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 Das Spitzhorngebirge

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Toddaeus
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BeitragThema: Das Spitzhorngebirge   Mi Okt 13 2010, 06:58

Schon in der Ferne türmt sich dieser gewaltige Gebirgszug im Land auf und doch lässt sich nur erahnen welche Ausmaße es wahrhaftig hat. Durch seinen Tücken wie es jedes Gebirge mit sich bringt pfeift hier ein kalter und eisiger Wind. Nur den widerständigsten Wesen ist es möglich sich hier heimisch zu fühlen. Sollten dennoch reisende diesen Landzug aufsuchen wollen, finden sie einige wenige Pfade die auf und um den Berg herumführen. Eine weitere Gefahr sind die heimlichen Bewohner der Berge: wilde Kreaturen und auch Humanoide, die sich in den Höhlen ihre Heimat suchten und unachtsame Wanderer und Abenteurer um ihr leben bringen. Doch dem allem trotzt die Sturmfestung. Stark und schützend gewährt sie jedem einen sicheren Ort und schreckt das Böse schon aus der Ferne ab. Doch dem nicht genug findet sich hier zugleich auch die Taverne Zum kalten Sturm. Jeder Mann ist sie nur mit guten Worten bekannt und eines fähigen Wanderers besonderer Anlaufpunkt, nicht zuletzt wegen der wohl hütenden Wachen, die jedem Streit direkt mit voller Kraft entgegentreten und ihn nieder schmettern um die Freude zu wahren.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Nov 14 2010, 07:05

Fortsetzung für Ion

Die Karawane blieb nur wenige Stunden in der Siedlung. Alles deutete auf einen schnellen Überfall hin. Es wurden nur wenige Leichen gefunden, zu wenige für die größe der Siedlung.
Die meisten Wächter und Reiter waren der Meinung das Sklavenhändler diesen Überfall getätigt hätten. Prant, Rash und ein paar wenige Wächter waren anderer Ansicht. Kein Sklavenhändler würde eine Siedlung angreifen nur um sich Sklaven zu beschaffen. Und es hätten sich einige Sklavenhändler zusammenschließen müssen oder aber einer hätte eine Menge Geld investieren müssen um diesen Überfall zu organisieren.
In den nächsten fünf Tagen wuchs das Gebirge immer mehr an. Die meisten waren froh endlich die Wüste verlassen zu können. Prant war der einzige der am Fuß des Gebirges einen Sehnsüchtigen Blick zurück warf.
Der Pass war ein steiniger Weg der sich in mehreren Kurven den steilen Hang nach oben zog. Erst dreihundert Meter höher verschwand der Weg zwischen zwei großen Felsen. Der Weg wurde breiter, zur rechten ging es steil Bergauf und zur linken ging es sanft nach oben.
Sechs Tage später sah man auf dem Bergkamm die berühmte Sturmfestung. Anfangs war es nur ein dunkler Schatten der aber im laufe des nächsten Tages immer weiter anwuchs und immer mehr Details offenbarte.
Der ersten fünfzehn Meter Hohen Mauer folgte eine zweite, gut zehn Meter höher. An den Ecken befanden sich breite Türme die die Mauern um zehn Meter überragten. Im Inneren der zweiten Mauer überragte ein Runder Turm die Mauer um weitere zwanzig Meter.
Das Tor war schmal, aber breit genug um einer Kutsche einzug zu gewähren. In der Toranlage waren unzählige Schießscharten von denen aus man den Zuweg unter Beschuss nehmen kann.
Der Weg zur Sturmfestung zweigte vom eigentlichen Pass ab. An der Weggabelung befand sich die berühmte Taverne Zum kalten Sturm. Eine kleine Mauer umsäumte ein kleinen Stall und ein drei stöckiges Gebäude. Oberhalb des Tores prangerte der Name der Taverne und zwei Soldaten in grauen Uniformen standen zu beiden Seiten des Tores. Jeder trug ein Schild auf dem Rücken, ein Krummschwert im Gürtel und eine Hellebarde in den Händen.
Die Karawane hielt direkt drauf zu und wurde ohne weiteres zu dem Stall durchgelassen. Vier Stalljungen kümmerten sich direkt um die Kamele und der Wirt begrüßte Tarkim mit dem nötigen Respekt, während er Rash wie ein alten Freund willkommen hieß.
Zwei Wächter wurden zur Bewachung der Ware abgestellt. Der Rest verschwand in der Taverne und machte es sich dort gemütlich.
Die unterste Etage war ein riesiger Raum in dem acht lange Tafeln standen. Zur linken war eine Theke hinter der eine Frau Krüge putzte und ein junger Mann schleppte durch die Tür hinter der Theke grade ein Fass herein. Am anderen Ende des Raumes führte eine Treppe nach oben.
Im Schankraum selbst befand sich noch eine zehnköpfige Gruppe und zwei Männer die weit ab von allen anderen saßen. Die Gruppe grüßte die Neuankömmlinge, während die anderen Gäste nur grimmig aufschauten.
Der Wirt, ein kleiner aber kräftiger Mann mit kahlem Kopf, lobte das Essen des Kochs und das Bier das er selbst braute, während die neuen Gäste platz nahm. Von jedem einzelnen nahm er die Bestellung auf und versicherte das alles so schnell wie möglich serviert werden würde.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Nov 15 2010, 05:15

Ion konnte nicht anders, als vor seinem inneren Auge eine Belagerung der Mauern durch zu spielen. Er sah einen imaginären Feind, der immer weiter vor drang und eine Schwachstelle nach der anderen für seinen Vorteil ausnutzte. Er sah große, schwarz brennende Ballistageschosse, die den massiven Fels nahezu mühelos durchbrachen. Er sah Reiter auf fliegenden Bestien, Verteidigungsgeschossen ausweichen oder einen Turm niederreißen. Aber auch der unbekannte Feind nahm große Verluste.

Ion wusste, das diese Gefühle ein Teil seiner Vergangenheit waren. Dass er früher hunderte oder gar tausende in die Schlacht geschickt hatte, ohne Rücksicht auf Verluste. Oder ihrer Leben.

Ion musste sich zusammenreißen, um nicht aus zu rasten. Um sich selbst nicht zu hassen. Oder zumindest sein früheres Ich.

Ion bestellte ein Glas Wasser und eine heiße Suppe, sowie eine kleine Schale mit frischem Obst und Nüssen und einer zusätzlichen leeren Schale, welche er nachher für die kleine Maus mit Wasser aus seinem Glas füllen würde.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Nov 15 2010, 08:56

Die Wächter tranken ordentlich aber nicht zu viel. Der Abend wurde später und einige gingen nach oben um sich hinzulegen. Tarkim war schon längst oben in seinem Privatgemach.
Im ersten Stock gab es drei große Schlafsäle in denen jeweils dreißig Leute drin schlafen konnten. Das zweite hatte viele verschiedene Räume, entweder kleinere Schlafsäle für bis zu sechs Mann oder aber nur für ein oder zwei Personen.
Die anderen Gäste hatten sich auch schon zurückgezogen, nur die beiden grimmigen Gäste saßen noch immer in ihrer Ecke und blickten regelmäßig zur Tür.
Rash und Prant saßen noch unten und Unterhielten sich leise über das Spitzhorngebirge. Rash schien schon häufiger hier gewesen zu sein und kannte somit die Gefahren und die häufigen Wetterwechsel. Prant hingegen war anscheind bisher nur in der Wüste gewesen und kannte das Gebirge überhaupt nicht.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Nov 15 2010, 09:19

Ion betrachtete die beiden seltsamen Gestalten immer wieder aus dem Augenwinkel. Entweder machte ihm die sichtliche Nervosität der beiden zu schaffen, oder aber die unruhigen Geister, die ihnen aus der Wüste gefolgt waren.
Ion wandte seinen Blick schnell ab und sah zu Prant.
"Seid ihr schon jemals aus der Wüste heraus gekommen, Meister Prant?"
Ein Geist zeichnete sich von den anderen ab. Es war ein kleines Kind, welches noch stärker den Kontakt zu Ion suchte, als die anderen. Während die anderen Geister fast schon ruhelos in der Gegend umherirrten - nicht wissend, woher diese seltsame Kraft kam, die sie rief -, zog es dieses Kind anscheinend direkt zu Ion. Ihr blauer Blick traf Ion's eiskalt.
Ein kalter Schauer ging durch seinen Rücken, als er das Gesicht seiner toten Schwester wiedererkannte. Wie in seinem Traum versuchte sie erneut zu ihm zu sprechen. Doch er konnte sie nicht hören.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 02:59

"Nein, ich hab nur die Küsten um die Hauptstadt kennengelernt.", erklärte Prant.
Wenig später musterte Prant Ion ausgiebig. "Ihr scheint irgendwas zu haben?!", fragte er.
Bevor Ion allerdings eine Antwort geben konnte sprang Rash auf. "Irgendwas passiert!", sagte er ruhig. Wenige Augenblicke später war ein unmenschlicher Schrei zu hören, laut und hell. Der Wirt zuckte zusammen und hatte wie aus dem nichts eine Armbrust in der Hand.
Prant und Rash rannten grade auf die Tür zu als ein mehrkehliges Kreischen ertönte und lautes Krachen zu hören war. Die Alarmglocke wurde wild geschlagen und man hörte schwer gerüstete Männer vor der Taverne.
Tatsächlich hatten die Soldaten in wenigen Augenblicken vor der Taverne Stellung bezogen und schossen ihre Armbrüste ab. Immer in Paaren, eine lud nach, während der andere zielte und schoss. Ein Hagel aus Bolzen jagte von der Festung in den Himmel an dem geflügelte Bestien flogen.
Es war nicht abzuschätzen wie viele es waren, dafür war der Himmel zu dunkel und die Bestien zu schnell. Ab und an sah man details, graue dicke Haut, am Oberkörper mit Fell überzogen, die Flügel sahen wie die einer Fledermaus aus und der Kopf lief spitz zu. Kleine Raubtierhafte Augen waren in einer von Knochenplatten geschützten Augenhöhle zu erkennen. Das Maul war mit vielen kleinen Reißzähnen besetzt und die gespaltene Zunge schien auch noch kleine Wiederhaken zu besitzen.
Auf dem Rücken waren Reiter zu sehen, die immer wieder große Flaschen nach unten warfen. Die Reiter selbst waren nicht zu erkennen, außer das sie klein und breit gebaut schienen und in dunkle Kleidung gehüllt waren.
Am Boden lagen mehrere größe Felsbrocken die zuvor auf die Festung geworfen wurden und einige Schäden an den Mauern angerichtet hatten. Dort wo die Flaschen aufschlugen entstand in einer Explosion ein Feuer das trotz vieler Versuche nicht zu löschen war.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 07:51

Ion wollte Prant gerade erzählen, dass ihn seltsame Gefühle plagten. Er war jedoch noch nicht bereit ihm von den Geistern zu erzählen.
Gerade öffnete er den Mund, als Prant auch schon aufsprang. Als der Lärm und das Chaos anfingen, blieb er noch einen Augenblick sitzen und suchte dann nach den beiden Fremden, die alleine gesessen hatten.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 08:06

Die beiden Fremden saßen nicht mehr an dem Tisch. Nur einer war zu sehen, der stand mit einem Langschwert und einer Axt – die Waffen waren vorher nicht zusehen gewesen – vor dem Tisch. Sein ganzes äußeres entsprach nicht mehr dem wie es vorher aussah. Seine Kleidung war nicht mehr die eines Gebirgsbewohners. Eine weite Hose, dicke lederne Beinschienen, Lederrüstung, Armschienen und alles in schwarz. Sein Gesicht hate nicht menschliches nicht mehr, sein Gesicht war grau und spitz zulaufend. Lange silber-graue Haare rahmten sein Gesicht ein. Die Augen waren Blutrot mit schwarzen Pupillen. Durch eine kleine Kopfbewegung sah man spitz zulaufende Ohren.
Mit einem grimmigen lächeln schaute er zu Ion hinüber.
Prant und Rash waren schon draußen und bekamen davon nichts mehr mit.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 08:32

Ion griff versteckt in die kleine, geheime Tasche und holte die kleine Maus heraus. Vorsichtig lies er das Tier an seinem Hosenbein runter und die Wüstenmaus sprang nahe an die Wand und dann um eine Ecke, wo sie in Sicherheit sein würde.

Ion stand behutsam auf. Er wandte dem Fremden den Rücken zu und ging mit stetigem Schritt zum Ausgang, wohin Prant und Rash hinaus gegangen waren.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 08:55

Bevor Ion die Tür erreichen konnte hörte er hinter sich ein kurzes rauschen. Ein schwarze Wolke hüllte ihn ein und vor ihm, an der Tür erschien der Dunkelelf. Mit seinem Langschwert deutete er auf Ion, während er sein Kurzschwert nach hinten ausgestreckt hielt und leicht in die Knie ging.
Von oben war plötzlich Waffengeklirr und das Brüllen verschiedener Männer zu hören.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 09:42

Ions Blick fokusierte die Spitze der Klinge. Eine dünne Eisschicht hatte sich aus unerklärbaren Gründen darauf gebildet und kalter Dampf stieg fein hinauf. Kaum sichtbar, aber dennoch war es da. Ion ging einen Schritt zurück.
"Ich werde nicht gegen euch kämpfen.", sprach er zu dem Elfen. "Lasst mich gehen!"
Ion erkannte erneut den Geist seiner Schwester, die neben dem Elfen stand und mit zwei Fingern auf die Klinge des Elfen drückte.
Sie flüsterte ihm zu, aber Ion konnte nur das Wort "Hilfe" verstehen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 09:58

"Dann stirb, Mensch.", sprach der Dunkelelf mit Verachtung. Bevor er jedoch ausholen konnte hielt er in seiner Bewegung inne. Die Augen begutachteten die Eisschicht auf seiner Klinge.
Die Blutroten Augen fixierten Ion und der Dunkelelf sprach in einer unverständlichen Sprache ein paar Wörter. Sofort tauchten einige Juwelen am Heft der Klinge und auf seiner Rüstung auf, alle leuchteten in einem hellen violett auf, doch das Eis wanderte weiter.
Dieses mal geriet die steinerne Maske ein wenig ins Wanken, leicht verwirrt schaute er noch ein mal hin.
Noch einmal sprach er ein paar Worte in der unbekannten Sprache. Die Juwelen schimmerten nun in einem schwachen blau.
Mit beiden Klingen deutete er dieses mal auf seinen Gegner. "Stirb!", zischte er und holte mit dem Langschwert aus. Bevor er jedoch etwas unternehmen konnte explodierte das Juwel an dem auf Ion zufliegende Schwert in einer hellen blauen Explosion.
Verwirrt schrie der Dunkelelf auf und man sah starke Brandwunden an der Hand. Scheinbar nur noch mit Schmerzen konnte er das Langschwert halten. Ein schrilles Pfeifen und er stürmte an Ion vorbei zu einem Fenster auf der gegenüberliegenden Seite. Aus vollem Lauf sprang er auf das Fenster zu. Kurz bevor er es durchbrach verschwand er in einer schwarzen Wolke und war weg.
Der Kampflärm oben hatte auch aufgehört. Ein paar Soldaten kamen hereingestürmt und schauten sich um. Vier von ihnen stürmten direkt nach oben um zu sehen ob dort der Ursprung des Schreies lag.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Nov 16 2010, 10:38

Ion schaute den Geist seiner Schwester an. Beide zuckten fast gleichzeitig.
Als die Soldaten kamen, fragte Ion einen von ihnen, wer oder was - falls dies relevant war - diese Angreifer waren.
Danach ging er jedoch zur Tür und sah durch die Tür hindurch nach draussen, ob er Rash und Prant entdecken konnte.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 04:58

Der gefragte Soldat schaute ihn ungläubig an und marschierte Wortlos wieder raus. Ein Soldat mit mehreren Abzeichen auf der Schulter klärte Ion auf, es seien Dunkelelfen gewesen. Laut einigen Gerüchten sollen sie sich schon seit einigen Monaten im östlichen Teil des Spitzhorngebirges aufhalten, allerdings konnte nie eine Sichtung bestättigt werden.
Von der oberen Etage wurden drei Verletzte und vier Tote nach draußen getragen. Sie gehörten nicht zu den Wächtern von Tarkims Karawane. Tarkim kam hinunter und redete auf einen Soldaten in einer unbekannten Sprache ein.
Draußen waren die geflügelten Bestien mit ihren Reitern schon verschwunden und die Soldaten begannen mit der Versorgung der Verwundeten und den Aufräumarbeiten.
Rash versorgte ein paar Verletzte während Prant richtung Osten hinter dem letzten Angreifer hinterher schaute.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 05:14

Ion half, so wie Rash, bei der Wundversorgung der Verletzten. Die Begegnung mit dem Dunkelelfen hallte noch immer in seinen Gedanken nach. Wieso hatte dieser ihn nicht getötet, oder was war geschehen? Ion legte einen Verband eng an um die Blutungen zu stillen.
"Rash, könnt ihr mir etwas über die Sturmfeste erzählen?"
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 05:34

Rash sah auf und schaute sich um. Die meisten Verletzten waren im inneren der Sturmfestung, dort würden sich weitere und bessere Heiler um die Wunden kümmern.
"Ja kann ich.", antwortete Rash und schaute zur Festung. "Vor gut siebenhundert Jahren war dies hier nur eine alte Ruine mit einem Handelsposten in der nähe. Das Gebirge war damals noch sich selbst überlassen, so griffen immer wieder die Kannibalenstämme im Westen, die Goblins und andere Kreaturen des Gebirges an. Jedes mal brannte der Handelsposten nieder oder wurde auf eine andere Art und Weise vernichtet. Jedes mal kam ein neuer Händler und baute sie wieder auf, aber jedes mal hielt sich dieser Händler maximal drei Jahre bevor er Aufgab und sein ruiniertes Haus verließ.", erklärte Rash. "Etwa vor sechshundertzehn Jahren baute ein Händler die ersten Mauern und legte so den Grundstein für die Festung. Immer weiter baute sich die Festung aus und die Angreifer wurden zum ersten mal vernichtend geschlagen. Viele Söldner wurden von der Festung angezogen und schon bald war hier eine wehrhafte Armee die jeden Reisenden schützte. Den beiden angrenzenden Reichen gefiel die Idee eines Söldnerheeres natürlich nicht, so entsandten beide immer wieder Truppen um die Festung zu erobern und sich so im Gebirge einen rechtmäßigen Anspruch zu sichern. Immer wieder wurden sie geschlagen." Rash deutete auf die Taverne und bestellte sich drin ein Bier, nach einen tiefen Schluck fuhr er fort. "Vor vierhundert Jahren schaffte es Arakesh die Festung durch einen Trick zu erobern. Sie gaben sich als Händler aus und wurden von bezahlten Goblins angegriffen. Der damalige Burgherr bot schutz an und man vergönnte es ihm mit seinem Tode. Seit dem befindet sich die Festung in der Hand von Arakesh. Offiziell hat das Imperium die anektierung des Gebirges anerkannt, aber es gab immer wieder kleine Scharmützel. Der Frieden wird offiziell von beiden Seiten gewahrt, aber der Streit um das Gebirge ist noch immer in vollem gange. Und vor dreihundert Jahren hat sich die Familie von unseren Wirt hier niedergelassen und hat im Schutz der Festung diese Taverne aufgebaut. Ihr verzeiht wenn ich euch nur die Kurzfassung gegeben hab, ich denke der richtige Geschichtsunterricht muss warten."
Nach seinem letzten Schluck Bier verabschiedete sich Rash und verschwand nach oben, ohne Probleme war er schnell am Schlafen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 05:57

Ion bedankte sich bei Rash und ging erneut raus aus der Taverne. Er sah zur großen Feste und stellte sich in seinem Geiste die Geschichte dieses Ortes vor. Es war ein schrecklicher Ort, denn immer mehr Geister zeigten sich ihm. Nicht nur die Geister derer, die diese Heimat bewachen sollten, sondern auch ihrer Angreifer.
"Ihr seid sauer.", flüsterte Ion leise. "Aber wieso seid ihr sauer?"
Er drehte sich um und wollte gerade zurück zur Taverne, als die kleine Maus ihm entgegen gelaufen kam. Er schnappte sie sich vorsichtig und steckte sie wieder in seine Tasche.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 06:19

Eine Gestalt stand auf einem großen Fels etwa zweihundert Meter entfernt und beobachtete das Treiben. Von seiner rechten Hand tropfte dunkles Blut auf den Stein. Zischend brannte sich das Blut in den Fels hinein.
In einer unbekannten Sprache rezitierte er eine Formel und Streckte dann die verletzte Hand nach vorne. Unter Schmerzen streckte er den Zeigefinger und Mittelfinger nach vorne. Einige Augenblicke später schoss eine dunkle Fingerdicke und gut eine Elle lange Masse auf seinen Peiniger – Ion – zu.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 06:48

Ion hörte ein leises Surren in der Luft und kurz darauf ein lautes Klirren, wie Eis das zerschlagen wurde. Kristalle und Splitter aus Eis flogen an ihm vorbei und ein kalter Schauer lief ihm den Rücken entlang. Er drehte sich zur Seite und sah einen Schild aus Eis aus seiner Schulter heraus gewachsen.
Er hörte die Stimme seine Schwester:"Ich werde nicht zulassen, dass dir jemand Leid zufügt, kleiner Bruder! Ich werde dich beschützen."
Ion entdeckte etwas dunkles in diesem Schild. Es sah aus wie ein Pfeil oder eine dicke, lange Nadel. Er suchte in der Entfernung nach einem Angreifer. Caren - Ion's Schwester - beugte sich über seine linke Schulter und deutete mit ihrer durchsichtigen Hand auf den verletzten Angreifer auf einem Stein.
"Soll ich zurück schießen?", fragte sie.
"Aber töte ihn nicht", sagte Ion.
Er spürte einen kalten Schauer auf seiner linken Handfläche und als er sie anhob um seine Handfläche anzuschauen, entdeckte er, wie sich kleine Eiskristalle in seiner Hand zu einem kleinen Ball aus Eis zusammen setzten.
"Wirf!"
Ion warf die Eiskugel, versuchte jedoch nicht den Angreifer zu treffen, sondern er ahnte, dass es ausreichen würde nur den Boden um ihn herum zu treffen, um ihn vorerst ausser Gefecht zu setzen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 06:57

Erstaunt weiteten sich seine Augen. Das war nichts was ihm jemals passiert war. "Du wirst für meine Schmach büßen, Hexer.", brüllte der Dunkelelf als der Eiskristall auf ihn zuflog.
Bevor dieser jedoch den Boden berühren konnte löste sich der Dunkelelf in der schwarzen Wolke auf und verschwand richtung Osten.
Der Kristall überzog nur noch einen leeren Felsen mit Eis.
Ein paar schwer bewaffnete Soldaten stürmten über einen kaum erkennbaren Pfad richtung Osten.
Einer der Soldaten trat an Ion heran. "Seid ihr Verletzt Meister Magier?", fragte dieser respektvoll.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 07:49

"Nur mein Ego", sagte Ion geniert. "Ich bin kein Magier. Und auch kein Meister irgendeines Faches. Also bitte hebt mich nicht über euch, meine Freunde."
Das Eis auf seiner Schulter war zu nichts verschwunden. Er spürte jedoch noch die Präsenz seiner Schwester die zu seiner linken stand. Caren. Ion erinnerte sich wieder an ihren Namen. Sie roch immer nach Blumen. Sie war ein glückliches Kind gewesen.
"Wisst ihr woher die anderen Angreifer gekommen waren, oder wohin die geflügelten Angreifer geflohen sind?"
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 08:24

Verwirrt schaute der Soldat auf, wollte auch etwas erwidern, ließ es dann aber bleiben. "Den Gerüchten einiger Bergbewohner ziehen Dunkelelfen des Nachts durch die Täler, wenn man dem glauben schenkt, dann sind es Dunkelelfen gewesen. Angeblich sollen sie aus dem östlichen Bereich kommen. Im Westen des Gebirges sind keine Gerüchte dieser Art zu hören.", erklärte der Soldat.
Unterdessen waren alle Verletzten in der Festung und es waren Scheiterhaufen für die Leichen aufgebaut worden. Im laufe des nächsten Vormittages würde man sie verbrennen, so wie es hier oben Brauch war.
Prant war unterdessen an Ion vorbeigelaufen. Einige Kristalle und andere Schmuckgegenstände waren schwach am leuchten. Einige Symbole erkannte man als Schutzzauber wieder, andere waren den meisten völlig fremd. Mit einem Nicken grüßte er Ion und verschwand auch in der Taverne.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 09:04

Ion grüßte Prant zurück.
Während die Toten auf einen Haufen gestapelt wurden, erblickte Ion ihre Geister. Er erkannte zwar nur einige von ihnen wieder, aber an der Art, wie die Toten um den Haufen standen, machte ihm klar, dass sie noch nicht los lassen wollten. Ion bat die Soldaten mit der Verbrennung zu warten, damit er mit den Toten reden konnte.
Ion hatte zwar Mühe damit, die Geister davon zu überzeugen los zu lassen und in die nächste Ebene über zu gehen, doch einem nach dem anderen half er nach einander. Spätestens jetzt würde sich das Gerücht über Ions Fähigkeit verbreitet haben und es würde wohl niemanden mehr geben, der nicht davon wüsste.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 09:13

Einige Soldaten waren irritiert und zögerten bis das ein Offizier ihnen befohl seinen Anweisungen folge zu leisten. Es gab auch schon mehrere die Schutzzeichen vor ihrer Brust schlugen, andere tuschelten oder verschwand schnellstens, wiederrum andere blieben einfach da stehen und warteten.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Nov 17 2010, 09:57

Irgendwann war auch der letzte Geist der gestorbenen Verteidiger aufgestiegen. Trotzdem sah Ion noch sehr viele Geister. Ruhelose Geister. "Ich bin fertig. Ihr könnt ihre irdischen Hüllen jetzt verbrennen.", sagte Ion zu dem Offizier und ging zurück ins Gasthaus. Er suchte sich einen ruhigen, aber nicht verlassenen Raum.
"Wieso ich?", fragte er leise.
"Weil du die andere Seite gesehen hast."
"Die andere Seite? Du meinst...?"
"Du bist mit dieser Gabe geboren, du hast es nur wieder vergessen", Caren kicherte.
Ion sah auf seine Hand.
"War das auch ein Teil meiner Gabe?"
"Du bist nur das Medium, ich bin das Element."
Ion nickte und stand auf.
"Jasper?", sagte Caren leise. "Danke."
"Hm?"
"Was du für die Toten getan hast. Sie hätten sonst diesen Ort in alle Ewigkeit heim gesucht."

Ion ging nach oben und nahm ein ausgiebiges Bad in einer Wanne. Danach legte er sich ins Bett und versuchte ein zu schlafen, was schwieriger war als man dachte, wenn man die Stimmen der Geister hören kann.
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