Come, you children, listen to me, I will teach you the fear of the lords
 
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 Das Spitzhorngebirge

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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 02:59

Die Nacht war ruhig, zumindest wirkte sie in der Umgebung ruhig. Alle Vorposten die mit einem schnellen Ritt zu erreichen waren, waren besetzt und man hielt Ausschau. Ein Zauber zeigte dem Wachhabendem Offizier ob dort alles in Ordnung war.
Um die Festung und Taerne lagen in einigen gut getarnten Verstecken die besten Armbrustschützen der gesamten Kompanie und beobachteten den Himmel. So wollte man sicher gehen das der nächste Angriff auch für die Gegner verlustreich war.
Die Gäste in der Taverne konnten ruhig schlafen, die meisten taten dies auch. Nur wenige waren wach oder schliefen nicht gut – unter anderen Ion.
Man sah ein kleines Haus, ein alter Stall wie es schien. Die Umgebung war nicht zu erkennen, nur Schatten. Der Stall war alt und verlassen. Blutspritzer zierten die Wand von außen. Schreie waren von innen zu hören.
Das große Stalltor wurde von alleine geöffnet und gab den Blick auf einen blutigen Boden Preis. Überall sah man nackte Leichen an die Wand genagelt, sie waren nur an den Handgelenken befestigt. Der Brustkorb war auseinander gerissen worden und man sah das einiges der Innereien fehlte. Die Zungen, Augen und Zähne jeder Leiche fehlten.
Am Ende des Stalls sah man eine Frau auf einem Metaltisch gefesselt und eine dunkle schattenhafte Gestalt beugte sich über die Frau. Mit einem ruck riss die Kreatur die Kleidung vom Leib und drückte die sich wehrende Frau hart gegen den Tisch.
Man konnte nun das Gesicht erkennen. Die langen schwarzen Haare hingen nass und in Strähnen im Gesicht, man konnte trotzdem genug. Eisblaue Augen starrten den Zuschauer – Ion – an. Durch mehrere Blutspritzer im Gesicht wirkte die Haut noch blasser. Die kräftigen roten Lippen zitterten und versuchten etwas zu brüllen, aber erst jetzt bemerkte man die fehlende Zunge – so kam kein klarer Ton heraus.
Man hörte ein dunkles und jammerndes Flüstern, konnte aber nicht verstehen was gesagt wurde. Kurz drauf formte sich die Gestalt zu einer festen Masse. Augen zierten die Rückseite, unzählige Augen. Zwischen den einzelnen Augen bildeten sich hier und da einige Münder.
Ein bösartiges Lachen ertönte von der Kreatur. Es hörte sich an als würde eine große Masse lautstark Lachen. Mit zwei tentakelähnlichen Armen bohrte sich das Wesen in den Brustkorb. Die Frau schrie auf und versuchte sich vergeblich zu befreien. Mit einer einzigen Bewegeung wurde der Brustkorb auseinander gerissen. Das Blut spritzt durch die Gegend und die Gestalt beugte sich nach vorne. Wenig später hielt das Wesen ein pumpendes fleischliches Organ in der Hand. Die Frau schien noch zu leben, sie lag jetzt jedoch ruhig auf dem Tisch und sah das immer langsamer schlagende Herz.
Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis dass das Herz aufhörte zu Schlagen, immer dann wenn man damit rechnete das kein Herzschlag mehr kam, schlug es doch noch einmal auf.
Die Frau sackte zusammen und eine gespaltete Tentakel legte sich über die Augen. Als die Tentakel weggenommen wurde waren nur noch leere Augenhöhlen zu erkennen.
Ein bitter böses und irres Lachen war zu hören.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 03:41

Ion erwachte desorientiert in der großen Kammer. Das Echo seines Alptraums verblasste in seinen Gedanken, je mehr er sich zu erinnern versuchte. Doch zwei Dinge vergass er nicht so schnell! - Die Schmerzen und die Erkenntnis, dass ihm eine wichtige Person genommen wuorden war.
Ion stand auf und ging zum Fenster. Es war noch Nacht, doch der Mond strahlte hell. Ion konnte einen Turm in der Ferne sehen. Als er sich umsah, war kein Geist in der Nähe und der Alptraum nichts weiter als ein längst vergessener Schreck.
Irgendwann legte sich Ion erneut in sein Bett und wartete, bis die Sonne aufging.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 04:14

Der nächste morgen kam nur schleppend. Irgendwann schob sich eine dunkle schwere Wolke vor den Mond. Es war stockfinster.
Ein paar der anderen Wächter der Karawane schliefen unruhiger, andere bewegten sich gar nicht mehr. Zwei andere Wächter waren wach, einer davon sprang irgendwann auf und hatte seine Waffen gezogen. Nevrös schaute er sich um. Es dauerte einen quälend langen Moment bis er sich mit einem unsicheren nicken wieder setzte. Dieses mal mit dem Rücken zu einer Wand und direkt in die nähe des Kamins. Misstrauisch beobachtete er jeden Schatten.
Am nächsten morgen zog Nebel die Berghänge hinab. Ein paar Wächter standen auf und suchten ihre Sachen, andere lagen noch in ihren Betten.
Ein Wächter machte einen Witz über einen der schlafenden und stieß ihn an. Er fiel der länge nach schlaff auf den Boden und rührte sich nicht. Anfangs gab es hier und da noch einen nervösen Lacher, aber einen Moment später beugte sich jemand zu ihm hinunter.
"Er ist tot!", brüllte er und hatte sein Langschwert gezogen.
Alle hatten sofort ihre Waffen in der Hand und schauten sich um. Ein paar wollten die restlichen wecken, dabei wurden vier weitere tote Kameraden gefunden.
Wenig später fing ein Tumult an. Man hörte Beschuldigungen, Gebete, Flüche, Streitgespräche und Unschuldbekundungen.
Zwei der Wächter gingen auf Ion zu. "Was hast du getan!?", brüllten sie ihn an.
Rash und Prant hatten ähnliche Probleme. Irgendwo gab es drei Wächter die zusammen einen Kameraden überwältigt hatten und nun wild auf ihn einredeten.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 04:45

Ions Augenbrauen gingen unsicher zusammen und dann wieder auseinander. Mehrere Male. "Ich war das nicht", sagte er schließlich und versuchte eine Verbindung zwischen seinem Alptraum und den seltsamen Todesfällen zu ergründen. "Hat sich jemand heute Nacht eingeschlichen? Vielleicht die Attentäter von gestern? Oder gibt es vielleicht einen eurer Männer, der vermisst wird?"
Ion versuchte die Anspielungen zu ersticken, dass er womöglich etwas mit dem Tod dieser Männer zu tun haben könne.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 05:10

Grimmig schauten die beiden Ion an. "Von uns werden nur die vom Dunkelelf zerstückelten Kameraden vermisst! Und laut Jass dort waren du und Karl heut Nacht wach!", erklärte er und deutete auf die jeweils genannten. Karl war derjenige der mit gezückten Waffen vor dem Kamin gesessen hatte, jetzt gehörte er zu denen die von anderen Verdächtigt wurden.
Mit gezückten Schwert und einem Holzschild in der anderen Hand stand er da und versuchte seine Kameraden auf abstand zu halten.
"Den Toten fehlt jeder Tropfen Blut!", rief jemand in dem Moment in dem die Tür gewaltsam aufgebrochen wurde und fünf schwer gerüstete Männer in den Raum stürmten.
Es schienen die andere Gruppe vom Vorabend zu sein. Jeder trug eine schwere Plattenrüstung mit einem Sonnensymbol auf der Brust. Vier trugen riesige Stahlschilder in der linken und schwere Streitkolben in der rechten. Einer zielte mit einer ungewöhnlichen Armbrust auf die am weitesten entfernten bis das er Prant und Rash entdeckte. Die Armbrust war eine Repetierarmbrust, man konnte sehr schnell neue Bolzen abschießen ohne nachladen zu müssen.
"Ihr faulenden Kreaturen legt sofort alle Waffen ab!", brüllte einer von ihnen.
Nach einem Moment der Stille und des Zögerns, entbrannte ein heftiger Kampf. Alle stürzten sich auf den nächst besten.
Die schwer gerüsteten wurden von drei Wächtern von Tarkims Karawane angegriffen. Die Bolzen flogen durch den Raum und verfehlten Prant und Rash, aber es starben trotzdem zwei Wächter durch die Bolzen, ein weiterer wurde von einem Bolzen im Arm an die Wand genagelt.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 05:37

Ion ging das Wort Vampir durch den Kopf. Sollte dies die Tat eines oder mehrerer Blutsauger sein?
Als das große Chaos anfing, ging Ion allen Kämpfen aus dem Weg oder entwaffnete seine Angreifer. Er schlug niemanden. Er versuchte nur nicht getroffen zu werden. Irgendwann erreichte er Rash.
"Wer sind diese Krieger, Rash?", fragte er diesen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 06:28

Der Tumult war an der Tür am blutigsten. Einer der gerüsteten war von einem Schwerthieb gegen den Kopf getötet worden. Vier andere Leichen lagen dort. Alle durch die Streitkolben getötet.
Rash sah die meiste Zeit nur zu und hatte in der nähe eines Fensters Stellung bezogen. Ab und an wehrte er einen Angriff ab und betäubte diese durch einen Schlag auf bestimmte Stellen des Körpers.
"Das sind die vor uns hier eingetroffen sind. Irgendwelche heiligen Krieger des Gottes Lepo.", erwiderte Rash.
Mit einem knall und einem leuchten flogen plötzlich drei Körper weg und Prant huschte in die Ecke von Rash und Ion. "Dumme Menschen! Hier sind doch keine Sarets anwesend. Das hätten alle mitbekommen.", beschwerte er sich über die Angriffe.
Es dauerte nicht lang bis plötzlich fast jeder Stillstand. Nur eine Handvoll der Anwesenden konnte sich noch bewegen, Rash, Ion, zwei der gerüsteten und einer der Wächter.
Alle hielten erstaunt mitten in der Bewegung inne.
Im Türrahmen erschienen Soldaten der Festung. "Alle die sich noch Bewegen können legen auf der Stelle ihre Waffen nieder und ergeben sich den Soldaten!", brüllte eine laute herrische Stimme.
Ein Mann ohne Rüstung der an vorderster Stelle stand war Ursprung der Stimme. Ein langes Katana ragte über seinen Rücken hinaus. Die Hände waren in Handschuhe gehüllt die an den Knöcheln mit langen Metaldornen gespickt waren. Der Mann trug eine Ärmellose Tunika und einen weiten Rock der von einem breiten Gürtel gehalten wurde.
Einige Embleme zierten die Tunika und wiesen ihn als einen Offizier der Armee von Kesh aus.
Hinter ihm standen weitere Soldaten die mit gezogenen Waffen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 06:55

Ion sah das ganze Blut. Bilder und Gedanken blitzten in seinem Kopf auf. Ein Teil von ihm hätte am liebsten ein Schwert aufgehoben und damit einige der kämpfenden Männer aufgeschlitzt und erstochen, oder mit einer Keule ihre Schädel eingeschlagen. Seine Hände zitterten, als er die Blutlachen sah.
Das einzige, was ihm jetzt noch durch den Kopf ging waren die Worte seines Meisters:'Sei wild und beständig wie der Sturm aber gelassen und ruhig wie eine Brise.' Ion hatte diese Worte nie wirklich verstanden, aber der Klang seiner Stimme ließ ihn wieder ruhiger werden. Das Zittern hatte aufgehört, als schließlich einige weitere Soldaten die Taverne betraten.
Ion ballte seine Hand zu einer Faust und trat vor, bis er schließlich zwei Schritte vor dem Sprecher stand.
"Hi, ich bin Ion!", sagte er und lächelte dabei auf seine ehrliche Art.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 07:37

Auf ein Zeichen hin stürmten die anderen Soldaten rein und entwaffneten jeden anwesenden. Die die sich noch Bewegen konnten waren zuerst an der Reihe. Alle wurden hart angepackt und einen Moment später nach draußen geschleift oder geschoben. Die erstarrten waren die Statuen und konnten sich nicht wehren.
Rash ließ man von alleine gehen und Prant behandelte man mit Vorsicht.
Der Mann vor Ion musterte ihn. "Ihr habt Mut.", sprach er ruhig. Eiskalte blaue Augen fixierten Ions Augen. "Ihr seid ohne Waffen unterwegs?", fragte er schroff.
Die gepanzerte Linke landete auf Ions Schultern. Ein kaltes ziehen war in der Schulter zu spüren.
Der Mann drückte Ion zur Tür hinaus und die Treppe hinunter.
Draußen vor der Tavernenmauer wurden alle wieder aus ihrer Starre geholt. Alle knieten in einer Reihe vor der Mauer. Insgesamt knieten fünfundzwanzig Männer in der Reihe, unteranderem auch Tarkim, der sich lautstark über die Behandlung beschwerte.
Etwa zehn Schritt entfernt standen zehn Soldaten mit Armbrüsten in der Hand. Jeder Armbrust war geladen und alle hatten vor sich weitere Bolzen aufgereiht.
Weitere vierzig Soldaten waren in einem Halbkreis vor der Mauer um die Gefangenen verteilt.
Der Offizier trat einen Schritt hervor und musterte einige.
"Ihr Meister Rash könnt gehen! Echse, auch ihr könnt von dort verschwinden!", begann er.
"Mein Name ist Drusk! Ich bin hier momentaner Befehlshaber, bis dass der General wieder zurückkehrt.... Und solange mein General oder ich das sagen haben wird hier nicht wahrlos Selbstjustiz geübt! Ein oder mehrere Vampire haben hier ihre Opfer gefunden! Und ihr räudigen Hunde habt nichts besseres zu tun als aufeinander loszugehen... und das nach der letzten Nacht!", brüllte er die Gefangenen an. "Von den bezahlten unter euch kann man nicht immer die gleiche Diziplin wie von einem heiligen Krieger erwarten. Ihr Streiter Lepos hab nicht mal ansatzweise euren Kopf benutzt, somit werdet ihr vier eine Woche in dem Kerker der Festung hausen dürfen!", Drusk schaute dabei jeden der vier Krieger Lepos die den Angriff unternommen hatten an. "Bei dem Rest.... Nicht jeder von euch hat gekämpft, somit werden diejenigen die ohne nachzudenken gehandelt haben den Kriegern Lepos gesellschaft leisten können. Ihr anderen dürft gehen."
Die Soldaten wussten anscheind genau wer jemanden erschlagen hatte und wer nicht. So wurden fünfzehn Männer in die Festung geführt.
Prant und Rash standen ein wenig abseits und diskutierten heftig. Drusk gesellte sich zu ihnen und warf einiges mit ein.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Nov 20 2010, 08:15

'Jasper?', die Stimme von Caren sprach zu ihm. 'Spürst du das?'
Ion wusste nicht was sie meinte. Und wieso nannte sie ihn Jasper?
'Diese Präsenz ... du musst ihn doch auch spüren!.'
"Was ist das?", fragte Ion leise.
'Der Seelenverschlinger!', hauchte Caren und ihre Geisterhand deutete über seine Schulter hinweg auf den Horizont. Eine rote Wolke schob sich über den Himmel und das Land hinweg. Wie üblich sahen niemand ausser Ion und den Geistern dieses Phänomen. Jeder Geist ahnte die Gefahr und alle versuchten verängstigt in die Entgegen gesetzte Richtung zu verschwinden. Nur Caren blieb stehen.
'Du musst hier weg, Jass! Ich bin an dich gebunden, kleiner Bruder, deshalb musst du für mich laufen!'
Einige der wenigen Geister, die diese Angst mit ihrer Neugier ignorierten, wurden lautlos von der Wolke verschluckt. Doch Ion wusste, dass er niemals schnell genug vor diesem Seelenverschlingerdavon laufen könnte. Anders als den Geistern um ihn herum war es ihm nicht möglich durch feste Dinge, wie Wände oder Mauern zu laufen. Bei dem Versuch würde er kläglich versagen und seine Schwester verlieren. Die Rote Wolke glitt über die Menschen, denen es anscheinend nichts ausmachte.
'Jass, was machst du?', schluchzte Caren. 'Er wird mich verschlingen!'
"Nein", flüsterte Ion. "Von meinem General lernte ich einst: Angriff ist die Beste Verteidigung!"
Ion hob seine beiden Hände übereinander und sammelte eine große Menge Energie von Caren's Eis in einem großen Ball und in dem Moment, wo er von der Wolke verschlungen wurde, entfaltete er diese Kraft. Alles um ihn herum war in eine Landschaft aus Schnee und Eis gehüllt. Während die irdischen von den Geistern und dem Seelenverschlinger nichts mitbekommen hatten, war dieser Angriff von Ion sehr real für sie. Fast jeder war von einer schweren Schneeschicht bedeckt, einige waren sofort zu Statuen aus Eis eingefroren.
"Ups", sagte Ion nur und schaute unschuldig zu Drusk.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Nov 21 2010, 02:43

Die Eisschicht von Ion konnte sich um den Bereich von Drusk, Prant und Rash nicht legen. Drusk guckte zu Ion und schüttelte den Kopf. "Warum im Namen der Götter, friert ihr meine Soldaten ein?", brüllte er los.
"Holt mir meine Soldaten aus dem Eis!", wies er einen Magiewirker an der ein wenig entfernt entlanglief.
Mit großen Schritten war Drusk bei Ion und baute sich vor diesem auf. "Was habt ihr vor? Seid ihr doch das Böse in Person und habt die neuen Schutzzauber überwunden?"
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Nov 21 2010, 03:47

Ion sah sich irritiert um. Wie konnte er nur vergessen haben, dass er zwei verschiedene Realitäten sah? Was in der Welt der Geister geschah, konnten die Wesen in der materiellen Welt weder sehen noch spüren. Wie sollte man da dann Ions Reaktion auch verstehen können... Ion musste lügen.
"Das war ein versehen, Mister. Ich dachte ich hätte einen Vampir gesehen!"
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Nov 21 2010, 22:54

"Ein Idiot der Magie beherscht... sehr gut Meister Rash'sar, vielleicht könntet ihr zusehen das er nicht noch mehr einfriert, ich brauche MEINE MÄNNER!", letzteres brüllte Drusk Ion direkt ins Gesicht. Ohne ein weiteres Wort wandte er sich ab und ging auf die Festung zu.
Rash und Prant waren in der zwischenzeit an Ion herangetretten und musterten ihn. "Ihr beherscht Magie? Interessant.... hmmm es passt zu euch.", erklärte Rash.
"Aber bislang scheint ihr selbst nicht wirklich viel darüber zu wissen, oder?", fragte Prant.
Nach einem Moment des Schweigens ging Rash auf die Taverne zu. "Kommt, ohne was im Magen kann ich nicht klar denken."
Rash bestellte sich ein üppigen Frühstück und summte vergnügte beim essen vor sich hin. Prant hingegen hatte nur ein karges Mahl und saß etwas abseits, es schient als würde er beim essen meditieren.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Nov 22 2010, 06:00

Ion hob entschuldigend die Schultern hoch.
"Ich habe keine Ahnung, wieso ich das kann oder woher dieses Eis und Schnee kommt."
Ion folgte den beiden.
"Ich sehe Geister...und sie reden zu mir. Und eine von ihnen ist meine Schwester. Sie ist diejenige, die für diese Magie zuständig ist."
Ion bestellte für sich ein paar frische Früchte, in der Hoffnung ein paar exotische genießen zu können.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Nov 22 2010, 08:32

Endloser Schlaf. Nichtssagend. Alleinstehend für sich. Erwachen. Finsternis.

Langsam richtete sich die Kreatur aus seiner Starre auf. Absolute Dunkelheit herrschte. Doch Vaica störte es nicht. Eine Hand griff nach den Rand des Schlafgefäßes. Er knackte laut, zerbrach. Es kümmerte sie nicht. Ein kleiner Rückschlaf für das Aufstehen und dem Folgen der Taten. Umschauend inspizierte es die Umgebung. Alles wirkte schon lange verlassen. Spinnenweben, Staub und Stille, mehr gab es nicht, was dem ganzen mehr Eindeutigkeit verleihen musste. Unbeholfen bewegte sich der Körper des Wesens. Schon lange wurde er nicht mehr genutzt. Langsam aufstehen wollend drückte es leicht gegen die Wände des Sargs, wie vermutet werden darf. Ein Knarren dann ein weiteres Krachen. Laut knallte das Holz auf der rechten Seite zu Boden. Staub wirbelte auf. Etwas schepperte. Sich nicht drum kümmernd, wurde auch dieser moralische Widerstand der Umgebung bei Seite gelassen, gar ignoriert. Instinktiv mehr Gewicht auf die andere Seite des Sarges legend wurde das Aufrichten dieses Körpers doch noch gebilligt. Ein gefährliches Ätzen doch mehr ließ sich nicht vernehmen. Schwankend war das Aufstehen gelungen, doch das Stehen hatte noch seine Tücken. Wankend musste der Körper gehalten werden. Einige Zeit verrann. Das Stehen gelang. Den Blick aus erhobener Postion nochmal über den Raum schweifend verriet ein wenig mehr. Ein Tisch, zwei Stühle, eine Rüstung auf dem Boden, ein Schrank und viele Gläse,r teils noch versiegelt, gefüllt mit Flüssigkeiten, andere Leer und dastehend, unberührt. Zettel und Rollen lagen überall verstreut auf dem Boden und waren zu Tisch zu finden. Nichts von Bedeutung. Zuletzt eine eisenbeschlagene Holztür. Geschlossen. Das Wesen schaute an sich hinab. Nichts. Es fühlte sich nackt. Einem vertrauten Gedanken folgend wurden die erste Schritte in Richtung des geformten Metalls gebracht. Wieder verging Zeit. Laufen war eine Probe für sich, ungeahnt schwer für den Moment. Wieder strich die Zeit dahin. Erinnerung knüpften alte Gedanken auf – Bewegungsabhandlungen. Mehr und mehr schien Geschick die Finger zu steuern und den Körper zu übernehmen.
Vorsichtig betasteten die Finger das Metall der Rüstung. Erinnerungen Blitzen auf. Erinnerungen an Kämpfe, an vergangenes. Doch nichts bestimmtes. Verwüstung und Zerstörung. Tod und Verderben. Mehr nicht. Ungerührt von der Zeit schien die Rüstung intakt. Ein seltsamer Schimmer ging von ihr aus. Sie wurde angelegt, zwar unbeholfen und langwierig, aber wenn kümmerte schon Zeit. Etwas fehlte.
Das leise Patschen wurde durch ein metallisches Klirren ersetzt. Ein Gang wurde entlang gelaufen. Nichts. Abgebrannte Fackeln, längst zerstörte Gemälde und Wandteppiche. Bedeutungslos. Ein neuer Raum wurde erreicht. Ohne hinzuschauen wurde nach der Türknauf gegriffen und nach innen gedrückt. Die Tür gab quietschend ihren Unmut kund. Fast wie selbstverständlich, nahezu wissend griff es nach den Waffen im dafür vorgesehenen Ständer: Eine Glefe und ein Schwert. Zuerst nahm es die Glefe, wiegte sie in der Hand, führte einige kleine Bewegungen durch. Zustimmend wurde sie auf den Rücken der Rüstung befestigt. Dann schaute es nach den Schwertern. Eines wurde in die Hand genommen und ein wenig in dieser bewegt und geführt. Eine schwungvolle Armbewegung nach hinten ließ das Schwert aus den Händen gleiten und krachend in die hintere Wand jagen. Es hatte keine Zustimmung erhalten. Ein zweites Schwert wurde gegriffen aber nach kurzem testen über dem Knie gebrochen, wo es entzwei auf dem Boden liegen bleiben durfte. Erst das dritte Schwert fand Interesse. Es war scheinbar den Vorstellung der führenden Person angemessen und wurde auch sogleich an der Seite befestigt. Wieder ein vertrautes Gefühl. Ihm wurde keinerlei weitere Interesse zugesichert.
Wieder ging es zurück auf den Gang. Eine andere Tür wurde ausgewählt. Dahinter verborgen ein großer Raum. Er wurde betreten. Langsam machte Vaica sich daran die ehemalige Festhalle zu durchschreiten. Sie verspürte eine Art Schwäche auf dem Körper liegen. Etwas fehlte. Etwas war nicht vorhanden. Ein Huschen in der Ferne. Der Kopf drehte sich in eben diese Richtung. Ein kleines... . Fellartig, Klauen und eine lange Nase dazu einen passend langer Schwanz. Aber in allem nur ein kleines Wesen. Dennoch weckte es die Interesse von Vaica, nein ließ es sogar gar wachwerden, wach werden aus einem langen Schlaf der Gleichgültigkeit. Gier gewann die Oberhand. Gieriges Verlangen nach was lebendigem, nach Fleisch nach... Das Wesen stürmte vor. Ein Schritt auf den ersten Fuß, dann auf den zweiten, ein Sprung, die Pranke nach Vorne gestreckt auf das ahnungsloses Wesen. Gefasst. Zappelnd und Quiekend wurde es in der Plattenhand gehalten, begutachtet. Roter Saft quoll hervor, Tropfte auf den Boden und fing den Staub dort ein. Ein dunkles Glimmen hüllte das noch zappelnde Wesen ein. Doch ehe wirklich was geschehen konnte war es schon vorbei. Schlaff hing der Nager in der Hand. Achtlos wurde der Kadaver bei Seite geschleudert. Vaica stand wieder auf. Nicht genug. Noch lange nicht genug... Auf der Stelle kehrt machend, drehte es sich um. Auch hier lagen Papiere auf dem Boden, teils beschriftet oder aber einfach nur übersät mit irgendwelchen Runen. Uninteressant. Achtlos wurde über sie hinübergegangen, drauf getreten oder dabei zerrissen. Eines dieser Papiere begann auf mal zu leuchten und ein violettes Licht auszustrahlen, bildete seltsame Runen auf dem Boden ab und ließ diese sich im Uhrzeigersinn drehen. Erweckt von dem Geschehnis blieb Vaica stehen. Das Licht wurde intensiver, greller, dann hüllte es den ganzen Raum aus.

Wieder Finsternis. Das Licht war verschwunden. Vaica richtete sich auf. Verwunderung prägte das Wesen. Die Halle war nicht mehr da, schien sich verwandelt zu haben in einen Gang, in einen langen Gang. Schritte waren zu hören, Stimmen tauschten sich untereinander aus. Das Wesen blieb still. Etwas besonderes hatte sich gerade bewegt, etwas besonders hatte es gerade gehört. Ein Gefühl der gier ließ den Impuls von Mehr wieder ansteigen. Es wurde auf die Schritte zugegangen. In einer Sicheren Bewegung wurde nach hinten gegriffen und die Glefe nach vorne geholt, bereit in der Hand um zuzustoßen. In was war dabei egal. Aber es würde etwas lebendiges sein, was gleich die Nähe dieser Waffe begrüßen durfte. Warnende Rufe waren zu vernehmen. Vaica verstand nicht was sie von sich gaben, doch hielt es sich selbst für den Grund. Weiter und weiter ging es, erst langsam, dann stetig schneller werdend. Fast rennend lief es schon fast los. Laute rufe wurden entzündet, Waffen gezogen. Alles ging sehr schnell. Zwei Hiebe ein Stich und schon lagen röchelnd zwei Kreaturen am Boden. Sich ergötzend viel Vaica auf die Knie zwischen die beiden Wesen. Eine dunkle Haut hatten sie und spitze Ohren. Vom Gesicht war nichts mehr zu sehen, denn da prangte je eine Hand, je umhüllt in einem schwarzen Schleier. Auch die Wesen wurden von eben diesem ergriffen. Schmerzessschreie entwichen ihren Lungen, doch gab es nichts was sie noch retten konnte. Ein roter Ton von Farbe legte sich in den Schleier und schien wie in einem Fluss in Richtung der Hände Vaicas zu treiben, zu Anfang stärker, dann aber mehr und mehr abschwächend, bis er gänzlich verrann. Ein Knacken war zu Hören und der Kopf der beiden Toten zerplatzte. Unkenntlich waren sie nun, doch das war nicht Ziel des Ganzen. Eine unheimliche Ekstase hatte sich Vaicas Körper bemächtigt. Ein tonloser Schrei der gierende Freude stieß das Wesen aus. Langsam richtete es sich auf, griff nach der Waffe und folgte dem Weg, welchen die beiden Opfer gerade entlang kamen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Nov 22 2010, 23:20

Ion

Prant hörte kurzfristig auf zu meditieren und schaute Ion mit einem seltsamen Blick an. Einen Moment später fing er an zu essen und ließ sich nicht mehr stören.
Rash hingegen schaute Ion interessiert an. "Geister also.... Und eure Schwester ist eine davon? Wie lang habt ihr diese Gabe die Geister sehen zu können schon?", fragte er.


Vaica

Alarmrufe gingen durch den kleinen Vorposten der Dunkelelfen. Es war ein Vorposten fast direkt unter der Erdoberfläche. Ein versteckter Höhleneingang in einem Tal des Spitzhorngebirges war der zugang zur Erdoberfläche.
Weiter unten gab es einen tiefen Schacht der tief in die Erd führte.
Erst vor kurzem waren die Dämonenreiter zurückgekehrt. Die Reittiere waren Dämonen, aber doch nicht mehr als Tiere. Kurz drauf war etwas ungewöhnliches geschehen und irgendwer hatte Alarm ausgelöst, zwei Leichen waren gefunden worden.
"Das Blut ist noch relativ frisch und der Angreifer kam nicht von der Oberfläche, sondern aus dem inneren unseres Vorposten.", stellte ein Dunkelelf mit einer verbrannten Hand fest. "Was ist hier geschehen? Du hattest hier Wachdienst und warst nicht da... Du hättest besser mit ihnen sterben sollen!", wandte er sich an einen Dunkelelf der vor ihm auf dem Boden lag.
"Lordklinge, ich war nur kurz weg und die beiden sind ohne mich weiter gegangen.", versuchte er sich zu verteidigen. Weiter konnte er sich nicht verteidigen, da ihm der Kopf abgeschlagen wurde. Die Bewegung war so schnell gewesen das man die Klinge nicht mal richtig wahrgenommen hatte.
Zwei Dunkelelfen kamen auf die Lordklinge zu gerannt. "Wir haben einen Feind am Ausgang entdeckt."
"Ich will wissen wer das ist! Fangt ihn!", knurrte die Lordklinge.
Langsam ging die Sonne auf und ein paar Sonnenstrahlen trafen das Tal. Die Gestalt war noch gut hundert Meter vom Ausgang entfernt als vier Dunkelelfen sich ihr in den Weg stellten. Sie blieben vor ihm stehen. "Legt die Waffen nieder!", rief einer der Dunkelelfen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 24 2010, 02:52

Ion kannte die Antwort auf diese Frage nicht.
Dafür aber anscheinend Caren.
"Seit meiner Geburt, sagt meine Schwester."
Ion deutete über seine linke Schulter, wo seine Schwester über ihm schwebte.
"Was werdet ihr beiden jetzt eigentlich machen? Wollt ihr zurück in die Wüste oder habt ihr ein anderes Ziel?"
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 24 2010, 03:01

Rash schaute über Ions Schulter. "Sie ist immer bei euch?", fragte er und nickte in die Richtung. "Wie heißt sie?"
Prant beendete sein Mahl und murmelte ein paar Dankesworte. "Hmm die Karawane wird ja jetzt nicht mehr weiter ziehen. Zumindest gibt es nicht mehr genug Wächter um die Reise zu sichern.", erklärte Prant. "Ich hab das Imperium noch nie besucht... und zurück will ich noch lange nicht... es würde mich in ..", Prant unterbrach sich am Ende selbst.
"Das überleg ich mir wenn es soweit ist.", erklärte Rash und beendete sein üppiges Mahl. "Was habt ihr vor? Zurück in den schönen heißen Sand oder auf in das grüne Imperium?"
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 24 2010, 03:51

"Irgendetwas zieht mich zurück in die Wüste", sagte Ion. "Ich habe das Gefühl, als wäre dort noch etwas unerledigt."
Ion spürte, wie ihn etwas zurück in die Wüste zog. Er konnte nicht sagen was, aber er wusste, er musste dort hin.
"Ich danke euch beiden für eure Hilfe, aber ich werde mich morgen früh von euch trennen."
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 24 2010, 04:22

"Nun wenn das euer Wille ist.", sagte Rash und grübelte ein wenig nach. Tarkim kam herein, sein Gesicht sprach Bände. Er wirkte sehr verärgert und sein Blick fiel auf Ion, Prant und Rash. "Ihr habt nichts besseres zu tun als zu essen! Mein Herr wird sehr verärgert sein über euer Verhalten!", schnauzte er die drei an. "Und ihr!", er deutete auf Ion."Was auch immer ihr seit, wagt es ja nicht noch einmal die Karawane zu sabotieren!"
Mit großen Schritten ging er auf die Treppe nach oben zu.. Rash und Prant sahen sich kurz an. "Ihr, Meister Tarkim könnt eurem Herren gern berichten was hier schief gelaufen ist, aber er wird nicht uns die Schuld dafür geben.", rief Prant ihm hinterher.
Tarkim wandte sich auf der Treppe um und schaute sich Prant und Rash noch einmal genauer an. Mit einem wütenden Schnauben stampfte er dann doch nach oben anstatt etwas zu sagen.
"Er weiß genau das man uns beiden dort nichts tun würde, zumindest fürchtet sein Herr die Echsen zu sehr.", erklärte Rash. "Und mich naja, er würde einer Katze wie mir doch kein Schaden zu fügen wollen."
Nach einigen Minuten des Schweigens verschwand Prant schließlich nach oben, sie hatten neue Schlafräume zur Verfügung gestellt bekommen. Rash hingegen kramte aus seiner Umhängetasche ein altes sehr dickes Buch heraus, es fiel direkt ins Auge dass das Buch größer war als die Tasche.
Leise vor sich hinmurmelnd lass er die Zeilen, blätterte ab und an weiter nach hinten oder weiter nach vorne. Zwischenzeitlich war auch ein Nicken zu sehen oder eine Zustimmung zu hören.
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Thalia

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Nov 25 2010, 05:11

Langsam wurden die Schritte Vaicas, als klar wurde das der falsche Weg gewählt worden war. Kein Wesen kreuzte den Schritt des Wesens. Beschlichen von dem Gedanken nicht das gewünschte Ziel zu erreichen wurde die Überlegung angenehmer umzudrehen und in der anderen Richtung zu schauen, nein zu finden. Die Bewegung kam zum erliegen. Erst eine Kehrtwende, dann interessiertes Lauschen. Ein Gefühl von Spannung baute sich auf. Leicht wurde der Kopf gedreht. Dort war etwas. Gierend wurde die Gleve vom Rücken gezogen und so gleich wurde sich ein weiteres Mal umgedreht, diesmal schnell und hastig. Ein Spurt wurde angesetzt. Laut waren die Schritte zu hören. Schnell wurde der Grund der Spannung klar. Nahe des Endes vom Tunnel stürmte es auf eine Gruppe von Wesen zu. Sie waren Humanoid, hatten somit eine Seele und waren deshalb interessant. Alles andere, ihre Hülle, war so unwichtig, wie der Stein am Berg. Es waren vier Stück an der Zahl alle samt bewaffnet, und mit Sicherheit auch Größer. Vaica war es egal. Die Gleve nach vorne gerichtet wurde der Ansturm nur noch weiter verschärft. Problemlos wichen die Widersacher dem Angriff aus, doch das spornte nur noch weiter an. Schlitternd wurde die Geschwindigkeit verringert, während sich dabei wieder in Richtung der Kontrahenten gedreht wurde. Jetzt war es an ihnen den Angriff auf ihre weise zu erwidern. Zwei sprangen direkt auf sie zu, während die anderen beiden nur knapp hinter ihnen waren. Scharf schlugen ihre Doppelschwerter auf die parierende Waffe ein und versuchten mit gemeinsamer Kraft den dunkel Gerüsteten umzuwerfen. Doch erfolglos. Vaica stand diesem Kräfte ungleich ohne Probleme entgegen. Es war an den Spitzohren ihre Position zu halten. Plötzlich sauste ein Pfeil zwischen den beiden hervor. Der dritte von ihnen hatte seinen Bogen gespannt und sogleich auf Vaica los gefeuert. Hart traf er den Helm, durchschlug ihn aber nicht. Seine Wucht blieb dennoch nicht ohne Wirkung. Kraftvoll wurde der Oberkörper nach hinten gedrückt, riss dabei den Helm hab hinunter. Dennoch blieb der Körper stehen. Ruckartig riss der Oberkörper nach vorne, wirkend als wäre nichts geschehen. Der Helm saß nicht an rechter Position und gab zur Hälfte das Gesicht frei. Entsetzen spielte sich auf den Gesichtern der beiden nächsten wieder. Kalte weiße Knochen kamen zum Vorschein, angefressen von Fleisch und Muskelgewebe. Gnadenlos wurde der erste aufgespießt wuchtvoll wurde die Gleve durch den Körper getrieben als wäre er aus weicher warmer Butter. Ein Schmerzessschrei entwand sich seiner Kehle, nur durch seinen zweiten Schrei Übertroffen, als die Waffe in seinem Körper einmal gedreht wurde. Dann sackte er zusammen. Die anderen wachten auf aus ihrer kurzen Starre. Es war nicht der Verlust des einen der sie aufweckte, sonder die Gefahr um ihr eigenes Leben, was vorherrschend agierte. Die Lücke des Toten wurde durch einen anderen ersetzt, wieder kam es zum flinken Waffenaustausch in dem Tunnel. Verteidigend hielt Vaica sich zurück, wieder wurde pariert, wieder wurde angegriffen. Häufig wurden Pfeile durch die Offenen Lücken der Männer geschossen, welche Vaica jedoch alle samt verfehlte oder aber pariert wurden. Abermals kam es zu einer Situation wie schon zu Anfang. Beide Seiten standen sich die Waffen gegeneinander Drückend gegenüber. Wieder kam ein Pfeil angeflogen. Eine Hand von der Zweihandwaffe lösend, wurde dieser aus der Luft gegriffen und dem nächsten in den Kopf gehämmert während sie dem verlierenden Widerstand entgegen fielen. Auch die zweite Hand ließ die Waffe los. Stattdessen wurde sie gerade gedrückt und mit den Finger voran in die kehle getrieben. Blut sudelte aus der Wunde, ein Röcheln war zu hören. Ein dunkler Schleier legte sich um die Hand und griff auf den Körper über. Rot zeichnete sich in dem Ganzen ab. Vaica genoss es. Auch dem anderen schon Toten erging es nicht besser. Ein Pfeil knallte gegen den Torso des Siegers. Unbekümmert ernährte sich Vaica weiter. Erst als auch der letzte Tropfen aus ihnen hinaus gesaugt war, schaute, was mit dem Vierten passiert sei. Er war verschwunden. Verärgerung machte sich breit, doch entschied es sich dafür den dritten Körper an sich zu nehmen. Ebenso wurde auch dieser von seinen letzten Seelenessenzen befreit. Ein kurzes Lachen stieß Vaica aus. Es fand gefallen an den Wesen. Gemächlich wurde die Gleve aufgehoben, als dem Wesen eine Waffe auffiel. Eines der Seelengefäße Trug es bei sich. Interessiert wurde es aufgehoben, in der Hand gewogen und für gut befunden, eine Einhandklinge, sauber und gut geschliffen aus schwarzem Stahl, dazugehörig eine angemessene Schwerthülle. Sogleich wurde die Waffe an des neuen Besitzers Gürtel angebracht. Ruhig wurde in Richtung Licht gegangen. Ein hauch von Interesse wurde erweckt.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Nov 25 2010, 08:30

Der Kampf war nicht schlimmer als andere gewesen, im gegenteil der Überlebende Dunkelelf hatte den Kampf auch genossen, aber die Flucht war nötig gewesen.
"Lordklinge, der Feind ist ein Untoter und hat uns überrannt.", erklärte der Dunkelelf dem entgegenkommenden Meister.
"Sagt den grauen Hexen bescheid, sie sollen bei Sonnenuntergang jagd auf den Untoten machen.",lachte die Lordklinge. Sofort lief ein Dunkelelf los. Die grauen Hexen waren tief im Berginneren, der weg nach unten war für gewöhnliche Krieger lang, aber sie waren es nicht anders gewöhnt.
Der Dunkelelf mit dem titel Lordklinge war Richtung Ausgang gelaufen und wartete. Dank seines zweiten Titels konnte er nicht in die Sonne und so konnte er den Gang nicht weiter hoch laufen. So schon schmerzten die Augen, als er gegen das Licht den Schatten des Feindes entdeckte.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Nov 25 2010, 10:46

Auch Ion zog sich zurück, wollte er doch am nächsten Morgen früh zurück in die Wüste aufbrechen. Während das Licht noch brannte, ließ Ion die kleine Wüstenspringmaus über sein Knie klettern. Er erntete zwar einige seltsame Blicke, doch es würde wohl niemand wagen ihn oder die Maus falsch anzuschauen. Erst Recht nicht, da jeder wusste, dass Ion ein Begleiter von Prant und Rash war.
Irgendwann schlief Ion lautlos ein.

Am nächsten morgen waren Rash und Prant mal wieder vor Ion wach geworden. Nachdem sich Ion gewaschen und angezogen hatte, ging er die Treppe in die große Halle der Taverne herunter. Die gleichen Personen wie zuvor waren anwesend - einige wenige waren neu hinzu gekommen. Wahrscheinlich noch in der Nacht oder gerade erst am Morgen. Ion wollte hinaus gehen um beim örtlichen Stallmeister nach einem geeigneten Reittier zu fragen, doch da stieß er achtlos beim Verlassen der Taverne gegen jemanden.
"Pass doch auf die Trottel!", zischte ihn eine starke Frauenstimme an.
"Verzeiht, ich war in Gedanken.", nuschelte Ion und sah auf. Diese Frau war recht groß und sehr schlank. Sie trug ihre langen schwarzen Haare zu einem sehr langen eleganten Zopf. Ein kühles, graues Auge schaute Ion verächtlich an. Ihr anderes Auge war mit einer schwarzen Augenklappe abgedeckt.
"Aus dem Weg jetzt!", zischte sie und schon Ion unsanft zur Seite.
Sie lief mit eleganten Schritten zum Gastwirt rüber und stemmte eine Faust auf die Tischkante.
"Ihr habt ein Problem, guter Mann! Ich bin gekommen, um euch zu helfen!", ihre andere Hand lehnte sie gegen den langen schwarzen Griff ihres Katanas, welches sie an ihrer Hüfte trug.
So wie Ion das erkennen konnte, war die Frau mit vier Begleitern gekommen. Draussen vor der Tür standen vier Personen, die sich um vier sehr erschöpft aussehende Kamele kümmerten. Anscheinend kamen diese Leute gerade aus der Wüste. Doch wer oder was waren sie?
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Nov 25 2010, 20:34

Die Zeit war nah. Eine Floskel die noch von der körperlichen Existez herrührte. Zeit spielte eigentlich keine Rolle mehr, nur noch das Verlangen nach Zerstörung und Tod.
Bald konnte der Schatten aus dem Gefängnis fliehen.
Mit einem leisem reißendem Geräusch brach das Gefängnis schließlich. Unmengen von Sand wurden aufgewirbelt.
Mit einem heiseren Schrei wandte sich die Kreatur aus dem Gefängnis.
Das Böse hielt wieder Einzug in die Welt. Ein Geräuch das nach atmen klang war zu hören, auch ehr ein Reflex von früher. Langsam drehte sich die Kreatur. Erinnerungsfetzen sah die Kreatur. Damals war er in seiner eigenen Festung getötet worden. Abschäuliche Kreaturen des Guten hatten die Legionen vernichtet. Seine Meister hatten ihn geopfert um selbst zu Überleben. Lebten sie noch oder waren sie im Staub der Zeit untergegangen? Hatten sie ein ähnliches Schicksal erlitten oder das Gute letztendlich vernichtet?
Die abschweifenden Gedanken beiseite schiebend schaute sich die Kreatur um. Die Umgebung erinnerte nicht mehr an die damalige Festung des Todes.
Eine trostlose Wüste zog sich an einem Berghang entlang. Soweit der Blick reichte war nicht lebendes zu sehen. Der Berg in seinem Rücken erstreckte sich zu seiner linken und rechten über Kilometer hinweg. Steil ging es nach oben. Nichts zeugte von leben oder gutem hier.
Doch trotz der zuneigung zur Trostlosigkeit wandte sich die Kreatur ab und ging den Berghang hinauf. Der Gang war ehr wie ein Schweben.
Jede Pflanze an der die Kreatur vorbeikam verdorrte in Sekunden. Es war ein langer weg, aber die Zeit war unbedeutend. Schon zwei mal war die Sonne wieder hinter dem Horizont zum vorschein gekommen. Das Sonnenlicht war unerträglich, aber dennoch kein Vergleich mit den unendlichen Qualen in dem Gefängnis.
An der Spitze angekommen erstreckte sich weiter hinten ein noch höherer Gipfel. Zur linken war in einiger Entfernung ein Pass über den Berg zu erkennen. Weiter oben sah man eine mächtige Festung. Weit war sie noch weg, dennoch nach genug um Details zu erkennen.
Zu seiner rechten wandte sich das trostlose und lebenswidrige Gebirge weiter. Nur wenig Leben war hier zu finden. Selbst die Kreatur war mehr leben, obwohl sie zu gleich auch nicht lebte, war sie trotz allem nicht Tod.
Die Gedanken schweiften ab. Gestorben, aber noch am leben und dennoch kein Untotes Wesen. Kein Verlangen nach Fleisch war in ihm eingebrannt, nur der alte Hunger nach Vernichtung.
Die Gedanken waren wirr. Nichts zu überstürzen war schwer für den ehemaligen Vernichter. Langsam erst würde sich die Kreatur an die veränderten Verhältnisse gewöhnen können. Erinnerungsfetzen zogen vor seinem Auge entlang. Tod und Verderben waren ihm vorrausgeeilt. Jeder widersacher der Dämonen hatte ihn damals gefürchtet.
Die Sonne hatte ihre Position langsam gewechselt. Stunden waren schon vergangen und die Kreatur hatte in Erinnerungen an Macht und Schrecken hier gestanden. Allerdings hatte die Kreatur eine Ewigkeit gewartet um wieder auf der Welt schrecken verbreiten zu können und nun würden dagegen einige weitere Monate oder Jahre keine Auswirkungen haben.
Wieder waren Erinnerungsfetzen vor dem geistigen Auge. Schon der Name hatte Angst verbreitet. Wer sich wohl nach den unzähligen Jahren noch an den Namen erinnern würde? Zavarir Urzrael aus der Brut des Urza, Diener des Urza und der tödlichen Trasq.
"Zavarir.", zischte es. Urplötzlich schien es als wäre es in der Umgebung noch kälter geworden.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Nov 28 2010, 06:46

Cirian und Syrus hier weiter

Syrus hatte das Gebirge schon häufiger gesehen und war über die größe immer wieder erstaunt, nur der Weltengipfel überragte ihn noch.
Der Pass zur Sturmfestung war am Anfang noch recht grade, die Steigung war auch noch recht angenehm. Nach einigen Stunden ging es eine Kurvenreiche Straße den Berg hinauf.
An einigen Stellen waren große Höhlen, die von Bergmännern in die Felswände gehauen wurden zu sehen. Jede Höhle bot für einige Kutschen vor Wind und Wetter schutz, sowie von der Nacht.
Einmal rasteten sie in so einer Höhle, bevor die Sturmfestung in Sichtweite kam. Imposant ragte sie in den Himmel. Zu Anfang nur ein großer Fleck auf dem Gipfel, konnte man im laufe der Anreise immer mehr Details erkennen.
Eindeutig konnte ein geschultes Auge erkennen das die Festung erst kürzlich einen Angriff über sich ergehen lassen musste.
"Sieht aus, als wäre die Festung angegriffen worden.", teilte er seine Vermutung mit.
Still ritt Syrus weiter und beobachtete die Umgebung. Felsen, Erde, Gras und Sträucher. Auf der Südseite war die Umgebung noch karger bewachsen.
Der Paladin und Syrus ritten nun dann auf die Festung zu. Zu ihrer linken war die Taverne zu sehen und dahinter die große Festung mit ihren imposanten Wehranlagen.
Die Kapuze ins Gesicht gezogen sprang er leichtfüßig vom Pferd hinunter und führte sein Pferd in die Mauer der Taverne hinein. Ein Stalljunge kam sofort und wollte beide Pferde abnehmen.
"Wart ihr schon einmal hier oben, Cirian?", fragte Syrus mit einem weiteren Blick zur Festung.
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Das Spitzhorngebirge
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