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 Imperia

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tobiloge

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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 03 2012, 03:55

„Ich mag nicht vernehmen, was die Götter für euch bereit halten, noch kann ich gut sprechen was ihr vorhabt. Doch solltet ihr Wirklich das Verhalten euren Worten gleich kommen lassen, so solltet ihr vielleicht mit einer Beichte beginnen. Cirian, ich lege dies in eure Hände.“ Verwunderung stieg in dem Gesicht des Paladins auf. Er hatte schon viele Bußen und Beichten entgegen genommen, doch dies? „Jawohl Meister Jozan.“ Stummen Blickes schaute er zu Tales.
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Tales

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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 03 2012, 04:15

Tales war sich nicht sicher, wie sich nun verhalten sollte. Was sollte er denn beichten? Sollte er vielleicht sagen, dass seine bisherige Lebensgeschichte eine Reihe von Verbrechen war, die er zumeist gegen ohnehin Schuldbeladene Leute verübt hatte? Im Grunde genommen war ihm klar, dass er nicht für Geld Leute überfallen durfte, die ihre Sachen auch nur durch Intrige und fadenscheinige Geschäfte bekommen hatten. Aber er war sich nicht sicher, ob Jozan das auch wirklich meinte.
„Eine Beichte?“, fragte er schließlich. „Und was soll ich beichten? Ich war ein Söldner ich habe Leute für Geld beraubt, meine Lebensunterhalt damit verdient andere zu schlagen oder gar zu töten, aber ich will dieses Leben nicht mehr. Unabhängig davon ob ihr mir helft oder nicht. Ich will nicht…“ er unterbrach sich. Er wich vom Thema ab. Und dann stellte er sich die Frage, was dieser Jozan überhaupt drauf hatte. Vielleicht konnte er ihn ja durchschauen. Vielleicht wollte er etwas ganz anderes gebeichtet haben. Es war zu verrückt werden. Lange Zeit schwieg er.
„Als ich euch beide traf, wart ihr es, der mir half ohne zu fragen wer ich sei. Ihr zeigtet Güte, aber als ihr mich her brachtet, glaubte ich, ihr würdet mich verraten, Cirian. Ich habe euch misstraut, zu Unrecht. Ich glaubte nicht an eure Göttin der an sonst einen anderen Gott, obgleich ich selbstverständlich weiß, dass sie wahr sind. Ich glaubte an keine Götter, weil ich ihrer Gnade niemals zuteil geworden bin und immer nur das Leid und Elend gesehen habe. Bis ihr mich vom Gegenteil überzeugt habt. Ich weiß nicht was ich euch beichten soll, wo ihr doch selbst am besten wisst, wie ich mich früher verhalten habe. Aber obwohl ich weiß, welches Unrecht ich verübt habe im Auftrag eines unlauteren Mannes, kann ich nicht sagen, dass ich meine Taten alle bereue. Tut mir leid. Würde ich alles ungeschehen machen, wäre ich vermutlich nicht der der ich bin, vor allem aber glaube ich, hätte ich schon viel eher viel größeren Schaden angerichtet, weil ich nicht stark genug für diesen Teufel in mir gewesen wäre.“
Er unterbrach sich wieder und kam zu dem Schluss dass er schon viel zu lange redete, als dass es irgendwem was bringen würde. Das einzige was er wirklich bereute war das Leben einer Frau, über die er nicht nachzudenken vermochte.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 03 2012, 05:11

Cirian schüttelte den Kopf. „Bei der Beichte geht es nicht darum zu sagen, was man getan hat. Mir ist auch nicht wichtig zu wissen was ihr getan habt. Es ist das auseinandersetzen mit eben jenem Inhalt. Hierbei geht es um euch, und einzig um euch. Ihr müsst verstehen was ihr getan habt und nachvollziehen können, was geschehen ist. Beichten ist nicht vergessen oder Verdrängen. Es ist das auseinandersetzen mit dem eigenen Lastern. Wie kann man einen Dämon vernichten, der die eigenen Schwächen ausnutzt, und immer und immer wieder in die Selbe Wunde sticht. Ihr sollt über euch selbst nachdenken. Erst dann können wir weiter denken. Wenn euch das Wort der Beichte nicht gefällt, so nennt es Selbstreinigung.“ Cirian schaute den Mann vor sich mit einem vielsagendem Blick an. Eure Worte sind gut gewählt, doch seit ihr von allen Zweifeln erhaben? Nimmt euch Zeit und denkt nochmal über das nach was geschah.“ Cirian überlegte kurz. „Ihr sollt kein gläubiger werden, ich bin nicht jenes Wesen das euch bekehren will, oder wird, es ist an euch zu finden was ihr wollt, wenn gleich eure Worte wie ein Frevel in dieses heiligen Hallen gegen unsere Göttin wirkt.“ Cirian ging an Tales vorüber zur Tür und öffnete sie. Vertretet euch die Beine, und schaut euch um. Es steht euch wie schon zuvor gesagt, die ganze Stadt zu besichtigen. Solltet ihr ein Quartier suchen, so werdet ihr hier eins finden.“ Wartend stand Cirian in der Tür.
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Tales

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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 03 2012, 05:32

Tales nahm sich die Zeit. Er dachte über Dinge nach die er getan hatte, aber ihm kam nichts in den Sinn, womit man ihm wirklich ein Loch in die Brust schlagen konnte. Das einzige, was er wirklich fürchtete und das auch erst seit Cirian, war, keine Kontrolle zu haben. Wieder jemanden zu töten, der ihm am Herzen lag. Er dachte sehr lange nach und nahm sich viel Zeit und erst als er den direkten Blick zu Cirian suchte, war ihm klar, was er gemeint hatte. Angst zu haben, war keine Sünde und auch keine Schande. Sondern menschlich. Was immer er getan hatte, ging nur ihn was an. Mit sich im reinen zu sein, war eine ganz andere Sache.
„Ich habe sie nicht getötet.“, sagte er zu sich selbst und ganz leise.
Doch und ich war dein Werkzeug Tales…
Er ‚lügt‘ sagte sich Tales. Er hatte nie gewollt, dass es so weit kam. Wenn er Herr seiner Sinne gewesen wäre, hätte er ihr kein Haar gekrümmt. Er hasste den Dämon, dessen Hilfe er immer und immer wieder erfleht hatte. Aber er war definitiv nicht im Reinen mit dieser Kreatur. Tales senkte den Blick wieder und antwortete Cirian: „Wenn das so ist, könnt ihr mir nicht helfen, Cirian. Denn was geschehen ist, kann ich zwar nun, wo ich weiß was ich bin begreifen, aber verzeihen werde ich es mir nie. Verzeiht, dass ich eure Zeit vergeudet habe.“
Auf einmal war er mutlos und kraftlos. Selbst wenn er es schwören würde unter diesen Umständen, würde Jozan ihm diese Macht nicht anvertrauen. Und obgleich er den Dämon für das hasste, was er getan hatte, wollte er auch nicht, dass er starb. Eigenartig, seine Gedanken hin und her gingen.
„Unter diesen Umständen könnt ihr mir wohl nicht helfen.“
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 03 2012, 05:50

Cirian sah den Selbstzweifel in den Augen Tales. "Es tut mir Leid, das ich euch nicht helfen kann, doch habt ihr jemals den Gedanken verspürt mit eben jener Person gesprochen zu haben?“ Er hatte gehört, was Tales gesagt hatte. „Vielleicht bin nicht ich es der euch helfen kann, und auch nicht Meister Jozan, oder Syrus, doch vielleicht vermag wer anders dies zu tun. Ich spreche von keiner Wunderheilung, und auch nicht von einer Wiederauferstehung eben jener Person. Doch der Gedanke der Konfrontation, und des Erlebens was eben jene Person zu sagen hat, kann helfen... oder aber euch schaden." Cirian machte eine kleine Pause. "Schlussendlich sei euch aber eins gesagt, und dies ist eine Warnung, wie eine Drohung. Der Dämon in euch muss gebannt werden, ganz gleich wie. Eben so, wie ihr es selber schon sagtet.“
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 03 2012, 10:03

Nach einigen weiteren Worten und einigen langen Gängen und Abzweigungen verabschiedete sich der Priester und ließ Syrus vor der schweren doppelflügligen Tür stehen. Oben drüber stand in einer alten längst toten Sprache Archiv.
Mühelos öffnete der Krieger die Tür und fand sich in einer bizarren Welt wieder. Eine breite steinerne Brücke erstreckte sich bis zu einer riesigen Säule in der Mitte der gut hundert Meter breiten und langen Halle. Der Raum schien ins Bodenlose zu gehen.
Von der Säule ging es über verschiedene Treppen und einer großen Wendeltreppe um die Säule herum führend nach unten zu weiteren Plattformen, von denen weitere Brücken abgingen zu großen Plattformen mit Regalen und Kisten. Es wirkte chaotisch, hatte aber ein System, das nur die Archivare und Wissenshüter verstanden.
Die Brücke überschreitend traf er auf einen Archivar der ihn in Empfang nahm und direkt nach seinen Wünschen fragte. "Ich suche Informationen über die zehn auserwählten, wieder auferstandene und die Richtschwerter, sowie Berichte und Legenden über das Richtschwertes unseres Gottes.", erklärte er seinen Wunsch.
Mit der Bitte zu warten, wies der Archivar auf eine Bank an der Säule. Ohne wirklich das verlangen zu haben sitzen zu wollen, nahm Syrus platz und wartete, Anfang noch geduldig. Es dauert, aber seine Wünsche waren auch ausführlich gewesen, somit hatte er für die Wartezeit Verständnis. Und trotzdem wurde er ungeduldig.
Irgendwann schloss er die Augen und wartete, versuchte nebenbei zu meditieren oder sich einfach zu beruhigen. Mit einem räuspern wurde ihm bewusst das der Archivar wieder da war. "Wir haben euch die Dokumente in einen Schreibraum gebracht, damit ihr sie dort untersuchen könnt."
Schnell war er in eben jenem Raum angekommen. Das Schwert neben sich abgestellt, begann seine Suche. Ein halbes Dutzend dicker Bücher lagen auf einem hölzernen Wagen, zwei Dutzend Schriftrollen und einige kleine Bücher.
Ein Buch nach dem anderen sich vor nehmend, erfuhr er anfangs nichts neues. Das Richtschwert verschwand in einer großen Schlacht und ward nie wieder gesehen. Einige Quellen wiesen auf den Weltengipfel hin, andere auf Imperia selbst. Ein Wissenshüter behauptete sogar das er Hinweise auf die Kammer des Arsenals hier im Tempel des Ebereons gefunden hätte, leider fehlten grade aus diesem Buch die letzten Seiten.
Aus den Dokumenten erfuhr er nicht viel, nur die ersten Auserwählten die als Elitetruppe den Kontinent vor Gefahren schützen sollten. In einem dieser Dokumente hieß es das in jedem Tempel solch eine Elitetruppe existieren sollte, aber weitere Ausführungen fehlten.
Nach einigen Stunden des Suchens fand er ein Dokument in dem die außergewöhnlichen Ereignisse eines Auserwählten beschrieben wurden, dieser erlitt einen tödlichen Hieb und hätte eigentlich auf der Stelle Tod sein müssen, jedoch hatte er weiter gekämpft und Kräfte entfesselt die ähnlich der Magie waren, doch ganz anders wirkten.
Sirios, hieß dieser Krieger und führte einige Jahrhunderte ein Untotes leben, bis das dieser verschwand. In dem Dokument wurden unzählige ruhmreiche Taten für den Tempel beschrieben, Syrus selbst stutzte über die Legenden, den nirgends sonst schienen sie beschrieben zu sein.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 03 2012, 23:12

Cirians Worte verwirrten Tales ein bisschen. Und obwohl er wohl kaum noch darauf hoffen konnte, dass man ihm hier helfen würde, zumindest nicht, wenn er nicht tat, wonach man verlangte - Dabei wusste Tales eigentlich nicht mal so recht, was das eigentlich war - schöpfte er neuen Mut. Egal wie irgendwann würde es zu einer Entscheidung kommen und wenn Tales so lange etwas schaffen konnte, war ihm das auch Recht. Er wollte nicht mehr untätig seine Zeit verschwenden.
Zwar hatte er keinerlei Freude empfunden, als er die Leute gerettet hatte, aber das war nun anders. Irgendwas war geschehen, dass er die Welt mit anderen Augen sah. Möglicherweise war es auch das Wunder, das Syrus vollbracht hatte, als er den Dämon wieder ausgesperrt hatte. Tales wusste es nicht und hatte auch keine Lust mehr darüber nachzudenken.
„Ich werde tun, was ich kann. Nicht der Macht wegen, die ich erlangen könnte, sondern auch um meiner selbst willen. Euch gebührt mein Dank, meine Herren.“
Er neigte den Kopf und deutete eine leicht Verbeugung an.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 04 2012, 17:28

Cirian lächelte Tales an. „Überstürzt nichts. Alles wird sich so fügen, wie es nun einmal soll, ob mit oder ohne unseren Einfluss. Euch steht es frei, eure weiteren Schritte zu planen und zu überlegen; ich denke das die Stätte der Strahlenden Klingen die Zeit und auch die mögliche Ruhe an Ort und Gesellschaft liefern könnte. Mir steht es nun zu Meister Jozan zu Unterricht, was in den Bergen geschah.“ Frei nach der Entscheidung Tales zu bleiben, oder sich umzuschauen ging Cirian über zur Erklärung der Dinge in den Bergen, was geschehen war, was er gesehen hatte, und auch was für absonderliche Aspekte an dem Ganzen zu betrachten sind. Hierbei ließ er auch nicht die seltsame Präsenz außer acht, und schilderte genau, was er vernahm, trotz seiner Ohnmacht. Gespannt wartete er, was Meister Jozan zu erzählen hätte, oder darüber wusste.
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BeitragThema: Re: Imperia   Sa Jan 07 2012, 05:32

Tales hörte Cirian aufmerksam zu und dachte gar nicht daran ihn zu unterbrechen. Während der Ohnmacht Cirians hatte sich ja auch nichts außergewöhnliches zugetragen, außer dass Tales gegen Syrus gekämpft hatte. Nun, dennoch wollte er nicht ins Wort fallen und beschloss erst mal zu schweigen. Er konnte ja immer noch Auskunft geben, wenn er danach gefragt werden würde.
Er sah sich ein wenig im Raum um, blieb jedoch bei der Tür stehen. Irgendwie wollte er einfach in Cirians Nähe bleiben. Er fühlte sich da wohler, auch wenn seine zweite Seele eher abgeneigt war, überhaupt hier zu sein. Tales hatte jedenfalls die Macht, ihn auszusperren erlangt, als Syrus diesen wundersamen Zauber gewirkt hatte und das war auch gut so.
Schweigen wartete er auch darauf, was Meister Jozan antworten würde.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Imperia   Sa Jan 14 2012, 02:02

Ruhig hörte Jozan dem Bericht zu, im laufe der Schilderungen setzte er sich und bot allen drei ein Krug Wasser an. Bei der Aberation hackte er genauer nach und ließ sich das Wesen genau beschreiben.
Am Ende des Berichtes schwieg der Meister noch einen Moment und stützte sein Kinn auf den Händen. Angespannt wirkten seine Gesichtszüge. "Solch eine Aberation sollte nicht möglich sein, wir werden es genauer untersuchen und eine Expedition in die Berge schicken.", er nahm einen Schluck Wasser, seufzte und fuhr fort. "Bezüglich der Duergar oder auch Dunkelzwerge, wir wissen schon lange das sie einen Krieg planen. Wir haben nachdem Angriff vor einigen Wochen unsere Außenposten verstärkt. Hinzu kommt das wir die Truppen unseres Imperator durch weitere Kleriker, Templer und Paladine unterstützen. Einzig das Problem der Politik hindert uns daran offiziell im Spitzhorngebirg einzugreifen."
Einen Moment schwieg der Befehlshaber der Paladine, er ließ die Information erst einmal wirken. "Die Beziehungen zwischen Arakesh und dem Imperium sind angespannt, selbst eure beteiligung in dem Kampf im Gebirge sind noch nicht ganz geklärt für die Herrscher Arakesh'. Alles weitere ergibt sich erst in den nächsten Wochen, ihr habt allerdings den Zwergen einen Schlag verpasst der ihren Plan eventuel ein paar Tage zurück wirft."
Am Ende seines eigenen Berichts ließ er einen Boten ausschicken, ein kleiner versiegelter Brief wurde dem Boten gegeben und dieser verschwand mit einem kurzen nicken.

Nur wenige Straßen weiter konnte man die scheppernden Schritte von schwer gerüsteten Kriegern wahrnehmen. Drei Dutzend Krieger marschierten unerbittlich durch die Massen von Menschen, Elfen, Halbwesen und sonstigen Kreaturen. Jene die nicht rechtzeitig auswichen wurden brutal beiseite geschoben. Es war nicht auszumachen welche Rasse die Kreaturen angehörten, schwere Helme mit nur kleinen Sehschlitzen verdeckten ihren Kopf. Überall auf der schweren rüstung fanden sich magische Symbole. Zehn von ihnen trugen schwere mit Dornen besetzte Turmschilde und Speere aus Metal mit vielen Wiederhaken, an ihren Seiten hingen schwarze Langschwerter. Weitere Zehn trugen schwere Repetierarmbrüste, die ebenso mit magischen Symbolen versehen waren. Die bolzen die aus den Köchern an ihren Gürteln herausragten sahen ebenso tödlich aus wie die Speere, von ihrem Rücken ragten Bastardschwerter heraus.
Die restlichen von ihnen trugen große Schilde - auch mit Dornen besetzt - und große Äxte mit Wiederhaken an ihren Blättern. Nur einer von ihnen trug einen langen Stab neben seinem Streitkolbem.
Kein Symbol wies auf ihre Herkunft hin, die einfachen Stadtwachen wichen ihnen ebenso aus wie die Bürger oder sie wurden genauso mühelos beisete geschoben. Ein Greifenreiter hatte die verängstigten Rufe und das Chaos in der Straße vernommen und beobachtete aus der Luft heraus was dort geschah.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 18 2012, 05:15

Seine Aufgabe war im jetzigen Schritt beendet. Dem Berg würde nun jemand anders seine Aufmerksamkeit geschenkt werden, etwas was nicht seiner Arbeit weiter bedurfte. Es versetzte ihm jedoch einen Stich, das Jozan nichts über dieses Wesen wusste, das er geschildert hatte. „Ich werde mich darum kümmern und Wissen über dieses.. Wesen bekommen.“ Mit dem Gruß der strahlenden Klingen verließ der Paladin die Räumlichkeiten des Oberhaupts. Es beschäftigte ihn, das es so unbekannt sein soll, doch warum, war es neu, etwas noch nie dagewesenes? Oder wurde das Wissen einfach verloren? Ihn streifte der Gedanke das auch Jozan nicht alles wissen konnte, doch solch etwas wäre ihm mit Sicherheit schon mal zu Gehör gekommen. Er wand sich an Tales, welcher ihn aus dem Raum begleitete: „Was habt ihr nun vor zu tun?“
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 18 2012, 10:42

Tales hörte angespannt zu und war eher in seinen eigenen Gedanken vertieft, als dass er wirklich eingehen am Gesprächsverlauf teilnahm. Er machte sich allerlei Gedanken darüber, wie er mit dem zweiten Wesen in sich klar kommen sollte, ohne es zu töten und noch bevor er wieder richtig folgen konnte, war das Gespräch auch schon beendet. Cirian trat zu ihm hin und fragte ihn, was er nun tun wolle, wobei sie die großen Hallen verließen. Tales brauchte eigentlich nicht lange nachdenken um zu antworten. Dennoch entschied er sich erst zu antworten, als sie den Platz draußen erreicht hatten.
„Ich…“ Ein Windzug durchstreifte sein Haar, ein Fliegender drehte in der Luft seine Bahnen und ein leiser Klang marschierender Leute, der durch einen hin und wieder zart erklingenden Aufschrei durchbrochen wurde, wehte durch seine scharfen Ohren. Tales atmete tiefe Luft und etwas merkwürdiges durchstreifte seine feinen Sinne. Und während sich nun seine blutroten Augen noch einmal auf den Greifen hefteten, ergaben all diese Eindrücke eine leise Vorahnung dessen, was sich soeben wenige Straßen entfernt zutrug.
„Könnt ihr das hören? Klingt wie eine Parade… Oder eine Truppe mit schwerer Rüstung die durch diese Straßen poltert.“ Er war sich nicht sicher, ob Cirians Sinne genauso scharf oder gar noch schärfer waren, aber er war sich fast sicher, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte. Und auf Cirians Frage gab es für ihn daher nur eine Antwort: „Also in erster Linie will ich an eurer Seite bleiben und kämpfen.“
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BeitragThema: Re: Imperia   Sa Jan 21 2012, 00:27

Zügigen Schrittes marschierten die schwer gerüsteten auf den Tempel Alexias zu. Ohne ein Zeichen oder ein Laut wurde vor dem Eingang Stellung bezogen. Diejenigen mit dem Turmschilden in der ersten Reihe, ihre Speere nach vorne ausgerichtet. Mittig dahinter hatten sich in zwei Reihen diejenigen mit den Repetierarmbrüsten aufgestellt, flankiert wurden sie von den restlichen schwer Bewaffneten. Zu guter letzt stand hinten der gerüstete mit dem Stab.
Die Passanten sahen zu das sie von dem Eingang verschwanden, der Platz davor war schnell leer. Vereinzelt hielten sich noch einige Neugierige am Rande des Platzes auf. Stille legte sich über den Platz.
Die Paladine die als Wachen eingeteilt waren hatten ihre Langschwerter gezogen und murmelten leise verschiedene Schutzzauber, andere gaben ein kurzes Stoßgebet an ihre Göttin ab.
Unterdessen hatten sich in der Luft mehrere Greifen und ihre Reiter eingefunden und beobachteten das geschehen dort unten. Noch konnten sie nicht eingreifen, aber jederzeit war man bereit eben jenes zu tun.
Mit einer scheppernden, alles durchdringenden Stimme rief der scheinbare Hauptmann der Gruppe: „Cirian Zarados und Tales Ignis Umbrarion, ihr seid hiermit festgenommen! Trettet hervor und übergebt euch der Gerechtigkeit Ebereons!"
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BeitragThema: Re: Imperia   So Jan 22 2012, 02:23

Er dankt Tales für seine Bereitschaft auch weiterhin die Klinge in weiteren Kämpfen neben ihm zu führen. Aus der ferne hörte Cirian die Stimme des Mannes der im Namen Elbereons seine Gefangenschaft wollte. Das Schnäppern und Rumoren aus der Ferne hatte er nur am Rande zuvor auch mitbekommen, seine Aufmerksamkeit hatte er jedoch erst nach dem bemerken Tales darauf beschränkt. „Wir sollten schauen, was sich aufgrund unseres Namens an dem Tor zugetragen hat.“ Schnell führte er sie beide durch den Tempel zum Eingang.
Verwundert schaute er sich den Trupp unterhalb der Treppe an. „Mein Name ist Cirian Zardos, Paladin der Strahlenden Klingen Alexias. Ich bin einer Jenen nach dem ihr verlangt habt.“ Langsam ging er einige Schritte weiter nach unten, blieb jedoch auf der Mitte der Treppe stehen. Am Rande hatte er die Wachen betrachtet, die ihre Waffen gezogen hatten. Aus welchem Grund? Um sich zu verteidigen? Was für ein Trupp sollte dies sei, als das innerhalb der Stadt miteinander gekämpft werden müsste? „Steckt eure Schwert weg! Dies ist kein Ort des Kampfes.“ Cirians Stimme klang tadelnd und erzürnt. Er ging eine weitere Stufe hinunter. „Gibt euch zu erkennen, wenn ihr im Glauben Elbereons hier seit und legt uns vor was uns angehaftet wird, als das solch ein Aufmarsch und das verschrecken der Bürger von Nöten ist.“ Der Paladin sprach ruhig gegenüber dem Aufmarsch, den Anführer suchend.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 03:15

Tales hörte die Aufforderung der seltsam fremd klingenden Stimme und begriff erst gar nicht, was der gesagt hatte. Es dauerte einen Moment, ehe er überrascht sagte: „Was?! Was ist denn nun schon wieder los?“ Es war ja wirklich nicht zu fassen. Ein Abenteuer jagte das nächste und nun wurden sie im Namen irgendeines Gottes schon wieder provoziert. Tales war sich sicher, dasswenn dieser Gott wirklich geradezu schaute, das unmöglich seine Absicht sein konnte. Was hatten sie denn getan, um festgenommen zu werden.
Er folgte Cirian weiter und nickte, auf seinen Vorschlag dorthin zu gehen. Wohl war ihm nicht dabei, als er die Meute sah. Dennoch lief er mit gestrafftem Oberkörper und irgendwie Würdevoll die Trappe hinab. Er blieb neben Cirian stehen und hörte zu, was dieser zu sagen hatte. Eigentlich hatte er sogar alles nötige gesagt, aber Tales konnte seine Verärgerung über diese neuerlich Störung nicht für sich behalten.
„Das könnte euch so passen, hm? Was sollen wir denn verbrochen haben, dass ausgerechnet ihr euch erdreistet uns gefangen nehmen zu wollen. Das ist ja lächerlich!“
Verantwortung und Vernunft ade. Aber es war ja auch wirklich eine Unverschämtheit. Nicht das Tales sich durchaus schon für etliche Vergehen schuldig gemacht hätte, aber Cirian? Dieser Mann war die Rechtschaffenheit in Person. Tales empfand dies nicht nur als Frechheit ihm gegenüber, sondern auch als eine Unverschämtheit gegen Cirian.
Doch trotz seiner Verärgerung, verhielt er sich ruhig. Seine Worte kamen für ihren Inhalt erstaunlich ruhig und gelassen herüber. Scheinbar so, als sähe er keine wirkliche Bedrohung in diesen Männern. Auch seine Haltung war von keinerlei Aggression bestimmt.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 06:13

Ungerührt lauschte der Hauptmann den Worten seines Häftlings. "Wir sind im Dienste Ebereons unterwegs, die Leibgarde des neuen Richtpriesters und Sprecher Ebereons.", ertönte die scheppernde Stimme. "Euch wird vorgeworfen einen Verräter Ebereons und einen Verräter des Lebens unterstützt zu haben!" Eine kurze Pause entstand. "Legt eure Waffen nieder und übergebt euch der Gerechtigkeit des Richtpriesters."
Bei diesen Worten traten zwei gerüstete hervor, in der linken hielten sie ihre Schilde, doch rechts hielten sie Handschellen. Bei genauerem hinsehen konnte man verschiedene magische Symbole drauf erkennen.
Die Wachen des Tempels schauten zu Cirian und folgten seinen Befehlen. Angespannt und jederzeit bereit verfolgten sie das Gespräch.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 06:34

Tales sprach die Worte welche in sich wahr sein mochten, doch in dieser Situation unangebracht waren, nicht nur in der Art ihres Vortrags. Dennoch verstand er seinen Missmut. „Tales bitte...“ Seine Stimme war leise, klang keines falls tadelnd, eher schlichtend.
Ungerührt schaute er sich den Hauptmann an. „Eure Worte scheinen von Dingen zu erzählen, die ich mit meinem Wissen und Gewissen nicht vereinbaren kann. Wir stehen hier auf den Tempelanlagen der Göttin Alexia, keine lüge kann hier meinen Mund verlassen, und ich bin mir keinster Schuld bewusst eurem Gott etwas Böses angetan, das schwöre ich bei der Göttin.“ Unterstreichend zu seinem Schwur bereitete er seine Flügel aus, und ließ sie in vollem Spann erstrahlen. „Ich werde mich diesen Anschuldigungen, so wie ihr sie mir vorwerft nicht fügen, so wahr der Glanz meiner Göttin auf mich hinab strahlt.“ Die Augen Cirians verengten sich und ein Hauch von Ärger schwang in seiner Stimme mit: „Zieht von dannen und lasst nach einem Gelehrten eurer Gottheit schicken, der nicht der Gewalt wegen versucht mich zu holen. Wird mir dargelegt in welcher Form mein Begleiter und ich die Strafe verdient haben, werde ich mich fügen, doch in jedem anderen Fall sehe ich es als Angriff gegen meine Göttin Aufgrund der Missachtung ihrer Lehren und Botschaften an. Und jetzt geht!“
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 07:52

Als er die Worte des Mannes hörte, der ihnen an den Kragen wollte, ballte er die Fäuste. Wieso mussten alle immer meinen, dass jemand, der seinen eigenen Weg geht und als Untoter nicht gleich böse ist, eine üble Kreatur ist? Tales konnte sich denken, wen der feine Herr da meinte und es machte ihn stinksauer. Was bildeten sich diese ganzen Fanatiker eigentlich ein. Auch wenn Cirian ihn bat sich seine Worte besser zu überlegen, womit er wahrscheinlich sogar Recht hatte, konnte Tales das nicht so im Raum stehen lassen.
„Nur, weil jemand eine andere Herkunft hat oder gar ein Untoter ist, bedeutet das nicht, dass er ein Verräter oder weniger Wert ist. Ich kenne deinen Gott nicht und ehrlich gesagt glaube ich, kennt ihr ihn noch weniger, wenn ihr einen getreuen eures Glaubens derartig beleidigt.“
Tales zog ganz langsam sein Schwert. Die Schwarze klinge funkelte im Licht der Sonne und passte irgendwie nicht so recht an diesen Ort. Tales hatte ruhig gesprochen. Er war sich nicht mal sicher, ob der Kerl alles gehört hatte, was er gesagt hatte.
„Du kommst hier her und brabbelst was von Gerechtigkeit, bezichtigst uns eines Verbrechens, dass wir nicht begangen haben UND WAGST ES DIE EHRE MEINES FREUNDES ZU BESCHMUTZEN?!“
Tales war richtig sauer, aber es gab keine Spur von einem Dämon. Dennoch war ganz klar, dass Tales sich nicht freiwillig von hier wegbewegen würde. Zumindest würde er diesen Bastarden nicht folgen. Er würde kämpfen, wenn es sein musste, würde sich aber auch zurückziehen, wenn es keinen Kampf geben sollte.
„Du solltest von deinem Gott gerichtet werden, nicht wir.“ ,sagte er leise und eigentlich mehr zu sich selbst.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 08:08

Der Stab des Hauptmannes zuckte einmal kurz. "Wir sind die Gesandten unseres Richtpriesters!", ärger schwang in der scheppernden Stimme mit. "Nicht wir sind diejenigen die mit Gewalt unreines getan haben! Ihr habt unreines Unterstützt. Der Richtpriester hat es vorrausgesehen dsa ihr euch weigert, daher die Eskorte!"
Eine kleine Pause entstand in der sich die beiden aus der Formation getrettenen Kämpfer wieder einreiten und ihre Waffen gezogen hatten. "Eure Freund hat sich schon ergeben!", seine Stimme klang erfreut bei der Kundtuung dieser Tatsache. "Er wird in diesem Moment gerichtet."
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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 08:10

Einige weitere Kerzenlängen hatte Syrus die Dokumente und Bücher durchforstet, aber nicht vieles gefunden. Im nächsten Moment klopfte es an der Tür und Syrus zuckte zusammen. Wie von selbst war sein Schwert in den Händen gelandet und der Krieger stand in Abwehrhaltung im Raum. Grinsend entspannte er sich und ließ das Schwert seinen angestammten platz auf dem Rücken einnehmen.
Syrus öffnete die Tür, erwartet hätte er den Archivar oder Priester, aber vor ihm standen zwölf schwer gerüstete Krieger und scheinbar ihr Kommandant. Alle trugen schwere Plattenpanzer, Schild und Langschwerter. Eine neue Eliteeinheit des Tempels?, fragte er sich heimlich. Eine Ehrengarde gab es im Namen Ebereons nie, also was soll das?
Bevor er weitere Gedanken nachgehen konnte oder Fragen stellen konnte, sprach der Befehlshabende. "Folgt mir Syrus.", wurde der genannte nur aufgefordert. Verwirrt folgte Syrus den Anweisungen. Die Kämpfer nahmen ihn in die Mitte und so folgte Syrus zur Hauptsäule und ging die Wendeltreppe hinab.
Es dauerte lange bis sie unten angekommen waren, das scheppern hallte einsam durch die Halle. Syrus wunderte sich das nur in den oberen Etagen Archivare waren. So weit er seinen verblassten Erinnerungen trauen durfte, waren selbst hier unten immer einige gewesen. Irgendwann hatte er etwas im Schatten wahrgenommen, aber es war nichts greifbares gewesen, so ignorierte er dies und folgte weiter.
Auf dem Boden der Halle angekommen, wanderte sein Blick umher. Hier unten war es düster und man erkannte die Ursprünge der Halle, vieles war in ihrer rohen Höhlenform belassen. Nur drei große erkennbar in den Stein gehauene Wege waren zu erkennen. Plötzlich konnte Syrus sich an alle drei Gänge erinnern.
Einer führte zu den Quartieren der Auserwählten, ihrer Waffenkammer und der Trainingshalle. Der nächste führte zum heiligen Feuer von Ebereon und der großen Seelenhöhle, die er noch immer nicht verstand und der andere Weg führte zur großen Kammer des Arsenals – die Bezeichnung war nicht ganz stimmig, da hier mehr als nur Waffen und Rüstungen gelagert wurden, allerlei magische Artefakte und Schätze gab es dort auch zu finden.
Es ging in Richtung der Quartiere der zehn weiter. Nach gut zweihundert Metern erreichte sie die doppelflügige Tür die von zehn Bastardschwertern geziert wurde. Ohne Mühe öffnete sich die Tür, was Syrus stutzig werden ließ, eigentlich sollte diese nur von den Zehn, ihren Mentoren oder dem obersten Richtspriester geöffnet werden können.
Man kam nun in die große Empfangshalle, die zugleich auch der Speisesaal der Zehn gewesen war. Der Tisch waren nie leer, immer mit frischem Essen gefüllt, so das keiner hungern musste. Dreizehn Türen gingen von hier aus ab. Linker Hand waren fünf Quartiere, genauso wie rechts. Syrus erinnerte sich an sein Quartier, das dritte zur linken war es. Am Kopf der Empfangshalle waren drei weitere Türen. Die linke führte zur Waffenkammer der Zehn, die mittlere zu den Gemächern der Mentoren – die noch keiner außer den Mentoren von innen gesehen hatte – und die rechte führte zur Trainingshalle. Von der mittleren ging eine magische Aura aus die Syrus beinah umwarf.
Eine Gestalt in einer Gewandung eins Richterpriesters stand davor und untersuchte diese. „Ah der lang ersehnte und letzte Auserwählte.“, sprach die Gestalt ohne sich umzudrehen. „Ich hab lange nach euch gesucht und letzten Endes seid ihr von selbst zurück gekehrt.“ Eine kurze Pause folgte, in der Syrus es nicht wagte zu sprechen. „Ihr habt Mitsicherheit viele Fragen und habt auf einige schon Antworten gefunden wie ich hörte.“ Dem letzten der Zehn gefiel die Art und Weise des Richterpriesters nicht, aber persönliche Differenzen hatten hier nichts zu suchen. „Ihr kennt nicht zufällig den Weg hier rein?“
„Nein, es war verboten dort hinein zu gehen.“, antwortete Syrus kurz. In eben jenem Moment drehte sich die Gestalt um und Syrus erkannte die Bosheit in der Gestalt und in den Augen, jedoch kniete er schneller auf dem Boden, als das er sein Schwert hätte ziehen können. „Seelenfresser!“, es klang wie eine Beleidigung und war auch so gemeint. „Wie kommt ein Aasfresser an die spitze von Ebereons Tempel?“
Die Gestalt hatte ein menschliches Äußeres, man musste ihr nur tief genug in die Augen schauen um die Bosheit zu erkennen.
„List und der Wille der Vernichtung.“, ein böses lachen ertönte aus dem Mund dieser Kreatur. Syrus selbst war unfähig sich zu bewegen.
„Ihr habt Macht, sehr viel Macht in euch.“,langsam schritt der Seelenfresser auf Syrus zu und beugte sich über ihn. „Ihr seid Tod, und dennoch nicht bei eurem so hoch gelobten Seelenvater. Eure Seele wird ein wahrer Festtagsschmaus.“
Mit diesen Worten öffnete die Kreatur den Mund, aus dem Krieger Ebereons strömte langsam und sehr widerwillig ein blauer Dunst zu dem Mund herüber. Schmerzen erfassten Syrus als der Dunst im Mund der Kreatur verschwand. Laut brüllte er seinen Schmerz heraus, hätte er noch Tränen gehabt würden diese ihm in endlosen Strömen das Gesicht herab laufen.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 10:00

„Dann schickt niemand geringeren als euren Richtpriester, denn wenn er gesehen haben sollte, was hier vor sich geht, dann müsste er auch wissen, wie es an dieser Stelle weitergehen würde. Schlimmer doch sind eure Worte: Ich soll unreines getan haben? Schaue ich danach aus? Hat mich Göttin Alexia mit ihrer Missgunst gestraft? Mir meine Kraft genommen? Kehrt um und geht.“ Gebieterisch streckte Cirian den Finger in die Richtung des Elbereontempels. „Ich habe dem ganzen nichts hinzuzufügen!“ Er schenkte den Worten des Mannes keinerlei Bedeutung. Sollte Syrus wahrhaftig gerichtet worden sein, dann nur von dem Bösen. Das wusste er.
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Tales

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BeitragThema: Re: Imperia   Mo Jan 23 2012, 10:26

Tales rote Iris glühte förmlich, als er auf den Mann und seine Begleiter hinab starrte. Sein Blick war unbewegt und dämonisch, aber immer noch, war nichts von der dämonischen Präsenz zu bemerken. Tales sah unglaublich böse aus. Seine Zähne knirschten, als er sie so fest zusammen biss, dass sie übereinander rieben.
„Unser Freund trägt mehr Ehre im Leib, als euer ganzer armseliger Haufen zusammen!“, rief Tales laut aus. Er dachte an den Kampf, als Cirian bewusstlos gewesen war. Nun eigentlich dachte er an die Szene danach, als Syrus ihm erklärte, was mit ihm nicht stimmte. Er dachte an die Reise die sie zusammen durchlebt hatten und an die Schlacht, bevor er den Verstand verloren hatte und er dachte an die vielen Leben die sie gerettet hatten. „Verschwindet oder ihr werdet eurem Gott noch heute persönlich gegenübertreten.“
Tales richtete die Klinge nach vorne und wartete.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 24 2012, 03:56

Sein ganzes Leben ging ihm vor seinen Augen entlang, erst jetzt wurde er sich bewusst das er alleine war und keine Familie mehr hatte. Einer falschen Hoffnung war er hinterher gelaufen. Seine Familie starb in einem Hausbrand, das war auch der Grund für seinen beitritt in Ebereons Tempel gewesen. Und nun erfuhr er das seine zweite Familie in der er ein zweites mal glücklich war ermordet worden war und der Tempel korrumpiert war.
Ein Großteil seiner Macht schien schon verloren als er den letzten Willen zusammen nahm und sich mühsam erhob. Der Seelenfresser schien jetzt große Mühe zu haben sich weiter an Syrus' Seele zu laben. Die Krieger standen unschlüssig daneben und reagierten zu spät.
„Ihr werdet nicht Ebereons Namen weiterhin beschmutzen, Seelenfresser.“, presste Syrus hervor. Ein Flüstern ertönte von seinem Schwert. Ohne wirklich die Bewegung nachvollziehen zu können hatte er das Schwertin seiner Hand und mit einer weiteren schnellen Bewegung hieb Syrus sein Schwert in den Leib des Seelenfressers.
Mit einem lauten knall wurden alle von den Füßen geworfen, eine blaue Energiewelle rauschte durch den Raum und ein vielstimmiges Kreischen ertönte, erstarb aber nachdem das Schwert aus dem Seelenfresser herausgerissen wurde.
Erschöpft wie nach einer langen Schlacht zu Lebzeiten, aber dennoch mit dem Willen zu überleben angetrieben sprang Syrus auf und hieb auf den nächsten Krieger ein. Seine Bewegungen kamen ihm unendlich langsam vor, aber die seines Gegners waren noch langsamer, so fehlte ihm nach diesem Hieb das halbe Gesicht. Syrus musste allerdings im selben moment einem Hieb von links blocken und einen von hinten ausweichen.
Der nächste Konter des Untoten köpfte einen seiner Gegner, doch dafür folgten zwei Treffer in seinem Leib. Einer durchbohrte sein untotes Herz und der andere schnitt tief in seinen linken Oberarm.
Dem nächsten Schlagabtausch konnte er nur mühsam folgen. Drei Gegner aufeinmal mit einem fast nutzlosen Arm, so musste er zahlreiche Stiche und Schnitte einstecken. Zwei der feindlichen Krieger fielen noch bevor ein Hieb ihm fast das rechte Bein durchtrennte.
Mit schockiertem Gesichtsausdruck fiel er auf die Kniee und wurde von weiteren Schwertern durchbohrt. Entsetzt musste er mit ansehen wie der Seelenfresser unter Qualvollem Gesichtsausdruck auf die Beine kam und sich auf ihn zu bewegte. Im selben Moment hüllte ihn eine grüne Aura ein und die Welt um Syrus herum verschwamm.
Das nächste Bild das sich ihm zeigte war Cirian auf der Treppe vor dem Tempel seiner Göttin. Tales lief die Treppe auf eine schwer gerüstete und bewaffnete Gruppe zu, die in Formation dort stand und auf seine Freund zielte. In seinem Dämmerzustand bemerkte Syrus erst einen Moment später, das es die selbe Art von Kriegern war wie sie ihm unten in den Archiven begegnet waren.
„Cirian.“, flüsterte er traurig. „Verräter!“ Seine Stimme versagte ihm den Dienst und nur mühsam konnte er seinen Arm heben während er die neuen Feinde bezeichnete. Kurz deutete er auf die gerüsteten und fiel dann nach vorne um.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 24 2012, 04:04

Ein kurzen Moment des Schweigens folgte der Ansprache Cirians. Mit hörbar verärgerter Stimme wollte der Hauptmann ansetzen was zu sagen, wurde jedoch von Tales unterbrochen.
"Ihr wagt es euch der Gerechtigkeit...", weiter kam er nochmals nicht, da jetzt hinter den beiden Gesuchten der dritte auftauchte.
Ein grünes Licht umhüllte ihn. Ein lebender hätte die tiefen Wunden nicht überlebt, doch dieser Wiedersacher war ein Untoter auf der falschen Seite und hätte durch den Meister des Hauptmannes sterben sollen.
Verärgert brüllte der Hauptmann auf. Im selben Moment prasselten die Bolzen von den Armbrustschützen auf die drei und weitere Wachen hinter ihnen ein. Zwei Wachen wurden von jeweils einem Bolzen tödlich getroffen. Eine weiterer hatte den mit Wiederhacken versehenen Bolzen im Bein stecken.
Die Greifenreiter in der Luft ließen nur wenig später einen Pfeilhagel von oben auf die Angreifenden herabregnen, jedoch zeigte dieser Angriff wenig Erfolg.
Die Speer von den Turmschildträgern wurden nach vorne ausgerichtet, langsam schritt die Formation vorwärts auf den Tempel zu während beständig die Bolzen flogen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Di Jan 24 2012, 05:17

Der Wahnsinn musste sie gepackt haben, als das Feuer auf sie eröffnet wurde. Noch in dem Moment als es hinter ihnen begann zu leuchten zog der Glanz silbernen Metalls über seine Haut und seinen Körper. Die Aura, welche er wahrnahm war ihm bekannt. „Syrus,“ Sprach er nur knapp zur Begrüßung, dann schleuderte er den Angreifern schon einen Angriff entgegen. Entlang der breite ganzen Treppe zückten Klingen aus dem Nichts auf und wirbelten umher wie die Gefahr selbst – eine Klingenbarriere – beginnende an der einen Seite der Treppe bis hin zur anderen und sechs Meter breit. So nahm er zwar seinen Gefährten die Möglichkeit sich selber direkt in diesem Kampf zu beteiligen, Mann gegen Mann. Doch wollte er nicht, das wer anderes noch in einem Kampf unter den Gläubigen mit einbezogen wurde. Es würde alles nur noch verkomplizieren. Er sah schon jetzt den Ärger auf sich zukommen.
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Imperia
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