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 Das Spitzhorngebirge

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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Mai 22 2011, 07:46

Aus dem Augenwinkel nahm Syrus kurz etwas war und drehte sich zu dem Schlachtfeld um. Ein etwas düsterer Engel landete und redete mit den Toten. Die Entschuldigung Tales tat er einfach so abwinken, viel zu sehr war er von dem Geschehen auf dem Schlachtfeld abgelenkt. Im selben Moment wie der Engel verschwand wachte der Paladin wieder auf und zog die Aufmerksamkeit auf sich.
„Hört beide auf. Cirian, ihr habt nicht mitbekommen was vor sich gefallen ist, so urteilt nicht zu vorschnell und ihr Tales, lasst euren Frust nicht an dem Paladin aus.“, seine Stimme war leise aber eindringlich. „Wir sollten zusehen das wir die Flüchtlinge sicher zur Festung bringen und dann die Vorkommnisse unter sechs Augen klären. Des weiteren bin ich sehr froh das wir diesen Kampf überlebt haben, auch wenn es teilweise sehr knapp aussah.“
Ohne sich weiter um die Streithähne zu kümmern ließ Syrus die Zügel fallen und beschleunigte seine Schritte um zum Ende des Flüchtlingsstroms aufzuschließen. Sollten sie sich doch gegenseitig zerfleischen. Der Paladin suchte auch immer direkt die Konfrontation mit dem vermeintlich Bösen, egal ob es die betroffene Person so wollte oder nur aufgezwungen wurde. Und Tales war seiner Ansicht nach einfach zu Frustriert über Syrus seine Offenbarung. „Das nächste mal hälst du einfach deine Klappe und gehst deiner Wege.“, murmelte er vor sich hin. „Oder habt ihr da oben wieder einen anderen Plan? Besonders du, Ebereon.“ Er wusste das die Kleriker und Priester ihre Götter immer mit Respekt anredeten, aber Syrus selbst hatte es sich zur Eigenart gemacht seinen Gott direkt und wie einen alten Freund anzusprechen, es war eher unbewusst, aber nun einfach eine Eigenart.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Mai 24 2011, 08:32

Ehe Cirian seine Antwort geben konnte war schon der Untote am Reden. Er schüttelte nur kurz den Kopf auf die Aussage dessen. Noch verharrte er kurz und schaute still aber gebannt auf Tales. Sein Blick konnte vieles Bedeuten. Dann brachte er seine Worte nur kurz hinaus. „Ihr habt eure Arbeit soweit ich es sehen konnte gut gemacht.“ Er wartete keine Reaktion mehr ab, sondern schoss mit einem Kräftigem Sprung in den Himmel und hievte sich dann unter schmerzenden Flügelschlägen weiter nach oben, wenn auch nur wenige Meter über dem Weg, knapp den Zifferbereich verlassend. Cirian versuchte sich ein Bild von der Lage zu machen. Ein langer Trott zog sich durch den Weg. Hier und da waren Alte und Schwache zurück geblieben. Sofort machte er sich daran ihnen zu helfen. Nebenher eilte sein Streitross herbei, welches sogleich mit einem Streitwagen ausgestattet wurde, um zumindest denen zu helfen, welche gar nicht in der Lage waren sich selber zu bewegen. Allgemein würde dies alles noch sehr anstrengend werden.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Mai 24 2011, 08:54

Tales bedeutete es nichts, als Cirian ihn lobte. Hätte er ihn weiter mit den lästigen Fragen gelöchert, wäre es ihm zwar auch egal gewesen, aber das hier empfand er irgendwie als seltsam. Nichts weiter? Er nahm hin, dass er ein Dämon war und kümmerte sich um die Verwundeten. Was für ein Paladin war er eigentlich? Er reiste mit einem Untoten und stellte einen Mann in seine Dienste, der sich mit Dämonen verbinden konnte… Tales musste sarkastisch lächeln, als ihm das klar wurde und er beschloss sogleich Cirian zu folgen. Eine Weile beobachtete er das Tun des „Heiligen“ und sagte nichts, aber dann nährte er sich ihm und sagte, als er gerade einem Verwundeten half, der sich mühsam aus dem Lager bis hier her geschleppt hatte.
„Gebt es auf. Ihr könnt sie eh nicht alle retten. Lieber solltet ihr euch um euch kümmern.“
Er deutete auf Cirian selbst, wobei er Alari in den Wagen legte und sich neben sie gesellte. Er saß lässig da und beobachtete, was Cirian nun tun würde. Tales war nicht dumm, aber er hatte ganz offensichtlich eine andere Vorstellung von Egoismus als Cirian. Und er war bereit. Sein Schwerzes Schwert war auf seinem Rücken und er würde einen längeren Moment brauchen, um es zu ziehen, aber er ging ohnehin nicht davon aus, dass Cirian ihn angreifen würde.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Mai 24 2011, 21:28

Aus dem Augenwinkel sah Syrus wie Cirian denen halt die einfach liegen geblieben waren. Wortfetzen von Tales drangen zu ihm und er musste dem düsteren Kämpfer zustimmen. Es würden nicht alle überleben, selbst mit der Hilfe von cirian. Sein Vorhaben alle retten zu wollen war gut, aber nicht umsetzbar mit der kleinen Gruppe von Rettern, die sie waren.
Einige der Alten wollten nach den Geschehnissen auch nicht mehr, sie hatten sich selbst aufgegeben, aber Cirian half ihnen trotzdem. Ein typischer Paladin.
An einigen Stellen half auch Syrus mit. An einigen etwas unwegsamen Stellen half er den Leute.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Mai 26 2011, 05:04

Es war seine Pflicht den Erdenkindern zu helfen. Er hatte zu ihrer Rettung beigetrage, so würde er also auch versuchen so viele wie möglich zu retten, auch wenn er wusste, das dies in einem riesigem Unterfangen enden würde. Er musste es tun. Wie sonst könnte er sich als Streiter Alexias erkenntlich zeigen? Die Personen, die ihn sahen, sahen ihn mit großer zerfurcht an, denn ein Mann mit Flügeln, einem edlerem Gesicht, gleich eines Elfen, und lange weiße Haare dazu, war nicht der Alltag, vor allem nicht ihrer. Mit einem Mal schien es, als müsse Tales etwas zu seiner Arbeit sagen. Er hörte sich die Worte an. Seine Miene, welche gerade noch aufschlussreich gegenüber des verwundeten war, verzog sich zu einem geraden Strich. Er ignorierte die Aussage vorerst. Was würden die erretteten für eine Rettung erleben, wenn ihre Retter sich stritten? Vorsichtig hievte er den Mann noch, um ihn zum Wagen zu bringen, doch hatte sich dort Tales mit einem Mädchen, welche er zuvor noch auf den Armen getragen hatte, dort niedergebettet. Unnötigerweise hatte er sich eben neben das Mädchen gesetzt. Leicht verspätet, aber dennoch recht abrupt in seiner Handlung gab er seine Antwort: „Dann helft!“ Im Gleichzug seiner Aussage hob er den Mann hoch und trug ihn in beiden Armen zum Karren, geradewegs auf Tales zu. Sollte dieser keinen Platz machen, würde er ihm diesen einfach auf den Schoss setzen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Mai 26 2011, 06:43

Tales beobachtete weiter, als Cirian ihn scheinbar komplett ignorierte. Im letzten Moment sprang er vom Wagen, um nicht mit einem Sklaven belagert zu werden. Vorwurfsvoll blickte er Cirian an, welcher ihm zuvor aufgetragen hatte eben mitzuhelfen. Er hatte Alari geholfen. War das nicht genug? Er hatte ohnehin schon viel zu viel geholfen. Unentgeltlich! Nur für eine Mahlzeit und ein Bett… Eigentlich hatte er seine Schulden längst beglichen. Auf der andren Seite hatte er versprochen, die Sklaven in Sicherheit zu bringen. Und das Gebirge war alles andere als sicher. Er seufzte und sagte dann mehr zu sich selbst, als zu Cirian. „Ja genau helft!“, er klang missmutig und überaus unzufrieden. „Das Leben hilft denen, die sich selbst helfen!“, er schaute sich um und entdeckte einen alten Mann, der an der Seite saß. Ganz klar konnte er von selbst nicht mehr aufstehen und auch nicht laufen. Tales beugte sich über ihn und sagte: „Komm Alterchen! Es ist nicht mehr weit.“
„Lasst mich zurück… Ich behindere euch alle nur und auf dem Wagen… Rettet lieber die jungen, die noch ihr Leben vor sich haben.“
Verwirrt blickte Tales auf den Mann hinab und war für einen Moment mehr geschockt, als übellaunig. Er hätte nicht erwartet, dies aus dem Mund eines Menschen zu hören. Der Mann hatte sich offenbar aufgegeben. Aber er wirkte trotzdem irgendwie zufrieden. Unmerklich schüttelte Tales den Kopf und richtete sich dann wieder auf. Achselzuckend sagte er: „Wie ihr wollt. MIR ist das egal.“
Er machte auf dem Absatz kehrt und rief Cirian zu: „Sie wollen sich ja gar nicht helfen lassen.“
Dann ging er zu einem ausgehungerten jungen Mädchen. Sie zitterte am ganzen Körper. Scheinbar war sie krank. Ihre geröteten Wangen und die blassen rissigen Lippen ließen zumindest darauf schließen. Als er sie am Arm berührte, um ihr aufzuhelfen quiekte sie auf und nuschelte hysterisch: „Fass mich nicht an! Lass mich!“ Tales spürte einen heftigen Schlag auf seine Hand und sah die dürre Person vor sich an, als könne er nicht glauben, was er sah. Sie hatte ihn weggeschlagen?!
„Ach, macht doch was ihr wollt!“
Ärgerlich drehte er sich um, als die Frau heiser flüsterte: „Von euresgleichen lasse ich mir nicht helfen, Dämon….“
Außer ihm hatte die Worte wohl niemand gehört und Tales blieb wie angewurzelt stehen. Die glasigen Augen der jungen Frau starrten böse und entschlossen zu ihm hoch. Mechanisch wandte er sich der Göre erneut zu und eine Art Hass loderte in seinen Augen. Er versuchte einen einzigen Grund zu finden, warum er diesem Mädchen nicht einfach den Gnadenstoß verpassen sollte. Er fand keinen. Wie konnte sie sich anmaßen ihn nach einer bloßen Erscheinung zu beurteilen? Wie konnte sie es sich erlauben, lieber den Tod zu finden, als seine Hilfe anzunehmen? Seine rechte Hand zuckte nervös zu dem Griff seines Schwertes. Aber er riss sich zusammen. Für den Moment. Stattdessen packte er sie an beiden Armen, hob den sehr leichten Körper hoch und warf sie sich über die Schulter. Die Frau fing an zu kreischen, so laut sie konnte. Allerdings war das nicht wirklich laut. Kraftlos pochte sie auf Tales‘ Rücken herum, sodass er es kaum spürte.
„Ich helfe, wem ich will und wann ich es will…“, murmelte er zornig und stiefelte auf Cirian zu. Unterwegs las er den Alten auf und trug ihn auf der anderen Schulter. Beide waren wirklich nicht schwer. Nein, eigentlich waren sie federleicht. Ohne lange nachzudenken warf er die Beiden über den Rücken des Pferdes, das den Karren zog.
Die Frau, die er weitaus unsanfter und energischer auf den Rücken des Pferdes verfrachtete keuchte auf und stürzte gleich darauf wieder herunter, als sie sich zu heftig bewegte. Ob absichtlich oder nicht, war Tales egal. Er bückte sich und schnappte das Weib am Schlafittchen. Seine Augen funkelten bedrohlich und die Feurige Iris wirkte so erregt, wie sie vor dem Kampf gewesen war.
„Jetzt hör mir mal zu, Weib!“, fuhr er sie an. Jedoch ohne dabei die Stimme zu erheben. Dennoch klang er eindringlich und – wie überhaupt nicht zu erwarten war – ernst. „Glaubst du ich habe mir den Arsch aufgerissen, dich aus den Fängen der Sklaverei zu befreien, nur damit du jetzt wie Vieh hier im Gebirge verrottest?“, Tales wurde lauter, aber nicht aggressiv. „Und du! Mir ist es egal, was du mit deinem Leben vorhast oder nicht, aber sich aufzugeben ist eine scheiß Idee. Und das gilt für alle Jammerlappen. Ich habe für euch geblutet UND ich habe MEIN scheiß Leben für euer noch beschisseneres Leben aufs Spiel gesetzt. Ich bin auch alles andere als energiegeladen.“ Tatsächlich war er sehr müde und ausgelaugt. Selbst seine Seele fühlte sich irgendwie leer an. Also erspart mir verdammt noch mal euer jämmerliches Gewinsel!“
Er setzte die entsetzte und nun irgendwie klarer aussehende Frau zurück auf das Pferd. Dann warf er die Hände hoch und drehte sich weg von den Beiden. Im davon gehen, sagte er: „Leute wie ihr, machen mich krank!“
Große Augen richteten sich auf ihn. Das Mädchen, was er an einer der Zellen getroffen hatte starrte ihn an, als sähe sie ein Gespenst. Gereizt fuhr er sie an: „WAS?!“ Seine Stimme überschlug sich dabei, doch das Kind zeigte keine Furcht. Die kleine Hand griff nach seiner und aus Zorn wurde augenblicklich Verwirrung. Jetzt lächelte das Mädchen.
„Danke.“
Mehr nicht. Sie legte sich ganz sacht seine Hand an die Stirn, nur einen Augenblick und dann ließ sie ihn los. Sie neigte den Kopf nach unten und entfernte sich dann von ihm zu einer Gruppe Menschen, die sie in ihrer Mitte aufnahmen und den Weg fort setzten. Tales stand wie vom Donner gerührt da und schaute in die Leere. Es dauerte scheinbar ewig ehe er wieder zu sich fand. Er stieß einen Laut von Unmut und Gleichgültigkeit aus, der jedoch kläglich darin versagte keine Unsicherheit widerzuspiegeln. Unglaublicher Weise war Tales nun verunsichert und stand unschlüssig rum. Erst nach einigen Augenblicken suchten seine Augen das Mädchen, welches aber schon längst verschwunden war und Tales murmelte zu sich selbst: „Nicht… der Rede wert.“

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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Mai 26 2011, 10:48

Erst ignorierte er das ganze Geschehen hinter sich, lieber half er denen die vor ihm waren und sich nicht gegenseitig zerfetzten. Jedoch musste Syrus dann doch schauen was die beiden dort taten.
Tales schien zu helfen, zumindest anfänglich. Kurz drauf brüllte er ein junges Mädchen an, das ihn wiederum sichtlich verwirrte.
Die Verwirrung war ihm ins Gesicht geschrieben. Damit hätte Syrus nicht gerechnet gehabt, aber es amüsierte ihn. Mit einem Grinsen drehte er sich wieder nach vorne. Sein Blick blieb an der Sonne hängen, schlagartig keimte ein Gefühl der Einsamkeit auf.
Die Frau die mit ihm das selbe wie mit Tales gemacht hatte, die die ihn in den Wahnsinn getrieben hatte und mit einer Berührung alles wieder gut machen konnte. Die Frau seiner Kinder, lebte sie noch? Was glaubte sie war mit ihm geschehen? Warum waren seine Erinnerungen erst jetzt vollständig zurückgekehrt und nicht schon früher?
Länger blieb er stehen und schaute hoch. Mit grimmigen Gesichtsausdruck machte er sich einen Überblick über den Tross. Zu viele würden die nächsten Tage nicht überleben. Und er wollte noch schneller weiter um dann die Archive seines Gottes aufzusuchen.

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Mai 26 2011, 10:55

Vorsichtig setzte Cirian den Alten ab. Viel Platz war nicht, aber er musste irgendwie helfen. Eigentlich hatte er erwartet, das Tales ausweichen würde, aber das er wirklich helfen würde nach seiner Art der Worte war ihm nicht wirklich in den Sinn gekommen, auch wenn er das‚ nicht helfen wollen‘ nie ganz nachvollziehen konnte, seit dem er in den Orden aufgenommen wurde. So tat Cirian seine eigenen Dinge, und schaute nur hin und wieder auf, wenn er sich es erlauben konnte. Einmal war er kurz davor aufzustehen und Tales anzuweisen nicht weiter zu helfen, denn so wie er die Menschen behandelte würden sie wohl schneller sterben, als das sie auch nur im Ansatz wieder fit wurden. Er fand auf jeden Fall das Verhalten des Mannes eigenartig. In sich gekehrt wäre es wohl die Art Mensch, welche er nur mit einem freundlichen Nicken begegnen würde, weil er dessen Handlung nicht begreifen würde und im selben Zuge ihn auch nur behinderten. Der Ironie wegen schien es dann mit diesem Menschen ihm gegenüber genauso zu ergehen.
Kurze Zweit später stand aber eben jener einfach da. Er hatte gesehen, wie sich ein kleines Kind von ihm entfernt hatte und Tales ein Wort geschenkt bekam, das Cirian schon seit langer Zeit schätzte. Er schüttelte leicht sein Haupt, als wolle er seinen nächsten Gedanken nicht ganz trauen. Dann wand er sich den bedürftigen wieder zu.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Mai 29 2011, 05:40

Es war ja nicht so, dass Tales noch nie jemandem geholfen hatte. Im Gegenteil. Eigentlich tat er das sogar sehr oft. Nur hier war es anders als sonst. Hier sollte er es freiwillig tun. All die anderen Male hatte er eine Belohnung bekommen. Diese Menschen und Elfen hier brauchten seine Hilfe dringender, als die Klienten, denen er sonst half, aber hier machte es irgendwie keinen Spaß. Hier konnte er nicht helfen, indem er gegen jemanden kämpfte, sondern musste sich mit schamlosen Beleidigungen herumschlagen und sollte die Retten, die gar nicht gerettet werden wollten. Es war zum Verzweifeln und Tales glaubte langsam, dass er ohnehin fehl am Platz war. Es wunderte ihn, dass der Paladin, ihn so geflissentlich ignorierte, obwohl er dämonischer Herkunft war. Eigentlich konnte ihm das aber auch sehr egal sein.
Tales schüttelte den Kopf, als wolle er wieder zu Sinnen kommen und versuchte seine lästigen Gedanken abzuschütteln. Das gelang ihm zwar nicht wirklich gut, aber immerhin bewegte er sich nun wieder. Er kämpfte sich bis ganz nach vorne an die Spitze und hatte nun vor sich als Späher zu beschäftigen. Wer konnte wissen, was für Gefahren noch lauern würden. Und dann war es wohl besser, wenn jemand an der Spitze ging, der einigermaßen kämpfen konnte. Zugegeben, Tales war ein ausgezeichneter Schwertkämpfer, aber im Moment war er eher kraftlos und erschöpft.
„Toll! Ich wollte raus aus dem Gebirge, aber jetzt laufen wir den gleichen Weg wieder zurück…“, sagte er zu sich selbst und zog ein Gesicht, wie sieben Tage Regenwetter.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Jun 14 2011, 20:52

Am Rande bekam Syrus die Bemerkung von Tales mit, es dauerte auch einen Moment bis das er sie realisierte. „Wo glaubtet ihr den das die Flüchtlinge Schutz suchen und wieder Nahrung erhalten?“, wandte er sich an Tales. „In den weiten der grünen Ebene, wo das nächste bekannte Dorf einige Tagesmärsche entfernt ist? Auch ich habe das Verlangen in eine andere Richtung zu ziehen, es wird auch bald erfüllt werden.“ Eine kleine Pause verging. „Geduld ist etwas, was ihr noch lernen müsst.“, ein lächeln lag auf seinem Gesicht. „Ich glaub den Satz hat jeder von seinen Eltern, seinem Meister oder allgemein den älteren Narren schon mal gehört.“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Jun 20 2011, 06:45

Die Tage zogen durchs Land und mit ihnen eine größere Gruppe von Menschen, welche vor nicht all zu langer Zeit ihre neugewonnene Freiheit gewannen. Dem Schicksal erlegend war es bis zur Vollendung dieses Geschehnisses ein langer Weg. Einige mussten ihr Leben auf dem Weg lassen, viel zu viele, als das der begleitende Paladin es hätte tolerieren wollen. Doch schlussendlich standen auch seine Fähigkeiten zum heilen und schützten der Bedürftigen nur unter der Macht de Götter. Denn wenn es in ihrem Willen lag, das sie sterben sollten, so sollte es geschehen.
In den Tagen der Reise bekam Cirian nur wenig Schlaf. Viel zu sehr war er damit beschädigt Gräben für die Verstorbenen zu schaffen und Pflege zu leisten. Selten nahm er sich die Ruhe, die er brauchte. Begleiter die ihn dazu drängen wollten schlafen zu gehen, ließ er nur mit ruhiger erhobener Hand verstummen und die Antwort erfahren, das er schlafen könne, wenn alle in Sicherheit sein. Bis dahin müsse aber noch einiges geschaffen werden. Viel zu bereden hatte er derweilen auch nicht, nur wenn er gefragt wurde gab er eine Antwort, war aber stets freundlich und hilfsbereit. Fragen zu den Geschehnissen im Reich beantwortete er so gut er konnte.
Alsbald war es soweit, das die Zinnen der Sturmfeste zu erblicken waren.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Jun 24 2011, 23:27

Auf der langen Reise, die sie zurück zu der Feste führen sollte, versuchte Tales alles in seiner Macht stehende zu tun, um seiner Rolle als „Retter“ gerecht zu werden. Freilich tat er nicht so viel, wie der Paladin und gönnte sich außerdem auch viel mehr Schlaf, aber im Großen und Ganzen, war er zufrieden mit seinen Taten. Nicht dass es ihn wirklich beglückte anderen zu Helfen und ihnen damit das Leben zu retten, aber er war zufrieden. Sein Auftrag war beinahe beendet. Beinahe.
Dunkle Wolken zogen sich über seiner Stirn zusammen. Er dachte darüber nach, was er wohl tun würde, wenn sie die Feste erreicht hatten. Stand sie überhaupt noch? Der Angriff vom letzten Mal hatte seine Spuren hinterlassen, aber da hatte die Festung noch gestanden. Nun aber war er sich da nicht so sicher. Vielleicht hoffte er sogar insgeheim, dass ein Angriff stattfinden würde. Insgeheim mochte er den Paladin und seinen düsteren Begleiters. Allerdings wusste er genau, dass er das niemals zugeben würde. Ein Vorwand musste her. Ein Kampf gegen die dunkle Brut wäre da durchaus von Vorteil.
Seufzend schlenderte er den Weg entlang und nach einer scheinbaren Ewigkeit konnte er die Zinnen ausmachen, die hoch in den Himmel ragten. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in seinen Eingeweiden aus und instinktiv suchten seine Augen nach Cirian. Würde der mächtige, geflügelte ihn nun aus seinen Diensten entlassen? Tales hoffte nicht, aber sicherlich konnte der himmlische Bote noch etwas Hilfe gebrauchen, auch wenn das für Tales bedeutete zu helfen statt kaputt zu hauen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Jul 15 2011, 07:18

Die Tage schienen endlos, am Wegesrand lagen immer wieder Verstorbene, jene die zu schwach waren. Die Angehörigen, wenn es den welche gab, beruhigte Syrus mit einigen Floskeln, Erinnerungen an die Zeiten als er seinem Gott gedient hatte. Andere blieben alleine liegen. Es war nicht wünschenswert, aber sie hatten nicht die Ressourcen die Leichen mitzunehmen und richtig zu beerdigen oder gar hier lange ein Grab anzulegen.
Scheinbar teilnahmslos ging der düstere Krieger über die ganze Zeit von einer Leiche zur nächsten. Im inneren keimte eine große Wut auf, eine Wut auf die Drahtzieher des ganzen und er hatte es im Gefühl das die Zeit des Krieges grade erst anbrach. Jeder Sonnenaufgang barg schreckliche Offenbarungen, jeden Morgen gab es weitere Tote. Keine Nacht verging ohne das irgendwer erfror oder seinen Verletzungen erlag.
Es fühlte sich für Syrus wie eine Ewigkeit an. Eine Ewigkeit in seiner eigenen Ewigkeit, versteckt in seinem eigenen Chaos das sich Leben nannte. Seine Ewigkeit die von einem schrecklichen Ereignis zum nächsten sprang. Die Zeiten der ruhe waren zu kurz und sie würden in näherer Zukunft nicht ruhiger und langanhaltender werden.
Aus seinen Gedanken gerissen hörte er die ersten erfreuten Rufe, scheinbar hatte Syrus es gar nicht mitbekommen wie sie auf dem eigentlichen Handelsweg gelandet waren. Die Rufe waren nun immer deutlicher zu vernehmen, freudige Rufe, so das Syrus erkannte das keine Gefahr drohte und die Hand von seinem Schwert weg wanderte.
In wenigen Schritten Entfernung machte er den düsteren Krieger und neuen Begleiter der Gruppe aus. Seinem Blick folgend entdeckte Syrus seinen anderen Weggefährten, Cirian. „Er wird ebenso dankbar sein wie die Flüchtlinge.“, flüsterte er Tales zu, als er neben ihm angelangt war.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Jul 22 2011, 07:59

Endlos schienen die Tage zu sein. Ein Schleier der Trauer hing wie eine schere düstere Wolke über der Masse an Flüchtlingen. Am Wegesrand sah man immer wieder die Leichen der zurück gelassenen.
Die meisten schienen durch die Gefangenschaft abgestumpft zu sein. Einige ignorierten die Leichen, andere wieder gingen mit einem flüchtigen Blick und einem Stoßgebet weiter und dann gab es noch diejenigen die scheinbar bei jeder Leiche anfingen zu heulen und still für sich hofften das sie nicht die nächsten wären die dort zurückgelassen werden.
Nach einigen Tagen ging eine Welle der Erleichterung durch die Menge, sie hatten den Handelsweg erreicht und sahen in Entfernung die scheinbare Rettung.
Währenddessen entdeckten die Wachen die Flüchtlinge und schickten Reiter aus um zu sehen was dort los sei, scheinbar hatte niemand damit gerechnet die Flüchtlinge jemals wieder zu sehen oder aber die ausgezogenen Retter. Desto größer war das erstaunen als das bizarre Trio erblickt wurde.
Priester halfen den Flüchtlingen die auf dem Burgplatz ankamen.
Die Burg selbst schien noch mehr durch gemacht zu haben. Einer der Türme war ausgebrannt und ein Teil der Mauer schien grade erst wieder aufgebaut zu sein. Die Zahl der Soldaten schien auf den ersten Blick auch geschrumpft zu sein und der kommandant war nirgends zu erblicken.
Einer der Soldaten lief auf das Trio zu. „Ein Wunder, das ihr noch lebt.“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Jul 23 2011, 00:26

Nicht ohne Grund war er der Erste gewesen, der die Zinnen der Sturmfeste sah, seine Schwingen hatten ihn Emporgetragen um so einen besseren Überblick zu haben. Den ankommenden Soldaten und Priestern flog er sogleich entgegen. In freundlich Geste, seines Ranges als Paladin gleichkommend, begrüßte er sie. Seine Rüstung war schon wieder in vollem Glanz am erstrahlen, ebenso sah er gut aus, geradewegs so, als hätte er eine gemütliche reise hinter sich und nicht die Strapazen eines Kampfes und einer zermürbenden Reise zwischen all den Opfern und dahingeschiedenen. „...Anderes solltet ihr von uns nicht denken. Eine strahlende Klinge erfüllt immer seine Aufgabe, ganz gleich was andere euch sagen. Ich sehe es gab Kämpfe. Ihr habt dem Feind standhalten können?“ Im inneren brodelte es in ihm. Es gab viel nachzuforschen, eine finstere Welle schien auf sie zuzuhalten. Das seltsame Wesen, welches er selbst in seiner Ohnmacht wahrnahm, musste ergründet werden, sowie auch er Umstand des Erscheinens und der Grund der Geschehnisse in diesem Gebirge. Eine Reise in die finsteren Höhlen des Sturmgipfels war fast nicht auszuschließen. Sie brauchten Antworten.
Cirian begleitete die Verletzten weiter in die Burg, ebenso wie die Soldaten und auch die Priester, welche ihren Teil dazu beitrugen.
Noch hatte Cirian keine Idee was mit all den Verwundeten weiter passieren sollte. Sicherlich würden sie zurück in ihre Heimat wollen, wer würde es ihnen verdenken, doch konnte man einen riesigen Trott an Menschen einfach so durch die lande ziehen lassen?. Aus weiter ferne sähen sie aus wie eine Arme. Grund genug um den einheimischen Sorgen zu bereiten. Ebenso würde das Problem von Versorgung auch noch eine rolle Spielen. Die feste könnte unmöglich den ganzen verdienst dafür aufbringen. Cirian kreiste der Kopf. Er hatte nicht viel geschlafen, und zudem lastete er sich selber die Verantwortung solch vieler auf.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Jul 23 2011, 01:45

Tales hingegen belastete sich nicht mit den Schicksalen der Sterbenden, Verwundeten und … nun ja Fliehenden. Er beobachtete, wie Cirian in den Himmel schoss und kurz darauf mit den Wachen der Burg sprach. Seine glühenden Augen richteten sich auf den Untoten. Ob er erleichtert war oder nicht, war Tales in diesem Augenblick vollkommen egal. Fakt war, das Tales selbst es nicht war.
„Und du?“, fragte er. Was aber nicht wie eine ernst gemeinte Frage klang, sondern eher wie eine Antwort. Der Untote war auch ein Geschöpf der Dunkelheit, warum sollten sie sich überhaupt um das Leben, dieser Menschen scheren? Tales dachte über sich nach und befand, dass er schon mehr als genug dafür getan hatte, diese Leute hier zu retten. Er konnte nicht glauben, dass er völlig selbstlos in den Kampf gezogen war und das nur, weil es der Paladin vorgeschlagen hatte. Noch nie war ihm jemand so höflich und umsorgend entgegengetreten. Was war es, was ihn an Cirian so faszinierte?
„Ich bin nicht erleichtert.“, gab er schließlich zur Antwort. Und das war durchaus ernst gemeint. Dann überlegte er wieder. „Woher kennst du Cirian eigentlich? Warum reist jemand wie du mit einem Paladin… Einem geflügelten Paladin?“
Sein Blick ruhte nicht auf Syrus sondern auf eben jenem, über den gesprochen wurde. Faszination breitete sich in ihm aus. Und das konnte man auch deutlich in seinen Augen lesen.
Was ist denn los da vorne?, fragte er Cirian mittels des Ringes, den er ihm gegeben hatte. Schon wieder ein Kampf?
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Aug 22 2011, 06:24

„Syrus seufzte. Stillschweigend nickte er nur und ging nicht weiter drauf ein, seine Dankbarkeit nach diesem Kampf hielt sich in Grenzen. Er gehörte in einem Kampf selten zu denen die das Ende nicht sehen würden.
Ein kurzer Blick ging über das Gesicht von Tales, gleich drauf folgten seine Augen dem Paladin. „Wir trafen uns vor wenigen Wochen in einer Taverne, wir kämpften kurze Zeit darauf Seite an Seite gegen die selben Kannibalen wie wir sie in unserer letzten Schlacht bekämpft hatte.“, seine stimme war leise, die Geschehnisse waren brutal in den letzten Wochen gewesen.
„Bislang lag der Grund für unsere gemeinsame Reise in der Rettung dieser Flüchtlinge, aber nun gibt es weit aus mehr gemeinsam. Sein Ziel wird voraussichtlich auch mein Ziel sein.“, erklärte Syrus. „Auch wenn ich erst kürzlich den Glauben zu meiner Gottheit wiedergefunden habe, gehe ich davon aus das unser Schicksal von den dort oben gemeinsam bestimmt wird, somit folge ich dem Zeichen und versuche so Buße für die vergangenen Jahrzehnte zu tun.“, zum Ende hin wurde seine Stimme ein flüstern. Der Blick war gen Himmel gerichtet, so als würde Syrus Ebereon persönlich in die Augen schauen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Aug 22 2011, 06:34

Ein erleichtertes Nicken war von dem Soldaten wahrzunehmen, auch wenn der Blick aufgrund der heranströmenden Massen Ratlosigkeit ausdrückte. „Ich wollte nicht Respektlos erscheinen, verzeiht.“, versuchte der soldat sich zu retten. „Wir hatten die vergangenen Wochen immer wieder heftige Angriffe auf die Festung erlebt. Dunkelzwerge strömten zu hunderten heran und hätten uns fast überrannt, wären sie nicht mitten im letzten Kampf panisch zurück gewichen. Seit nun zehn Tagen ist es ruhig.“ Nach einer kleinen Pause fuhr er fort. „Unsere Verluste sind hoch, wir haben kaum noch genug Männer um die Festung zu verteidigen. Unser Hauptmann erlag seinen Wunden vor sechs Tagen.“
Sein trauriger Blick schweifte über die Masse an Menschen die im Burghof und um die burg herum versorgt wurde. Hinzu kam das der Strom an Flüchtlingen nicht Enden wollte. „Wir können sie hier nicht versorgen.“, sprach der Soldat leise. „Wir haben nicht die Möglichkeiten, sie müssen so schnell wie möglich weiter.“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Aug 24 2011, 02:50

„Es sind schwere Zeiten, die auf uns zukommen werden.“ Cirian überlegte kurz: „Sagt mir: Wie viele Soldaten sind zur zeit auf der Sturmfeste dienst fähig. Ihr sagtet es gab seit mehreren Tagen keine Angriffe mehr, um genau zu sein Zehn tage. Dies ist auch der Zeitraum, den wir nach Beendigung des Kampfes zur Rettung der Sklaven hatten.“ Er unterschlug bewusst die mächtige Gestalt am Ende des
Kampfes. Im weiteren verlauf klärte er auf, das die Flüchtlinge notdürftig versorgt werden müssten.
Im verlauf des Gesprächs forderte die Strahlende Klinge von den Wachen, als auch von seinen Gefährten, die Ruhe von einem Tag, um sich auf eine Möglichkeit vorzubereiten, die Flüchtenden auf schnelle Weise wieder zurück in ihre Heimat zu bringen, oder zumindest nahebei.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Aug 24 2011, 11:08

Tales konnte den meisten Worten des Untoten kaum folgen. Götter gingen ihn nichts an. Da wo er groß geworden war gab es offensichtlich keine, auch wenn das alle immer behauptet hatte. Er persönlich hatte nie einen Gott gesehen und er war auch wahrlich nicht daran interessiert. Ihm hatte nie einer geholfen, außer er selbst und so war es auch kein Wunder, dass er allen Gottheiten mit einer solchen Ignoranz entgegen trat.
Seine glutroten Augen verfolgten weiterhin den Paladin, der noch immer ein Gespräch führte. Ein höchst wahrscheinlich nicht sonderlich ergiebiges Gespräch. Trotzdem antwortete er nicht auf Tales Frage, was ihn jedoch nicht überraschte. Hatte Tales vielleicht falsch verstanden, wie man das Ding benutzte? Wie dem auch sei, Tales wurde von Sekunde zu Sekunde unzufriedener. Die Flüchtlinge waren hier. Er hatte getan, worum er gebeten worden war, wobei er selbst fand, dass Sein Lohn – nämlich Bett und Brot im Voraus – viel zu wenig war, für die Strapazen, die er auf sich genommen hatte. Doch das war ihm im Augenblick so egal, wie die Flüchtlinge selbst, die nur am Jammern waren. Einige sagten gar nichts und sahen aus, wie wandelnde Tote. Andere wimmerten oder vergossen Freudentränen. Tales konnte außerdem welche erkennen, die noch ziemlich bei Kräften waren und schwache, jüngere oder ältere zur Seite drängten, um eher an der Versorgungsstelle anzukommen.
„Lächerlich…. Gäbe es Götter, würden sie das nicht verhindern wollen? Oder sind alle so schlecht, wie diese… diese Kreaturen hier?“, sagte er leise und zu sich selbst. Doch ein alter Mann antwortete ihm sogar, wobei der gar nicht so aussah, als könne er diesen Gewaltmarsch wirklich überlebt haben. Die Vorräte waren knapp gewesen und die Strapazen für so einen Alten wohl kaum zu ertragen. „Die Götter sind nicht alle gut, mein Kind, aber die, die Glauben, werden belohnt.“ Offenbar schien sich der Mann sogar sehr über seinen Ratschlag zu freuen. Tales gab jedoch mit eiskalter Stimme zurück: „Wirklich? Und womit? Mit einer Marter in einem Gefangenenlager? Dann haben die Götter wirklich einen schlechten Sinn für Humor.“
Er wandte sich von Syrus und dem Mann ab und schlenderte durch die Masse an den Rand des Pfades. Er kletterte einige Schritt nach oben und ließ sich auf einem Felsvorsprung nieder. Stumm schaute er in die Leere, nachdem er Cirian eine Weile beobachtet hatte. Die kleine Elfe, die er gerettet hatte, hatte er aus den Augen verloren. Vielleicht würde er sie irgendwann mal wieder sehen, aber im Moment, war er zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
Ein Dämon… Er war ein Dämon. Nicht dass es ihn überrascht hätte, dass man ihn so genannt hätte, aber dass er es wirklich und wahrhaftig war? Eine Vorstellung, die er bis jetzt nicht verdaut hatte. Sein Leben würde sich kaum ändern oder? Wenn er aufpasste, dass er nicht schwer verletzt werden würde, wäre doch alles in Ordnung, oder? Und warum eigentlich machte ihn das so fertig? Was sollte es ihn schon kümmern, wen er in dieser Form des Seins tötete? Unzufrieden seufzte er und lehnte sich an die steile Felswand an seinem Rücken. Konnte ein Dämon überhaupt Gnade von einem Gott erwarten? Konnte ein skrupelloser Söldner das? Es war ihm ganz und gar nicht egal, denn auch wenn er oft genug behauptete, dass es ihm nichts ausmachte zu töten, so war er sich nicht mehr sicher, ob das wirklich zu traf. Nicht dass es ihm nun wirklich um irgendwen leid tat. Er bereute auch nichts. Aber wenn er sich vorstellte, dass er die töten würde, die er eigentlich gerne zu schützen suchte, stieg ein flaues Gefühl in ihm hoch.
„Zum Teufel mit dir und deinem Gott!“, sagte er ärgerlich und etwas lauter zu niemandem bestimmten. Nur er wusste, wen er damit meinte.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Sep 06 2011, 07:00

Langsam wandte Syrus den Blick vom Himmel ab und nickte dem alten Mann zu. „Verzeiht ihm seine Ungläubigkeit, manche wollen nicht glauben oder können es selbst nicht. Möge der Segen Ebereons mit euch sein.“, der Segen ließ den Mann mit einem dankbaren lächeln davon eilen.
„Wie auch wir Menschen oder gar Zwerge, Elfen und sonstige Kreaturen auf diesem Kontinent sind auch die Götter vielfältig, selbst die hohen götter sind in ihrer kleinen Zahl schon vielfältig. Auch unter ihnen gibt es böse Götter die Lebewesen Macht, Reichtum und ewiges Leben versprechen und sogar manchmal tatsächlich schenken nur um selbst ihren grausigen Ideen in die Tat umgesetzt zu sehen.“, ihm viel auf das seine Stimme der seines alten Priesters und Mentors ähnelte. Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel, bei dem Gedanken daran.
Syrus ließ Tales ziehen. Es war klüger ihn nun doch in ruhe zu lassen, auch wenn er gern noch etwas zu dem letzten Satz gesagt hätte.
Seine Füße trugen ihn zu dem Paladin hin. „Ihr wollt also einen Tag ruhe...Wofür?“, die Macht des Paladins war groß, aber brauchte auch er einfach nur ruhe oder benötigte er Vorbereitungsszeit.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Sep 06 2011, 07:08

Einen kurzen Moment überlegte er. „Nun es dürften rund zweihundert Soldaten fähig sein ein Schwert zu führen. Die restlichen sind verkrüppelt, Tod oder Verwundet.“
Die meisten Flüchtlinge saßen nun vor der Festung und darum herum verteilt auf dem Boden. Die soldaten bauten zelte und andere notdürftige Unterkünfte auf. Es wirkte wie ein heilloses Chaos, schien aber zugleich auch ein wenig koordiniert zu sein.
„Ihr könnt das kleine Zelt dort drüben nutzen. Wir haben sonst leider keine andere Möglichkeit euch gebührend unterzubringen, verzeiht uns.“, der Soldat deutete auf ein Rundzelt das wenige schritte von der Burgmauer entfernt aufgebaut wurde. „Es ist momentan leer und bietet auch genügend Platz um euren Weggefährten eine Schlafstätte zur Verfügung zu stellen.“
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Sep 06 2011, 10:26

„Ihr werdet wissen was eure Aufgabe ist, doch ein Zug dieser Größe von Lebewesen wird auch einem Gebirge wie dem Sturmgipfel nicht verborgen bleiben. Patrouillen sind also von größter Hut, zum Schutz von außen, aber auch von innen.“ Mit einem rechten Hand auf die Brust in Herzhöhe verabschiedete sich der Paladin von den ansässigen Soldaten und Priestern.
„Syrus, ich möchte euch jetzt nicht erklären, was mein vorhaben ist, nur soweit, das ich die Lebewesen, ganz gleich ob Elf, Mensch, Zwerg und allen anderen, so schnell wie möglich in ihre Heimat bringen will.“ Cirian sah nicht danach aus, als würde er große Gespräche führen wollen, sogleich sein Gesicht auch unterhalb seines Helms verdeckt war. „Ich möchte in diesem Moment einzig genügend Energien sammeln und dieser Aufgabe gewachsen zu sein.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Paladin.
Im Zelt angelangt, wob er noch einen Letzten zauber über sich, der ihm das erkennen des Bösen auch im Schlaf ermöglichte, als das er auch sogleich erwachen würde. Dann entledigte er sich seiner Rüstung, verstaute alles ordentlich und ließ sich schnell in einen tiefen Schlaf fallen.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Sep 06 2011, 22:13

Auf seinem Fels sitzend versuchte Tales seine Umgebung so gut es ging zu ignorieren. Er hatte nicht vor den Rest dieser Brut in Sicherheit zu bringen. Nebenbei wurde ihm auch klar, dass er eigentlich nur mitgegangen war, weil er dieses Blöde Gebirge verlassen wollte. Und was war stattdessen passiert? Er war genau an dem Punkt, von dem aus er gestartet war. Was für eine Zeitverschwendung.
„Zu blöd…“ Vielleicht konnte er, wenn er dem Paladin weiter folgte irgendwann hier herauskommen, aber wirklich daran zu glauben schien er nicht. Immerhin war das nächste was passierte, dass er sich in das runde Zelt zurückzog, um dort wahrscheinlich zu schlafen. Kein Wunder, dieser Kerl hatte wohl am aller wenigsten von den drei Kriegern geschlafen oder geruht und Syrus behauptete er müsse sich nicht ausruhen. Wie auch immer. Tales war nicht gewillt noch länger zu warten. Auf der anderen Seite war auch er erschöpft und wollte noch einmal schlafen, ehe es weiter ging.
Langsam erhob er sich von seinem Vorsprung und schlitterte wieder zu den Massen herunter, die sich scheinbar immer noch zähflüssig bewegten. Er würdigte die Gefangenen keines Blickes und ließ sich nicht mehr in irgendwelche Gespräche, oder Lobeshymnen verstricken. Stattdessen ging er geradewegs auf das groß wirkende Zelt zu. Er konnte sehen, wie ein Soldat oder was auch immer er war ihm zunickte und mit der Hand auf den Eingang des Zeltes zeigte. Offenbar durfte nicht nur Cirian, sondern auch der Rest der Gruppe kostenlos ruhen. Und wieder stieg ein seltsames Gefühl in ihm auf. Hätte Cirian und Syrus sich nicht diesem Himmelfahrtskommando angenommen, wären sie sicher nicht wie Könige behandelt worden und wäre Tales nicht mit ihnen ausgerückt, würde man ihn genauso zu diesen Sklaven zählen, wie jeden anderen heruntergekommenen Söldner…
Syrus saß direkt vor dem Zelteingang, und empfing ein nichtssagendes Nicken von Teles zum Gruß. Das war nciht mal böse oder genervt gemeint, aber wirklcih freundlich wirkte es auch nicht.
Wer Gutes tut, erfährt auch Gutes… wie bitter sich dieser Gedanke sich ihm in den Kopf schlich. Was wollte er hier? Cirian war nicht der Mann, den er suchte und Syrus auch nciht. Cirian war ein Heiliger und er? Syrus war ein Untoter, aber selbst diese durchaus interessante Kreatur faselte nur vom Guten und von irgendeinem Gott. Also was wollte Tales hier eigentlich?
Gerade als er den Vorhang des Zeltes zur Seite schieben wollte, überlegte er es sich anders. Er war nicht wie diese Beiden und er würde es nie sein. Eine eiserne Hand hielt auf einmal sein Herz umklammert. Es war, als müsste er jeden Moment den Tränen freien Lauf lassen, aber… Tales war wütend über sich selbst. Er verstand nicht, was ihn eigentlich daran hinderte in dieses Zelt zu marschieren und sich den Annehmlichkeiten darin anzunehmen. Offenbar verbot er sich selbst sich mit den Beiden Gläubigen auf eine Stufe zu stellen.
Etwas dunkles machte sich Platz in seiner Brust. Verdammt noch mal, er war ein Dämon! Zur Hälfte zwar, aber unleugbar. Er riss den Vorhang des Zeltes zur Seite und erblickte den Schlafenden Cirian, ohne seine übliche Rüstung. Das erste, was ihm dazu einfiel, war: Engel. Die weißen Flügel waren aber auch imposant. Dieser Anblick verschaffte ihm nur noch mehr Zwiespalt im Herzen. Reglos stand er da und starrte auf den geflügelten Paladin.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Sep 06 2011, 22:39

Syrus nahm die ausweichende Antwort von Cirian einfach so hin. Stillschweigend setzte sich Syrus vor den Zelteingang und beobachtete das geordnete Chaos um die Festung herum. Tales hatte er irgendwann aus dem Augen verloren.
Es war ein kleines Dorf aus Zelten entstanden und überall brannten Lagerfeuer. Die wenigen Soldaten hielten am Rand Ausschau ob es irgendwelche feindlichen Aktivitäten gab, es wäre die Hölle nun hier einen Angriff abzuwehren. Die Soldaten waren müde und einige von ihnen sahen nicht besser aus als die Flüchtlinge. Selbst Cirian, Tales und Syrus selbst benötigten ein wenig Ruhe.
Auch wenn er, der Untote Diener Ebereons kein Schlaf benötigte, eine Zeit in der er nicht jeden Tag eine Schlacht erlebte war gut. Keine Toten, kein Blut und keine im Blutrausch verfallenden Wesen zu sehen tat gut.
Aus der Masse heraus stechend entdeckte Syrus irgendwann eine düstere Gestalt die direkt auf das Zelt zu hielt. Unschwer zu erkennen war es Tales der dort mit scheinbar schlechter Laune auf sie zu hielt.
Ein Nicken war alles was Syrus ihm gab, manchmal waren keine Worte besser. Als er dann doch im Zelteingang stockte musterte Syrus den Krieger. Gemächlich stand er auf und drehte sich zu Tales um. „Ist mit euch alles in Ordnung?“, seine Stimme zeigte keinerlei emotionale Regung.
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