Come, you children, listen to me, I will teach you the fear of the lords
 
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 Imperia

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Kylar

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 08:27

Kylar gab keinen Ton von sich, als er eine Geistige Folter bekam, die sich gewaschen hatte. Dieser Torak war ein Meister der Folter, aber Kylar blieb standhaft. Er hatte nicht damit gerechnet, dass man ihn foltern würde, anstatt ihn einfach umzubringen. Aber jetzt, wo er gesehen hatte, dass Jelais sogar mit ihm in den Tod gehen würde, war er sich nicht mehr so sicher, ob er überhaupt noch sterben wollte. Er hatte das Gefühl, als sei sein Kopf in einem Schraubstock und sein Körper stand in Flammen. Zumindest gaukelte ihm das die Illusion vor, die der Magier in ihm hervorrief. Es war eine grausame Art jemanden zu quälen. Konnte man an Schmerzen sterben? Kylar hielt es für möglich und gerade, als er dachte er würde nicht mehr können, hörte der Mann auf. Kylar stöhnte und fiel auf den Boden nach vorne, wo er liegen blieb und sich anhörte, was man ihm mitteilen mochte.
„Ihr seid wirklich bemerkenswert, „Master Sturer Bock“, wie ist euer wirklicher Name?“
„Kylar Stern. Merk ihn dir gut, denn er wird dich bald töten.“, keuchte er.
„Zu schade. Dein Zynismus wird dir nur nichts mehr nützen, Kylar Stern. Jemand, der mir mit dem Tod droht, darf nicht auf Gnade hoffen.“, lachte der wirklich böse Mann und richtet seine Hände wieder gegen Kylar, der einen Schrei von sich gab, als wolle er das Haus damit zum Einsturz bringen.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 08:41

Ein Schrei durchbrach die Stille des Hauses.
Jelais blieb fast das Herz stehen, als sie es hörte.
Es war Kylars Stimme, die sie da hörte.
Bitte lass ihn nicht sterben. Bitte bitte nicht. Wie soll ich denn ohne ihn leben?
flehte sie innerlich.
Ihre zarten Züge waren von Sorge gezeichnet.
Vorsichtig sah sie um die Ecke.
Niemand war zu sehen.
Offenbar waren alle mit etwas anderem beschäftigt, als im Haus umher zu laufen.
Da war eine Tür, die einen großen Spalt geöffnet.
Jelais konnte den großen Mann sehen, der gerade seine Hände ausstreckte um Kylar weitere Schmerzen zu Teil werden zu lassen.
Jelais zog ihre Schuhe aus, um leiser laufen zu können.
Ohnehin waren ihr die Dinger bereits egal.
Fast lautlos schlüpfte sie durch die Tür und versteckte sich hinter einem weiteren Vorhang, der bis auf den Boden reichte.
Kylars Schwert hielt, wie sie es schon oft bei den Paladinen gesehen hatte, vor der Brust und Stirn und betete, Kylar möge endlich gegen diesen Mistkerl aufbegehren, denn sonst würde sie ihre Hände seinetwegen mit dem Blut des Mannes beschmutzen, der ihn eben quälte.
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Kylar

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 09:07

Kylar sah nicht, dass Jelais reingekommen war, denn er hatte die Augen fest zusammengepresst vor Schmerz. Dann ließ es wieder nach und Kazel sah zu dem Magier, der wie ein Irrer den Vorhang angrinste. Warum machte er das? Kylar konnte kaum denken, aber es war auch nicht weiter verwunderlich. Erst als er die kleinen, zierlichen Füßchen unter dem Vorhang sah und die Schwertspitze, die gegen den Vorhang drückte wusste er, was los war. Der Magier hatte eine Hand von Kylar weggenommen und die andere auf den Vorhang gerichtet. Kylar richtete sich mühsam auf und keuchte: „Das wirst du nicht tun!“
Das Schwert klirrte hinter dem Vorhang zu Boden und Jelais schrie auf. Daraufhin wurde Kylar so wütend, dass er aufsprang und den Magier umtackelte. Dieser dünne Mann, hatte Kylars Masse natürlich nichts entgegenzusetzen und verlor die Kontrolle über den Zauber. Kylar verpasste dem Mann eine gehörige Kopfnuss und quetschte ihn gegen die Wand. Gleich darauf flog er durchs Zimmer und landete auf der gegenüberliegenden Seite, wo ER nun gegen die Wand gequetscht wurde. Sein Brustkorb hob und senkte sich schnell, aber kaum wahrnehmbar es musste eine unsichtbare, riesige Masse auf seinen Körper einwirken. Dann fiel er irgendwann, wie ein vergifteter Käfer von der Wand und zog keuchend die Luft ein. Es war fürchterlich. Dieser Magier, war zu gut. Sie würden beide hier sterben. Das Schwert rutschte über den Boden und landete in der Hand des Magiers, dann rutschte auch Jelais über den Boden und wurde gegen die Wand geschleudert. Kylar war jedoch schnell genug, um sie mit seinem Körper abzufangen. Wieder wurde er gegen die Wand gepresst.
„Ihr hättet nicht herkommen dürfen!“, tadelte er sie. Was besseres hätte ihm wohl auch nicht einfallen können.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 09:19

Schmerz ...
Der einzige Gedanke den sie hatte und sie ertrug ihn Kylars wegen, wenn gleich sie schrie, wie am Spieß.
Kylar versuchte sie erneut zu verteidigen, doch er konnte diesem Mann nichts entgegen setzen.
Jelais wurde durch Kylars Körper aufgefangen, doch der Schmerz den sie nun vermutlich Kylar bereitete, war für sie schlimmer, als der, den sie körperlich erfuhr.
Leider ging ihr Temperament auch zu den unpassendsten Momenten mit ihr durch und so fuhr sie ihn an:
"Ich hielt es für nötig dir bei zu stehen! Schließlich wolltest du dich ja nur meinetwegen umbringen lassen!!! Wie kannst du auf eine so vollkommen bescheuerte Idee kommen? Ich wäre auch dann gekommen, wäre er eine siebenköpfige Kakerlake gewesen, doch wie ich sehe, ist er eine Einköpfige, die sich nur mit ihrer Magie zu verteidigen weiß!"
Natürlich durfte der Hausherr nicht ungeschoren davon kommen, wenn sie schon mal gerade so in Rage war und so fuhr sie ihn direkt an:
"Was seid ihr für ein kranker Mistkerl? Selbst ein Wurm hat mehr Ehre im Leib als ihr es jemals haben werdet!!!"
Auf die Frauen wollte sie ihn lieber nicht ansprechen, schließlich wollte sie ihn nicht auf dumme Ideen bringen.
Hätte sie Kylar doch nur am vorherigen Abend noch aufgesucht, anstatt ihn sich voll laufen zu lassen und dann einfach so gehen zu lassen.

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 09:44

Als Jelais loslegte, verschlug es Kylar die Sprache und dem wirklich bösen Mann ebenso. Dann fing dieser sehr laut an zu lachen und es klang gespenstisch. Das fehlte ihm gerade noch. Dieser Mann war das Böse in Person, aber warum lachte er jetzt?
„Das ist herrlich. Ich kann mit euch spielen wie es mir beliebt. Und du kleines Mädchen, wirst nun lernen, was es heißt wirklich Angst zu haben.“
„Du wirst sie nicht anrühren!“, brüllte Kylar ihn an und riss an seinen Fesseln. Als Antwort bekam er ein überaus böses Grinsen und ein darauf folgendes gespenstisches: „Nein…“
Kylar verstand im ersten Moment nicht und erst als er das Gefühl hatte, jemand würde sich durch seine Eingeweide wühlen, verstand er, was der Magier meinte. Jelais wurde in die Luft gehoben und wie zu einem Kreuz gespannt, sie wurde so ausgerichtet, dass sie Kylar sehr gut sehen konnte. Der nun seinerseits hochgezogen wurde und gegen die hohe Decke klatschte. Es gab ein lautes Krachen und dann schlug Kylar wieder auf dem Boden auf.
Rumms!
„Du verdammter…“, brachte er hervor, als sich die ganze Szene wiederholte. Kylar versuchte seinen Kopf so wenig wie möglich aufprallen zu lassen und es gelang ihm sogar ganz gut. Dann spannte ihn die unsichtbare Hand auch zu einem Kreuz und richtete ihn parallel zu Jelais aus.
„Bitte nicht…“, hauchte er. Der Magier grinste und antwortete: „Wie du meinst.“
Dieses Mal gab es ein hässliches Geräusch berstender Knochen, aber auch das war nur eine Illusion. Gut, das wusste er, aber Jelais würde denken müssen, dass er ihm wirklich alle Knochen brach. Er bemühte sich nicht zu schreien. Wenn diese verdammten Fesseln nicht wären.
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 09:52

Das Schreien nun nicht wirklich half, war ihr schon klar, doch wie es eben so ist, der verstand sagt nein, der Körper schreit trotzdem.
Als Kylar so hoch und runter geschleudert wurde, musste sie hilflos zu sehen.
"KYLAR NEIN !!! DU DRECKIGER BASTARD LASS IHN GEFÄLLIGST IN RUHE!!! ICH HASSE DICH DU ELENDIGE KRÖTE!!! DU AUSGEBURT EINER HEXENWARZE!!!!"
Ihr Gesicht war vor Wut und Sorge verzerrt.
Tränen schossen ihr in die Augen und sie versuchte sie krampfhaft zurück zu halten.
Würde man sie jetzt frei lassen, sie würde sich nicht mehr halten und den Kerl einfach erwürgen oder ihm schlimmeres an tun, wovon kein Mann der Welt auch nur den Hauch eines Albtraums haben wollte.

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 10:09

Ganz zur Überraschung des Hexenmeisters lächelte Kylar, als er hörte, was für unflätige Ausdrücke die kleine Prinzessin von sich gab. Auch der Magier schien belustigt zu sein und schaute Kylar direkt in die Augen, was hatte er sich nun wieder für eine Gemeinheit ausgedacht? Kylar spürte, wie etwas in seinem Rücken brannte. Es war nicht wirklich schmerzhaft zumindest nicht, wenn er es mit den Schmerzen verglich, die ihm der Magier bisher zugefügt hatte. Das brennen breitete sich aus und wurde in seiner Intensität aber weit schwächer und dann hörte er ein metallisches Klicken. Er wusste nicht genau was es war, bis er spürte, wie die Fesseln, von ihm abfielen. Der Hexenmeister konnte kaum fassen was er sah und glotzte nur dumm aus der Wäsche. Kylar reagierte jedoch sofort. Er riss ihm mittels Magie das Schwert aus der Hand und zog Jelais mittels derselben macht zu sich herüber, dann sank er mit ihr auf den Boden, machte einige Handbewegungen und sagte etwas unverständliches. Eine Art Glitzern huschte Vor Jelais hin und her und verschwand dann. Er schützte sie mit einem zauber, der andere Zauber fern halten würde.
„Wie ist das möglich?“, hauchte der gemeine Mann und schrie dann: „Wie hast du das gemacht?!“
„Das sage ich gerade dir…“, antwortete Kylar und schleuderte den Hexenmeister durch den Raum. Die Fenster des Raumes platzten nach außen und Kylars Mantel wehte wie durch einen starken Wind um ihn herum. Kylar sah nicht sehr fröhlich aus, als er das Schwert gegen den bösen Mann richtete. „Bereit?“
„Deine Macht… ist… gigantisch…“ Der Mann ging auf die Knie und flehte um Gnade. Er schwor bei allem, was es gab, dass er sich ändern würde. Während Kylar immer weiter auf ihn zu ging. Eine Hand hatte er nach hinten gerichtet um zu signalisieren, dass Jelais sich nicht von der Stelle rühren sollte. „Dein Gewinsel wird dir nichts mehr nützen, Torak Devastor. Jemand der mir mit dem Tode droht, darf auf keine Gnade hoffen.“
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 10:19

Nicht nur Devastor sah dumm aus der Wäsche.
Auch Jelais stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben.
Wie bei allen guten Geistern, hatte Kylar das nun wieder angestellt?
Er hatte sie schon immer in Erstaunen versetzen können, doch dieses Mal war es wirklich überragend.
Das Schauspiel, welches sich ihr Bot war unglaublich.
Die Fenster schlugen hinaus, wurden regelrecht heraus gesprengt.
Er wollte den Kerl wirklich um bringen und das würde er auch tun, würde ihn nicht bald jemand aufhalten, was dann vermutlich zur Folge hätte, dass er einen weiteren Preis und somit eine weitere Rune erhalten würde.
"KYLAR NEIN!!! Tu es nicht!!!"
Panik klang in ihrer Stimme mit.
Jelais hatte unglaubliche Angst ihren geliebten Kylar zu verlieren.
Wie er es wollte, blieb sie zunächst stehen, doch viel es ihr unglaublich schwer.
"DU BIST BESSER ALS ER!!! HÖRST DU?"
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 10:26

Kylar fragte sich, was sie nun wieder hatte und Torak sah auch überrascht aus. Warum nahm sieh ihn nun in Schutz? Ohne weiter darüber nachzudenken, schleuderte er einen Feuerball auf Kylar, der mühelos abgewehrt wurde und schwang sich durch eines der Fenster nach draußen. Er entwischte den beiden gestörten Leuten und freute sich über sein Ablenkungsmanöver. Kylar sah ihm hinterher und biss die Zähne aufeinander.
„Was sollte das nun wieder?“, fragte er leise, als er zurück zu Jelais ging und prüfte, ob noch alles an ihr heil war. „Warum sollte ich ihn am Leben lassen?“
Er klang säuerlich und löste das Schild um Jelais wieder auf. Diese kleinen Zauber, waren zwar sehr anstrengend, aber auch richtig wirkungsvoll. Erst jetzt wurde ihm wieder bewusst, was für ein Risiko sie eingegangen war um ihm zu folgen. Dann sah er Moira durch eines der zersprungenen Fenster und sah, wie glücklich sie war. Er wiederholte, was er zuvor schon einmal gesagt hatte: „Ihr hättet nicht herkommen sollen.“
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 10:58

Idiot ...
Eigentlich wollte sie sich gerade milde stimmen lassen, doch seine säuerliche Stimme verhieß nicht gerade Begeisterung, was sie natürlich wieder dazu veranlasste, eben so gereizt zu reagieren.
"Oh danke schön Jelais da du dich meinetwegen in solche Gefahren begibst. Ach gern doch Kylar, es hat mich ja nur fast die Nerven und mein leben gekostet,"
sprach sie mal wieder für ihn und für sich selbst.
"Ich kann schlecht zulassen, dass sich ein sturer Bock wie du der eigentlich zu meinem Schutz da sein sollte, einem solchen Drecksack ausliefert. Ausserdem ... es gibt niemanden, der deinen Qualitäten als Leibwache gerecht werden könnte."
Wütend drehte sie sich um und stampfte aus dem Raum.
Immer wieder das selbe.
Was sollte sie ihm denn sagen?
Ich hätte ein leben ohne dich nicht ertragen.
Oh ja ... eine glänzende Idee.
Wahrscheinlich würde er dann antworten:
Aber Lady Jelais. Ihr könntet meine kleine Schwester sein oder gar meine eigene Tochter. Mehr als das empfinde ich nicht für euch und euer Vater wäre sicher nicht begeistert, wäre dem doch so.
Nein Danke. Da verzichtete sie doch lieber auf die Wahrheit und log ihm vor es nur aus Rufesgründen getan zu haben.
"Überhaupt ... So einfach kommst du mir nicht davon für die Sache von gestern. Das hat noch ein Nachspiel und dem wirst du dich nicht durch einen Selbstmord entziehen. Bring mich nun zurück zur Schenke,"
forderte sie in ihrem üblichen herrischen arroganten Ton.
Das sie ihm viel lieber um den Hals gefallen wäre und ihn geküsst hätte, würde ihm eh nie in den Sinn kommen.
Manchmal war Jelais wirklich von ihren eigenen schauspielerischen Künsten überrascht.
Das Gesicht von ihm abgewandt, sah sie sehr erleichtert aus.
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 11:21

Ich habe sie ja wohl nicht darum gebeten mich zu versuchen zu retten. Und überhaupt! Sie hat doch gar nichts getan! Er zog ein langes Gesicht, wie er es immer tat, wenn sie ihn so an maulte und er sich geschlagen geben musste und murmelte irgendwas unverständliches vor sich hin. Es war wie immer. Es war als sei nichts geschehen, aber es war etwas gesehen und Kylar würde es nicht vergessen. Sie sicher auch nicht, aber das war ein anderes Blatt er seufzte und sagte: „Wie ihr wünscht, Lady Jelais.“
Er rammte sein Schwert förmlich in die Scheide und trat aus dem Zimmer. Eine verdutzte Wache schaute ihn überrascht und entsetzt an, aber ein Blick Kylars ließ diesen Mann einfach weiter gehen, als habe er nichts gesehen. Das wiederum zauberte Kylar ein Lächeln auf die Lippen. Recht so. Er hatte es verdient so behandelt zu werden, schließlich war er ein mächtiger Mann, nicht wahr?
Er schlenderte mit Jelais zu Moria, die ihr glücklich um den Hals fiel, dann aber bemerkte, dass ihr das nicht zustand und sie trat beschämt zurück, lächelte jedoch still vor sich hin und schien sehr glücklich zu sein. Kylar kümmerte sich nicht weiter um sie und führte die beiden Mädchen zurück zur Taverne, wo der Wirt zur Begrüßung aufjubelte und ihm gleich eine Runde spendierte. Kylar grinst ein bisschen gehässig und nahm das Angebot dankend an.
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 11:30

Draußen angekommen, fiel Moira Jelais um den Hals.
Ein wenig überrascht aber auch erfreut, nahm Jelais diese Freude hin und lächelte sanft.
Kylar begleitete die Beiden zurück zur Schenke.
Auch der Wirt freute sich, trotzdem dank Jelais auch schon der eine oder andere Schaden entstanden war.
Kylar kam natürlich gleich wieder auf seine Kosten.
Jelais konnte das, was da geschehen war jedoch nicht einfach so vergessen.
"Kylar?"
Sie stand neben ihm und sah ihn fragend an, wie sie es als Kind schon immer getan hatte.
"Wie hast du das gemacht? Warum hast du dich nicht schon eher befreit?"
fragte sie ihn leise genug, dass nur er es in dem Getöse in der Wirtschaft hören konnte.
Es war ihr ein Rätsel, warum er sich erst solche schrecklichen Dinge hatte an tun lassen und dann plötzlich frei war.
Moira half dem Wirt, der zur Feier des Tages eine Runde nach der Anderen aus gab.
Jelais mochte sie wirklich sehr gern und trug sich mehr und mehr mit dem Gedanken sie zu bitten, sie zu begleiten.
Denn noch gehörte Momentan ihre ganze Aufmerksamkeit Kylar.
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 11:43

Es war ziemlich ungewöhnlich für Jelais ihm nicht gleich zu verbieten zu trinken, oder ihn zusammenzustauchen. Er hätte gedacht, sie würde sich wieder irgendeine Gemeinheit ausdenken, aber offensichtlich beschäftigte sie irgendetwas und dann stellte sie sich auch noch so unschuldig hin, wie sie es früher immer getan hatte, wenn sie irgendetwas wissen wollte, was sie eigentlich gar nichts anging. Kylar verharrte mit dem Bierkrug in der Hand gerade in der Position, kurz bevor er trinken würde und sah ihr in die kullerrunden Augen, in denen die Fragezeichen förmlich aufblinkten. Diesen Ausdruck kannte er gut und nur selten konnte er sich dagegen wehren. Wie sollte er es erklären? Er wusste es selbst nicht so recht.
„Ihr würdet es ohnehin nicht verstehen“, er trank schnell einen Schluck und sah dabei so unschuldig aus, wie jemand, der mit einem prall gefüllten Goldsack aus einem Geschäft rannte. Er würde nicht zugeben, dass er es nicht wusste.
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 11:51

Augenblicklich verzog sich ihre Miene.
War ja klar, dass dieser Kerl mit einer Vorgefertigten Antwort an käme, die übersetzt bedeutete: Ich habe überhaupt keine Ahnung.
Warum konnte er ihr nicht einfach sagen, dass er es nicht wusste?
Männer ... wer verstand ihren falschen Stolz schon.
"Wirt! Er bekommt ab jetzt nicht einen Tropfen mehr. Auf ein solches Spektakel wie gestern kann ich gut und gern verzichten!"
Es klang wie ein Befehl und der Wirt verstand genau, was Jelais damit bezweckte.
Natürlich würde es Kylar nicht gefallen, doch das war ihr völlig egal.
"Übrigens,"
begann sie mit Zuckersüßer Stimme in Kylars Richtung.
"Ich bin nicht auf den Kopf gefallen, also stellt mich nicht dar, als wäre ich eine dumme Gans, die nicht gebildet genug ist, um eins und eins zusammen zu zählen. Nur zu deiner Information ... Ich bin nicht mehr das kleine naive Mädchen, sondern ich bin erwachsen geworden und weiß meinen verstand wohl ein zu setzen!!!"
erklärte sie, wobei das Zuckersüße in der Stimme nun gänzlich einer wütenden Stimme gewichen war.
Eine weitere Szene die Kylar vor versammelter Mannschaft vor sich ergehen lassen musste.


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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 11:59

Es war ihm ein Bedürfnis, ihr einfach einen zauber aufzuerlegen, der ihre Stimme abstellen würde. Aber er würde natürlich niemals einen zauber auf die junge „Lady“ wirken. Er wusste nicht, was sie mit ihm machen würde, wenn er das täte. Er stellte sich vor, wie die Lippen einfach verschlossen bleiben wurden, als wären sie zusammengewachsen. Er musste lächeln und hörte genau zu, was sie zu sagen hatte. Natürlich war sie nicht dumm. Eine Tatsache, die er sehr schätzte. Sie war genauso schlau, wie sie hübsch war. Sie wäre eine exzellente Gelehrte, wenn sie sich nicht immer benehmen würde, als habe sie zu viel Kaffee getrunken.
„Ihr seid also kein Kind mehr? Dafür benehmt ihr euch aber wie eins.“
Wenn sie nicht so frech gewesen wäre, hätte er ihr vielleicht sogar Auskunft darüber gegeben, was er vermutete, dass vorgefallen war, aber offensichtlich war ihr das nun auch wieder egal. Das alle anderen schon wieder schauten, war ihm egal. Sein Satz hatte gesessen. Und auch wenn er es gleich bereuen würde, freute er sich sehr über diesen Triumph. Diesen kleinen Sieg konnte ihm niemand nehmen. Er war kein großer Redner, wenn es darum ging, sich mit Frauen zu streiten, aber ab und an war ihm doch ein kleiner Sieg vergönnt.
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 12:04

"Es ist wohl kaum eine Kunst sich wie ein Kind zu benehmen, wenn man einem in Mannsgestallt gegenübersteht, das geradezu darum bettelt, immer wieder belehrt zu werden!"
konterte sie, mit dem Wissen, dass er mit so etwas wohl kaum gerechnet hatte.
Sollten sie alle nur dumm gucken.
Ihr konnte es recht sein.
Vielleicht würde er ihr später noch etwas dazu sagen, doch wollte sie ihn nun nicht noch vor aller Augen erneut damit behelligen.
Die Neugierde war zwar groß, aber nicht groß genug um ihn zu zwingen, oder eher so lange zu betteln, bis er seine Geheimnisse hier vor aller Ohren ausplauderte.
Schließlich brauchte auch er seine kleinen Geheimnisse.
Warnend wurde dem Wirt ein Blick zu geworfen, der nur die Hände abwehrend hob, als wolle er sagen:
Ich habe nichts damit zu tun und halte mich voll und ganz raus.

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 12:13

Es war ihm ein absolutes Rätsel, wie eine einzelne Person so verdammt nerven konnte. Es war ein Willkommensfest, aber davon abgesehen, hatte er ohnehin keine Lust weiter zu trinken. Er lächelte dünn und ihm kam ein Gedanke. Er hatte sich ein bisschen von Jelais abgeschaut, wenn es um Wortverdrehung ging und sagte: „Haltet ihr euch etwa für einen Mann?“
Zugegeben, es war nicht ganz so einfallsreich, aber immerhin hatte er das letzte Wort. Und dann fügte er noch hinzu: „Dann braucht ihr ja doch keine Zofe…“
Aus trotz trank er sein Bier leer und stellte den Humpen hörbar auf den Tresen. Dann sagte er sehr freundlich zum Wirt: „Bitte die Luft raus lassen.“
Dem armen Mann traten die Schweißperlen auf die Stirn und er schaute zwischen Kylar und Jelais hin und her, füllte nebenbei den Krug, stellte ihn jedoch noch nicht vor Kylar ab.
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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 12:21

Warnend sah sie zum Wirt.
Wehe er würde ihm nun was anderes als Wasser oder etwas anderes NICHTalkoholisches geben.
"Oh nein... Ich brauche sie sicher nicht, aber offenbar habt ihr ein Kindermädchen nötig, dass euch noch die Windeln wechselt und die Milch hinterher schleppt!"
schnaubte sie wütend und tat das, was sie immer tat, wenn sie wieder einmal mehr auf 180 war und um Kylar besorgt war.
Sie drehte sich um, stampfte die Treppen herauf und ließ die Tür krachend ins Schloß fallen.
Ob er nun noch trank oder nicht, war ihr einerlei.
Es war noch recht früh am Tag und eigentlich hatte sie nicht geplant sich den ganzen Tag im immer ein zu schließen, doch das tat sie nun aus trotz.
Wenn nun jemand rein wollte, musste er entweder durch das Fenster einsteigen oder eben die Tür aufbrechen, wobei sie Kylar letzteres ohne weiteres zu traute.
Moira hatte das ganze beobachtet und schmunzelte vor sich hin.
Wie konnten zwei menschen, die sich so nahe standen, sich so gehörig dagegen wehren, was für andere schon offensichtlich war?
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BeitragThema: Re: Imperia   Fr Jan 28 2011, 01:10

Es sah ihr wiedermal ähnlich einfach so abzuhauen und dann wieder in ihrem Zimmer rum zu schmollen. Moira fand es offensichtlich ziemlich witzig, aber was kümmerte ihn das? Er der Wirt stellte das Bier auf die Theke und Kylar lehnte sich auf den Tresen auf. Er sah den armen Mann mürrisch an und sagte dann: „Warum habt ihr sie hinterher geschickt?“
Der Wirt erbleichte und wollte gerade sagen, dass Selbstmord einem edlen Helden wie ihn nicht sehr gut stehen würde, aber er biss sich auf die Zunge, schließlich konnte er sich noch sehr gut daran erinnerte, was Kylar von diesen Heldengeschichten hielt. Er riss sich zusammen, zuckte mit den Schultern und sagte: „Ich schätze ich mag euch einfach.“
Kylar sah ihn verdutzt an und der Wirt wischte ein Glas trocken. Ein bisschen verärgert über diese unbefriedigende Antwort und die Tatsache, dass Jelais schon wieder weg war, Ließen ihn das Bier trotzdem noch leeren. Eine junge Frau gesellte sich zu ihm und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
Sie war wirklich sehr hübsch und Kylar gefiel was er sah. Ihr Kleid war eng geschnitten und ihr Rock zu kurz, als dass ihn eine gewöhnliche Frau einfach so getragen hätte. Sie schenkte ihm einen vielsagenden Blick und Kylar grinste ein bisschen erfreut, aber auch ein wenig unsicher. Er hatte schon ewig nicht mehr… Er lud die Dame kurzerhand auf ein Getränk ein.
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BeitragThema: Re: Imperia   Fr Jan 28 2011, 02:00

Auf ihrem Zimmer zu schmollen war wahrscheinlich das blödeste, was ihr einfallen konnte.
Für die Frauen dort unten, war Kylar der Held und hatte sie alle befreit von einer Tyrannei, die kaum mit Worten zu beschreiben war.
Eigentlich war es doch dann auch klar, dass sich da die eine oder andere an seinen Hals schmeißen würde.
PAH ...
So weit käme es ja wohl noch.
Von wegen.
Ach und wenn.
Als hätte er nicht schon ....
Noch wütender als eben schon, schritt sie zur Tür und hämmerte einmal mit einem Wutaufschrei gegen die Tür.
Was sollte sie nun tun?
Auf der einen Seite wollte sie wieder hinunter gehen, auf der anderen Seite ... wäre das wieder ein Nachgeben und es würde schon recht dumm aus sehen, es sei denn, sie wollte Moira holen oder eben etwas anderes, da ja hier oben nichts mehr interessantes war.
Eine verzwickte Situation.
Natürlich könnte sie von ihm nicht verlangen in Keuschheit zu leben, aber musste sie dann mit dem Gedanken leben, er könne mit einer anderen das Bett teilen?
Alleine die Vorstellung ließ ihr Herz bluten.
Kreidebleich wurde sie bei dem Gedanken er könnte sich hier in eine andere verlieben.
Ihre Gedanken wurden jedoch durch etwas anderes unterbrochen.
Ein grüner Nebel entstand plötzlich auf dem Boden, der sich zu einer Schlange formte, die sofort auf Jelais zu schoss und promt in Jelais Bein biss.
Jelais schrie laut auf.
Sie schob sich von dem Tier weg, welches sich unmittelbar wieder auflöste,
Vorsichtig, mit schmerzendem Bein, stand sie wieder auf.
Der Schock saß ihr in den Knochen.
Vom Fenster aus, konnte sie den Kerl erkennen, der zuvor sein heil in der Flucht gesucht hatte.
Hämisch grinste er Jelais an, die angsterfüllt nur noch einen Gedanken hatte.
Kylar.
Sie ging zurück zur Tür, schloß sie auf und betrat den Flur.
Übel wurde ihr und schwindelig.
Sie tastete sich die Wände entlang und hielt bei der Treppe an.
Kalter Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn, als sie kreidebleich die Treppe versuchte herunter zu gehen.
Langsam begann sich alles zu drehen, doch sah sie Kylar schon.
"Kylar,"
brachte sie noch hervor, ehe ihr schwarz vor Augen wurde.
Mouira schrie erschrocken auf, als Jelais plötzlich die Augen verdrehte und fiel.
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BeitragThema: Re: Imperia   Fr Jan 28 2011, 02:43

Kylar unterhielt sich mit der Dame, die ihm erzählte, wie es dazu gekommen war, dass man sie verschleppt hatte. Diese Männer, die aus ihr eine Hure machen wollten, wussten nicht, dass sie ohnehin schon in Gewerbe zwischen den Laken tätig waren. Sie erzählte das ohne auch nur rot zu werden oder sich gar dafür zu schämen. Sie war eine Edelhure und wollte sich auf ihre Weise bei Kylar bedanken. Als dieser sein Getränk geleert hatte und gerade auf sein Zimmer gehen wollte – natürlich nicht alleine – fuhr ihm ein Schreck durch die Glieder, der ihn Beine warm und Gesicht bleich werden ließ. Hatte er da nicht gerade eben einen Schrei gehört? Er sprang auf, wobei er den Barhocker nach hinten schleuderte und Richtung Treppe rannte. Da stand Jelais schon oben und Moira schrie entsetzt auf. Sie fiel nach vorne über und er war noch nie in seinem Leben so schnell eine Treppe hinauf gehastet, wie in diesem Augenblick. Er fing sie auf und wähnte sie sicher in seinen Armen. Er blickte auf ihr lebloses Gesicht. Was war passiert? Sie atmete noch. Aber sie hatte Fieber. hohes Fieber. Ihre Atmung war viel zu schnell und ihr gesamter Körper schwitzte, als säße sie in einer Sauna. Ihr kleines Herz hämmerte gegen die Brust und ihre Haut war wachsartig. Kylar schossen Tränen in die Augen die er hastig wegblinzelte, wobei sie ihm die Wangen runter rannen.
„Einen Arzt…“, sagte er verzweifelt. „VERDAMMT NOCH MAL, WO IST HIER EIN ARZT?!“, brüllte er mit tränen erstickter Stimme. Moira packte ihn am Arm und zog ihn mit sich. Kylar bewegte sich wie in Trance und folgte ihr. So schnell sie konnten rannten sie durch die Straßen und Kylar viel nicht auf, dass der Magier das Schauspiel beobachtete und in sich hinein lachte. Erst als ein Geschoss aus grünen Flammen neben ihm einschlug bemerkte er was los war. Er stolperte fast, konnte sich aber noch fangen.
Was nun?
„Hör auf!“, befahl er dem Hexer und setzte seinen Weg fort. Er musste erst Jelais in Sicherheit bringen, dann konnte er sich über den Störenfried kümmern. Ein weiteres Geschoss dieses Mal traf es auf den Mantel Kylars, der das Hexenfeuer einfach reflektierte. Kylar schwor diesen Mann zu töten, aber erst, wenn er Jelais in Sicherheit gebracht hatte.
Moira riss an seinem Arm und drängte ihn in eine Nebengasse, wo er das Schild letztlich schon sehen konnte. Er war erleichtert und betrat ohne zu fragen das Gebäude. Überrascht schaute ein Mann, der vollkommen in Schwarz gekleidet war auf. Außer Atem schaute Kylar zurück und das flehen in seinen Augen veranlasste den Mann dazu sofort zu reagieren.
„Was ist passiert?“ Kylar schüttelte den Kopf, während er Jelais auf den Tisch legte, der offenkundig dazu benutzt wurde Menschen darauf abzulegen, um sie zu behandeln. „Ich weiß es nicht.“
Die Tür wurde eingetreten und der Magier stand im Raum bereit einen neuerlichen Ball zu werfen. Jetzt platzte Kylar vor Wut. Stieß einen Schrei aus und katapultierte den unverschämten Hexer aus der Praxis. Moira trat zu dem Arzt und verwies auf die parallelen Locher in Jelais Bein, welches schon begonnen hatte sich rot und blau zu färben.
Kylar wendete sich Jelais zu und sah ihr Bein an. Er war zu verwirrt und hatte zu viel Angst, als klar zu denken. Dennoch streckte er seine Magie aus, um Jelais abzutasten. Er war kein Heiler, konnte kein Gift neutralisieren, aber er wollte wissen, was mit ihr los war. Der Arzt schob ihn zur Seite. Er setzte eine Art Saugglocke an und pumpte wie ein irrer Blut und zugleich Gift aus der Wunde.
Wieder betrat der Hexer das Gebäude. Und jetzt riss Kylar der Geduldsfaden. Er brüllte Torak an: „Du willst wirklich sterben, nicht wahr!?“ Er zog sein Schwert, nahm sich seinen Stab vom Rücken und katapultierte den Mann von neuem aus dem Raum. Nun er hatte es zumindest versucht, aber dieser Mann hatte dazugelernt und konnte sich mittlerweile gegen diese Angriffe wehren. Er trieb den Kerl trotzdem nach draußen und ließ Moira bei Jelais zurück. Eine Weile hörte man noch Kampfgeräusche, aber dann wurde es still. Sie hatten sich offenbar weiter von diesem Haus entfernt.
Der Arzt kümmerte sich um die Vergiftung. Er wusste nicht, was für ein Gift es gewesen sein musste, aber er besaß genug Erfahrung und genug Magie, um dem Mädchen zu helfen. Sie würde schnell wieder fit sein.
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BeitragThema: Re: Imperia   Fr Jan 28 2011, 03:04

zunächst schien sie in ein endlos tiefes schwarzes Loch zu fallen, doch dann, landete sie auf einer großen warmen Fläche, welche sich durchaus gut an fühlte.
Sacht fuhr ihre Hand über die Fläche, denn sehen konnte sie zunächst nichts.
Schuppen schienen es zu sein, und worauf auch immer sie gelandet war, es schien zu atmen.
Ein Lichtschein aus der Ferne wurde größer, als würde die Sonne auf gehen.
Sie bewegten sich auf das Licht zu und bald schon erkannte Jelais, dass es ein Drache war, der sie im Fall aufgefangen hatte, und nun zu dieser Sonne brachte.
Nichts und niemand ausser ihnen war da, bis plötzlich eine Hydra auftauchte, die mit ihren Köpfen nach dem Drachen und nach Jelais schnappte.
Ängstlich klammerte sie sich an den Drachen, der scheinbar nicht auf zu halten war.
Plötzlich landete der Drache und ließ Jelais ab steigen.
Die Hydra folgte ihnen und ließ eine Schlange aus ihrem Maul fahren, die Jelais nach schlängelte, sie erneut zu beißen.

"Schlange ... grün ... Nebel ..."
fantasierte sie im Delirium, während sich ihr Albtraum fort setzte.
Fragend sah Moira den Arzt an, der scheinbar im Moment auch nichts damit an zu fangen wusste.

Jelais lief um ihr Leben, während sich der Drache weiter und weiter entfernte, um die Hydra zu jagen.
Ein Blutegel hatte sich an ihr Bein geheftet, welcher gerade das Blut aus ihr heraus saugte.
Es wurde abwechselnd heiß und kalt und sie glaubte durch eine Hölle laufen zu müssen.
Der Blutegel füllte sich, wobei Jelais schwächer wurde und schließlich fiel, doch die Schlange, welche vorhin noch hinter ihr war, wurde kleiner und kleiner, bis sie nur noch ein Wurm war, der schließlich auch endlich verschwand.

Jelais schlug zwar die Augen auf, stand aber noch immer unter Schock und verdrehte sie immer wieder.
Wieder sprach sie von einer Schlange und grünem Nebel.
Dann rief sie nach Kylar, wobei ihr Tränen über die Wangen liefen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Fr Jan 28 2011, 03:22

Moira betrachtete ihre Freundin und ihr wurde Angst und Bange. Sie war in einer Art Traum. gefangen, rief nach Kylar, rief nach ihrem Beschützer und nach ihrem Liebsten. Ihr war sehr wohl bewusst, dass die beiden einander mehr liebten, als sie es zugeben wollten. S war ihr ein Gräuel mit ansehen zu müssen, wie die beiden sich immer wieder wegen nichts stritten. Was sollte sie tun? Kylar war nicht da und sie konnte ihm wohl kam nachlaufen. Sie fing an zu beten. Für Jelais und für Kylar, der es sicher auch nicht leicht haben würde. Zumal dieser ja auch immer noch angeschlagen war. Sie griff nach Jelais Hand und drückte sie leicht, als sie wieder zu sich kam.
„Er kommt bald wieder. Er kommt bestimmt bald zurück.“, flüsterte sie ihr immer wieder zu und der Heiler wusste bald, dass Jelais von einer magischen Schlange gebissen worden war, deren Gift jedoch ähnlich wirkte, wie ein Gift einer normalen Schlange. Der Körper der jungen Frau wehrte sich noch immer gegen das Gift, aber es würde bald vorbei sein. Er mischte ein paar Kräuter und goss einen Tee auf. Der Tee würde das Mädchen beruhigen und ihrem Körper gut tun.

Kylar hatte den Magier weit weg geführt und kämpfte mit aller Macht gegen diesen Mann an. Er hasste diesen Kerl so sehr, dass er seine übliche Vorsicht und sein ihm zu eigen seiendes taktisches Gespür vollkommen weggelassen und bekämpfte diesen Mann, wie ein Geisteskranker. Zorn und Hass vernebelten ihm die Sicht. Er wurde hart von der Seite getroffen und die Sicht verschwamm. Als er am Boden lag und sich aufzurichten versuchte, sah er, wie ihm Blut von der Wange tropfte. Das brennen auf seiner Haut ließ ihn stutzen und er fasste sich aus sein Gesicht, zuckte zurück und erkannte, dass ihn das Hexenfeuer erwischt hatte. Er blickte hinauf zu dem Magier, der immer so viel Abstand wie möglich hielt und brachte in letzter Sekunde noch einen Schild zustande, der ihm vor einer weiteren Schmerzhaften Verbrennung schützte. Er saß auf allen vieren und schaute zu dem Mann auf, der ihn zu verhöhnen schien.
Die Macht in Kylar wuchs in ihm an und schwoll zu einer unaufhaltsamen Woge der Vergeltung heran. Er kreuzte Schwert und Stab und griff nach seiner Macht. Dann ließ er sie in dem Augenblick los in dem Er Schwert und Stab nach vorne Streckte. Das sah so aus, als wolle er sein Schwert am Stab schleifen. Die entstehende Druckwelle, die nach vorne sprang, war so dünn und so scharf, dass sie den Magier einfach durchdrang und ihn in zwei Teile spaltete. Das überraschte Gesicht dieses Mannes verriet, dass er noch nicht glauben konnte, dass er jeden Moment tot sein würde. Kylar brach zusammen und blieb reglos liegen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Fr Jan 28 2011, 03:46

Zwar nahm sie die Worte Moiras wahr, doch war sie noch immer immer zwischen Traum und Wirklichkeit gefangen.
Es war ein Kampf der ihr aussichtslos erschien.
Der Drache war in weiter ferne, biss der Hydra einen Kopf nach dem anderen ab, der immer und immer wieder nach wuchs und schließlich ... erwischte er das Herz der Hydra, die endlich leblos zusammen fiel und sich auf löste.
Der Drache selbst schien sehr geschwächt und eben so verletzt.
Er blieb reglos auf dem Boden liegen, die Augen geschlossen, doch noch atmend.
"Kylar ... Moira ... bitte ... geh zu ihm,"
bat sie Moira, noch halb im Delirium.
Sie war so unglaublich müde, doch wollte sie nicht einschlafen und schon gar nicht, ohne zu wissen, dass es Kylar gut ginge.
ihr bein schmerzte und brannte wie verrückt.
Jelais versuchte sich auf zu richten um auf zu stehen und Kylar selbst zu suchen, doch ihr Körper versagte ihr den Dienst.
Das ein Schlangenbiss einer magischen Schlange sie innerhalb kürzester Zeit so nah an den Rande des Todes bringen konnte, hätte sie im Leben nie geglaubt.
"Kylar ... verlass mich nicht, "
murmelte sie leise.
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BeitragThema: Re: Imperia   Fr Jan 28 2011, 04:13

Moira verstand nicht, was Jelais von ihr wollte, aber sie verstand sehr wohl, dass es ihr schrecklich ging. Sie wollte sie nicht alleine lassen, legte sie sanft wieder hin. Auch der Arzt bedeutete ihr, dass sie besser nicht aufstehen sollte. Was diesen Magier betraf, der vorhin hier gewesen war und den anderen Hexer vertrieben hatte, so machte er sich darüber keine Sorgen. Er schien alles im Griff zu haben. Dennoch nickte er Moira zu, die auf die Straße trat und anfing Kylar zu suchen.

Kylar griff nach seinen Pfaden. Sie schienen in Ordnung zu sein. Der Einsatz der ganzen Magie hatte ihn stark geschwächt, aber das fürchterliche Brennen auf seiner Haut, empfand er als wesentlich schlimmer. Er öffnete langsam die Augen. Nein er öffnete nur das rechte. Er fluchte und befürchtete das schlimmste. Er konnte versuchen, sich heilen zu lassen, aber er wusste, dass er eine Narbe behalten würde. Nun, er hatte sich an Narben gewöhnt, aber im Gesicht? Er hasste diesen Wiederling von einem Hexer und versuchte sich aufzurichten. Sein Mantel war vollkommen in Ordnung, nicht einmal hexenfeuer, konnte ihn verbrennen. Kylar hatte es geschafft sich auf alle viere zu stützen und begann dann langsam sich an der Hauswand, vor der er stand, hochzuziehen. Dabei viel ihm auf, dass auch seine linke Hand verbrannt war. Er fluchte noch einmal und fragte sich laut: „Warum immer dieselbe Seite? Warum immer links?“ Als er endlich stand, benutzte er seinen Stock als Stütze und humpelte zurück in Richtung des Arztes. Die linke Seite seiner Hose, war völlig zerfetzt und das Fleisch darunter war ebenfalls verbrannt. Selbst ein ganzes Stück seines unteren Bauches war verbrannt. Offensichtlich hatte der Mantel im Wind geweht und seine linke Seite ungeschützt gelassen. Mit nur einem geöffneten Auge und einer Kraft, die dem eines Säuglings glich bewegte er sich durch die Straßen, als er mit einem mal Moira ausmachen konnte. Sie stürzte auf ihn zu und machte ein entsetztes Gesicht, als sie ihn betrachtete.
„So schlimm?“, keuchte er und Moira nickte zaghaft. Der Schmerz würde Kylar sicherlich erst später umhauen. Im Moment war sein ganzer Körper noch auf Flucht und Adrenalin eingestellt. Weswegen seine Sinne den Schmerz unterdrückten. Sie brachte ihn zu dem Heiler, der ihn ebenso entsetzt anschaute, wie Moira zuvor. Die Brandwunden an seinem Körper mussten fürchterlich aussehen. Doch bevor er sich noch irgendwie behandeln ließ, humpelte er zu Jelais und kniete sich nieder. Er betrachtete ihr Gesicht, welches nicht mehr so krank aussah, wie er es in Erinnerung hatte. Er war erleichtert und der Heiler erklärte ihm kurz, was er wusste. Kylar lächelte und legte seine rechte Hand auf ihre Wunde. Dann griff er nach seiner macht und ein Beben durchfuhr ihn. Ein grünlicher dampf fuhr aus den zwei Löchern und seinen gespreizten Fingern hinauf und verpuffte. Der Arzt sah ihn seltsam an und dann konnte er gerade noch verhindern, dass Kylar umkippte. Er half ihm auf und bedeutete ihm, sich auf eine provisorisch gebaute Liege zu legen. Kylar strich Jelais sanft über die Wange. Das Lächeln in seinem Gesicht schmerzte, aber er konnte es nicht abstellen. Er wusste nämlich, dass Jelais gesund werden würde und das war alles, was zählte.
Bereitwillig ließ er sich helfen, sich seiner Sachen zu entledigen und Moira bestaunte die Runen und auch die Narben auf seinem muskulösen Körper. Sie konnte sich kaum abwenden, aber als der Arzt ihn dann vollends entkleidete tat sie es doch und errötete. Kylar bekam kaum noch etwas mit. Der Schmerz hämmerte durch seine Glieder und er versuchte so gut es ging einzuschlafen. Leider war ihm das nicht vergönnt und er schloss die Augen einfach so. Seinen Gehilfen hatte der Arzt nach irgendwem ausgeschickt, aber Kylar verstand kaum etwas. Er dachte an Jelais und versuchte so gut es ging zu ertragen, was der Arzt mit ihm machte.
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