte sein eigenes auf dem Boden liegen sehen und betrachtete es mit einer Abscheu, die sich gewaschen hatte. Und doch verspürte er eine Art Sehnsucht, diese verfluchte Klinge zu halten.
Obwohl die Klinge selbst keine böse Energie verströmte, hatte Tales ein verlangen nach ihr, als ob sie ein Teil von ihm wäre. Er ließ sie liegen und sah wieder zu Syrus und dann zu Cirian. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen, aber als er den Geflügelten vor sich sah, hatte er das Gefühl, als sei er erlöst worden. Wo doch eigentlich Syrus die Schuld daran hatte.
Er wurde angehoben und seine Knie waren wackelig und weich. Aber doch fühlte er sich besser, als jemals zuvor.
„Wie ihr wünscht.“, sagte er hölzern und mechanisch, auf die Worte des Paladin und verharrte an Ort und Stelle. Dann sah er wieder zu Syrus und blickte ihm sehr lange in die Augen.
„Ihr habt ihm das Leben gerettet.“, sagte er leise und irgendwie ehrfürchtig. Denn er ging fest davon aus, dass Cirian ohne Schwert und Rüstung ein Opfer des Dämons geworden wäre. „Ich danke euch.“, viel sanfter klang seine Stimme und vor allem viel menschlicher.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Sep 12 2011, 04:10

Sein Blick blieb auf Cirian heften. Die Ansprache war die eines Paladins, eines Paladins der durch und durch für das Gute kämpfte und keinerlei Gnade für andere kannte.
„Wie ihr schon sagtet ich sollte kein Prediger werden, und das bin ich auch nicht! Ich bin nur der Bote Ebereons.“, seine Stimme wurde leister bei den letzten Worten. „Aber im Gegensatz zu euch bin ich kein Streiter Alexias! Es gibt böses in dieser Welt das nicht gleich vernichtet werden muss. Seht Tales, er ist ein guter Mensch, allerdings mit einem Makel den ihr nur ausrotten könnt solange ihr ihn tötet.“ Einige Sekunden herrschte Stille. „Wie verfahrt ihr mir gegenüber? Ich bin untot! Laut den Dogmen eurer Kirche müsstet ihr mich niederstrecken, ich verkörpere das verrottende Böse und doch bin ich nicht böse! Tales ist kein schlechtes Wesen und er wusste scheinbar nichts von seiner Last. Es lag nicht an mir sein Geheimnis euch mit zu teilen, das war einzig seine Aufgabe, so gebt nicht mir die Schuld an eurer Blindheit!“
Helfen wollte er und nun gab man ihm die Schuld! Wütend schaute er dem Paladin hinter her. Mit einem Nicken nahm er den Dank Tales' an. „Das nächste mal sehe ich wieder einmal zu wie sich Kameraden abschlachten!“, sprach Syrus leise und zynisch.
Mit schnellen Schritten schritt er auf den Felsen zu den er schon zuvor als Sitzplatz auserkorren hatte. Unterdessen hatten sich einige Menschen um den Schauplatz angesammelt, da der Antipathiezauber sich aufgelöst hatte. Die meisten verstanden nicht was vor sich gefallen war, die wenigen die es verstanden warum sie den Kampf nicht bemerkt hatten hielten sich mit Fragen zurück. Die meisten machten vor dem grimmigen Blick Syrus' platz. Ebenso vor Cirian und seinem Pferd machte man ehrfürchtig platz.
Es schien als wollten sie ihren Rettern helfen, doch wussten sie nicht wie und somit hielten sie sich klugerweise aus dem Streit raus.
Syrus setzte sich auf den Fels und wirkte einen weiteren Zauber. „Antipathie.“ und die Menschen verschwanden und ließen ihn in ruhe. Schnell versetzte er sich in eine Art Trance, den nun musste er selbst auch ruhe haben. Schon eine Ewigkeit war es her, das er so viele zauber gewirkt hatte, seine Amnesie was bestimmte Aspekte seiner Ausbildung anging war noch immer vorhanden, aber an einen Großteil konnte er sich Erinnern. Unter anderem erinnerte er sich das er nicht nur ein Krieger war, sondern auch ein Kriegspriester. Allerdings hatte er nur eine begrenzte Anzahl an Energie für die Zauber, so musste er rasten nach den Zaubern und neue Energie sammeln.
Auch über das Schwert musste Syrus nachdenken, doch das würde warten müssen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Sep 12 2011, 05:39

Cirian verstand nicht recht, was der Untote von ihm wollte, weshalb er ihn anfuhr. Er verheilt sich als hätte man ihn zu unrecht an den Pranger gestellt. Es gab noch mehr Dinge, die ihn störten und von denen er nicht wusste, was er tun sollte, wie er sie handhaben sollte, oder was wirklich der Wahrheit entsprach. Doch zwang er sich diese Gedanken zu unterbinden, konnte er nicht abwägen wo hin sie ihn geführt hätten Hingegen, was ihn nach wie vor beschäftigte, und worin er nur Wut empfand war die Art wie ihm Dinge zu Teil werden sollten, auf der einen Seite wird an ihm appelliert, das nicht alles Böse vernichtet werden muss, auf der anderen Seite sieht er so viel Unheil aus eben der selben Quelle. Er schüttelte diese Gedanken ab. Am Liebsten hätte er Syrus zur Rede gestellt. Doch er wusste, das hätte jetzt nur wenig Sinn. Eines war jedoch sicher: Er war ein Streiter Alexias und würde immer die erste Reihe bestreiten um dem Bösen ein Ende zu setzen.
Er kam am Zeltplatz an, oder dem was noch vorhanden war. So sehr er es versuchte er verstand nicht, er konnte den Gedanken nicht los werden? Warum machte man ihm Vorwürfe? Was hatte er falsch gemacht? Er? Eine Form von Zwist spürte er in sich aufkeimen. Gedankenverloren hatte er die plane beiseite geräumt und seine Utensilien und wichtigsten Dinge freigeräumt, darunter auch sein heiliges Buch, ein besonderes Relikt der strahlenden Klingen der Göttin Alexia. In seiner letzten Auseinandersetzung war es für Tales gut, das er eben dies nicht mit sich führte, sonst hätte er ihm das Leben genommen, wenn gleich Amon die Ursache und auch der Grund gewesen wären. Kurz wirkte er auf sich einen Heilzauber. Dann verstaute er das Relikt in seiner Rucksack. Ehe er nun weiter Nackt durch die kalte Nacht streifen würde, zog er ein klerikales Gewand seiner Göttin über seinen Körper.
Alle Sachen Beisamen suchte er sich einen neuen Schlafplatz, baute sich sein eigenes Zelt auf und legte sich dort zu Ruhe. Er wollte zu allem seinen Abstand haben jetzt und endlich schlafen, seinen Gedanken entfliehen und die nötigen Energien sammeln. Es gab am morgigen Tag viel zu tun.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Sep 12 2011, 22:55

Tales hatte das alles immer noch nicht so richtig begriffen. Was er jedoch wusste, war, dass Syrus etwas getan hatte, um den Dämon dazu zu bringen seinen Körper zu verlassen? Er horchte in sich hinein und wie schon zu Beginn der Verwandlung war alles um ihn herum mit einem Strahlen erfüllt, dass er als äußerst schön empfand. Offensichtlich hatte sich die finstere Präsenz so weit zurückgezogen, dass selbst Tales Wahrnehmung von allem schlechten befreit war. Tales hatte sich selten so gut gefühlt, obwohl er gestehen musste, dass er sich schwach fühlte.
„hier warten…“, murmelte er und rollte sich an Ort und Stelle zusammen. Die Nacht war kühl und sicher würde er irgendwann erwachen, weil sein ganzer Körper zitterte und von der einziehenden Kälte, die sich langsam über den Boden schlich. Aber im Moment war ihm das egal, denn noch fror er nicht.
Tales glaubte, dass die zweite Seele nicht einfach verschwunden war, aber fürs erste, schien er Ruhe davor zu haben. Auf der anderen Seite hatte ihm der Dämon ja wohl schon mehrfach das Leben gerettet. Mit diesen Gedanken an sich selbst und seinem Sein wartete er darauf, dass ihn die sanften Hände des Schlafes umarmten. Tales würde hier sein, wenn Cirian zurückkommen würde.
Er spürte, wie jemand etwas über ihn legte und als er die Augen einen Spalt öffnete, sah er den alten Mann, mit dem er vor gar nicht allzu langer Zeit gesprochen hatte. Der Alte hatte ihm eine zerfetzte Decke übergelegt und ging wieder von dannen. Tales wollte sich noch bedanken, aber er schlief einfach ein.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Sep 13 2011, 01:48

In tiefer Meditation versunken verging Stunde um stunde. Sein Antipathiezauber hatte sich schon längst aufgelöst und die wenigen Menschen die noch unterwegs waren ließen ihn einfach in ruhe.
Der Mond war klar und voll am Himmel zu sehen, keinerlei Wolke verdeckte den hellen Schein, so konnte Syrus einen guten Überblick über die Umgebung erhalten. Hier und da lief ein Patrouille entlang, sonst schienen alle zu schlafen.
Langsam und mit knackenden Knochen erhob sich der Krieger, sein Blick glitt zu Tales, der dort friedlich mitten im freien lag. Ein kurzes, leises Lachen entrang sich seiner Kehle. „Friedlich und zu gedeckt am Orte des Zwistes, so als wäre nichts geschehen.“, sprach er zu sich selbst.
Leise lief Syrus zwischen den Zelten entlang. Ab und an hörte er leise verschlafene Stimmen. Am Rande des Zeltplatzes traf er auf eine Patrouille und grüßte Nickend. Nach einem kurzen Gespräch erfuhr der Streiter Ebereons das es ruhig war. So drehte er wieder um und hielt auf den Schlafplatz von Tales zu. Dort angekommen setzte er sich mit dem Rücken gegen den Fels gelehnt hin, sein Blick blieb nachdenklich auf Tales heften.
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