Come, you children, listen to me, I will teach you the fear of the lords
 
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 Imperia

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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 02:57

Ok... er hatte es nicht gewusst und schon kam die nächste blöde Frage hinterher, doch sah sie auch ohne weiteres dazu zu sagen, dass es ihm wie Schuppen von den Augen fiel, was sie eigentlich gemeint hatte.
Auf seine relativ patzige oder besser ... nörgelige Frage, warum sie die Entscheidung nicht selbst träfe, erwiderte sie sehr leise:
"Weil ich großen Wert auf deine Meinung lege."
Schnell griff sie zu der Tasse Kaffee, die mehr Milch als Kaffee enthielt, und trank ein wenig davon.
Als sie fertig war, stellte sie das ganze ab, stand auf und sah zu ihm auf.
"Wenn du baden magst, dann tu das. Was bitte ist so wichtig, dass du es vorher erledigen willst?"
fragte sie neugierig, erwartete jedoch keine Antwort.
"In der ganzen Stadt sind Boten unterwegs, die den Familien Mitteilen, dass ihre Töchter hier sind. Auch das tote Mädchen wurde bereits auf den Friedhof gebracht."
Was auch immer er vor hatte, es schien mit der Sache vom Vortag zu tun zu haben.
In der Schenke sprach man über nichts anderes und auch auf den Straßen verbreiteten sich die Neuigkeiten rasant schnell.
"Es sieht so aus als seiest du nun der Held der Stadt,"
stellte sie Fest, wobei sie den Blick gesenkt hatte.
Normaler Weise tat sie das nie, doch es war irgendwie eine Form der Ehrerbietung und außerdem der Dankbarkeit ihm gegenüber.
Als der Mantel noch auf dem Boden gelegen hatte, war tatsächlich die Rose noch immer eingestickt, die sie mit so viel Liebe eingestickt hatte und die ihm als Schutz dienen sollte, gegen jegliche Angriffe oder was immer ihm zu stoßen konnte.
Ein Lächeln legte sich für einen kurzen Moment auf ihre Lippen, welches eben so schnell wieder verschwand, wie es aufgetaucht war.
Er hatte sie nicht gesehen oder aber er hatte sie gesehen und sie als einziges Werk auf dem Umhang gelassen.
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Kylar

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 03:50

Kylar hörte erstaunt zu, dass bereits Boten geschickt wurden und die junge Frau auch schon zu einem Friedhof gebracht worden war. Kylar hätte Jelais gar nicht zugetraut, dass sie so viel Weitsicht für andere Menschen hatte. Er würde trotzdem noch mal fort gehen. Er musste noch etwas anderes erledigen und er hatte keine Ahnung, dass Jelais die Vermutung bereits gedacht hatte, dass Kylar diesen Mann töten würde, wenn sie ihm sagte, dass er eigentlich Jelais nehmen wollte. Eigentlich wollte er nur wissen, ob dieser Kerl immer noch gefesselt dort lag oder ob ihn jemand befreit hatte.
„Wie auch immer. Es wird nicht lange dauern.“
Er klang schon wieder viel reservierter, als am Morgen oder am vergangenen Abend. Fast kühl. Es stand ihm nicht zu Jelais auch nur anzusehen, als würde er sie mehr mögen, als nur als Herrin. Er war loyal und vor allem diente er seinem Herren, ihrem Vater.
Er betrat den Gang und als er die Tür aufmachte schauten ihn auch schon sechs Paar Augen an. Erschrocken wäre er fast zurück ins Zimmer getaumelt, aber er riss sich zusammen und noch bevor er irgendwas sagen konnte, würde er schon mit Danksagungen überschüttet. Die Mädchen waren offensichtlich einige aus dem Gefängnis, aus dem er sie befreit hatte. Er hielt die Hände in Abwehrhaltung vor sich und versuchte sich vorbei zu drängen. Seine Wangen brannten und waren gerötet. So viel Dank hatte er nicht erwartet. Diese Mädchen beschämten ihn ein wenig und als er mühsam zu verstehen gab, dass er es eilig habe, schauten sie ihm etwas trübselig hinterher, ließen ihn aber in Ruhe.
Auf der Straße wurde er auch zwei drei Mal angesprochen, aber jedes Mal tat er so, als würde man ihn verwechseln, er wollte nicht, dass man ihn als Helden bezeichnete, schließlich war er das ja auch nicht. Jemanden zu töten, war keine Heldentat, auch nicht, wenn derjenige noch so böse war. Es diente nur der eigenen Genugtuung. Kylar war kein Held.
In der Scheune angekommen riss er die Tür auf. Die tote Frau, war tatsächlich weg, und der Leichnam des schrecklich bösen Mannes auch. Er versuchte sich erst gar nicht auszumalen, was sie mit ihm gemacht haben mochten. Anschließend ging er in die andere Hütte. Der Mann hing dort immer noch. Und er schien auch noch zu leben. Na ja halbwegs. Es sah so aus, als hätte man ihn verprügelt. Wer, um alles in der Welt, verprügelte denn einen gefesselten Mann? Kylar band ihn los und stupste ihn mit dem Fuß an. Glasige Augen blickten zu ihm auf. Der Mann musste schrecklich leiden.
„Wer hat das getan?“, fragte Kylar. Aber er bekam keine Antwort. Er bekam nur ein Stöhnen zur Antwort. Dann packte er den Mann am Kragen und fragte erneut. Dieser hustete und bat ihn, wenn er es ihm sagte, ihn zu töten. Kylar nickte und der Mann zog ihn schwach zu sich hinunter. Er flüsterte einen Namen, der Kylar gar nichts sagte, aber er erfüllte sein Versprechen und zog sein Schwert. Der Mann lächelte, als Kylar ihm die Klinge durch sein Herz trieb. Keine Rune erschien. Nichts veränderte sich.
Anschließend kehrte er zurück zur Herberge, wo er wieder von unzähligen Frauen umgeben war, die ihm Gaben reichen wollten, um sich zu bedanken. Aber er lehnte alles ab.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 04:02

Jelais Sorge um den Hünen von Mann, war sicher nicht begründet, denn er konnte sich wunderbar selbst helfen.
Denn noch hatte sie schon als Kind immer die Angst gehabt, er könne nicht wieder zurück kehren.
Das er sich ihr gegenüber so kalt benahm, tat ihr weh.
Es brachte ihr immer wieder einen Stich ins Herz bei.
Sie nahm sich die Freiheit das Zimmer ein wenig in Ordnung zu bringen, etwas das sie früher nie getan hätte.
Anschließend ging sie hinüber in ihr eigenes Zimmer, wobei sie etwas Brot und Schinken, wie auch Honig... eigentlich die Reste des Frühstücks, mit sich nahm und leise ein trat.
Moira war gerade dabei auf zu stehen.
Sina hatte ihr Kleidung gebracht.
Jelais stellte das Frühstück auf dem Tisch ab.
"Bedien dich. Wir haben schon gefrühstückt. Und dann ... erzähl mir ein wenig von dem Leben, dass die Leute hier führen. Bitte nicht das der Reichen, sondern das, der normalen Menschen. Ich kenne es nicht und habe gestern Dinge gesehen, die ich nie erwartet hätte."
Ihr Gesichtsausdruck war ernst und Nachdenklich.
Zwar hatte der Tränenschleier vieles für sie unsichtbar werden lassen, doch hatte sie auch das Elend in dem Viertel gesehen, vor dem man sie Zeit ihres Lebens geschützt hatte.
Vermutlich hätte Kylar es sie nicht sehen lassen, wäre er wach gewesen, doch er war ja bewusstlos gewesen und konnte somit das alles nicht verhindern.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 04:40

Kylar ging zum Wirt und ließ sich Badewasser warm machen. Sofort wurde er gefragt, ob er ein Bier haben wollte, was er jedoch höflichst ablehnte. Er hatte keinen Grund zu trinken. Ihm ging dieser Name nicht mehr aus dem Kopf: Torak Devastor Wer konnte das sein? Er nahm sich vor später Nachforschungen anzustellen. Der Mann, der von diesem Torak zusammengeschlagen worden war, sah ziemlich übel aus und warum immer dieser Torak das getan hatte, wusste Kylar, dass er den Mann gekannt haben musste. Vielleicht war er der Wirkliche Anführer. Kylar wollte aber zuerst baden ehe er sich weiter damit befasste.
Er schlenderte in den Keller und ein Mädchen wartete bereits auf ihn. Es war weder Sina, noch Moira. Trotzdem kannte er sie irgendwoher. Sie sah sehr hübsch aus und ihr braunes Haar fiel ihr in Locken über die Schulter. Dann ließ sie einen Riemen von der Schulter gleiten und machte ein paar Schritte auf Kylar zu. Sie sah verführerisch aus und duftete wie eine Blume.
„Soll ich euch helfen?“, fragte sie mit kehliger Stimme und zwinkerte ihm zu. Kylars dünnes Lächeln wurde zu einem belustigten Grinsen und die Dame wirkte für den Hauch einer Sekunde verunsichert. Wartete jedoch ab, wie Kylar reagieren würde.
„Das könnt ihr nicht. Und bitte… zieht euch wieder an. Ich habe keine Lust euch zu dem zu machen, wovor ich euch rettete, Fräulein.“
Er hatte erkannt, dass es eine der Damen war, die er freigelassen hatte. Kylar hatte zwar nie eine Freundin gehabt oder gar eine Frau, aber das bedeutete nicht, dass er noch niemals eine nackte Frau gesehen hatte. Im Gegenteil. Er kannte sich gut aus. Schließlich gab es Frauen, die es gern taten und ihren Körper teuer verkauften. Das Mädchen errötete und lächelte dann. Sie nickte und verschwand nach oben. Kylar betrat das Badezimmer, wo eine neue Holzwand stand und zog seinen Mantel aus und hängte ihn an einen Haken. Dann entkleidete er sich ganz und wickelte den Verband von seinem Oberarm.
Er stürzte sich in die Fluten und war schon fast wieder in eine andere Welt entschwunden. Er liebte es zu baden, denn da fand er wirklich ruhe. Wasser beruhigte ihn sehr.
Als er fertig war, zog er sich wieder an und ging zurück in den Schankraum, Jelais war nicht da, also beschloss er hinauf zu gehen, um nach ihr zu sehen. Er klopfte wie immer höflich an der Tür, als er hörte, wie Moira und sie sich unterhielten.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 05:02

Moira berichtete von schrecklichen Schicksalen, von traurigen und auch solchen, die ein gutes Ende nahmen.
Die Menschen hier in der Stadt waren nicht immer so freundlich, wie sie taten und die Kirche, die ihr als das höchste gepredigt wurde, steckte oftmals hinter all den Dingen, die den Leuten hier widerfuhren.
Zuletzt gab es viele Höfe die sie sich zu eigen gemacht hatten durch Intrigen oder gar Verrat.
Hätte es ihr jemand anderes erzählt, wie es so da draußen zu ging, sie hätte es nicht geglaubt.
Das alles stimmte sie sehr nachdenklich, vor allem, da sie selbst ja schon recht behütet aufgewachsen war und alles bekommen hatte, was sie eigentlich wollte.
Andere hatten nicht das Glück, mussten stehlen um ihre Familien zu ernähren oder eben um selber zu überleben.
Sie waren froh, über die Lumpen die sie am Leibe trugen.
Das alles machte Jelais so nachdenklich, dass sie fast das Klopfen überhörte.
Völlig aus den Gedanken gerissen, bat sie Kylar herein.
Später hatte sie noch immer Zeit sich Gedanken darüber zu machen, wie es in der Welt aussah.
"Ich nehme an euer Ausflug war von Erfolg gekrönt?"
fragte sie unmittelbar nachdem Kylar eingetreten war.
Moira sah eben so dankbar zu Kylar auf, wie alle anderen Frauen.
Hätte Jelais geahnt, was da unten im Baderaum vor gefallen war, sie hätte Kylar wieder eine saftige Strafe aufgebrummt, oder sich wieder in ihre Rolle der verwöhnten Göre gestellt.
meist geschah es aus der Verzweiflung heraus, er könne eine andere Frau interessanter finden, wobei sie niht einmal im geringsten glaubte, das er mehr für sie empfand, als ... nun eben seinen Job zu machen.
Würde er dafür nicht bezahlt werden... würde er sie links liegen lassen.
Ja, sie redete sich das ein, verfiel immer wieder in diese Gedanken, sobald sie wieder merkte, wie sehr sie ihn liebte.
Was sollte er auch schon mehr in ihr sehen, als das Kind, welches ihm damals eine Rose mit einem Band in die Satteltasche steckte oder das Kind, wegen dem er tausende Male in den Brunnen oder in die Rosenbüsche gesprungen war, weil sie glaubte dort etwas verloren zu haben?.
Sie war eine Frau geworden, die wusste, was sie wollte und die ihn für sich ausgewählt hatte.
Solange es ihn gäbe ... und noch über seinen Tod hinaus, würde es keinen anderen Mann in ihrem Herzen oder Leben geben.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 05:24

Natürlich hatte er keine Ahnung, was in Jelais vor sich ging. Er hatte allerdings ohnehin selten eine Ahnung, was in Frauen vor sich ging. Er trat also ein und sah Moira an, die ihn ebenso dankbar anschaute, wie all die anderen dummen Dinger, denen er begegnet war. Kylar löste sich von ihrem Blick und sah zu Jelais. Die Frage hatte irgendwie einen bissigen Unterton. Er antwortete nicht sofort und blieb auf halbem Weg zur Tür und zu Jelais stehen. Wieder schaute er zu Moira, die ihn fast anhimmelnd anschaute. Er schaute genervt zur Seite, blieb aber stehen. Dann sagte er: „Ja das war er. Ich habe den Mann erlöst. Er hat mir einen Namen verraten.“
Mehr sagte er dazu erst mal nicht. Er musste ihr ja nicht sagen, was er vorhatte und in welchem Zusammenhang der Name stand. Was Jelais nicht wusste, dass er dem Mann einen Wunsch erfüllt hatte, in dem er ihn getötet hatte und dass er durch diesen Mord auch keine neue Rune auf seinem Körper bekommen hatte. Er wusste allerdings auch nicht, dass sie es missbilligen würde, dass er diesen Mann doch noch getötet hatte.
Trotzdem ärgerte es ihn ein bisschen, dass Jelais offensichtlich unzufrieden darüber war, dass er noch einmal weggewesen war und der Blick Moiras machte es auch nicht besser. Er war kein Held, er war ein Mörder das stimmte wohl, also warum zum Teufel, himmelten ihn alle so an? Es sollte nicht so sein und als er Jelais‘ abwesenden Blick sah, wusste er gar nicht mehr, was Phase war. Er blickte wieder zu Moira hinab, die ihn keine Sekunde aus den Augen gelassen hatte und nun Kylar ballte die Fäuste. Dann hielt er es irgendwann nicht mehr aus.
„Hör auf mich so anzuschauen! Ich bin kein Held!“
Er wollte sie eigentlich gar nicht so anschreien und sah nun betroffen auf den Fußboden. Was das wohl wieder geben würde?
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 05:33

Wunderbar ...
Zwei Tatsachen hintereinander, die sie schier aus der Haut fahren ließen.
"DU HAST WAS?!!!"
schrie sie ihn an.#
Natürlich hatte sie Angst, dass es eine weitere Rune auf seinem Körper geben würde.
Sie hatte einen außergewöhnlichen Scharfsinn für ihre Verhältnisse entwickelt.
"WIE KONNTEST DU SO LEICHTFERTIG SEIN! UND SCHREI SIE GEFÄLLIGST NICHT SO AN! NATÜRLICH BIST DU EIN HELD! DU HAST DIE MÄDCHEN UND DIE STADT VON EINEM DER SCHLIMMSTEN MENSCHEN BEFREIT, DIE ES HIER JE GAB!!!"
Ihr sonst so blasses Gesicht wurde nun von roten Wangen geziert, die aus der puren Wut aufgekommen waren.
In ihren Augen schien ein unermessliches Feuer zu lodern.
Sie sorgte sich so sehr um ihn, dass sie kein Verständnis dafür hatte, wie er freiwillig, zu einem solchen Preis, der ihn vielleicht irgendwann das Leben kosten könnte, eine solche Dummheit beging.
Zwar waren ihre Züge streng und wütend, doch trotz des Feuers in den Augen, erkannte ein Mensch, der genauer hin sah, welche Sorgen sie sich um ihn machte.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 05:54

Er hatte damit gerechnet, dass sie ihn tadeln würde, aber nicht, dass sie ihn so zusammen stauchte. Seine ohnehin schon angestaute Wut schien nun beinahe aus ihm raus zu platzen. Was regte sie sich so auf? Sie sollte doch froh sein, dass er in ihren Augen noch ein Übel von der Welt getilgt hat. Und dann die Sache mit dem Held! Er konnte es nicht mehr hören. Es war furchtbar er konnte kaum ordentlich denken und dann sagte er in einem Eiskalten Ton: „Stimmt… Ihr habt keine Ahnung, wie es ist, jemandem das Leben zu nehmen, nicht wahr? Ihr wisst nicht, was man fühlt, wenn man ein Schwert durch einen anderen Körper bohrt und diesen unwiederbringlich aus dieser Welt tilgt. In euren Augen war dieser Mann böse und ja auch ich habe ihn für seine Tat verabscheut. Ich habe die Stadt befreit? Wie ihr meint.“
Seine Stimme wurde hitziger. Er sprach schneller und energischer. Es schien ihn wirklich zornig zu machen, wie naiv Jelais war.
„Aber weißt du was? Selbst die untersten Dämonen der Hölle, haben irgendwo jemanden, der um sie trauert oder wenigstens bedauert, wenn sie sterben. Kein Mord für das Gute ist gut, Lady Jelais. Sie alle sind nur Rachegelüste der eigenen Seele!“
Mit diesen Worten ging er durch die Tür. Er hatte zum Schluss fast gebrüllt. Die Tür flog ins Schloss. Doch er kam noch einmal rein und sagte laut: „Und ich schreie wo und wann ich es will!“
RUMMS!
Er trabte wütend die Treppe hinunter und setzte sich an seinen derzeitigen Lieblingsort: Die Bar. Warum mussten sie immer streiten? Was war nur los? Hatte man ihn mit einem Fluch belegt? Nun, sie hatte einen wunden Punkt getroffen und er hatte überreagiert. Es war nicht zu ändern. Auf die hochgezogenen Augenbrauen des Wirtes nickte er nur und Sekunden Später trank er schon das erste Bier.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 06:12

Das er sie so an maulte, dabei lauter wurde und schließlich noch zurück kam, um noch einmal zu schreien und die Tür zu zu knallen, war zuviel.
Jelais schob die Ärmel ein wenig höher, raffte das Kleid und stürmte zur Tür, die sie auch sogleich öffnete und die Treppe hinunter stürmte.
Natürlich fand sie ihn da, wo sie ihn erwartet hatte.
An der Theke und natürlich hatte er nichts besseres zu tun, als zu saufen.
"Es mag sein, dass ich keine Ahnung habe, wie es ist jemanden zu töten, aber ich weiß sehr wohl, wie es ist, jemanden zu verlieren ....!!!"
Sie stoppte den Satz ab, denn sie wollte sich nicht verraten.
"Man ist nicht ein Held, weil man jemanden getötet hat sondern weil man etwas getan hat, was einen auszeichnet. Die Frauen zu befreien war keine Heldentat? Ohh hört her ihr Damen die gestern noch gefangen waren und dazu verurteilt ein Leben in der Hurerei zu verbringen ... Hier sitzt der mann, der sagt er ist KEIN Held, weil er jemanden um gebracht hat!!! Natürlich hätten sie vor Gericht gestellt werden müssen, aber es hat sich nun mal nicht ergeben und ein Held wärst du auch dann gewesen, hättest du uns alle nur befreit, ohne irgend wen zu töten du sturer Esel!!! Meinst du ich finde es witzig jemanden durch deine Hand sterben zu wissen!!!"
Zum Abschluß des ganzen, verpasste sie ihm eine saftige Ohrfeige. Wahrscheinlich war nur dem aufmerksamen Wirt aufgefallen, dass ihr schon wieder Tränen und größte Sorge in den Augen standen, als sie dies tat, sich anschließend um drehte und die Treppen hastig hinauf eilte, um auf ihr Zimmer zu kommen und dort die Tür wesentlich heftiger zu zu schlagen, als Kylar es getan hatte.
Moira war Jelais nach unten gefolgt um sie auf zu halten und nicht vielleicht wieder raus zu rennen, doch wie es sich heraus stellte, war es wirklich unnötig.
Moira hatte es bemerkt.
Sie hatte bemerkt, wie groß die Sorge um Kylar war.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 06:28

Kylar hatte nicht damit gerechnet, dass Jelais runter kommen würde und ihm die Leviten las. Er hatte vermutet, dass sie nun, wo sie eine neue Sklavin hatte mit ihr darüber sprechen, nein über ihn herziehen würde. Aber Fräulein Seifenblase, kam persönlich hinunter. Sie quasselte in seinen Augen dummes Zeug. Na und? Er hatte ein Schloss aufgebrochen? Seile zerschnitten… Das hätte jeder Idiot gekonnt. Er wusste es besser. Er wusste, was es ihm für eine Freude bereitete mit seiner Magie zu beweisen, dass er weit besser war, als alle anderen. Er liebte es seine Feinde so schnell und effizient wie möglich von der Erde zu tilgen. Wenn er kämpfte, war er nichts von dem was er sein wollte. Und wie er ihr gerade antworten wollte feuerte sie ihm eine, die sich gewaschen hatte. Zuerst war es Überraschung, noch nie, hatte sie ihm eine Ohrfeige verpasst. Noch nie! Dann rauschte sie auch schon wieder ab. Ein paar Mädchen verfolgten die Szene mit offenen Mündern und verstanden nichts.
Moira ging auf Kylar zu, doch der drehte sich von ihr weg und machte eine abwinkende Handbewegung. „Lass mich in Ruhe.“, murmelte er und blieb auf dem Barhocker sitzen, als wäre er festgewachsen. Jetzt bestellte er starken Schnaps und kippte ihn hinter. Alkohol… Dumm nur, dass es lange brauchte, ehe er wirklich betrunken war. Moira traute sich nicht hinaufzugehen. Sie wollte erst mit Kylar sprechen, aber das traute sie sich auch nicht. Und gerade als sie den Mut gefasst hatte und ihn ansprechen wollte und er schon ein paar Schnaps getrunken hatte, sagte er mit schwerer Zunge: „Richte deiner neuen Freundin aus, dass sie, wenn sie noch einmal die Hand gegen mich erhebt, ihre Körperteile in der ganzen Stadt aufsammeln kann.“
Er war nicht voll betrunken, aber nüchtern war er auch nicht. Wie hatte sie so etwas tun können?
„Geh schon!“
Moira stürmte die Treppe hinauf.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 06:40

Moira zuckte zusammen bei den Worten des Mannes.
Denn noch tat sie, wie ihr aufgetragen wurde.
Schnell lief sie hinauf, klopfte an die Tür und ging zaghaft hinein.
Jelais lag weinend auf dem Bett, setzte sich nun jedoch auf, wischte sich die Tränen weg und sah Moira mit geröteten Augen an.
Moira richtete das ihr aufgetragene aus, worauf hin ein
"WAS???!!! DAS WAGT ER NICHT!!!!"
aus Jelais heraus platzte, dass es ganz sicher bis in den Schankraum zu hören war.
Augenblicklich rannte sie erneut herunter, schlug Kylar mit der flachen Hand ins Gesicht und starrte ihn herausfordernd und wütend an.
"Bitte! Dann verteil mich über die Stadt! Und dann SAUF DOCH BIS ZUM ES GEHT NICHT MEHR!!!"
Tränen liefen ihr über die Wangen.
Ihre Wut und Endtäuschung waren nun deutlich in ihrem Gesicht ab zu lesen.
In diesem Moment war sie so tief verletzt, wie niemand sonst sie hätte verletzen können.
Eigentlich hatte sie sich entschuldigen wollen, doch das tat sie einfach allein seiner Drohung wegen nicht.
Statt dessen starrte sie ihn durch einen Schleier aus Tränen an, der immer dichter wurde.
Die zweite Ohrfeige tat ihr noch mehr leid, als die Erste, doch wollte sie nicht glauben, dass er sie wirklich derart behandeln würde.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 06:50

Was ein weiterer wunderschöner Tag unter dem strahlendem Antlitz des herschenden Imperators welcher in seiner gloreichen Weisheit das Imperium zusammenhielt. Gut gelaunt bewegte sich Richard durch den obersten Tempel der Templer in Richtung des kleinen Alkovens für seinen Gott Roboute Guillaume dem Vertreter der erbarmungslosen Warheit und des Rechtes. Dort befeuert er den Weihrauchkessel und kniet sich nieder zum Gebet nach Weisheit und Erkenntniss wo ihn seine Schritte als nächstes hinleiten sollen. Er hatte die letzten Wochen damit zugebracht seine Wunden zu versorgen und seinen Glauben zu stärken damit er beim nächsten Aufeinander treffen mit den gefallenen besser gewapnet ist.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 06:58

Kylar war nicht mehr nüchtern genug, um sich für seine Aussage zu entschuldigen, aber er war auch noch nicht betrunken genug, um seine Drohung wahr zu machen. Er hatte es übertrieben, richtig. Aber sie auch und einen Kriegsmagier mit seiner Mach vor den Augen aller anwesenden auch noch ein zweites Mal zu schlagen, ging a) über seinen Verstand und b) zu weit. Die Tränen, die ihr übers Gesicht liefen interessierten ihn in diesem wie Pferdescheiße. Ohne weiter darüber nachzudenken, was es für ihn bedeuten könnte, was es für Jelais bedeuten könnte und was es für Moira bedeutete, packte er Jelais Handgelenk, wobei er aufsprang und den Hocker dabei umwarf. Gleich darauf zog er sein Schwert aus der Scheide und riss so an Jelais Handgelenk, dass sie ihm folgen musste. Er zog sie aus der Taverne. Moira hastete ihm hinterher und flehte ihn an, es nicht zu tun. Sie zog an seiner Schwerthand und Kylar stieß sie einfach weg, als sei sie eine Fliege. Dann zwang er Jelais sich vor ihm nieder zu knien. Das tat er jedoch mit seiner Magie, damit sie keine blauen Flecken davon trug. Es würde ihr auch sicher nicht weh tun. Er hielt sie immer noch an ihrem Arm fest und hob das Schwert gen Himmel, als würde er jeden Moment zuschlagen. Seine Augen waren anders… sie waren so anders. Sie glühten nicht in dem wunderbaren Eisblau. Nein sie waren kalt wie Stahl, grau und leer. Dann sagte er mit noch kälterer Stimme: „Du willst wohl sterben, was? Aber die Hand eines Helden ist auch gerade gut genug für dich…“
Er presste sie vollends zu Boden und rammte das Schwert um eine Handbreit neben ihrem Hals in den Boden. Dann ließ er sie los, ließ das Schwert an Ort und Stelle. Neugierige Blicke aus der Taverne beobachteten ihn und Jelais. Sie machten ihn Krank. Sein Mantel wehte im Wind, als er sich aufrichtete und seine weißen Haare auch. Dann blickte er ein letztes Mal auf Jelais hinab. Seine Augen waren von leerer Resignation gekennzeichnet und dann ging er einfach wieder in die Taverne. Was immer er zuvor für Jelais empfunden hatte, wurde eben durch die Leere in seinem Herzen weggewischt. Es würde sicherlich bald wieder da sein. Aber nicht jetzt. Er nahm die Flasche Schnaps mit auf sein Zimmer und schloss von innen ab.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 07:09

Für den Moment der Verzweiflung, glaubte sie ihr Herz müsse zerspringen.
Es war furchtbar Kylar so sehen zu müssen.
Als er sie hinaus brachte, ihr das an tat, was er tat, wünschte sie sich wirklichd en Tod.
Sie hatte aufgegeben ...
sich selbst udn alles, was in ihr noch schlug.
Sie blieb einfach dort liegen, wo sie lag, nicht mehr fähig sich auf zu bewegen.
Der Verband am Knie war Blutdurchtränkt, was auf Grund der Aufregung nicht sonderlich aussergewöhnlich war.
Moira versuchte sie zu trösten, doch das half ihr alles nicht.
Jelais weinte sich die Seele aus dem Leib und schluchzte, wenn er sie so sehr hassen würde, hätte er sie doch gleich bei dem Hurenhändler lassen sollen.
Wie sehr er ihr weh getan hatte, würde er nie erahnen können, geschweige denn, es erfahren, zumindest nicht von ihr.
Moira nahm Jelais in die Arme, sprach weiter auf sie ein und wiegte sie hin und her.
"Ich will sterben,"
wimmerte Jelais, die nicht fassen konnte, was IHR Ritter da gerade angetan hatte.
Moira versuchte Jelais auf zu helfen, doch sie ließ sich einfach nur hängen und weinte.
Schließlich kam der Wirt heraus, hob Jelais hoch und brachte sie auf ihr Zimmer.
Moira blieb die ganze Nacht bei ihr, um sie davon ab zu halten, irgendwelchen Unfug an zu stellen und reinigte noch einmal die Wunde am Knie.
Jelais hingegen, nahm nichts um sich herum mehr wahr.
Für sie war eine Welt zerbrochen in dem Moment, da er ihr das alles an getan hatte.
Halb angetrunken doch war das keine Entschuldigung.
Jelais weinte sich in den Schlaf.

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 07:24

Was sie nicht wusste war, dass Kylar, der sich mit dem Schnaps weitestgehend betäubt hatte, in seinem Zimmer saß und zu seinem Herren betete, ihn zu erlösen. Ihn an Ort und Stelle zu töten. Was hatte er getan? Er hatte dieses junge Geschöpf kaltblütig auf die Straße gezerrt und ihr gezeigt, was wahre Furcht und Demut bedeutete. Nein. Jetzt musste selbst sie einsehen, dass er kein Held war. Sie hatte ihr Leben aber auch wirklich leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Wie konnte sie glauben, dass Kylar sich von ihr so demütigen lassen würde? Er saß unter dem offenen Fenster, hörte die ganze Nacht das Wimmern und Weinen der Person, die er eigentlich hatte beschützen sollen. Irgendwann warf er die Flasche voller Zorn gegen seine Zimmerwand. Sein Schwert hatte man in Sicherheit gebracht, dass es nicht von irgendwem gestohlen wurde, aber das war ihm nun sehr egal.
Hätte er es gehabt, hätte er sich vermutlich selbst das Leben genommen, da es offenbar sonst keiner tat. Er fühlte sich furchtbar, aber das erduldete er sehr gut. Er geißelte sich mit der Stimme von Jelais. Großer Gott, wie er sie doch liebte. Er hatte immer gedacht es sei nur eine Art Geschwisterliebe, doch das war es nicht. Nein, es war mehr. Viel mehr. Und er wusste, dass er das nicht zulassen konnte. Niemals durfte sie davon erfahren.
Er war ein großartiger Beschützer. Er konnte sie ja nicht mal vor sich selbst beschützen. Es schnitt ihm immer und immer wieder ins Fleisch, wenn er sich vorstellte, wie sie ihn angesehen hatte. Wie etwas in ihr zerbrach, von dem er nicht wusste, dass es existierte. Wie sie geweint hatte…
Seine Augen waren rot und seine Wangen nass. Er verbat sich zu schlafen, er wollte den Schmerz so lange spüren, wie es ihm möglich war. Er konnte nicht zu ihr... Konnte sich nicht entschuldigen und konnte ihr nicht sagen, wie sehr er sie mochte. Er war ihr Diner. Sie musste ihn bestrafen und er würde alles akzeptieren…
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 07:26

Der Geruch von Weihrauch machte sich in dem Gebäude bemerkbar, was bei Vincenza augenblicklich die Alarmglocken schrillen ließ.
Sie drehte sich um, spähte aus dem Raum heraus in die Kirche udn sah genau das, was sie erwartet hatte.
Einen Inquisitor, der scheinbar auf der Suche nach a) einem Opfer war, was in der Kirche wohl eher weniegr der Fall sein dürtfe, oder b) nach einem geeigneten Ort zu beten.
Gut ... sie selbst dürfte kaum etwas vor ihm zu befürchten haben, doch schließlich war kein Inquisitor irgendwo gern gesehen.
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 07:37

Jelais Schlaf war dieses Mal traumlos.
Moira saß die ganze Nacht am Bett von Jelais und tröstete sie sogar noch, als sie schon schlief.
Was da geschehen war, würde sicher niemand so schnell vergessen, doch war der Magier auch vom Alkohol betäubt worden.
Wie konnte er das seiner Herrin, die ihn doch offensichtlich mehr als nur einfach gern hatte, so etwas an tun?
Als Jelais am Morgen erwachte, sprach sie kein Wort.
Sie starte lediglich an die Decke.
Auf Moiras Frage hin ob sie etwas essen oder Trinken wollte, schüttelte sie nur den Kopf.
Nicht ein Laut verließ ihre Lippen.
Ihre Gedanken schweiften um die letzten Ereignisse.
Sicher war sie zu weit gegangen, ihm gleich zwei Mal ins Gesicht zu schlagen.
Es war schrecklich gewesen.
Sie dachte darüber nach, wie oft sie ihn geärgert hatte, wie sehr sie ihn in den Wahnsinn getrieben hatte mit ihrer Eifersucht und ihren Eskapaden.
Wenn er das Töten doch so verabscheute ... warum war er dann immer wieder in die Schlacht gezogen?
Es ergab keinen Sinn für sie.
Jelais Lebenswille schien sich völlig aufgelöst zu haben.
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Sinari

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 07:56

Sinari war erfreut, dass ihn der General nicht wieder erkannt hatte.
"Es beunruhigt mich, dass der Heilige General persönlich sich dazu herab gelassen hat, um unser niedere Gemüter zu begrüssen. Also, entweder hat mein Besuch heute Vormittag großes Aufsehen erregt, oder aber es gibt ein Problem oder persönliches Interesse bei unserem Anliegen. Nun sagt mir bitte, wo finden wir diesen geflügelten Paladin ?"
Avelin beäugte jeden Paladine sorgfältig. Im Moment hatte sie das Gefühl, dass sie in ihren Augen sehen könnte, sobald diese eine angreifende Bewegung machen würden. Ihr Herz schlug ruhig und langsam.
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Eric

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 09:21

Eric neigte sein Haupt leicht vor dem Paladin. Auch wenn er die Hingabeder Paladine nicht teilte so respektierte er ihren Glauben und fand ihre Hingabe für die Göttin bemerkenswert. Imposant bis ins kleinste Detail., dachte er sich bei dem Auftritt des Paladins.
Bei Sinaris Bemerkung schlug er die Hand vors Gesicht. Wie konnte man nur so engstirnig und starrsinnig sein? Bevor sich der Informationssuchende weiter irgendwo hinein redete griff Eric ein.
"Seid gegrüßt Generalpaladin Greer. Dies sind Vincenza, Avelin und Tom Black. Ich selbst bin Eric, ein weit gereister Wanderer und zuweilen auch ein Diplomat.", stellte Eric die Gruppe vor. "Verzeiht die direkte und unfreundliche Art meines Freundes, aber er hat es anscheind nirgends besser kennen gelernt. Wie ihr hörtet suchen wir einen Paladin mit Engelsflügeln, könnt ihr uns in dem Bezug weiter helfen?"
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 09:34

Verduzt zuckten der danebenstehende Paladin zusammen. Diese Frechheit so mit dem Generalpaladin zu reden konnte auch nur ein so unfreundlicher Mensch besitzen. Der Generalpaladin hingegen blieb ruhig stehen. Sein Blick blieb starr auf den Bittsteller gerichtet während der Begleiter versuchte die Situation zu retten.
"IHR SEID SO UNVERSCHÄMT UND BELÄSTIGT DIESEN TEMPEL UND VERLANGT DANN INFORMATIONEN OHNE EUCH VORZUSTELLEN!?", dröhnte die Stimme Greers durch den Hof und jeden Winkel der Tempelanlage. "Nehmt euch ein Beispiel an euren Gefährten! Er besitzt genug Anstand sich vorzustellen und danach höflichst um die Informationen zu bitten. Warum also sollte ich euch diese Information zukommen lassen?"
Alles in der näheren Umgebung war still, keiner wagte es irgendein Geräusch von sich zu geben. Der junge Paladin neben seinem Vorgesetzten schien kreidebleich geworden zu sein und stand so grade wie er es nur konnte. Seine ganze Körperhaltung war so wie es von einem Vorgesetzten erwartet wurde.
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Memphisto

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 09:41

Richard bekam das getöse mit doch hellhörig wurde er erst als er die markante Stimme von Greer zu Ohren bekam. Was erlaubte sich dieser Diener der Göttin dort? Und dazu noch mitten im Tempel. Richard erhebte sich und bewegte sich auf die Gruppe zu darauf bedacht nicht auch noch die ruhe der heiligen Hallen zu stören. Leise doch gut zu vernehmen durch jahrelanges Training gelangte seine Stimme an die Ohren der Gruppe.
"Und ihr Generalpaladin? Wer seid ihr das ihr eure Stimme in diesen heiligen Hallen erhebt wie auf dem Übungsplatz der Paladine? Wenn ihr um anstand bittet dann solltet ihr diese auch an den Tag legen, dies sind heilige Hallen und keine Taverne." Er kam rechts auf die Gruppe hinzu und neigte vor jedem Alkoven und dem dazugehörigen Gott den Kopf Weihrauch aus seinem Alkoven begleitete ihn wie eine Heilige Aura, der kleine Segensschein über seinem Kopf brach sich im Staub der in der Luft hing und schien zu flirren.
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Kylar

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BeitragThema: Re: Imperia   Mi Jan 26 2011, 23:11

Kylar hatte nicht geschlafen, aber als der Morgen anbrach hatte er einen Entschluss gefasst. Torak Devastor würde sicherlich nicht zögern, ihm das Leben zu nehmen, wenn er ihm erzählte was er getan hatte. Und er wusste genau, dass ihm irgendjemand erzählen konnte wo sich dieser Mann aufhielt. Also ging er runter in den Schankraum. Man gab ihm sofort sein Schwert und er steckte es ein. Dann fragte er den Wirt, nach dem Mann, welcher ihn angstvoll ansah. Er versuchte ihm klarzumachen, dass dieser Mann gefährlich war und er sich fern halten sollte, aber Kylar verlangte alles zu erfahren, was der Wirt wusste. Ein paar Anhaltspunkte gab es natürlich und Kylar schrieb eine hastige Notiz: Bringt sie nach Hause, Moira. Diesen Zettel und sein Schwert legte er vor Jelais Tür und verschwand. Gleich darauf schickte der Wirt jemanden, um Jelais davon zu unterrichten, dass ihr „Beschützer“ offenbar Selbstmord begehen wollte.
Kylar wandelte durch die Stadt. Wenn man ihn anschaute, hätte man denken können, dass er ein wandelnder Zombie war. Nun das war er ja auch schon fast so. Schließlich war er ja unbewaffnet auf dem Weg sich umzubringen, oder? Sein Stab lag in der Taverne in seinem Zimmer und sein Schwert hatte er vor Jelais Tür gelegt. Es war ja auch schließlich das Schwert seines Herrn, er konnte es wahrlich gerne zurück haben.
Nach einiger Zeit hatte er durch Rumfragen, Erpressen und Bestechen herausgefunden, was er suchte und steuerte direkt darauf zu. Er betrat das Grundstück, von dem man sagte, dass Torak Devastor dort wohnen würde und schrie zu dem Gebäude hinauf: „Torak! Ich war es, der deine Männer umgebracht hat! Er wunderte sich, dass kaum Wachen da waren, aber jetzt, wo er das sagte, quollen sie aus allen Ecken und richteten wund die Lanze gegen ihn. Kylar stand da und ließ sich nur zu gerne mit magischen ketten belegen, die seine Macht neutralisieren sollten.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 01:16

Jelais lag noch immer reglos im Bett, als der Wirt ein trat.
Er berichtete von Kylars vorhaben, einen äußerst gefährlichen Mann auf zu suchen, ganz ohne Waffen.
Die Lebensgeister in Jelais wurden geweckt, wie nie zuvor.
Sie sprang aus dem Bett, rannte aus dem Zimmer, kam noch einmal zurück und fragte den Wirt, wo dieser Mann sein könnte.
Der Wirt gab ihr direkt eine Antwort und ehe sie jemand aufhalten konnte, rannte Jelais auch schon hinaus und die Straßen entlang.
Die Augen gerötet von den Tränen nicht nur der letzten Nacht, sondern auch von denen, die sie gerade jetzt wegen dem Geliebten verlor, aus Angst, ihm sei etwas zu gestoßen.
Was er vor hatte, schien ihr offensichtlich zu sein und sie hatte nicht vor, ihm dieses zu gestatten.
Schnell hatte sie den Weg gefunden, den der Wirt ihr beschrieben hatte und schon von weitem erkannte sie das Haus, welches dem Manne gehören mochte, dern Kylar auf zu suchen gedachte.
Ohne Vorwarnung stürzte sie auf den Hof, in dem Kylar mit magischen ketten gefangen war.
Völlig ausser Atem stand sie da, konnte den Anblick kaum ertragen, der sich ihr bot.
Natürlich war sie dadurch in eine Falle geraten, doch würde sie eher sterben, als Kylar hier allein zurück zu lassen.
"DU DIcKKÖPFIGER STURER BOCK!!! WENN DU STIRBST, WERDE ICH DIR FOLGEN!!! DAS SCHWÖRE ICH DIR!!!"
schrie sie ihn an und erwartete schon von den Männern gepackt zu werden.
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Kylar

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 06:15

Kylar sah den großen Mann vor sich an und er war nie glücklicher. Jetzt würde er sicherlich sterben, aber irgendetwas störte ihn an dem Gesichtsausdruck des Mannes. War er wirklich der, für den er ihn hielt? Kylars Gedanken wirbelten umher, als er mit einem Mal Jelais Stimme vernahm. Sie war ihm gefolgt. Hatte ihn eingeholt und stand nun da und drohte ihm, mit ihrem Tod? Er blickte von dem Mann weg und sah zu Jelais.
„Was machst du da?“, sagte er. Was besseres viel ihm nicht ein. Er war viel zu überrascht, als dass er sich etwas Besseres überlegen konnte. Sie stand einfach da und schrie ihn an. Was wollte sie noch? Selbst hier quälte er sich mit ihrem Gesicht rum. Plötzlich klatschte irgendjemand gespielt Beifall. Das klatschen kam von einem hoch gewachsenen, dünnen Mann, der vom Balkon seines Hauses herunter sah. Jelais wurde an beiden Armen von links und rechts gepackt und neben Kylar, den man mit Gewalt dazu gebracht hatte sich hinzuknien. Panisch sah er zu Jelais, die einfach nur festgehalten wurde.
„Rührend. Du stellst dich, weil du Selbstmord planst? Das ist interessant. Und du Mädchen willst lieber mit ihm sterben, als dich irgendwie zu retten? Das ist denke ich mehr dumm, als interessant, aber doch von beidem etwas.“
Kylar sah zu dem Kerl hoch und fletschte die Zähne. Seine Trauer wich dem Zorn, der sich aufbaute. Wenn er sich auch nur vorstellte, was dieser Kerl mit Jelais machen könnte, wurde ihm übel.
„Wenn du ihr etwas antust, reiße ich dir den Arsch auf!“
So vulgär war er eigentlich nicht, aber heute machte er eine Ausnahme. Er wusste zwar nicht wie er das anstellen sollte, aber er würde sicher einen Weg finden.
„Sicher…“, höhnte der Mann und gab den Befehl ihn ins Haus zu bringen. Jelais ließ er einfach links liegen und ließ sie von seinem Grundstück werfen. Im selben Augenblick kam Moira um die Ecke und hielt Kylars Schwert in der Hand.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Imperia   Do Jan 27 2011, 06:24

Moira ...
Sie kam wie gerufen.
Jelais schnappte sich das Schwert Kylars und schlich sich in den Hof.
Die Männer waren gerade alle anderweitig beschäftigt, so dass Jelais freie Bahn zum Haus hatte.
Natrülich versteckte sie sich auf dem Weg immer wieder hinter diversen Büschen und Karren, die zufällig hier herum standen.
Am Haus angekommen, schlich sie sich in eben jenes herein. Stimmern waren momentan keine zu hören, doch sie musste Kylar finden.
Eine Wache stolzierte durch die große Halle.
Jelais versteckte sich schnell hinter einem Vorhang, der wohl nur zur Zierde dort hing.
Als die Wache fort war, versuchte sie heraus zu hören, ob irgendwo Stimmen zu vernehmen waren.
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Imperia
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