Come, you children, listen to me, I will teach you the fear of the lords
 
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 Imperia

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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 08:25

Trotz des unverschämten Kerls, der sich einfach so ihr gegenüber an den Tisch setzte, verlor sie nicht einen Blick an Kylar, der sie ohnehin, wie er schon unten meinte, das nächste Mal einfach sterben lassen wollte.
Auch dem Kerl schenkte sie keine Beachtung, außer einen wirklich scharfen Blick, der ihn eigentlich hätte töten sollen.
"Na was haben wir denn da für ein hübsches Täubchen?"
Jelais reagierte erst gar nicht darauf, sondern sah zu der Magd auf, die ihr eben das Essen auf tischte.
Es sah nicht gerade einladend aus, doch es roch gar nicht mal so übel.
"Bringt mir noch einen Wein,"
forderte sie ein wenig streng.
Dann warf sie einen Blick auf den Kerl.
"Ich kann mich nicht erinnern euch an meinen Tisch gebeten zu haben und ... Täubchen ... fliegen draußen. Hier drin sehe ich nur einen aufgeblasenen Hahn, der versucht die Aufmerksamkeit eines Pfaus zu erhaschen, da er offensichtlich den Unterschied zwischen diesen Tieren nicht kennt oder eben ein Augenproblem zu haben scheint."
Dem Kerl verging das Grinsen direkt.
Mit einer solchen Antwort schien er nicht zurecht zu kommen.
"Soll das heißen ich sei eines Weibes wie euch nicht würdig?"
fragte er aufgebracht.
"Ah .. begriffsstutzig seid ihr also nicht. Also macht das ihr verschwindet und behelligt eines der Frauen die sich bereitwillig gegen Geld einem Kerl wie euch hin geben."
Na an diesem Kerl hatte sie weniger Interesse als an einem Staubfussel unter ihrem Bett.
Der Kerl packte ihr Handgelenk so heftig, dass Jelais auf schrie und riss sie um den Tisch herum zu sich heran.
"DIR WERD ICH ZEIGEN WAS EIN ECHTER KERL IS,"
schnauzte er sie an un versuchte ihr einen Kuss auf zu zwingen, wobei seine Bartstoppeln widerlich auf der zarten Haut kratzten.
Jelais wand sich in den Armen des Bastards und versuchte sich von ihm fort zu schieben, was jedoch recht erfolglos war.
Noch immer wollte sie Kylar nicht zur Hilfe rufen.


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Kylar

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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 08:56

Kylar beobachtete, was geschah und hörte, wie Jelaise mit dem Mann sprach. Das Grinsen auf seinem Gesicht verbreiterte sich, denn es erfreute ihn, mit welch scharfen Worten und spitzer Zunge sie dem Kerl entgegen trat. Jedoch beängstigte es ihn auch ein bisschen, da sie sich sicherlich wirklichen Ärger einhandeln konnte. Dennoch beobachtete er erst einmal.
Erst als dieser unverschämte Kerl sie am Handgelenk packte spannte er sich. Seine Muskeln waren sogar fast bis zum zerreißen gespannt. Die Schwerthand lag am griff des Schwertes und die Runen auf seinem Körper, als auch seine Augen glimmten leicht. Er war bereit zum Sprung, wie ein Raubtier, das sich jeden Moment auf seine Beute stürzen würde. Alles um ihn war vergessen nur der Kerl, der Jelaise zu sich herum riss und Jelaise selbst waren real. Als er ihr einen ekelhaft anmutenden Kuss aufzwängte war es vorbei. Länger wollte und konnte er nicht warten. Er machte einen Satz auf den Betrunkenen zu und schlug ihm so heftig ins Gesicht, dass er aus Reflex seine Hände von Jelaise nahm und sich die Nase hielt. Er landete rücklings auf dem Boden und schaute zu dem Mann auf, der ihm das angetan hatte. Blutend blaffte er: „Bist du wahnsinnig! Alter, ich werde dir zeigen…“
Weiter kam er nicht, denn Kylar rammte ihm mit einer sehr eleganten Bewegung das Schwert direkt neben seinen Hals. Mit großen Augen starrte er zu dem Magier auf, dessen Augen kalt und doch voller Zorn auf ihn herab sahen.
„Was?“, sagte er so kalt, dass die Luft um ihn zu gefrieren schien. „Was willst du mir zeigen?“
Der Betrunkene blinzelte zwei Mal und dann hob er sein Bein um Kylar dort zu treffen, wo es wirklich weh tat. Aber Kylar wich geschickt aus, was dem Betrunkenen jedoch die Möglichkeit gab aufzustehen. Er war offensichtlich nicht nur ein dahergelaufener Idiot. Der Mann riss Kylars Schwert aus dem Boden und richtete es gegen ihn, worauf hin Kylar die Hände hob und ihm die bloßen Handflächen entgegenstreckte. Ein Zeichen des Waffenstillstandes. Der Mann lachte und schien gar nicht mehr so betrunken zu sein, wie es den Anschein gehabt hatte.
„Wir regeln das jetzt wie Männer, klar?“, er warf das Schwert beiseite, achtete jedoch darauf niemanden dabei zu verletzen. Kylar lächelte leise und nickte. Ein Faustkampf? Warum nicht? Er war ohnehin ziemlich sauer. Mit seiner Magie schob er Jelaise ein wenig zurück. Es war jedoch nur ein kleines Stupsen.
Der Kampf an sich dauerte keine dreißig Sekunden. Der Mann lag blutend am Boden und stöhnte. Dabei hatte Kylar sich kaum angestrengt. Er hob sein Schwert auf schob es zurück in die Scheide. Er hatte sich nun ein Wenig abreagiert und fühlte sich gleich besser. Er hatte dem Mann mehr Schaden zugefügt, als es notwendig gewesen wäre, aber was legte sich dieser Rüpel auch mit ihm an?
Den Stich im Oberarm nahm er zunächst kaum war. Es fühlte sich an, wie ein Schlag, aber dann spürte er, wie sein Arm warm wurde und kam zu dem Schluss, dass irgendetwas nicht stimmte. Er drehte sich zu dem Mann, der ihn bitterböse angrinste. Die fehlenden Zähne verstärkten das irgendwie. Dann betrachtete er den Dolch, der in seinem linken Oberarm steckte. Es war irgendwie alles nicht so richtig real, aber bitterböser Zorn wallte in ihm auf. Seine eisblauen Augen funkelten wie Sterne und seine Stimme erhob sich wie ein namenloses grauen über den Raum, sodass einige sogar unter den Tischen Schutz suchten. Eine Welle gleißenden blauen Lichts schwoll im Raum an und blendete alle, die die Augen offen hatten. Dann war er binnen eines Moments bei dem Mistkerl und trat mit seinem Stiefel auf dessen Kehle, nur einen Augenblick länger und er hätte ihn umgebracht stattdessen packte er ihn am Kragen und beförderte ihn mit einer Druckwelle, die ihm sicher den Brustkorb beschädigte durch die Tür nach draußen. Nun, er katapultierte ihn durch die geschlossene Tür nach draußen. Dann verschwand das Licht. Ohne ein weiteres Wort, ging er zur Bar und leerte die Karaffe mit einem Zug. Er bestellte sich dieses Mal starken Schnaps und eine Schale mit warmen Wasser und Verbandsmaterial, was ihm auch sogleich gebracht wurde.
Den Schnaps ließ er zurück gehen und verlangte erneut Schnaps. Dieses Mal sagte er jedoch dazu, dass er eine Flasche haben wollte.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 09:19

Voller Ekel hatte sie sich versucht zu wehren, doch schließlich spürte sie die ekelerregende Lippen auf ihren zarten Lippen.
Im nächsten Moment stolperte sie zurück, fing sich jedoch eben noch so auf.
Dankbarer als in diesem Moment hätte wirklich keine Frau der Welt sein können.
Ihr Held hatte sie gerettet ... kämpfte für sie.
Für einen Moment war Kylar der Ritter in der strahlenden Rüstung, doch schon im nächsten Moment, verschwamm das Bild und sie sah den Mann, der beauftragt war sie zu schützen.
Noch einmal flammte das Herz auf, als sie die strahlend blauen Augen und diese wundervollen Runen leuchteten.
Nein ... er wurde dafür bezahlt, auf sie auf zu passen und würde er das Geld nicht bekommen, oder ein so guter Freund ihres Vaters sein, würde er sie einfach sich selbst überlassen.
In diesem Moment gewann die Traurigkeit, welche sich direkt wieder in Wut wandelte.
Schon die nächste Handlung ließ sie wieder die Hände erschrocken vor den Mund schlagen.
Natürlich hatte sie den Dolch gesehen und erschrocken aufgeschrien, jedoch viel zu leise.
Sie ahnte bereits, was als nächstes geschehen würde und schloss unweigerlich die Augen, noch ehe der Zauber sie blenden konnte.
Ein Stich jagte ihr durchs Herz, bei dem Gedanken an den Dolch in Kylars Arm.
Das ganze Hemd färbte sich bereits dunkel vom Blut.
Nachdem alles vorbei war, setzte er sich an die Theke und bestellte sich Schnaps, Verband und dann eine ganze Flasche Schnaps.
Ein widerliches Zeug.
Warum trank er es?
Sie kannte seine Emotionen nicht, wusste nicht, wie es in ihm aus sah, dafür jedoch um so besser, wie es in ihr aus sah.
Noch ehe irgendwer sie aufhalten konnte, rannte sie die Treppen hinauf, lief einfach in eines der Zimmer, die sie bekommen hatten und donnerte die Tür hinter sich zu.
So lehnte sie nun schnell atmend mit dem Rücken vor der geschlossenen Tür, die Augen geweitet.
Einen Moment später brach sie in Tränen aus.
Die kurze, wenn auch wundervolle Illusion war geplatzt wie eine Seifenblase.
Kylar trank da unten, hatte seine Aufgabe einmal mehr erfüllt und war sich nun sicher, dass ihr nichts weiter geschehen würde, da sie nun schmollend in ihrem Zimmer war.
Er würde nie erfahren, wie sie wirklich empfand und warum sie immer so unglaublich gemein zu ihm war.
Schluchzend schmiss sie sich auf das Bett.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 09:39

Er bekam die Flasche und bezahlte. Er bezahlte alles, auch das Essen von Jelaise. Sie rannte die Treppe hinauf. An ihm vorbei. Er nahm dies zur Kenntnis und entschuldigte sich abermals für die Zwischenfälle, die Geschehen waren. Der Wirt schaute ihn an und nickte ein wenig schockiert, aber sagte nichts weiter dazu. Vielleicht geschahen öfter mal Prügeleien in dieser Bar. Oder er hatte zu viel Angst vor dem Magier, der weit gefährlicher zu sein schien, als er den Anschein erweckt hatte.
Kylar nahm die Flasche, die Schüssel und das Verbandszeug. Der linke Arm, wurde langsam taub und er wusste, dass er schleunigst was tun musste, auch wenn er nicht soo viel Blut verlor, da die Klinge noch immer im Arm steckte. Er wies das Mädchen, was ihnen schon so viel geholfen hatte, Jelaises Essen zu tragen und ging zusammen mit ihr nach oben. Er lauschte am ersten Zimmer und klopfte höflich. Nichts. Am zweiten Zimmer brauchte er nicht mal klopfen, denn er hörte Jelaise. Sie schluchzte und das versetzte ihm einen weit größeren Stich, als das Messer. Er hatte es schon damals nicht ertragen, wenn seine kleine Prinzessin geweint hatte. Wieder klopfte er höflich an der Tür und die Magd trat nervös von einem auf den anderen Fuß.
„Jelaise?“, er klang so sanft, als könne er keiner Fliege was zuleide tun. „Jelaise, ich komm jetzt rein, ok?“ Er wartete jedoch nicht auf Antwort und betrat das Zimmer. „Stellt es da drüben hin.“, sagte er zu dem Mädchen, dass das Essen auf dem Nachttisch abstellte und dann schnell das Zimmer verließ. Kylar sah sanft zu ihr herüber. Er brauchte nichts zu sagen, denn sie beide wussten genau, was gerade eben geschehen war.
„Ich brauche deine Hilfe, Jelaise.“ Er sah dass sie geweint hatte, hatte gehört, wie sie geschluchzt hatte. Verlor kein Wort darüber. Stattdessen stellte er die Schüssel warmen Wassers neben ihr Bett. Das Verbandszeug legte er auf das Bett und dann tränkte er ein Tuch mit dem Hochprozentigen Schnaps. Er hatte nie vorgehabt das Zeug zu trinken. Schließlich konnte er schlecht auf jemanden aufpassen, wenn er betrunken war, nicht?
„Du musst das Tuch auf die Wunde pressen, wen ich das Messer heraus ziehe.“, er sprach weiter in diesem sanften Ton, als würde es ihm nichts ausmachen, dass ein Messer in seinem Arm steckte. „Kannst du das?“ Es war das erste Mal, dass er verwundet war. Und das nur, weil er unachtsam gewesen war. Dann drückte er ihr das Tuch in die Hand und nahm einen kräftigen Schluck Feuerwasser. Und dann zog er mit einem Ruck und ohne darauf zu achten, ob Jelaise bereit war die Klinge aus seinem Fleisch. Er hoffte, sie würde nicht in Ohnmacht fallen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 09:55

Sacht klopfte es und Kylars Stimme ertönte.
Sofort setzte sie sich aufrecht hin, wischte sich schleunigst die Tränen aus dem Gesicht.
Als Kylar ein trat, steckte der Dolch noch immer in seinem Arm.
Seine Stimme ... so sanft ... so ...
Am liebsten wäre sie aufgestanden und ihm in die Arme gefallen, doch das verkniff sie sich.
Noch nie hatte er sie um Hilfe gebeten ... und sie würde sie ihm auch nicht verweigern.
Die Magd stellte das Essen und das Wasser auf ein kleines Tischchen, welches in einer Ecke stand.
Das Zimmer war sehr spärlich eingerichtet und sehr klein.
Überraschender Weise machte es Jelais nichts aus.
Im Gegenteil.
Es war gemütlich, auch wenn vieles fehlte, wie eine Kommode und ein Spiegel.
Eine kleine Schatzkiste für den Schmuck und ein großer Schrank für die Kleider.
Alles in allem gefiel es ihr so schlicht und einfach, doch anmerken lassen wollte sie es sich so gar nicht.
Fest presste sie das Tuch auf Kylars Arm, um direkt die Blutung zu stoppen, sollte es nun anfangen.
Das Metal des Dolches blitzte auf, ließ den Lebenssaft an seiner Klinge herunter fahren.
Augenblicklich griff Jelais nach dem Verbandszeug.
Sicher war sie nicht geübt in solchen Sachen, doch hatte sie schon oft Bücher gelesen und dem Hofarzt heimlich über die Schulter geschaut.
Sofort machte sie sch daran den Arm zu verbinden, sagte dabei jedoch kein Wort.
Sie brachte es nicht fertig zu reden, denn jedes Wort hätte ihre Gefühle und ihre verweinte Stimme hören lassen.
Es machte ihr nichts aus eine Maus auf die Hand zu nehmen, oder gar eine Kröte.
Auch Blut machte ihr nichts aus, doch ließ sie es ja niemanden wissen.
Gut... Das mit dem Blut war ja nun raus, aber alles andere würde einer Prinzessin gleich bleiben.. zumindest wenn jemand dabei war.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 10:08

Kylar spürte den brennenden Schmerz in seinem Arm, als sie das mit Alkohol getränkte Tuch, auf die Wunde presste. Sie machte ihre Sache überraschend gut und Kylar verkniff sich auch nur einen Laut von sich zu geben. Er hatte fast vergessen, wie Alkohol in offenen Wunden brannte und knirschte mit den Zähnen. Eigentlich hatte er vorgehabt, die Wunde auszuwaschen, aber Jelaise tat wohl gut daran es einfach zu verbinden, da es sicher stark geblutet hätte. Der Verband war fest und gut. Er würde halten. Trotzdem hämmerte der Alkohol af der Wunde und bereitete Schmerzen, die nicht gerade gering waren. Er atmete endlich wieder aus, ohne bemerkt zu haben, dass er die Luft angehalten hatte. Der Dolch glitt aus seiner Hand, die sich mit einem Mal schwach und unbedeutend anfühlte.
„Das… Das hast du gut gemacht, Jelaise.“ Eigentlich nannte er sie selten nur bei ihrem Vornamen, aber heute war es schon das zweite Mal. Er stand auf und nahm die Schüssel und den Schnaps. Mit dem linken Arm trug er das übrig gebliebene Verbandszeug. Kylar fühlte sich elend, aber er ließ sich nichts anmerken. Er grinste ein bisschen eingebildet und ironisch und sagte nun, mit weit aufgeblasenerer Stimme: „Aber ihr hättet mich einfach um Hilfe bitten können, bevor euch dieses Ekel abgeschleckt hatte.“
Dann öffnete er die Tür und verschwand. Ließ sie in ihrem Zimmer alleine und lehnte sich neben der Tür außen an die Wand. Er seufzte und verzog das Gesicht. Dann ließ er sich dort zu Boden sinken und sah auf den Boden. Heute Nacht, sollte sie niemand mehr belästigen. Weder er, noch irgendein Fremder. Dafür würde er sorgen.
Er erinnerte sich an seinen Stab, seufzte abermals und schlenderte in Richtung Keller um ihn zu holen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 10:33

Er hatte die Luft an gehalten und sie zwei mal NUR bei ihrem Vornamen genannt.
Sonst tat er das nie.
Er musste unglaubliche Schmerzen haben und sie war schuld daran.
Gerade hatte sie deshalb noch geschluckt, nie ein solches Lob von ihm erwartet, als er auch schon das hämische Grinsen auf legte und ihr erneut einen blöden Spruch an den Kopf depperte.
Im Moment war sie perplex, doch kaum war die Tür zu, flog auch schon die Vase an die selbe.
Natürlich tat es ihr im selben Moment auch schon wieder leid.
Sofort machte sie sich daran, die Scherben wieder auf zu sammeln, etwas was sie sonst nie selbst getan, sondern den Bediensteten überlassen hätte.
Fein säuberlich legte sie die Scherben zusammen, direkt in eine Ecke des Zimmers, als sei es zusammen gekehrt worden und vergessen fort zu räumen.
Schritte, die sich entfernten waren zu hören.
Scheinbar ging Kylar noch einmal hinunter.
Sollte er nur.
Sicher hatte er unten noch etwas vergessen.
Vorsichtig lugte sie hinaus auf den Gang.
Die Magd war noch einmal herauf gekommen.
"Kommt kurz her. Ich habe etwas für euch,"
bat sie die Magd, welche recht verdutzt wirkte, doch der Aufforderung nach kam.
Schnell wurde die Tür geschlossen und in dem großen Beutel gewühlt, den Kylar zuvor getragen hatte.
Jelais zog ein rotes Kleid heraus, welches wundervoll an zu sehen war.
Ein Kleid, welches sich eine Magd in ihren kühnsten Träumen nicht zu leisten vermochte.
Dazu passend, nahm sie auch ein paar Schuhe und ein Geschmeide heraus und gab es der Magd.
"Es sollte euch passen. Gebt acht auf das Kleid. Vielleicht beschert es euch eines Tages einen wundervollen Moment oder gar ein ganz anderes Leben."
Lächelnd reichte sie dem Mädchen die Sachen, welche durchaus teuer waren und die sie erst gar nicht an nehmen wollte, doch bestand Jelais darauf, als Dank für ihre Hilfe und schickte sie schnell wieder hinaus.
Kylar sollte davon nichts merken.
Noch ehe das Mädchen gänzlich verschwunden war, gab sie ihr den Auftrag Kylar noch etwas besonders gutes zu essen zu bringen und das ihre wieder ab zu holen, wenn sie das Kleid weg gebracht hätte.
Alles wurde freudig lächelnd bejaht, ehe sich das Mädchen auf den Weg machte, alles zu erfüllen.
Jelais hingegen schloss die Tür wieder, setzte sich ans Fenster und sah hinaus.
Es wurde langsam dunkel und der Mond kündigte sich an, über der Stadt in der Nacht zu scheinen.



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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 10:51

Kylar fand seinen Stab genau da, wo er ihn zurückgelassen hatte. Er nahm ihn an sich und betrachtete das Chaos, dass er hinterlassen hatte. Er seufzte und rechnete im Kopf durch, wie viel er dem Wirt bezahlt hatte und ob das auch wirklich reichen würde, alles zu reparieren. Mühsam quälten sich seine Gedanken durch sein Hirn. Es hatte keinen Sinn. Er würde keinen klaren Gedanken fassen können. Er zog wieder ein langes Gesicht und quälte sich die Treppe wieder empor. Er fühlte sich schwach und schlecht war ihm auch. Vielleicht sollte er sich hinlegen und sich ausruhen?
Das Mädchen von vorhin huschte an ihm vorbei und blieb überrascht stehen, um dann zu ihm zu laufen. Sie erkundigte sich, ob es ihm gut ginge und bereute ihre Frage, wie gut konnte es einem Schon gehen, wenn man ein Messer im Arm gehabt hatte. Doch Kylar lächelte mühsam und sagte ihr, dass es ihm gut ginge. Dann fragte das Mädchen, was er essen wolle, doch wenn Kylar nur an Essen dachte wurde ihm schon schlecht. Er lehnte alles höflich ab und selbst als die Magd zugab, dass sie auf Wunsch seiner Herrin handelte, lehnte er abermals ab. Er würde zum Frühstück essen. Jetzt wollte er nichts weiter als seine Ruhe. Im Nachhinein fiel Kylar sogar auf, dass die junge Frau eines von Jelais Kleidern in der Hand hatte. Er war sich sicher, dass es eines von ihr war, aber er beschloss nicht nachzufragen.
Schließlich setzte er sich wieder vor die Tür von Jelais. Er hatte beschlossen Wache zu halten. Zumindest wollte er nichts riskieren. Niemand würde so dumm sein sich mit einem Mann anzulegen, der einen Stab in der Hand hatte und offenkundig als Wachposten dort saß. Oder doch? Kylar dachte nicht weiter darüber nach. Und noch ehe noch irgendwas geschehen konnte schlief er einfach ein. Sein linker Arm lag schlaff neben ihm und sein rechter war um den Stab geschlungen, der an der Wand lehnte und halb in den Flur ragte. Der Kopf war ihm auf die Brust gesunken und die Kaputze verdeckte sein Gesicht. Es sah so aus, als würde er schlafen, man hätte aber auch denken können, dass da nur jemand saß und nachdachte.
Bevor er jedoch richtig Schlief hatte er seine Magie ausgestreckt, die ihn warnen würde, sollte jemand die Treppe hinauf kommen und sich an ihm vorbei schleichen wollen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 11:03

Jelais konnte hören, wie sich jemand mühsam die Treppen hinauf schleppte.
Das konnte nur Kylar sein.
Jemand rutschte neben der Tür die Wand herunter.
Jelais hatte gute Ohren und ahnte wohl, dass Kylar, verletzt wie er war, sich einfach vor ihrer Tür breit machte um dort Wache zu halten.
Dieser unvernünftige Kerl.
Er sollte sich lieber hin legen und schlafen anstatt hier den starken Mann zu markieren.
Auch wenn er es ihrem Vater zu liebe tat, sollte er sich lieber aus ruhen.
Nun wie auch immer, sie würde dazu nichts mehr sagen.
Statt dessen saß sie am Fenster und begann leise zu singen, mit einer Stimme, welche einem Engel hätte gehören können.
Allmählich wurde auch sie müde.
Noch immer leise singend, ging sie nun zu ihrem Bett, ließ jedoch das Fenster offen, um die frische Nachtluft zu genießen.
Eine der Decken nahm sie, öffnete die Tür so leise es ging, und legte Kylar die Decke um, in der Hoffnung, er würde nicht aufwachen.
Anschließend verschwand sie, noch immer leise singend, wieder in dem Zimmer legte sich ebenfalls hin und schlief alsbald ein.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 11:18

Kylar bekam nichts mit. Zu erschöpft war er gewesen und seine Magie beschränkte sich ja auch nur auf die Treppe. Die Decke um ihn herum wärmte seinen kühlen Körper. Und wiegte ihn noch tiefer in den Schlaf. Die Nacht würd er sicher durchschlafen, denn sein Schlaf war traumlos und ruhig. Er konnte nichts wahrnehmen, weder durch den Schleier des Schlafs noch durch die Magie, da nichts passierte. Zwar würde er sicher am nächsten Tag aufwachen und furchtbar verspannt sein, aber das war egal…
Der nächste Tag brach ohne Zwischenfälle an und Kylar wachte auf, als jemand die Treppe hinauf kam. Der Flur wurde bereits von der Morgensonne beleuchtet und Kylar hob rasch den Blick, wobei ihn ein furchtbares Ziehen in seinem Hals heimsuchte. Geistesabwesend, massierte er sich den Nacken um die Verspannung zu lösen und beobachtete die junge Frau, die eine andere war als am Tag zuvor. Sie wollte gerade das Zimmer seines Fräuleins betreten, als er ihr seinen Stab einem Riegel gleich vor schob.
„Was wollt ihr?“, fragte er ohne aufzuschauen. „Wer seid ihr?“
Das Mädchen wich einen Schritt zurück und sah leicht verzweifelt aus dann stammelte sie, dass sie für Moira, die den Tag zuvor dagewesen war, eingesprungen war. Sie war heute nicht zur Arbeit erschienen. Auf seine Frage, warum sie nicht erschienen war, wusste die Dame mit dem Namen Sina keine Antwort. Kylar war nicht sehr zufrieden damit und verwehrte ihr den Eintritt in Jelais‘ Zimmer. Er jedoch bestellte Frühstück für zwei und gab an, es selbst in ihr Zimmer zu bringen.
Als das Mädchen verschwunden war, rappelte er sich langsam auf seinen Stab gestützt und an die Wand gelehnt nach oben und klopfte an Jelais Tür. Dieses Mal ging er auch nicht einfach hinein, sondern wartete, ohne die Tür auch nur zu berühren.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 24 2011, 22:13

Die Ereignisse des letzten Tages, hatte sie völlig erledigt einschlafen lassen.
In ihrem Traum ritt Kylar auf seinem Pferd auf sie zu.
Seine strahlend blauen Augen schienen vor Glück nur so zu leuchten und Jelais selbst stand auf einer Wiese in der Nähe der heimatlichen Burg.
Scheinbar war er eben von einer Schlacht zurück gekehrt.
kurz vor ihr ließ er sein Pferd im Schritt gehen und hob sie zu sich herauf, nur um kurz darauf mit ihr davvon zu reiten in Richtung Wald.
Ein Specht hämmerte zaghaft gegen einen Baum.
Dieses Geräusch war irgendwie ... unpassend und störend.
Es holte sie langsam aus dem Schlaf.
Leise vernahm sie Kylans Stimme, die durch die Tür schallte.
Jelaise hatte völlig vergessen, dass sie Kylan gestern Abend noch zu gedeckt hatte.
Mit noch geschlossenen Augen, bat sie Kylan herein.
Die Decke, welche sie selbst benutzt hatte, kam eher einem Laken gleich, in das sie sich ziemlich eingewickelt hatte, um nicht all zu sehr zu frieren.
Sie hatte das Fenster die ganze Nacht über auf gelassen, was dazu führte, dass ihre ohnehin schon blasse Haut, nun eine leichte Gänsehaut hatte.
Denn noch hatte sie leicht gerötete Wangen durch die gute Nachtluft, was ihr ein gesundes aussehen verpasste.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 00:49

Kylar öffnete die Tür – nachdem er eine zarte, verschlafene Stimme (Zumindest vermutete er, dass es sich um eine Stimme handelte) vernommen hatte – einen Spalt breit und späte in das Zimmer. Zusammengeknüllt lag Jelais auf ihrem Bett und das geöffnete Fenster trieb Kylar schon wieder Sorgenfalten auf die Stirn. Was wenn jemand über Nacht eingebrochen wäre? Schnellen Schrittes ging er auf das Fenster zu und schloss es. Er hatte die zusammengefaltete Decke über seinem Arm hängen und legte sie nun zum Fußende des Bettes.
Jelais sah gut aus. Ihre blasse haut war gerötet, aber das machte sie gesundaussehend, während Kylar aschgrau aussah. Nur seine Augen hatten die wunderschöne Farbe, Eisblauer Gletscher. Er lächelte nicht, sondern sah streng zu Jelais herab, die die Augen langsam zu winzigen Schlitzen versuchte zu öffnen.
„Aus den Federn, Lady Jelais. Das Frühstück müsste jeden Moment kommen.“
Er drehte sich mit Schwung wieder zur Tür, wobei sein Umhang geheimnisvoll flatterte Der Ärmel war immer noch blutbesudelt und Kylar würde ihn bei Gelegenheit waschen und nähen. Diesen Umhang würde er auf keinen Fall ersetzen. Davon zeugten auch diverse Stellen, die schon einmal genäht worden waren. Selbst am Rücken, zog sich eine Lange Kerbe durch den Stoff, bei der Kylar, wenn man ihn darauf ansprach, wie diese zustande gekommen war stets schwieg. Wenn man nämlich seinen bloßen Rücken betrachtete konnte man keine Narbe dieser Form feststellen.
Kylar wartete geduldig vor der Tür, die er aber nun einen Spalt breit offen ließ, dass das Essen kommen würde. Er bewegte seinen linken Arm hin und her hoch und runter, versuchte die Muskeln zu spannen und stellte fest, dass es für solche Experimente noch zu früh war. Er sah auf den Boden, wo er gesessen hatte und bastelte sich aus dem übrigen Verbandsmaterial eine Schlinge für seinen Arm. So war es besser, denn so schonte er seine Verletzung, die weitaus schneller heilte, als bei einem Nicht-Magiebegabten. Vielleicht sollte er einen Heiler aufsuchen, aber er wusste auch, dass Heiler – vor allem in solchen Städten, wie Imperia – viel zu teuer waren. Er würde warten, bis es von selbst abheilte.
Sina kam auch blad mit dem Essen die Treppe hinauf und wollte Kylar das Tablett geben, als sie sah, dass sein Arm in einer Schlinge hing. Sie fragte sich, ab das zuvor schon der Fall gewesen war, aber gab auf darüber nachzudenken.
Kylar musterte die Frau, die leicht nervös zu sein schien. Vielleicht hatte sie sich nach Kylar erkundigt und die anderen hatten die Geschichten über ihn erzählt. Oder sie hatte etwas zu verheimlichen. Kylar musterte sie und sie trat einen Schritt zurück.
„Was ist los? Habt ihr Angst?“
Sie nickte zaghaft. Und man konnte fast sehen, wie ihr Herz gegen die Brust donnerte. Kylar verengte seine Augen zu schlitzen und die Kaffeetassen auf dem Tablett begannen zu zittern.
„Ihr braucht mich nicht zu fürchten, wenn ihr nichts im Schilde führt…“ Es klang irgendwie nicht so, als meinte er es ehrlich mit ihr und sie war beinahe den Tränen nahe. Offenbar war er nicht gerade ein Redekünstler.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 01:10

Die Tür öffnete sich und anstatt eines schönen guten Morgen, vernahm sie nur ein paar Schritte, die sich dem Fenster näherten.
Kurz drauf wurde eben jene geschlossen und ein strenger Kylar sah sie an, wobei er sie eben so streng aus dem Bett schmiss.
"Ich wünsche auch einen guten Morgen zu haben. Habt ihr gut geschlafen? Oh ja danke schön. Ich hoffe ihr habt euch nicht den Hals auf dem harten Boden verrenkt!!!"
blaffte sie ihn an, ehe sie sich gemächlich aus dem Bett begab.
Zunächst wartete sie jedoch, bis Kylar aus dem Raum war, um sich erst einmal zu strecken und dann ihr haar zu bürsten, was eigentlich sonst eine Zofe übernahm.
Anschließend suchte sie das Wasser, mit welchem sie sich waschen könnte.
Eine kleine Schüssel stand schon bereit, neben der auch ein Tuch zum abtrocknen lag.
Schnell entkleidete sie sich gerade weit genug, um nicht entblößt da zu stehen und wusch sich in aller Eile, denn schon kam jemand die Treppen hinauf.
Kylar sprach mit einer Magd, die scheinbar neu war oder zumindest nicht die selbe, wie gestern.
Ein wenig wunderte sie das schon, aber vielleicht war sie einfach nur krank?
Schon suchte sie sich ein tiefgrünes Kleid aus dem Sack mit Sachen, dazu ein paar passende Schuhe.
Den Schmuck den sie dieses Mal aussuchte, war nicht gerade schlicht, aber auch nicht pompös.
Eigentlich hätte sie ihn lieber ganz weg gelassen, doch dann würde sie ihrem Stand nicht gerecht werden.
Nachdem sie es halbwegs allein fertig gebracht hatte, sich selbst an zu ziehen, ging sie zur Tür, um das Mädchen von Kylar zu erlösen.
"Lasst sie in ruhe,. Da muss sie ja Angst bekommen. Kommt Mädchen und helft mir das Kleid richtig zu zu machen."
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 01:23

Kylar blickte seine Herrin verdutzt an und sah noch einmal misstrauisch zu dem verängstigten Ding, das sich zögerlich mit in den Raum ziehen ließ. Kylar brummelte irgendwas Unverständliches und verschränkte die Arme, was er nach einem Stich in seinem Oberarm sehr bereute und es folglich unterließ. Er folgte den beiden Damen und verteilte das Essen auf dem kleinen Tisch. Es gab Brot und Käse keine Wurst und keinen Honig. Dafür hatte man Kaffee bereitet. Der Duft war gut. Schon lange hatte er keinen Kaffee getrunken. Sina achtete sehr darauf, keinen Fehler zu machen und der Dame keine Schmerzen zuzufügen.
„Habt ihr rausbekommen, was mit Moira ist?“
Seine Stimme stand so plötzlich wieder im Raum, dass Sina zusammenzuckte, leise aufschrie und ausversehen zu fest an den Schnüren des wunderbaren Kleides zog, dass im perfekten Kontrast zu den langen roten Haaren des Fräuleins passte.
„Ich…Ich weiß nicht… Sie war nicht zur Abreit erschienen…“
Kylar gab sich mit der Antwort zufrieden. Nahm sich aber vor weitere Nachforschungen anzustellen. Er hatte ein sehr ungutes Gefühl und diese Moira war ihm weit sympathischer, als dieses Mädchen hier. Sie hatte offenbar einfach nur Angst vor ihm, was er zwar nicht beabsichtigt hatte, sich aber daran gewöhnt hatte, dass seine Präsenz manchmal Furcht erzeugte.
Das Mädchen knotete die Enden zusammen und signalisierte, dass sie fertig war, indem sie einen Schritt zurück ging und ungeduldig von einem Fuß auf den anderen trat. Entweder hatte sie wirklich was ausgefressen und führte etwas im Schilde oder aber sie war eine sehr schreckhafte und furchtsame Person.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 01:33

Mochte er nur ruhig was in seinen nicht vorhandenen Bart murmeln.
Als er so plötzlich wieder mit dem Mädchen sprach und sie sich so erschreckte, dass sie die Schnüre zu fest zog, atmete sie einmal heftig vor schmerz ein, schloß dabei die Augen und drehte sich schließlich um.
"Du weißt doch das sie solche Angst hat. Musst du sie dann auch noch so barsch an sprechen?!!! DAS TAT WEH!!!"
meckerte sie klar nun wieder an, der das Frühstück bereitete.
An sich hätte sie sich sogar noch damit zufrieden gegeben, nur den Käse und den Kaffee zu bekommen, doch das war ihr eben durch das ziehen an den Schnüren übelst vergangen.
Nachdem das Mädchen fertig war, ging sie zu dem Tisch hinüber, starrte auf diesen und beschwerte sich direkt.
"Wo ist das Ei, der Honig und der Schinken? So kann ich mein Frühstück nicht genießen und werde den ganzen Tag Probleme mit dem Magen haben. Besorgt mir etwas Schinken und Honig. Das ist das mindeste. Ach udn etwas Milch hätte ich auch noch ganz gern,"
meinte sie Kylar zugewandt.
"Na nu steht nicht dumm da, sondern macht euch auf den Weg."
Mit diesen Worten drehte sie sich wieder dem Mädchen zu.
"Wo ist das Mädchen von gestern? Geht und bringt es in Erfahrung."
Sie selbst begab sich wieder ans Fenster und öffnete es demonstrativ wieder.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 01:55

Kylar drehte sich zu seiner Herrin um und überlegte, ob er sich soeben verhört hatte oder ob er wirklich gehen sollte um Honig und Schinken, ja sogar ein Ei zu besorgen! Er zog wie immer, wenn sie das tat ein langes Gesicht und stöhnte demonstrativ. Das Mädchen wurde weggeschickt und dankbar nahm sie das auch an. Kylar beobachtete wie sie das Fenster öffnete und ballte die Fäuste. Dann machte er auf dem Absatz kehrt und knirschte: „Zu Befehl!“
Mit langen aggressiven Schritten verließ er das Zimmer, schmiss die Tür hinter sich zu, was jedoch auch ohne weiteres die Zugluft, das Fensters hätte sein können und stampfte wütend die Treppe hinunter. Er begegnete der verängstigten Sina, die ihm ganz offenkundig aus dem Weg ging und verließ wutentbrannt die Taverne. Er murmelte immer wieder vor sich hin, dass er gerade loszog um Eier, Milch, Honig und Schinken zu besorgen. Und konnte einfach nicht fassen, wie lächerlich das Ganze war. Trotzdem würde er den Auftrag erledigen, ganz so, wie es seine Pflicht war. Der erste Fleischer der auf seinem Weg lag bekam noch nichts seiner Wut ab, da dieser offenkundig wirklich versuchte seinem Kunden zu helfen und ihm erklärte, dass er einfach zu einem ungünstigen Zeitpunkt da war. Im zweiten Laden bekam er Schinken und sogar Honig, was ich wunderte, jedoch auch gleichzeitig fröhlich stimmte. Milch und Eier waren auch keine große Herausforderung, aber weit schwieriger zu finden. Und als er endlich Ein Ei hatte und vor der Dame mit der Milch stand war es soweit.
„Mein Herr ihr braucht eine leere Flasche.“ Kylar verlor nun endgültig sein Lächeln, was er immerhin bis dahin noch aufrecht erhalten konnte. Er überlegte ob er etwas sagen sollte oder sie einfach nur verständnislos anschauen sollte. Schließlich sagte er: „Und wo meint ihr, soll ich jetzt eine leere Flasche herbekommen?“ Seine Stimme klang trotz dessen, dass er es nur hervor presste noch sehr freundlich.
„Das ist nun wirklich nicht mein Problem. Der Nächste!“
Kylar donnerte mit seiner Faust auf den Tisch und rief ein lautes und beängstigendes ‚Nein‘. Die Frau funkelte ihn daraufhin an und zischte wie eine Schlange: „Ohne Flasche, keine Milch!“
„Hören sie ich komme nicht von hier, ich besitze keine Flasche.“
„Das interessiert mich nicht, werter Herr, Ich könnte euch die Milch in die hole Hand schütten, also?“
„Ich…“, er zog sein berühmtes resigniertes, langes Gesicht, als er sah, wie Wachen auf ihn aufmerksam wurden. „Ich zahle ein Goldstück für eine Flasche…“
Mit einem Mal boten alle hinter ihm ihre Flasche feil und verlangten sogar weniger als ein Goldstück, weshalb er es am Ende ein paar Silber bekam. Dann füllte die Frau die Milch in die Flasche und verlangte den üblichen Preis. Schließlich wünschte sie ihm einen schönen Tag und Kylar warf ihr einen Blick zu der sagte: ‚Danke. Du verfluchtes Mistweib!‘
Dann konnte er sich endlich auf den Rückweg machen. Die Wut in ihm lag ihm schwer im Magen und nun hatte er wirklich Hunger. Das eingekaufte hatte er sich in ein Bündel gepackt und trug es in der Rechten. Als er um die Ecke bog und sah wie ein Straßenmusikant Jelais anhimmelte und ihr Lieder sang, hätte er beinahe alles fallen gelassen, aber er beherrschte sich und kam langsam auf die Szene zu. Er holte das Ei hervor und versteckte es in seiner Hand er wäre bereit gewesen es zu werfen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 02:07

Natürlich war Kylar sauer, aber das interessierte sie herzlich wenig.
Schließlich hatte er sie aus einem unglaublich schönen Traum geholt und dann auch noch direkt aus dem Bett "BEFOHLEN".
Das verlangte nach einer kleinen Strafe und die ... würde er nun bekommen.
Der Barde da unten spielte seine Liedchen, die Jelais nicht ein bisschen interessierten.
Denn noch schenkte sie ihm ab und an ein Lächeln, auf das er auch ja schön da unten stehen bliebe bis Kylar wieder zurück kam.
Sie hatte den deutlich besseren Standpunkt und konnte somit schon von weitem sehen, das Kylar im Anmarsch war.
Schon interessierte es sie viel mehr, was der Barde da unten von sich gab und warf ihm just in dem Moment, da Kylar schön nah war, eine einzelne Blume herunter, die eigentlich in einer Vase im Zimmer gestanden hatte und klatschte noch verzückt in die Hände.
Das Ganze wurde noch gekrönt von einem Kuss in die Hand, den sie dem Barden zu pustete.
Kylar sah nicht begeistert aus.
Würde er doch nur schon erahnen, was ihn nach der Bardenszene noch erwarten würde ...
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 02:13

Kylar sah, wie sich Jelais mit diesem Barden beschäftigte und stapfte auf ihn zu. Das Ei behielt er schön in der Hand und mit einem Ellenbogenstoß, dass der Mann seine Laute verlor sagte er : „Aus dem Weg!“ und dann ein gequältes: „Verzeiht.“ Er hätte den Mann besser nicht angerempelt, denn jetzt schmerzte sein Arm fürchterlich. Ärgerlich hob der Barde sein Instrument auf und nahm die Blume, die ihm runtergefallen war wieder an sich. Dann trällerte er fleißig weiter. In der Hoffnung auch ein bisschen Gold zu bekommen.
Kylar trampelte die Treppe hoch und riss die Tür auf. Finster schaute er zu seiner „verehrten Herrin“ Hinüber und sagte laut: „Ich bin zurück und habe alles besorgt, was ihr wolltet.“ Dann stellte er das ganze auf den Tisch, kam ans Fenster und schaute finsterer, Als die Mitternacht zu Neumond aus dem Fenster, wobei sich der Barde verspielte und einen Moment unschlüssig inne hielt.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 02:22

Hätte sie denn auch nur ein einziges Goldstück gehabt, so hätte sie es ihm sicher herunter geworfen, doch hatte sie ja leider keines.
Schon hörte sie das wütende stampfen Kylars, als er die Treppe herauf kam und zur Tür hinein kam.
"Wirklich. Das ist nett. Warum hat es so lange gedauert?"
meinte sie zuckersüß und zugleich völlig hin und weg von dem Barden, was natürlich nicht ernst gemeint war, Kylar jedoch in seiner Wut kaum von der Wahrheit unterscheiden würde.
Ihren Kaffe hatte sie bereits getrunken und auch ein Stück Brot und Käse fehlten bereits.
Fast verliebt betrachtete sie den Barden.
Sina hat mir bereits alles nötige aus der Küche besorgt. Sogar eine Flasche Milch hat sie mit gebracht. Ich bin also bereits satt. Genießt das Frühstück. Die ein gekauften Sachen nehmen wir natürlich mit."
Trockener konnte man es wohl kaum erklären und wieder flog ein Kuss hinunter zu dem Barden, der scheinbar nun unsicher war, ob er nicht lieber flüchten sollte.
Tatsächlich lagen dort auf dem Tisch noch Eierschalen, ein wenig Schinken und eine fast leere Flasche Milch, so wie ein wenig Honig.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 02:39

Kylar schaute gerade eben noch zu dem Barden hinunter und als dieser schon glaubte, noch böser konnte ein einzelner Mann gar nicht gucken, wurde ihm das Gegenteil bewiesen. Kylar schaute wie der Tod persönlich. Dann wendete er mechanisch den Kopf zu seiner Herrin, die ihn mit einer Leichtigkeit schikanierte, wie er es ihr nicht zugetraut hätte…
Er packte sie an der Kehle schüttelte sie, bis zur Besinnungslosigkeit und warf sie aus dem Fenster….
Das tat er natürlich nicht wirklich, aber in Gedanken… Oh ihm fielen so viele schöne Dinge ein, dieses Weibsbild umzubringen. Aber er tat es natürlich nicht. Die zuckersüße Unschuldsmine und Stimme, mit der sie gesprochen hatte, war ein krasser Kontrast zu ihrer Bosheit, die sich in ihrem inneren verbarg.
Und gerade, als sie dem Barden noch einen Handkuss zuwarf und der Barde floh , zerplatzte das Ei mit einem matschigen Geräusch in seiner Hand. Flüssiges Ei lief durch die rillen seiner Finger und er machte sich nicht mal die Mühe es abzuschütteln.
„Ach, wirklich?“
Kylar nahm die Flasche vom Tisch und warf sie aus dem Fenster, anschließend flog das Honigglas an Jelais vorbei und zerplatzte ebenfalls an der gegenüberliegenden Wand. Dann Nahm er den Schinken und knüllte die hauchdünnen Scheiben zusammen. Er klatschte den Schinken auf das Tablett, wo nur noch eine Karaffe mit besten Falls kaltem Kaffee stand und riss es vom Tisch. Er schwankte leicht und schwitzte etwas.
„Euch auch einen GUTEN MORGEN!“, sagte er schließlich erst Leise und dann wirklich laut.
Er verließ ihr Zimmer mitsamt dem Tablett und schwartete die Tür hinter sich zu. Es nützte nichts. Er musste Essen. Er hatte schon nicht zu Abend gegessen. Er ging in das angrenzende Zimmer und setzte sich auf sein Bett und als er ungefähr die Hälfte dessen verzehrt hatte, was er sich mit hinüber genommen hatte, wurde ihm bewusst, dass eine rote Pfütze neben seinem Stiefel war. Langsam schaute er seinen Arm an und fluchte. Er wollte aufstehen und das Tablett von seinem Schoß auf den Tisch stellen, taumelte und landete bäuchlings auf dem Boden. Das Geschirr schepperte über selbigen und verursachte ein lautes Geräusch.
So viel Blut?
In seiner Wut hatte er nicht mitbekommen, dass der Barde ihm die Wunde erneut aufgerissen hatte… na ja also eigentlich war er es selbst gewesen. Wieder Fluchte er und versuchte sich aufzurichten. Er klatschte erneut auf dem Boden auf und blieb liegen. Er musste Kraft sammeln.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 03:05

Zack das hatte gesessen.
Gut das in Kylars Wutausbruch niemand da unten her gegangen war ... oder vielleicht doch?
Vorsichtig sah sie noch einmal aus dem Fenster, nachdem Kylar das Zimmer verlassen hatte und grinste selbstgefällig.
Unten hatten sich ein paar Tiere um den zerbrochenen Tontopf versammelt, die nun den Honig aufschlabberten und die Milchflasche ... nun die war von einem Kind in einem Heuhaufen gefunden worden.
So hatte das Kind seine Freude an dem eigentlich teuren Getränk und dazu noch eine Flasche.
Offensichtlich hatte Kylar auch verstanden, warum sie das ganze Theater abgezogen hatte, denn den morgentlichen Gruß hatte sie ja nun bekommen, wenn auch sehr laut.
Wenig später vernahm sie das Scheppern des Tabletts und auch den dumpfen Aufschlag auf den Boden.
Jelais sah zur Tür und runzelte die Stirn.
Auf dem Boden waren Blutstropfen.
Es dämmerte ihr, dass Kylars Wunde aufgerissen war und er wirklich viel Blut verloren hatte.
Sie sprang auf, eilte zur Tür, überlegte kurz, drehte um und nahm sich ihr Nähzeug mit, welches sie zum Zeitvertreib eingepackt hatte.
Sie riss die Tür auf, sah auf den Flur, wo ihr auch schon Sina entgegen kam.
"Geh und bring Verbandzeug,"
wies sie das Mädchen an, während sie zur Nebentür eilte.
"Und Alkohol. Beeil dich."
Sina hastete hinunter, während Jelais ins Zimmer stürzte, wo Kylar auf dem Boden lag.
Sofort kniete sie sich neben ihn, nahm ihre Schere und schnitt sowohl den Ärmel des Hemdes, als auch den Verband auf.
Gerade stürmte Sina die Treppe hinauf.
"Wehe wenn ihr es wagt euch jetzt auch nur einen Millimeter zu bewegen oder mir wieder erzählt ihr braucht keinen Heiler,"
knurrte sie den viel größeren Kollos von einem Mann an.
Sina stellte alles auf den Boden neben Jelais, wie sie es eben wollte.
Jelais selber nahm Klars Umhang ab, drückte ihn Sina in die Hand und beauftragte sie damit, den Umhang zu reinigen, was das Mädchen sogleich bejahte und auch schon verschwand.
Jelais nahm ein Tuch, ließ ein wenig Alkohol auf das Tuch träufeln und reinigte zunächst die Wunde, wie sie es bei dem Hausarzt schon tausend Mal gesehen hatte.
Dann ... nahm sie eine Nadel und einen sehr festen Faden und begann die Wunde fein säuberlich zu nähen.
Die Stiche waren so fein, dass die Wahrscheinlichkeit einer Narbenbildung weniger als gering war.
"Damit das klar ist. Ihr bleibt nun im Bett und werdet das auskurieren. In eurer Verfassung seid ihr nicht in der Lage auch nur einen einzigen Befehl aus zu führen oder mich vor irgendwem zu beschützen, "
stellte sie fest, als sie fertig war.
Ihre Stimme klang nicht einfach nur streng sondern gebieterisch und duldete keinen Widerspruch.
Auch ihre Miene war ernst, doch ihre Augen spiegelten die große Sorge, obwohl sie glaubte, dass es eben nicht so sei, deutlich wieder.





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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 03:23

Kylar wollte es gerade noch einmal versuchen aufzustehen, als bereits die Tür aufgerissen wurde und eine schockierte Jelais im Türrahmen stand. Sie stürzte auf ihn zu und er lag einfach nur da. Unfähig zu handeln oder auch nur ein Wort des Protestes auszusprechen. Er wartete geduldig auf Sina, die nun keinerlei Angst, sondern Bedauern zeigte. Gehorsam bewegte er sich keinen Millimeter und schloss die Augen, während ihrer Behandlung. Eines musste er ihr lassen. Sie war geschickt mit den Fingern und war sehr vorsichtig. Auch wenn er nicht glaubte, dass das Nähen viel bringen würde, da die Wunde weit tiefer war. Er brauchte nicht unbedingt einen Heiler. Aber sie hatte Recht. Er brauchte auf jeden Fall Ruhe. Der Blutverlust machte ihn schwach, aber auch das würde sich sehr schnell regeln. Schließlich war sein Körper anders, was das betraf.
Er lag noch immer auf dem Boden, da Jelais auch gar nicht die Kraft hatte ihn anzuheben, aber das hätte er auch nicht von ihr verlangt. Sie gab ihm einen weiteren Befehl und Kylar verzog das Gesicht. Natürlich sollte er ins Bett gehen und sich nicht rühren. Aber dafür wurde er nicht bezahlt oder? Sie hatte ihm nun schon zum zweiten Mal geholfen und zwar selbstlos und ohne darauf zu achten, dass er ihr wunderschönes Kleid vollgeblutet hatte. Seine Kehle fühlte sich an wie ein Reibeisen und sein Körper wie eine Masse aus Teig. Er rührte sich immer noch nicht. Seine Augen öffneten sich jedoch wieder.
Dann rollte er sich mühsam auf die Seite und konnte Jelais so gut anschauen. Sie duldete keinen Wiederspruch und er wiedersprach auch nicht. Aber er sagte trotzdem etwas: „Du sorgst dich, Prinzessin.“
Er hatte sie als Kind immer so genannt, aber nicht mehr seitdem sie alt genug war, um zu wissen, wie man als Dame mit Männern umging. Und jetzt sah er ihren Blick, wie sie ihn immer angeschaut hatte, wenn er ihr erklärt hatte, dass er wieder fort müsste. Und das machte ihn irgendwie glücklich. Er schloss die Augen wieder und sein Oberkörper klatschte zurück auf den Boden. Dort blieb er reglos liegen. Aber immerhin schien er zu schlafen und nicht zu sterben.
Sina kam wieder ins Zimmer, um die Lage zu prüfen. Sie legte der jungen Dame die Hand auf die Schulter, um sie zu trösten. Sie wusste nicht ob sie das durfte, aber sie verspürte den Wunsch dazu. Dann machte sie sich daran die Scherben einzusammeln
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 03:58

Zwar hatte er es nichts ins Bett geschafft, doch schlief er wenigstens.
Das er die Sorge in ihrem Gesicht gesehen hatte, war ihr fast peinlich gewesen und ja, sie sah ihn eben wieder mit diesem Blick an, wie damals, wenn er fort musste.
Sie hatte es gehasst ihn gehen lassen zu müssen und hasste sich gerade selbst dafür, dass sie ihn heute so gestrietzt hatte.
Sinas Hand auf der Schulter, war ein wirklicher Trost.
"Danke Sina. Ist der Umhang bereits sauber?"
"Ja Herrin. Er wurde bereits gereinigt, ist aber noch nass."
"Danke. Bringt ihn mir herauf. Er wird hier oben genau so gut trocknen."
"Ja wohl Herrin."
Sina verschwand erneut.
Jelais war nun allein mit Kylar.
Vorsichtig nahm sie das Kissen vom Bett herunter, hob Kylars Kopf an und legte das Kissen drunter, um ihn ein wenig gemütlicher liegen zu lassen.
Seine Decke wurde benutzt um ihn zu zu decken.
Natürlich wollte sie ihn nicht alleine lassen.
Er war immer für sie da gewesen und nun konnte sie es für ihn sein.
Sina brachte den Umhang nass wie er war herauf.
Sauberer als zu vor war er und das sehr viel sauberer.
Jelais nahm den nassen Umhang, legte ihn zurecht und öffnete sämtliche Nähte, die den Umhang noch zusammen hielten, nur um ihn danach fein säuberlich und wesentlich feiner wieder zu nähen.
Man hätte auf dem ersten Blick glauben können, es sei ein neuer Umhang.
Die Runen, welche sie nun deutlich auf Klars Körper erkennen konnten, faszinierten sie.
Vorsichtig nahm sie den, inzwischen nicht mehr ganz so nassen, Umhang und begann auf seinen Innenseiten eben jene Runen sorgfältig und sehr dünn ein zu Sticken, auf das dieser Umhang unverwechselbar werden sollte.
Sie machte dies so geschickt, dass man die Runen weder auf der anderen Seite, noch durch einen starken Windstoß, auf der Innenseite sehen konnte.
Nur Kylar sollte sie bemerken und auch nur dann, wenn er direkt auf die Innenseite des Umhangs sah.
Ziemlich versteckt, stickte sie ihm eine zarte Rose, deren Knospe sich gerade zu öffnen begann.
Diese sollte ihn schützen, wenn gleich Jelais wusste, dass eine Blume keinen Schutz bieten konnte, so legte sie doch eine unglaubliche Sorgfalt in die Arbeit und eine Liebe, die sie eben nur für ihn selbst empfand.
Nie würde er es erfahren.
Als sie fertig war, schlief Kylar noch immer.
Der Arm Blutete nicht mehr und Jelais begann ihn vorsichtig ab zu wischen und einen neuen Verband an zu legen.
Anschließend nähte sie das Hemd wieder zusammen.
Eigentlich sollte man glauben, nach dieser ganzen Arbeit, sollten ihre Finger schon fast geblutet haben, doch das taten sie nicht. Statt dessen waren sie nur gerötet und taten ihr weh, doch das war ihr egal, solange ihr Bechützer nur wieder in Ordnung kam und sie nicht verließ.
Schließlich legte sie den Umhang zusammen, als er endlich getrocknet war.
Anstatt nun auf zu stehen, in ihr Zimmer rüber zu gehen und sich um zu ziehen, blieb sie bei Kylar sitzen.
Auch sei war müde geworden.
Inzwischen dämmerte es schon draußen.
Sina brachte Jelais etwas Abendbrot, welches sie jedoch verweigerte.
Lediglich etwas zu trinken nahm sie an.
Die Sorge um den geliebten Kylar war zu groß, als das sie etwas herunter bekäme.
Schließlich und letzten Endes, schlief sie einfach so neben Kylar sitzend ein.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 04:30

Kylars Schlaf war traumlos, schwarz und erholsam. Eigentlich war das nichts ungewöhnliches, da er oft einfach einschlief und scheinbar im selben Moment wieder aufwachte, obwohl er Stunden geschlafen hatte. Er rieb sich mit der rechten Hand die Augen und spürte ein Gewicht auf seinem Bauch. Jelais war auf ihm eingeschlafen und er lächelte, als er das sah. Er versuchte nicht zu lachen, um sie nicht durch die Stöße seines Zwerchfells aufzuwecken.
Langsam und vorsichtig wob er Magische Fäden, die Jelais von ihm auf das Bett hoben. Anschließend deckte er sie zu. Er fühlte sich schwach und ziemlich mitgenommen, aber er wusste dass es ihm bald besser gehen würde. Der viele Schlaf war gut, wenn auch nicht ausreichend gewesen. Er sah auf seinen Arm und vermisste seinen Umhang. Sein Hemd war aufgeschnitten und wieder zugenäht worden, aber wo war sein Umhang? Fast panisch sah er sich im Zimmer um. Dann stach ihm ein Umhang ins Auge, der fast wie seiner aussah, aber wesentlich sauberer war. Er ärgerte sich, dass jemand SEINEN Umhang auch nur angefasst hatte! Schnell breitete er den Stoff suchte Anzeichen dafür, dass etwas verändert worden war und fand sie auch. Er gab einen erstickten Schrei von sich und hatte die Augen weit aufgerissen. Er konnte kaum glauben was er sah. Nichts! Er konnte nur mit allergrößter Not sogar die Lange Kerbe auf der Rückenseite des Umhangs ausmachen. Wer hatte das getan?! Er keuchte, als er den Umhang wand und die Innenseite betrachtete.
„Wa-was…“, er breitete den Umhang auf dem Boden aus. Und nahm sich eine Hand vor den Mund. Er blickte zu Jelais, blickte zu dem Umhang, wieder zu ihr und dann ballte er die Fäuste, das die Knöchel knackten. Er erkannte sehr gut, dass diese Stickereien entweder von ihr kamen oder aber von ihr in Auftrag gegeben wurden. Da aber irgendjemand nicht einfach seinen nackten Körper gesehen hatte, geschweige denn so ein gutes Gedächtnis wie Jelais selbst hatte, konnte nur sie die Täterin gewesen sein. Er betrachtete alle Stickereien genau und erachtete sie als wirklich kunstvoll. Aber wie konnte sie es wagen sich ohne zu fragen, an seinen Sachen zu vergreifen. Sie hatte Glück gehabt, dass er den Stab schon vorher abgelegt hatte.
„Das ist ja!“, fluchte er. Für einen Moment schloss er die Augen. Er konzentrierte sich auf die eisblauen Fäden, die den Runen auf seiner Haut glichen und als er die Augen öffnete pulverisierte er diese zu Staub. Ihm war egal, warum Jelais das gemacht hatte, aber es störte ihn. Außerdem war es ungeheuerlich. Sie hatte ja keine Ahnung, was ihm dieser Umhang bedeutete! Was er nicht bemerkte, war die kleine Blüte, die weiterhin halbgeöffnet an der Innenseite erblühte. Sorgsam trennte er auch die Nähte wieder auf, die sie zusammengeflickt hatte und machte es salbst noch einmal. Jetzt sah der mantel fast wieder so aus wie zuvor, nur dass er bedeutend sauberer war. Alleine die Stelle, wo das Messer drin gesteckt hatte und von Jelais zugenäht wurde, ließ er so, wie sie es geflickt hatte. Dann schlüpfte er in seinen Umhang, der ihm zu einer Zweiten Haut geworden war, aber jetzt fühlte sich alles irgendwie falsch an. Er fluchte erneut.
Dann setzte er sich an den Tisch. Er lehnte sich mit dem rechten Arm auf die Tischplatte und schaute finster zu Jelais herüber. Wenn sie aufwachen sollte, würde sie ihr blaues Wunder erleben. Er konnte wirklich viel ertragen. Er konnte viel einstecken und verdauen, aber das ging zu weit. Das war, als würde er ihre Unterwäsche durchwühlen!
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 25 2011, 04:39

Natürlich erahnte sie nicht im geringsten, wie falsch ihr Handeln gewesen war.
Als sie auf wachte, sah sie sich verschlafen in dem Raum um.
Kylars wirklich finstere Mine war wie ein starker Kaffee ... weckend.
Sie setzte sich auf, und fragte sich eben noch, was sie denn bitte nun wieder angestellt hatte.
Ein wenig verwundert sah sie ihn schon an.
War es vielleicht der Fehler gewesen, einfach ein zu schlafen?
Ihre Finger schmerzten, doch sie gab keinen Laut von sich.
Im Gegenteil, sie tat noch so, als sei nie etwas gewesen.
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