Come, you children, listen to me, I will teach you the fear of the lords
 
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 Die grüne Ebene

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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   So März 13 2011, 04:06

Jelais öffnete die Augen, sah das Gesicht ihres Ritters und bemühte sich hoch.
So sanft er auch mit ihr gesprochen hatte, so reserviert benahm er sich ihr gegenüber.
Kalt wie ein Fisch und doch so warm sie die Strahlen der Sonne.
"Ich habe keinen Hunger,"
antwortete sie ruhig aber bestimmt.
Was hätte sie nicht tun dürfen?
"Für die Ohrfeige habe ich mich bereits entschuldigt,"
erklärte sie kalt, stand dann auf und nahm ihre Feder, das Pergament und auch die Tusche, um sich in die entgegen gesetzte Richtung zu bewegen.
Nicht um weg zu laufen, sondern um Kylar deutlich zu machen, dass sie nun keine Gesellschaft wünschte.
Natürlich würde er das wieder einmal nicht zu lassen, doch einen Versuch war es wenigstens Wert.
"Ich habe nichts, ausser der Ohrfeige getan, was ich bereuen müsste,"
sprach sie leise.
Wider stiegen ihr die Tränen in die Augen, doch dieses Mal versteckte sie diese und riss sich zusammen, wie es sich eben für eine Dame gehörte.
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Kylar

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   So März 13 2011, 05:22

Jelais war aufmüpfig wie immer, aber Kylar hatte jetzt wirklich weder Lust noch den Nerv dieses Theater mitzumachen. Er ging ihr sofort nach und packte sie an ihrem Handgelenk, wie sie die Tränen wegblinzelte und die stolze Dame mimte, machte ihn wütend. Wenn sie nur einmal sein würde, wie sie war! Es machte ihn rasend. Aber er war ja wohl auch nicht anders…
„Jelaise de Chavalie!“, rief er laut und düster.
Jelais forderte ihn ja geradezu dazu auf, dass er ihr Mal zeigen musste, wo es lang ging. Meinte der Herzog nicht, er solle sie in die Richtung stoßen, die gut für sie war. Er zog sie zu sich rum. Sie sah ihn an, als sei er ein Monster und dann sah sie ihn verletzt an er ignorierte sein Gefühlschaos und sagte dann mit scharfen Worten. „Wenn du nichts zu bereuen hast… Warum heulst du dann?“
Kylar sah ihr in die großen Augen und seine zornigen Eisblauen Augen wurden von einem tiefen Schmerz geflutet, der so versteckt gewesen war, dass es seltsam erschreckend war, als er plötzlich hervor kam. Er wandte den Blick ab und ließ Jelais wieder los. Kylar ballte die Hände zu Fäusten und starrte auf den Boden. Wenn sie ihm davon lief, würde er sie mit Gewalt ins Lager bringen. Sie hatte schon zu viel kaputt gemacht, als dass er jetzt noch die Geduld aufbringen konnte, ihr nachzulaufen.
Prompt drehte sie sich um und wollte Davon rennen, aber Kylar war viel schneller. Er hielt sie erneut fest und drehte sie in seinen Arm vor seine Brust. Die andere Hand hielt er ihr eine Hand breit vors Gesicht und die Runen auf seiner Haut leuchteten kurz auf, ebenso wie seine Augen. Der Zauber wirkte sofort und Jelais fiel in einen tiefen schwarzen Schlaf. Das Pergament, was ihr auf der Hand viel, glitt zu Kylars Füßen und auch Feder und Tunte vielen zu Boden. Jelais hingegen landete sanft in seinen Armen. Er hob sie auf seine Schulter und bückte sich, um das abgestürzte Zeug aufzuheben. Auch dieses Mal las er nicht darin rum, das wäre mehr als unhöflich gewesen.
Er schlenderte zurück zum Lager, wo er Jelais gegen den Baum lehnte und sie mittels eines unsichtbaren magischen Bandes an sich Band. Sie würde nicht weglaufen können, zumindest nicht weiter als drei Schritte. Dann weckte er sie wieder.
„Ihr werdet jetzt etwas essen und dann können wir gerne weiter, vorher, solltet ihr es besser lassen, loszulaufen. Ich kann das Spiel den ganzen Abend spielen.“, sie hatte ihn wirklich wütend gemacht. Sie schien wahrscheinlich nicht mal zu begreifen, wie sehr sie ihm ins Herz geschnitten hatte, als sie ihn am Fluss stehen lassen hatte.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   So März 13 2011, 05:36

Jelais wollte wirklich gehen.
Sie hatte es satt sich immer mit Kylar wegen irgendwas zu streiten und hatte es satt ihm nicht endlich einmal sagen zu können, was sie wollte, ihm nicht zeigen zu können wie es in ihr wirklich aus sah.
Sie beließ es bei einem bitter bösen Blick.
"Ich will meine Schreibsachen haben,"
forderte sie.
"Ausserdem sagte ich schon das ich keinen Hunger habe. Er ist mir gründlich vergangen!"
fauchte sie Kylar schließlich an und wandte sich wütend von ihm ab.
Sollte er sich das Gemüse mit den anderen teilen und das Fleisch gleich mit.
Der Hunger war ihr wirklich vergangen.
Wie konnte sie denn noch Hunger verspüren, wenn er sie so behandelte?
Sie entschloß sich die Trotzige zu spielen und ihn einfach zu ignorieren, sobald sie denn ihre Sachen hatte, die sie verlangt hatte.
Sie wollte schreiben und das jetzt und sofort.
Es würde nicht bei dieser Kurzgeschichte bleiben, sondern es würde eine lange Geschichte werden, die sie irgendwann einfach in einen Kamin schmeißen würde, denn lesen würde es ohnehin niemand und verstehen gleich gar nicht.
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Niel

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   So März 13 2011, 09:57

Niel sah, wie die Beiden in das Lager zurückkamen, beziehungsweise der eine ging, und die andere Person getragen wurde. Er wusste nicht so recht, was er davon halten sollte, konnte er in der Gegend nichts ausmachen, das einer Gefahr gleich kommen würde, auch war Kylar zu Ruhig, als das etwas gefährliches passiert war. Das Letzte Indiz war, das der Atem des Fräuleins ruhig und regelmäßig, vielleicht ein wenig flach, aber dem eines Schlafenden ziemlich gleich kam. Schlussendlich wurde er in seiner Beobachtung bestätigt, als er sah, wie Kylar etwas magisches tat und so den Schlaf von dem Mädchen nahm.
Es ging ihn nichts an, was zwischen den beiden vorgefallen war, doch manchmal, so dachte er sich, würde der Mut zur Wahrheit vieles einfacher machen, als notwendig. Resignierend zog sich seine rechte Lippe zu einem kaum merklichem Lächeln nach oben. Sachte drehhte sich der Wind und ließ den Duft des Essen in Richtung der beiden streitenden Treiben. Darauf hin nahm er sich eines der Schüsselchen aus seiner Tasche, gab dort etwas Brühe, sowie ein Stückchen Fleisch vom Hasen hinein. Zuletzt klaubte er einen Fisch aus dem Feuer und Trug dies alles samt einem Löffel, der ihm von dem Mädchen hingehalten wurde zu Jelais. „Das Essen ist nun endlich fertig. Ich dachte mir, da ihr so Interessiert ward, zu schauen, wie ich den Hasen zubereite, wäre es nur rechtens, wenn ihr mir die Bitte erfüllen würdet und als erste von dem Tier kosten würdet. Selten koche ich für eine Frau, und wenn sich dann doch die Gelegenheit anbietet, sollte man sie doch durchaus am Schopfe ergreifen.“ Ruhig hielt er ihr die Schalle hin, bis sie ihm abgenommen wurde. Er schaute dabei sehr ernst aus, gerade so, als würde er eine Prüfung bestehen müssen.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   So März 13 2011, 10:13

Eigentlich hatte sie gar keinen Hunger, doch wo Niel sie so lieb bat, konnte sie wohl kaum verneinen.
Zaghaf nahm sie die Schüssel, probierte von der Suppe, wie auch von dem Hasen und sah Niel überrascht an.
"Das ist hervorangend Meister Niel. Nicht einmal unser Hofkoch hat so wundervoll gekocht, doch bitte nehmt es mir nicht übel. Ich habe wirklich keinen Appetit. Ausserdem ist doch so mehr für alle da."
Sie rechte Niel die Schüssel zurück, wohl wissend, das Kylar gleich aus der Haut fahren würde.
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Kylar

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   So März 13 2011, 11:09

Kylar sah zu seiner störrischen Herrin nur einen sehr kurzen Augenblick hinüber. Sie hatte sich nicht sträuben können, als sie die Möglichkeit gehabt hatte, da er sie ja schlafen gelegt hatte, aber nun, wo sie von dem neuen Gefährten bewirtet wurde und auch aß, wallte in ihm eine kurz anhaltende Eifersucht hoch, die ihm die Kehle zuschnürte. Er ließ sich jedoch nichts anmerken und beobachtete die Szene einfach.
Und obwohl Kylar ziemlich verwirrt, zornig und auch müde war, entging ihm nicht, wie sich der Wind gedreht hatte und zwar sehr zum Vorteil des Essens. Dennoch es reichte noch immer nicht. Er musste weiter warten. Es waren alles nur Indizien. Warum er sich nicht traute den Fremden, zu fragen, ob er magisch war, mochte an seiner Vergangenheit liegen, als seine Eltern ihn weggaben, weil sie sich vor seinen Künsten fürchteten.
Schließlich lehnte Jelais selbst von Niel das essen ab. Kylar wusste, dass sie, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte kaum von etwas abzubringen war, aber er wusste auch nur zu gut, dass dies nicht ewig hielt, da Jelais eine sehr sprunghafte Person war.
„Natürlich nicht… Denn wir müssen bei der geringen Menge ja auch alle verhungern!“, sagte er leise auf die Köstlichkeit und die vermeintliche Unfähigkeit des Kochs. Außerdem war es eine Anspielung, weil es für alle einfach viel zu viel war. „Dann werdet ihr eben später jammern, wie viel hunger ihr habt. So wie ihr es immer getan habt.“
Kylar nahm sich von allem reichlich, aber insgesamt auch nur so viel, wie ihm zu stand. Moira lächelte Niel an und blickte dann zu Jelais, die jedoch nichts mitbekam. Dann schaute sie zu Niel und meinte: „Ihr könnt wirklich gut zubereiten. Der Hase und der Fisch sind wirklich gut.“
Über das Gemüse verlor sie kein Wort. Sie versuchte ihre Herrin damit ein wenig zu schützen und den Zorn Kylars auf sich zu lenken, aber der schien gar nicht so zu tun, als sei irgendwas. Im Gegenteil. Er war ruhig, bis auf seine Hände, denn die waren zu Fäusten geballt und die Knöchel traten weiß hervor.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Mo März 14 2011, 04:10

„Es freut mich wirklich, das es euch schmeckt, wenn gleich ich mir nicht vorstellen kann, besseres Essen zubereiten zu können als euer Koch, Gnädigste. Was euren Appetit anbelangt, nun, vielleicht kehrt er später wieder.“ Er nahm die Schüssel entgegen und auch den Fisch wieder mit. „Nun ich werde es beim Feuer warm halten.“ So drehte er sich wieder um und ging zurück zur Kochstelle.

Da sich langsam der Abend abzuzeichnen begann, fing Niel an, ein wenig in seiner Tasche zu wühlen. Fündig geworden zog er einige Utensilien hervor, die der Pflege von Waffen von Nutze waren. Mit überschlagenen Beinen setzt er sich wieder hin, und zog seine Klinge hervor. Sie glänzte im Licht des Feuers und wirkte auch so nicht wirklich, als müsse sie gepflegt werden, zumindest nicht jetzt. Dennoch begann Niel seine Arbeit.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Mo März 14 2011, 04:10

Niel erntete ein Lächeln von Jelais.
"Oh doch seid versichert, ich würde euch auf der Stelle als Koch einstellen. Auch das Gemüse habt ihr hervorragend zu bereitet. Viele Dank, doch wenn einem übel ist, sollte man besser nichts essen. Es wäre doch zu schade, würde ich euer hervorragendes Mal in den Büschen zurück lassen müssen."
Dankbar reichte sie ihm die Schüssel zurück und sah ihm kurz nach, ehe sie noch einmal einen durchaus traurigen Blick zu Kylar warf.
Pah ...
Sollte Kylar doch meckern.
"Oh ja ... das Gejammere kennt ihr ja schon "Herr Stern", aber dieses Mal werde ich euch den Gefallen nicht tun. Da könnt ihr warten bis ihr schwarz werdet."
Sie hatte nicht einfach nur beschlossen nichts zu essen, sondern hatte einfach tatsächlich keinen Hunger.
Ein Gefühl von Übelkeit machte sich in ihrem Magen breit und sie wurde noch blasser, als sie es ohnehin schon war.
Sie griff zu ihrem Pergament und ihrer Feder, so wie der Tusche und begann erneut an ihrer Geschichte zu arbeiten.
Fein säuberlich begann sie mit ihrer Geschichte, ohne die Anderen auch nur eines Blickes zu würdigen.
Als es dunkler wurde, und sie bereits die Dritte Seite fertig geschrieben hatte, die lediglich von der Geschichte der kleinen Tochter eines Burgherren handelte, die gerade einen 20 Jahre jungen Krieger kennen lernte, der mit ihr spielte und ihr die einen oder anderen Sachen aus den Büschen holte, sie vor den Zofen verteidigte und ihr immer beistand, bis er wieder in eine Schlacht geschickt wurde, worüber die Kleine derart traurig war, das sie weinend davon lief, ihm aber immer ein paar Blumen in die Satteltaschen packte und dabei für ihn betete, faltete sie das Papier zusammen, stand auf und legte es in Durzos Satteltasche, um später weiter schreiben zu können.
Dann setzte sie sich unter den Baum, der Niel solche Freude bereitet hatte und döste vor sich hin.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Mo März 14 2011, 05:27

Es war eine seltsame Stimmung, die sich gerade breit machte. Aus irgend einem Grund, war Jelais traurig, und Kylar wusste überhaupt nicht, was der Grund dafür war. Er jedenfalls hatte sich langsam wieder entspannt und dachte kaum noch an die Szene am Fluss. Der Kuss brannte immer noch auf seinen Lippen, aber er redete sich pausenlos ein, dass es überhaupt nichts bedeutete. Er liebte Jelais nicht, zumindest nicht so. Sie war seine Herrin und eigentlich eher wie eine kleine Schwester, für ihn.
„Macht doch was ihr wollt…“, murmelte er ärgerlich.
Nachdem sich Jelais erfolgreich vor dem Essen gedrückt hatte, schrieb sie an diesen Pergamenten weiter und schien dabei in ihrer ganz eigenen Welt zu sein. Moira hatte es sich gemütlich gemacht und sah Niel bei seinen Vorbereitungen zum Waffen putzen zu. Irgendwie langweilte Kylar sich und stand nach einer Weile auf, um die Sachen am Fluss abzuwaschen, in denen sich kein Essen befand. Zuvor löste er unmerklich den zauber, den er Jelais auferlegt hatte, wodurch das Band einfach verschwand.
Als er so über seiner Arbeit war dachte er an gar nichts. Er genoss die Stille, das Rauschen des Flusses und die Einsamkeit. Er zog nicht mal in Erwägungen, jetzt über irgendwas nachzudenken. Als er fertig war, stellte er alles zum Trocknen hin und zog sein Schwert. Ein paar Trockenübungen, konnten nicht schaden, nicht wahr?
Gesagt getan. Er schwang sein Schwert, als würde er mit ihm tanzen. Er stellte sich Gegner vor, die ihn umkreisten und angriffen. Er stellte sich immer mehr vor und Schweiß perlte auf seiner Haut. Er war immer noch Oberkörperfrei und seine Muskeln spannten und erschlafften wieder, je nachdem, wie er sich gerade bewegte. Seine Augen waren geschlossen und er gab sich ganz seinen Bewegungen hin. Sein imaginärer Kämpf, war natürlich siegreich und sein Körper war eine Mischung aus Eleganz und purer Kraft. Er war ein guter Kämpfer, aber er hasste Stillstand, so überlegte er sich immer wieder neue Angriffe und Verteidigungsmanöver, die er ab und an in Kämpfen testete.
Auf dem Schlachtfeld hatte er eher Magie gewirkt, als sein Schwert zu benutzen. Viele Zauber dienten zur Verstärkung seiner Truppen und zu deren Schutz. Aber auch Flächen deckende Zerstörung hatte er bewirkt. Kylar hatte viele Leben genommen. Im Auftrag seines Herren, aber er war ein Beschützer und kein Mörder, das wusste er und niemand konnte ihm etwas anderes einreden.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Mo März 14 2011, 09:43

Jelais döste zwar nur vor sich hin, doch bekam sie mit, wie Kylar zum Fluß hinunter ging.
Sie wollte nur ihre Ruhe und gerade jetzt hatte sie alles andere als Lust auf Kylars Stimmungsschwankungen.
So stand sie auf, ging ein paar schritt weiter zwischen die Büsche und hoffte nun einen ruhigen Platz nur für sich gefunden zu haben.
Hier legte sie sich hin, dachte nach und schlief irgendwann einfach ein.

~Es war ihr fünfter Geburtstag und Jelais kam gerade in den Burghof gelaufen, um ihren Vater zu begrüßen. Er wollte sie hier empfangen, doch da kam gerade ein junger Kämpfer, der offensichtlich die Aufmerksamkeit ihres Vaters in Anspruch nahm. Jelais rief ihn. "Vater, Vater ... Ich habe heute Geburtstag!" Sie lächelte wie ein kleiner Engel und ihre Augen funkelten. Ihre langen kastanienbraunen locken, wippten bei jedem tritt, als sie auf ihren Vater zu lief. Der Burgherr drehte sich zu ihr um und breitete die Arme aus, als er sie auf sich zu rennen sah. Er fing sie auf und drehte sie einmal im Kreis, ehe er sich wieder dem Krieger zu wandte. Jelais sah den Krieger mit großen Augen an. Er hatte so schöne blaue Augen und herrliche Zeichnungen auf der Haut. "Wer ist das Vater?"
flüsterte sie ihm ins Ohr. Der Burgherr lächelte, als er antwortete. "Das ist Kylar Stern mein kleiner Schatz. Kylar das ist meine Tochter Jelais. Sie ist mein größter Schatz," antwortete er und stellte sie beide zugleich vor, wobei er Jelais hinunter ließ.
Jelais machte einen Knicks und sah dann strahlend wieder herauf. "Du hast schöne Augen," sagte sie lächelnd. "Feierst du meinen Geburtstag heute mit?" Kylar lächelte und sah seinen Herrn an. Jelais Vater nickte zufrieden. "Wie könnte ich denn einer Prinzessin einen solchen Wunsch abschlagen. Mal sehen ob ich nicht noch ein Geschenk für euch habe." Kylar kramte in seinen Sachen und zog ein Amulett aus der Tasche. Ein silberner und ein goldener Drache, die gemeinsam eine Kugel hielten, wobei sich die Schwänze und Hälse verschlungen hatten und die Drachen sich an sahen. Jelais sah die den Talisman mit großen Augen an und öffnete staunend den Mund. "Sie sollen euch immer beschützen und böses von euch fern halten meine kleine Prinzessin," meinte er und legte ihr den Talisman, der an einer Kette hing, um den Hals. Jelais nutzte die Gelegenheit und fiel Kylar um den Hals. Es war das schönste Geschenk welches sie jemals erhalten hatte. Nicht einmal das schneeweiße Pony, welches sie von ihrem Vater bekommen hatte, konnte es mit dem Talisman auf nehmen. Schon während der Feier himmelte sie Kylar an und die Zofen sprachen immer wieder auf sie ein, dass es sich so gar nicht gehörte, jedoch immer nur dann, wenn Kylar und ihr Vater abgelenkt waren.~

Während sie träumte, lächelte sie und legte ihre Hand auf das Dekolte an ihrem Kleid.
Das Jelais eine Kette um hatte, war nichts neues, denn Schmuck trug sie immer, doch welches Schmuckstück sie unter ihrem Kleid verbarg, wusste nicht einmal Kylar.
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Niel

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Di März 15 2011, 00:42

Mit Stolz in seinen Augen begutachtete er sein Werk. Das Licht des Tages war schon lange gewichen, und übrig blieb nur noch die Energie des Feuers, um etwas sehen zu können. Während die eine Hand die Klinge quer vor Niel hielt, fuhr die andere Hand mit einem Hauchdünnen Abstand zum Schwertblatt hinüber, als wolle sie etwas erspüre. Dies wiederholte er nochmals auf der anderen Seite. Sichtlich zufrieden schob er die Waffe dann in die Schwertscheide. Er streckte sich, sein Blick fuhr in den Himmel und verweilte dort. Es war eine wolkenfrei Nacht, deutlich ließen sich die Sternenbilder des Verlons erkennen. Niel musste lächeln. „Jaja, die selben Bilder wie damals, sagt, ist das euer Werk?“ Er sprach mehr zu sich als zu einen der Anwesenden, es wirkte sogar so, das er sich gar nicht bewusste zu sein schien, das noch weitere Menschen in der Nähe waren. Gähnend reckte er nun die Hände nach oben, drückte sich dann eine Träne aus den Augen, und ließ sich auf den Rücken plumpsen. Die Hände verschränkte er hinter dem Kopf. Schnell flogen seine Augen an verschiedene Stellen des Himmels, als würden sie eine unsichtbare Linie ziehen. Mit einem mal ließ er davon ab, drehte sich zu Seite und wünschte halblaut eine angenehme Nachtruhe.
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Kylar

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Di März 15 2011, 03:05

Es war nicht so, dass Kylar kein Zeitgefühl hatte, aber wenn er so mit seinem Schwert trainierte, vergaß er fast alles um sich herum. Das war auch der Grund, warum er es eigentlich nur an Orten praktizierte, die er als sicher einstufte. Ein kühler Wind, streichelte seinen Körper und kühlte ihm den Schweiß auf seiner Haut. Eine kleine Gänsehaut zog sich seinen Rücken hinauf, um dann seine Arme hinunter zu gleiten. Es war kühl geworden, aber die Nachtluft war so angenehm, dass es ihm richtig auffiel.
Letztlich steckte er sein Schwert weg und machte sich mit den aufgespülten Sachen zurück zum Lager. Es war bereits dunkler und sehen schon zu einer leichten Herausforderung geworden. Aber ihm fiel sofort auf, dass jemand fehlte. Nämlich Jelais, da Moira jedoch seelenruhig schlief und Niel auch weit davon ab war, wach zu sein, ging er selbst los, um zu sehen, wo sie schon wieder Steckte.
Nach einer quälend langen Suche, die in Wirklichkeit nur ein paar Augenblicke angedauert hatte, fand er Jelais schlafend vor. Sie lächelte in ihren Traum hinein und Kylar stellte fest, dass ihn dieses Lächeln nicht nur erfreute, sondern irgendwie richtig glücklich machte. Er mochte es, wenn Jelais nicht die harte, hochnäsige Mine zog. Er beugte sich zu ihr herab, dann hob er sie auf und trug sie zum Feuer. So weit weg, würde sie sich ja den Tod holen. Er schürte das brennende Holz noch einmal an und stellte sich dann auf die Nachtwache ein.

Die Nacht war klar und kühl. Ein zwei Mal, hatte er geglaubt, etwas gehört zu haben, aber beide Male, waren es nur ungefährliche kleine Tierchen gewesen. Letztlich glaubte er nicht, dass noch etwas geschehen würde und nach einem Neuerlichen Anfachen der Glut, schlief er schließlich auch ein. Sein Schlaf war leicht und traumlos.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Di März 15 2011, 03:24

Das Kylar sie weg trug, bemerkte sie gar nicht.
Im Schlaf schmiegte sie sich mehr oder weniger an ihn, bis er sie wieder herunter ließ.
Ihr Traum setzte sich da fort.

~ Ein paar Wochen war Kylar nun da geblieben, hatte mit Jelais gespielt, die Zofen erschreckt und ihr immer wieder wertvolle Lektionen gegeben, die er vermutlich selbst nicht wahr nahm.
Jelais rettete Mäuse aus diversen Fallen und tat vor der Zofe unschuldig, wenn diese sie in der Nähe einer Falle ertappte. Schließlich kam der Tag an dem Kylar wieder fort musste und Jelais weinte sich fast die kleinen Augen aus. Wütend war sie davon gerannt, wollte Kylar nicht mehr sehen, doch ging sie schließlich auf die Wiese, pflückte ein paar Blumen und band sie mit einem ihrer blauen Haarbänder zusammen. Anschließend ging sie zum Stall, suchte sich den Sattel Kylars Pferdes und steckte die Blumen hinein, um direkt danach ein Gebet zu sprechen. Dann verließ sie ganz schnell den Stall, rannte hinauf in ihr Zimmer und sah von dort aus weinend zu, wie Kylar auf seinem Pferd die Burg verließ. Sie stand so lange an dem Fenster, bis er nicht mehr zu sehen war. Als die Zofe dies mit bekam, tadelte sie das Mädchen, anstatt sie zu trösten. "Das ist kein Benehmen für eine Prinzessin. Was weint ihr einem Bauerntölpel nach?" "ER IST KEIN BAUERNTÖLPEL!!!" schrie sie die Zofe an, welche ihr unverholener Dinge eine Ohrfeige gab, das Jelais eine Rote Wange davon zurück behielt. Jelais legte ihre Kleine Hand au die Wange und sah die Zofe böse an. "Das sage ich meinem Vater," flüsterte sie die Zofe kalt an, diese jedoch lachte kurz auf. "Dein Vater wird glauben du hast zu viel Fantasie und sollte er dir doch glauben, schiebe ich es einfach auf den Bauerntölpel." Jelais saß in der Falle. Ließe sie zu, das die Zofe es auf Kylar schob, so dürfte sie mit ihm nie wieder spielen und vielleicht würde er des Hofes verwiesen werden. Sollte sie denn noch bei ihrer Geschichte bleiben, würde die Zofe es so dar stellen, das Jelais Kyar nur schützen wolle, weil sie ihm glaubte, dass er es nicht absichtlich getan hatte. So oder so hatte die Zofe gewonnen und dafür hasste Jelais sie. In den nächsten Tagen musste se Benimm Regeln lernen und sich ordentlich anziehen lernen. Sie lernte, was sie wann wo tragen durfte und begann damit, ihre Untergebenen, die sie alle auf seiten der Zofe wähnte, herum zu kommandieren. Es blieb dabei, das Jelais oft in ihrem Zimmer nur noch mit Mäuschen oder anderen Tieren lieb und ruhig sprach. Es gab nur noch einen alten Stallburschen, der Jelais nach wie vor wie früher behandelte und den Jelais nicht herum kommandierte. Dieser brachte Jelais bei, wie man die Pferde pflegte, sie sattelte und was sonst wichtig war, ohne das jemand auch nur davon ahnte. ~

Der Morgen war angebrochen.
Jelais wurde durch das fröhliche zwitschern einiger Vögel geweckt.
Die anderen schienen noch zu schlafen.
Sie selbst lag nicht an dem Platz, an dem sie eingeschlafen war, sondern an einem gänzlich anderen.
Kylar hatte sie sicher her gebracht.
Auch gut.
Leise stand sie auf, holte sich neues Pergament und Tinte, wie auch Feder und begann ihre Geschichte weiter zu schreiben.
So lange die anderen noch schliefen, wäre es ein guter Zeitvertreib.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Di März 15 2011, 06:44

Der Morgen war angebrochen. Seelenruhig streckte sich der Mann und begann sich den Schlaf aus den Augen zu reiben. Erst dann richtete er sich auf und schaute sich um. Es war noch nicht all zu viel los, somit macht er sich gemütlich auf den Weg zum Fluss, um sich dort ein wenig zu erfrischen.
Die Jacke geschultert, das Schwert in der Scheide in der andern Hand tragend kam er wieder das Ufer hinauf. Vor dem Baum blieb er dann stehen. Legte die Jacke ab, und legte das Schwert auf diese. Mit gekreuzten Beinen setzte er sich an die Wurzel und schloss die Augen. Seine Brust sowie sein Bauch wölbten sich bei seinen tiefen Atemzügen. Auch so konnte gesehen werden, das der Körper von Niel nicht ganz untrainiert war. Nach wenigen Minuten schien er aus seiner Ruhe wieder zu erwachen, er packte Blind zur Seite seiner Waffe und zog sie Blank. Langsam drehte er sie in der Luft, bis sie mit der Spitze zum Boden zeigte. Noch immer in der Sitzhaltung drückte er die Klinge mit beiden Händen in den Boden, nur ein kurzes Stück vor den sich kreuzenden Beinen. Stille kehrte ein, der vorher noch vor Leben erfüllte Baum schien auf mal ganz still. Kein Ton war zu Hören, kein Blatt rauschte, kein Vogel zwitscherte mehr. Langsam bewegten sich die Lippen Niels, er sagte etwas, wenn auch ohne Ton. Doch die ruhe hielt nicht lange, Leben kehrte wieder ein und alles schien wie früher, auch Niel richtete sich, zog das Schwert aus der Erde und schob es wieder zurück in die Halterung. Wieder auf den Beinen machte er sich auf die Suche nach was zu Essen, sein erster Blick fuhr auf die gestrige Mahlzeit, von der er sich auch gleich eine Kleinigkeit von gönnte.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Mi März 16 2011, 03:24

Trotz des leichten Schlafes, wachte Kylar nicht auf, als Jelais sich erhob und sich Pergament holte, auf dem sie weiter schrieb. Doch irgendwann, als er hörte, wie sich etwas in seiner Nähe tat und er dann Niel erblickt, der sich etwas zum Essen nahm, öffnete er eines seiner Augen.
"Morgen.", brummte er und blinzelte in den frühen Morgen.
Er war todmüde und wollte gleich wieder einschlafen, aber das schlug er sich gleich wieder aus dem Kopf, als er Jelais sah, wie sie an dem Blatt Pergament herum schrieb. Er fragte sich, ob sie überhaupt eine Vorstellung davon hatte, wie viel so eine Seite kostete. Aber das war eher nebensächlich, wenn man bedachte, wie es hergestellt wurde.
Er wagte zu bezweifeln, dass Jelais wusste, wie viele Schafherden daran glauben mussten, um ein Buch herzustellen. Nun ja. Er richtete sich auf, bevor er weiter in solche unsinnigen und nutzlosen Gedanken hingab. Sein Blick ging zu Jelais und nachdem sie wohl in ihrer vollkommen eigenen Welt zu sein schien, ging er zu ihr herüber und fragte höflich: „Was schreibt ihr da?“
Seine Stimme war noch etwas belegt, vom Schlaf und er gähnte. Ohne, dass er auf das Papier schaute, wartete er auf eine Antwort. Danach würde er sicherlich erst mal zum Fluss gehen und sich waschen.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Mi März 16 2011, 23:14

ein ... Sie hatte keine Ahnung davon, wie viele Tiere für Lederrollen steren mussten, doch schließlich schrie sie auf Pergament und nicht auf Leder.
Wenn gleich Pergament auch nicht günstiger war, so war es doch einfacher zu beschreiben und ließ sich anders falten, als Leder.
Das Kylar näher kam, bemerkte sie erst gar nicht. Sie war bereits dabei zu beschreiben, wie die nächsten Begegnungen mit Spiel udn Freude waren und wie die Zofe sie des öfteren züchtigte, immer wieder mit der Warnung, sie würde es Kylar an hängen. Mit dem älter werden, wurde Jelais dann auch immer härter, setzte immer mehr diese Maske aus Eis und Stein auf, und gab sich als verwöhntes Gör, das bald von allen gehasst wurde.
Lediglich der alte Stallknecht wusste, wie lieb sie tatsächlich sein konnte.
Viel hatte sie von ihm gelernt, sogar das Reiten im normalen Sattel, hatte er ihr bei bringen können.
Es war gut das alles gelernt zu haben, denn so hatte sie die Möglichkeit wenigstens Pferde beruhigen zu können und ihnen zu helfen, wenn sie krank waren.
Der alte Stallknecht hatte ihr zudem oft von der alten Religion erzählt, so dass sie wusste, welche Tiere welche Bedeutungen hatten.
All das hatte sie bereits geschrieben, als Kylar angekommen war und sie fragte, was sie denn da schreibe.
"Die Geschichte eines Mädchens, das ich kenne,"
antwortete sie recht ruhig, wobei sie betrübt wirkte.
Sie sah nicht einmal auf von dem Pergament, welches sie weiter beschrieb mit ihrer schönen geschwungenen Handschrift.
"Wann sind wir in der nächsten Stadt?"
wollte sie wissen.
Schließlich wollte sie noch einen Boten bitten, ihrem Brief zu ihrem Vater zu bringen.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Do März 17 2011, 05:01

Kylar gab sich mit dieser dürftigen Antwort durchaus zufrieden und sammelte nebenbei die Sachen ein, die er bereits in Durzos Sattel verstauen konnte. Er reagierte nicht auf ihre Aussage, obwohl er sich nicht ganz sicher war, ob er seinen Gedanken, dass sie mit der Freundin sich meinte, aussprechen sollte. Er schüttelte unmerklich den Kopf und setzte seine Arbeit fort.
Letztlich antwortete er jedoch auch auf ihre Frage. Er hatte ein wenig nachgedacht und hin und her überlegt. Schließlich sagte er mit bedacht und einem klein wenig Desinteresse: „Ich hab keine Ahnung, wo uns unsere Reise hinführt Mylady. Vor allem, da uns Niel geführt hat. Wieso fragt ihr ihn nicht?“
Er setzte seine Arbeit fort und hielt Jelais beide Hände hin, nicht nur um ihr aufzuhelfen, sondern auch, um den Schreibkram einzufordern. Er wollte schnell weiter, denn er musste seinen Plan schnellstmöglich in die Tat umsetzen. Irgendwann würde er mit Niel mal eine Route ausarbeiten, die sie nehmen konnten.
Der Gedanke daran, dass er scheitern könnte und das seinem Herren dann beichten musste, machte ihm zu schaffen, aber das war nichts im Vergleich dazu, was er sonst noch alles durchhalten musste. Er hatte sich dafür entschieden, sie nach Hause zu bringen. Nun irgendwie würde er es anstellen. Aber er wusste auch, dass es noch nicht gleich der Fall sein würde. Dennoch in naher Zukunft würde er es tun, auch wenn sie vielleicht nicht verstehen würde, warum die Reise schon zu Ende war.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Do März 17 2011, 05:28

Da sich Kylar scheinbar vorgenommen hatte, förmlicher zu bleiben, blieb sie ebenfalls reservierter.
Sie gab ihm die Schreibsachen, wunderte sich wohl darüber, dass er nichts aß und ließ sich dann auf helfen.
"Zu freundlich von Euch Herr Stern. Ihr scheint es ja ausserordentlich eilig zu haben."
Sie fragte sich, ob sie mit der Ohrfeige den Boden überspannt hatte.
Schließlich legte sie wieder ihre arrogante und verwöhnte Maske an, zumindest Kylar gegenüber und ging zu Niel.
"Verzeiht wertester, wenn ich euch beim Essen störe, doch wann werden wir in der nächsten Stadt ankommen?"
Moira war scheinbar auch eben erst aufgewacht.
Sie schien erschrocken darüber,, wie weit Kylar die Sachen schon eingepackt hatte und machte sich eben so schn ell daran, ihre Haare in Ordnung zu bringen.
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Niel

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Do März 17 2011, 06:23

Schon während des Gesprächs, ausgehend von Kylar, hatte Niel seinen Namen fallen hören. reagierte aber nicht weiter darauf, da es ihn nur am Rande zu interessieren hatte, und er wohl im Anschluss sowieso erfahren würde was gemeint war. Ebenso geschah es auch. Jelais kam auf ihn zu und fragte, wo die Nächste Stadt sein, oder allgemeine Ortschaft. Spontan hörte der ältere Man auf zu Essen, schaute stattdessen in Richtung des Baumes, dann den Weg hinauf, den sie noch gehen wollten, und dann hinunter, wie sie ihn schon kamen. Erst dann schaute er hinauf zur Dame die Schon erwartungsvoll ihn anschaute. Mit einem „Guten Morgen.“ lächelte er sie an, dann räusperte er sich. „Nun, ehm, wenn ich mich nicht irre kommen wir vielleicht vor dem großen Wald an einer Siedlung vorbei, ansonsten erst innerhalb des Waldes. Ehe er noch mehr sagen musste, nahm er sich noch etwas von dem Essen und begann seinen Appetit zu stillen. Es störte ihn, das alle schon in Aufbruchstimmung waren, ließ sich davon aber nicht anstecken und tat weiter daran zu Essen.
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Jelais

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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Do März 17 2011, 06:44

Mit dieser Antwort gab sie sich durchaus zufrieden.
Sie lächelte Niel dankbar an, nahm sich ebenfalls etwas zu essen und war der Meinung, sie haben alle Zeit der Welt zum Frühstücken.
Außerdem gefiel es ihr hier sehr un sie gedachte nicht im Traum, sich nun ab zu hetzen, nur weil Kylar es Eilig hatte.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Do März 17 2011, 07:51

Es war keinesfalls so, dass Kylar sofort aufbrechen wollte, er hatte es nicht eilig, er wollt nur erst die Arbeit erledigen und sich dann etwas zu essen gönnen. Vorher ging er jedoch noch einmal zum Fluss und wusch sich dort. Nachdem er sich frisch gemacht hatte, setzte er sich zu den anderen und Moira verschwand zum Fluss, wobei Kylar ihr noch hinterher rief, sie solle nicht „Zu weit“ raus schwimmen, wohl wissend, dass er einen bösen Blick fangen würde.
Er nahm sich einen Fisch und verzehrte ihn ziemlich schnell. Nicht weil er es eilig hatte, sondern, weil er hungrig war. Er nahm sich noch etwas vom Fleisch und vom Gemüse. Er war sich nicht sicher, ob Jelais wusste, wo der Wald war, geschweige denn, wie lange es noch dauern würde, ehe sie dort waren. Er selbst wusste es nicht mit Gewissheit. Er fand es auch als enorme Erleichterung, mal jemanden führen zu lassen, der sich auskannte. SO war es nicht so anstrengend für ihn, einen Weg zu suchen.
Er wusste nicht so recht, was er sagen sollte und beschloss daher es einfach zu unterlassen. Stumm schaute er auf den Boden vor sich und dachte nach. Über die Geschehnisse der letzten Tage und ähnliches. Er dachte an die ganzen Gefahren, die hinter ihnen lagen und auch an die, die noch kommen würden. Es war nicht leicht, aber sicherlich zu schaffen. Er musste schließlich „nur“ darauf aufpassen, dass Jelais nichts zustieß.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Fr März 18 2011, 04:41

Als erstes begonnen mit dem essen war er folglich auch der erste, der fertig mit dem essen war. Gemütlich lehnte er sich zurück und machte sich Gedanken über die anstehende strecke, ob es noch besondere Orte zu sehen gab, oder dinge auf dem Weg waren welche noch zu erledigen sein würden. Er befasste sich nur kurz damit, solange, bis alle ihre Mahlzeit getätigt hatten, dann sammelte er langsam alle Sachen ein und ging hinunter zu Fluss. Dort reinigte er alles und brachte es gesäubert wieder mit hinauf. Zu Packen hatte er immerhin nicht viel, und ein teil bestand aus den dingen, welche er gerade in der Hand hatte. Somit war er recht zeitig fertig die Weiterreise anzutreten.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Sa März 19 2011, 07:14

Jelais ließ sich reichlich Zeit beim Essen.
Sie hatte es ganz und gar nicht eilig.
Als sie fertig war, ging auch sie zum Fluß hinunter, um Moira unter anderem Gesellschaft zu leisten, sich selbst frisch zu machen und das Essbesteck ab zu waschen, welches sie gebraucht hatte.
Ausserdem schmeckte das Wasser sehr gut.
Die Vorkommnisse des Tages zuvor konnte sie nicht vergessen, wiesie ihn geküsst hatte.
Seine Lippen waren so weich gewesen und sie hatte sich wie im siebten Himmel gefühlt.
Schwer hatte sie mit sich zu ringen gehabt, den Kuss zu unterbrechen, doch schließlich ... nein er würde sie ohnehin nicht wollen.
Sie war doch eh nicht mehr als seine Herrin und das Kleine Mädchen, mit dem er immer gespielt hatte.
Sie war nicht mehr als sein Auftrag.
Wütend darüber kam sie wieder ans Ufer, zog sich an, nahm das Essgeschier und ging zurück zum Lager, wo sie es Kylar wütend in die Hände drückte und sich dann dem Pferd zu wandte, auf dem sie immerhin gleich wieder reiten würde.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   Sa März 19 2011, 07:34

Kylar wartete geduldig, bis sich die beiden erheben würden. Er hatte es nicht eilig wegzukommen, schließlich war es auch Jelais Entscheidung, wohin sie gehen würden und wie lange sie verweilen würden. Die Strecke ihrer Routen, hatte sie zwar immer in Kylars Hände gelegt, weil sie sich nicht wirklich darum kümmerte. Jelais war jedoch eine gebildete und gerissene Frau, die viel Zeit gehabt hatte zu lesen. Sie hatte allerdings kaum eine Vorstellung davon, wie die Welt „wirklich“ aussah. Immerhin war sie behütet aufgewachsen und war kaum in die Nähe gewöhnlicher Leute gekommen. Nur die wenigen Frauen, die sich um sie gekümmert hatten, waren in ihrer Nähe gewesen. Sie hatten sie gekämmt, angekleidet ihr praktisch jeden Wunsch von den Lippen abgelesen.
Zumindest war es das, was Kylar glaubte. Er hatte keine Ahnung von der Wahrheit. Er hatte keine Ahnung, wie Jelais unter den Klauen ihrer Zofen gelitten hatte. Und er wusste auch nichts über die Gefühle, die sich gewandelt hatten. Das kleine Mädchen, was sonst immer mit ihm gespielt hatte, war nicht mehr, denn jetzt hatte er eine stolze Frau, die keinen Platz mehr in einer rosa Plüschwelt hatte. Sie musste in der Eiswüste der Oberen Gesellschaft Platz finden und in dieser Welt hatte er keinen Platz.
Kylar blickte zu Jelais rüber und versuchte zu ergründen, was in ihr vor ging. Manchmal wunderte er sich, dass Jelais so unergründlich war. Dann stand sie auf und ging zum Fluss. Das beunruhigte ihn sehr, denn am Tag zuvor hatte er sie noch retten müssen. Er wusste jedoch, dass Jelais sich nicht noch einmal so weit hinaus wagen würde.
Als sie wenig später gesund und munter zurück kam, erhob sich Kylar und sie drückte ihm wütend das Geschirr in die Hand.
„Wa…“
Er sparte es sich zu fragen, was los war. Würde er ohnehin keine ordentliche Antwort bekommen. Seufzend verstaute er nun auch das Geschirr und wunderte sich über Jelais offensichtliche Arbeitsbereitschaft. Niel hatte auch gespült und war ebenso reisefertig, wie die Anderen, wobei Moira die letzte war, die zurück kam. Mit einem netten Lächeln auf den Lippen kam sie den drei anderen entgegen, weshalb Kylar sich dachte, dass sie Jelais sicherlich nicht verärgert hatte. Also musste er ja mal wieder an ihrer Laune schuld sein.
„Dann sind wir ja nun vollzählig…“, murmelte er und stand bereit um Jelais auf Durzos hohen Rücken zu helfen.
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BeitragThema: Re: Die grüne Ebene   So März 20 2011, 04:46

Die Tage verstrichen. Niel hatte sich, wenn die Zeit und Lust es ergab, viel über weltliche Dinge mit seinen Begleitern gesprochen, über vergangenes und was gerade das Herz begehrte. Häufig kamen sich Jelais und Kylar in die Quere, meist wegen sehr unwesentlichen Dingen. In der Stille resignierte Niel nur. Seltener hingegen kam er mit Moira ins Gespräch, meist nur zur Abendzeit ober wenn sie mal unter sich waren.
Wie Niel prophezeite, kamen nur sehr wenige diesen Pfad entlang. Hin und wieder trafen sie auf Reiter oder Boten, weniger aber Händler oder einfache Reisende. Häufiger hingegen sah man Schiffe den Fluss hinunter segeln. D
Die Nachmittagssonne schien auf die Gruppe hinab. Gerade hatte niemand etwas zu erzählen, war mit sich selbst beschäftigt, oder beschaute sich die Gegend. Unablässig war der große Fluss ihr Begleiter gewesen, hatte jeden Schritt von ihnen miterleben können, doch bald würde sich das ändern. In der Ferne waren die hohen Bäume des Sîdh'urieb Tawar zu sehen. Majestätisch wirkten die Bäume, allesamt von Stärke und Pracht gekennzeichnet. Niel lief ein kühler Schauer über den Rücken. „Wir haben bald den Wald erreicht. Noch höchstens zwei Tagesmärsche und wir haben ihn erreicht.“ Insgeheim musste er lächeln. Alleine hätte er niemals diese zeit benötigt, doch dies tat nichts zur Sache, es war angenehm in Gesellschaft zu reisen und dies würde er auskosten für die Zeit, die sie noch zusammen unterwegs waren. Immerhin war ungewiss, wie lange er noch diese Gesellschaft erleben durfte.
Nahe des Waldes fanden sie das Dorf, von welchem Niel sprach. Großes Interesse hatte er nicht, hier zu bleiben, doch würde er sich der Gruppe fügen.
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