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 Das Spitzhorngebirge

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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Feb 01 2011, 10:11

Tales wachte am Mittag auf und streckte sich ausgiebig. Er hatte den Rest der Nacht sehr gut durchgeschlafen und gähnte herzhaft. Das hatte wirklich gut getan, aber nun musste er sehen, ob Cirian wirklich seine Dienste in Anspruch nehmen wollte und begab sich hinauf in den Schankraum. Der Wirt sagte ihm, er könne noch ein Frühstück haben, was Tales nicht ablehnte. Es war ein ausgiebiges Mahl und Tales schaufelte es nur so in sich hinein. Es dauerte jedenfalls nicht lange und Tales war fertig. Gesättigt trat er hinaus und sah sich um.
Tatsächlich stand Cirian dort und wartete. Er wartete vielleicht auf Tales, vielleicht aber auch auf jemand anders. Nun irgendjemand stand schon dort. Allerdings wusste er nicht so Recht, ob er ihn kannte. Wie auch immer. Es war ihm egal und er trat auf den großen Paladin in der überaus imposanten Rüstung zu. Ein Pferd stand neben dem Mann.
„Guten Morgen, Cirian.“ Dem anderen nickte er ebenfalls zu. „Also? Was machen wir?“
Er musterte seinen neuen Auftraggeber. Aber irgendwie beschlich ihn wieder ein seltsames Gefühl, als er den anderen Mann betrachtete. Unheimlich und doch erfüllte es ihn mit leichter Freude. Sehr eigenartig. Schließlich wollte er doch wissen, wer dieser Kerl war und dieses Mal stellte er sich sogar selbst vor: „Ich bin Tales, darf man erfahren, wer ihr seid?“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Feb 05 2011, 06:26

Ein lautes Knacken riss Ion aus seinem Traumlosen Schlaf. Als er seine Augen öffnete, erblickte er die kleine Wüstenspringmaus, welche auf seiner Brust sass und eifrig an einer Nuss knabberte. Ion zog die Augenbrauen zusammen und legte einen freien Arm über die Augen. Doch das Knacken hörte nicht auf.
Ion nahm den Arm wieder weg und sah die kleine Maus genervt an. Ihre kleine spitze Nase zitterte, als sich ihre Blicke kreuzten und sie drehte die hartnäckige Nuss in ihren Händen.
"Du kleines hartnäckiges Biest!", sagte er leicht gereizt und packte es vorsichtig zwischen zwei Finger um es von sich hoch zu heben. Die Maus quiekte leise, als sie den festen Halt unter den Pfoten verlor und die Nuss fast fallen lies. Nachdem sich Ion vollends aufgerichtet und auf das Bett gesetzt hatte, setzte er die Maus auf seinem linken Bein wieder ab und nahm die kleine Nuss in die andere Hand. Mit den Daumen knackte er die empfindliche Naht zwischen den beiden Nussschalen und öffnete diese ohne weitere Mühe. Dankbar reckte der kleine Nager seine Vorderpfoten in die Höhe, als Ion ihr eine der beiden Hälften hin hielt. Es knackte mehrmals leise, als die harten Zähne gegen die harte Nussschale ankämpften, um zu dem weichen und leckeren Inneren zu gelangen. Die zweite Hälfte verstaute Ion elegant in der kleinen ausgesteiften Tasche, in der sich die Maus ein provisorisches Nest erbaut hatte. Sobald Ion Anzeichen machte, dass er gleich aufstehen würde, sprang die kleine Maus mit wenigen Sätzen - und der Nusshälfte zwischen den Zähnen - in das kuschelig warme Nest.

Ion verzichtete auf ein üppiges Frühstück und ass stattdessen lieber ein kleines Laib Brot mit etwas Käse und einer Kanne heißen Wassers mit selbst gesammelten Kräutern aus der Wüste. Zwischenzeitlich kam auch die kleine Maus hervor und stahl sich ein paar Brotkrümel oder erkundete den Tisch.

Irgendwann hatte Ion sein letztes Stück Brot mit ein wenig Käse und dem Rest heißen Kräuterwasser heruntergespült, da sah er den jungen Mann von letzter Nacht, der so spät am Abend noch eingetroffen war. Die Taverne schien leer und verlassen zu sein. Nachdem Ion seine Schulden beglichen hatte, ging er ebenfalls hinaus und erblickte dabei drei Männer, welche sich zusammen gescharrt hatten und ihre Abreise vorbereiteten.
Ion fiel auf, dass die Pferde der Geisterjäger weg waren.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Feb 08 2011, 04:05

Der Paladin begrüßte seinen Mitstreiter. Syrus schien selber noch unterwegs gewesen zu sein. Natürlich, ein Untoter brauch kein Schlaf. Irgendwo reizte ihn der Gedanke und er musste lächeln, das er, ein Paladin, in Begleitung eines untoten Wesens war. „Seltsame Zeiten streifen dieses Land.“ Es ließ sich nicht wirklich erkennen, was er mit dieser Aussage meinte. Aber dabei beließ er es auch. „Wisst ihr schon in welche Richtung wir aufbrechen müssen?“ Er schaute sich um. „Ach und ich vergaß. Wir werden noch einen weiteren Streiter für unsere Sache in Begleitung haben.
Ehe sich Cirian aber weiter dem Gespräch widmen konnte erschien wie aus dem nichts eine goldene Elfe. Ein Zartes helles Licht umspielten ihren Körper, während ihre kleinen Flügel fast aufgeregt auf und niederschlugen um den Körper in der Luft zu halten. Vorsichtig hob Cirian seine Hände zu Fee hinauf, ließ sie sich hinsetzen. Vorsichtig setzte sie sich ab, das leuchten ließ leicht nach. Kurz musterte sie den Paladin, schaute sich um, verharrte für einen kurzen Moment mit dem Blick auf der Taverne, dann begann sie aber zu sprechen, den Blick wieder auf den Paladin gerichtet. Ein feines säuseln ließ sich von ihr Vernehmen, dem Gesang von Engeln gleich, und einem jeden der das Gefühl der Schönheit in sich aufnehmen konnte, würde einen wohligen Schauer den Rücken hinauf spüren dürfen: „Cirian, passt auf euch auf. Eine Gruppe von fünf Abenteurern sucht euch, ein düster wirkender Mann mit Augenklappe und fehlendem linkem Arm namens Tom Black, eine junge Elfe mit schneeweißem Haar namens Avelin, ein harmloser Wanderer aus der Wüste Kesh namens Eric, eine Piratin von der ihr an Land nichts zu befürchten habt, namens Vincenza und ein Inquisitor des Gottes Roboute Gulliaume, der die Wahrheit versucht herauszufinden, sein Name ist Richard McNeal. Der Mann namens Tom Black beschuldigt euch das Dorf der Elfe vernichtet zu haben. Ich habe ihm versichert das ihr damit nichts zu tun habt, aber er schien mir nicht zu glauben, des weiteren hat er keinerlei Respekt vor anderen Personen, insbesondere Paladine und den Glaube an unsere Göttin Alexia. Seit vorsichtig! Eine gute Reise....“
Entgegen der schönen Melodie zeichnete sich jedoch auf dem Gesicht des Paladins Unzufriedenheit aus. Leichter Zorn schien aufbegehren zu wollen, der Linke Flügel zuckte kurz auf. Als diese zu ende sprach war alles still. Die Augen Cirians fuhren Worte suchend an der Fee vorbei, welche noch den Moment abwarten wollte, ob eine Antwort zu erwarten war. Dann setzte auch Cirian an. Im selben Gesang wie die Fee zogen sich seine Worte aus dem Mund, als wäre es eine lange Aneinanderreihung harmonischer Klänge, wenn gleich auch nicht so hoch gesungen wie die Worte der Fee: „Geehrter Meister. Ich danke euch für diese Warnung, doch obgleich ich diesem Verbrechen angeschuldigt wurde, gibt es keinerlei Ursache, die eine solche Tat der meinen gleich kommen würde. Seit unbeirrt, ich werde mich dieser Gruppe entgegen stellen und sie ins rechte Licht weisen. Mögen auch sie verstehen, was es bedeutet Alexia zu vertrauen. Leider muss ich zudem aber kund tun, das ich zugleich noch einen Kampf zu fordern habe, gegen Widersacher aus dem Süden, einem Volk von Barbaren, welches unablässig die Dörfer des Landes Terrorisieren und die Bewohner verschleppen für unlautere Zwecke. Immer in eurer Achtung stehend Cirian Zardos, Paladin der Strahlenden Klingen Alexia.“ Der Gesang erstarb..
Ebenso wie der Fee erschien verschwand sie auch wieder. Feiner Licht strahlten die Hände des Paladins aus, welche wie ein Energieschub für die Fee wirkten. Sie stand auf, begann in die Höhe zu schnellen und verschwand mit eben dem Geräusch, wie sie erschien.
„Es wird Zeit. Wir sollten wirklich los. Es gibt vieles, das meiner Arbeit bedarf.“
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Feb 16 2011, 11:00

Syrus schaute noch einmal zur Sonne hinauf. "Ja ihr habt recht!", bestätigte er ihn. "Die Kannibalen sind im Westen des Spitzhorngebirges anzutreffen. Leider gibt es mehrere Klans, aber die Überfälle können nicht von einem alleine organisiert worden sein. Diese Organisationsfähigkeit ist von den Kannibalen nicht zu erwarten, da steckt mehr dahinter."
Der Untote Krieger erinnerte sich an einen Auftrag vor einigen Jahren. Er sollte einen Forscher beschützen, der Ruinen im Gebirge erkunden wollte. Trotz Syrus' Macht konnte er den Forscher nicht beschützen, allerdings sollte es dieses mal besser enden.
Das Plötzliche auftauchen der kleinen Fee, überraschte ihn. Verstehen konnte er kein Wort, aber es musste ein Vertrauter, Mentor oder Vorgesetzter des Paladins sein. Still betrachtete der Krieger die Szene.
Die Fee hatte ihn vergessen lassen wer der neue Mitstreiter war. So lernte er ihn kennen bevor Syrus Cirian genauer befragen konnte. „Ich bin nur ein Krieger der den Paladin bei seiner Queste unterstützt.“, erklärte Syrus sich. „Syrus mein Name.“ Der Mann mit Namen Tales wurde kurze gemustert, alles weitere würde sich ergeben.
„Wir müssen ein Stück zurück, dort gibt es versteckt einen Pfad dem wir folgen können. Von dort dürften wir irgendwann von alleine auf die Kannibalen stoßen, aber es dauert einige Zeit.“
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Thalia

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Feb 17 2011, 01:10

Das Wandern hatte stetig die Dunkelheit weiter und weiter vorangetrieben. Mit der Zeit vergingen auch Teile des Weges, der in der Form seiner Länge nicht bekannt war. Wesen, welche von Interesse wahren, welche eine vernünftige Nahrungsquelle hergegeben hätten, an sich es wert waren als Nahrung zu dienen waren nicht zu finden.
Mit einem Ruck durchfuhr es Vaica. Seelen, viele Seelen zogen stetig und schnell in ihren Einzugsbereich. Schnell und gezielt, geradewegs in ihre Richtung. Freude Schien überhand zu nehmen. Freude und Gier. Es drehte sich um, schaute in die Dunkelheit und wartete, ihren Speer nach vorne gezogen, einen Moment inne haltend. Etwas rief einen hauch von Selbstschutz aus, als solle gesagt werden, es seinen gefährliche Gegner, nicht im einzelnen, aber in der Gruppe. Ein Leuchten umschlang die rechte Klaue, Blutrot, mit schwarzen Adern durchzogen, die sich schemenhaft im Rot verloren.
Erde wurde weggedrückt. Vaica begann den Angriff. Schnell und gezielt ging es auf den ersten zu, den Speer in Stoßhaltung bereit den Tödlich angriff durchzuführen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Feb 17 2011, 08:28

Tales betrachtete seine beiden Begleiter. Zumindest so lange, bis sich etwas merkwürdiges ereignete. Eine winzige Gestallt erschien mit einem Mal vor Cirian und säuselte ihm etwas zu. Es schien eine Nachricht und eine Warnung zu sein. Die Stimme dieses Wesens verpasste ihm eine Gänsehaut und irgendetwas in ihm verabscheute und mochte dieses kleine Ding gleichzeitig. Jedenfalls interessierte es ihn wenig, was der Paladin für Angelegenheiten klären musste. Er selbst war nur ein zusätzliches Schwert, was ihm bei was auch immer helfen würde. Zumindest so lange, bis er seine Schulden beglichen und einen Weg aus diesem Gebirge gefunden hatte.
Offenbar machten die beiden Jagd auf irgendwelche Kannibalen, die dieses Gebiet heim suchten. Er selbst konnte damit kaum was anfangen, er besaß in solchen Dingen keine Erfahrung und kannte sich nicht mit den hiesigen Völkern und Stämmen aus. Er würde einfach die angreifen, die ihn oder einen der anderen beiden angriffen. So war man immer auf der richtigen Seite.
Der andere Mann stellte sich ihm vor und die seltsame Atmosphäre von diesem Mann ließ Tales grübeln. Irgendwas gefiel ihm an diesem Kerl, auch wenn er nicht so recht sagen konnte, was es war.
„Na schön. Seid gegrüßt Syrus. Ich nehme an, ihr geht voraus, denn ich kenne mich hier nicht wirklich aus. Je eher wir los gehen, um so eher kann ich meine Schulden bezahlen und um so eher kann ich dieses Gebiet hier hinter mir lassen.“
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Feb 17 2011, 10:14

„Es scheint, als wären nun alle miteinander bekannt. Syrus, ihr sagtet, wir müssten in Richtung Westen? Nun, dann solltet ihr durchaus vorausgehen.“ Dann schaute er zum scheinbar jüngsten der Gruppe. „Wir müssen uns beeilen, ich weiß nicht wie die Zeit drängt, doch je länger sich meine Aufgabe aufschiebt, um so mehr Leid muss das Volk ertragen. Ich hoffe ihr seit in Besitz eines Pferdes?“ Seine Aussage unterstreichend schwang er sich in einem Zug auf sein Streitross. Antaros schnaubte nur einmal kurz auf, schien aber bereit den Ritt.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Feb 23 2011, 03:45

Tales schaute zu Cirian hinüber und versuchte sich zu erinnern, ob er überhaupt jemals ein Pferd besessen hatte, das ihm „gehört“ hatte. Er erwähnte das besser nicht in der Gegenwart des Paladins und zuckte mit den Achseln. „Sehe ich so aus, als würde ich ein Pferd besitzen? Ich hab ja nicht mal einen Kupferling bei mir.“ Er schaute fragend und ein bisschen misstrauisch. Dann versuchte er die anderen zu beruhigen und sagte: „Aber solange ihr nicht im gestreckten Galopp reitet, kann ich zu Fuß mithalten. Man sieht es mir zwar nicht an, aber ich habe eine sehr gute Ausdauer.“
Nun, das war keinesfalls gelogen, die Frage war nur, wie lange er einen Marsch tun konnte und dann auch noch kämpfen. Sicher würden die anderen auch nicht immerzu ihre Pferde antreiben, da diese und auch die Reiter irgendwann erschöpft sein würden. Tales konnte ihnen ja notfalls Bescheid geben. Er war ohnehin lieber zu Fuß, als mit dem Ross unterwegs. Er betrachtete die anderen und sah dann noch mal zu Cirian.
„Vielleicht könnt ihr mir ja aber auch eine kleine Fee herbeizaubern, die mich trägt, was meint ihr?“
Natürlich meinte er das nicht ernst. Er grinste süffisant und machte dann eine Handbewegung die andeutete, dass er endlich los wollte.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Feb 23 2011, 10:01

Mit einem kurzem Nicken bestätigte Syrus die Aussage des Paladins und des Neuen. „Ja ich habe hier schon einmal ein wenig Zeit verbracht und kenne die Gegend, allerdings auch nur wo wir auf den Pfad kommen, dahinter müssen wir vorsichtig sein.“, erklärte er. „Nehmt mein Pferd, ich werde selbst bei einer zügigen Geschwindigkeit mithalten können.“
Ohne zu zögern wandte sich der düstere Krieger von der Taverne ab. Seine Marschgeschwindigkeit war enorm, selbst über die Distanz die sie zurücklegten.
Es dauerte etwas mehr als eine Stunde bevor Syrus die Gruppe auf eine kleine Felsformation aufmerksam machte. „Dort führt der Pfad in die westlichen Berge. Es gab damals wenige Tiere, aber die die hier überleben waren zäh und meist hungrig.“, berichtete Syrus kurz bevor er zwischen den Felsen verschwand. Man musste schon genau hingucken um den Pfad als solchen zu erkennen. Er war breit genug um zu zweit nebeneinander herzulaufen, aber dennoch gut getarnt zwischen den Felsen.
Der Pfad schlängelte sich durch das Gebirge und verschwand immer wieder in Felsschluchten. Noch legte Syrus eine schnelle Geschwindigkeit vor, beobachtete aber dennoch die Felsvorsprünge und die anderen Schluchten. An einigen Stellen lagen alte Knochen von Tieren und auch von humanoiden Wesen.
„Wenn ihr rasten wollte, dann sagt dies!“, wandte er sich an die Begleiter. Lange hatte er sich um das Wohl anderer nicht gekümmert, aber der Sonnenaufgang hatte ihn einiges Erinnern lassen. Von Natur aus war er nie so ein kaltherziger Mensch gewesen, aber die Umstände hatten ihm zu dem gemacht was er war. Lange hatte der ehemalige Priesterkrieger seinen Gott verflucht und sein Schicksal als eine ungerechte Strafe angesehen, aber vielleicht steckte mehr dahinter. So dachte er auch über den Umgang mit anderen nach, geholfen hatte er trotz des Schicksals, aber es war nie wirklich seiner Natur entsprechend gewesen.
Über die Schulter warf er dem Paladin einen Blick zu. Bin ich genauso gesegnet wie der geflügelte Paladin?
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Feb 24 2011, 12:25

Nicht ganz sicher wie viel Wert er der Aussage von dem neuen Gefährten beilegen sollte schaute er ihn ruhig an. „Ich glaube es würde euch nicht gefallen, wenn euch dieses kleine Wesen an den Haaren anhebend über die Straße trüge.“ er schaute ihn einen Moment länger an, grinste dann kurz, als würde er sich das Bild gerade vorstellen, dann wand er sich wieder dem ernst der Lage zu. Er enthüllte jedoch nicht, ob es tatsächlich möglich wäre.
Ohne Einwände ließ der Paladin den düsteren Krieger vor laufen. Er musste sich im Nachhinein über das verhalten der Beiden vergnügen, denn so wie es schien waren beide darauf versessen eher laufen zu wollen, als zu reiten. Sanft fuhr er mit der rechten Hand über den Lamellenpanzer am Hals seines Streitrosses Antaros. In einem feinen Licht verschwand die Schutzgewandung. Schnaubend meldete sich das Tier zu Wort, es schien gefallen zu haben, das Gefühl von Wind am Körper erleben zu dürfen. Die Hand zum letzten Gruß erhoben verließ er das Gelände der Sturmfeste.
Von sich aus regte der Paladin keine Gespräche an, stattdessen vertiefte er eine Gedanken in dem Relikt und las Seite für Seite; sein Helm baumelte an einer Schlaufen am Knauf seines Sattels. Er hatte keinerlei Grund Antaros über diese Wege zu führen, ein wahres Streitross eines Paladins war schwerere Situationen gewohnt zu bestehen. Hin und wieder bewegte sich einer seiner Flügel, als würden sie die Balance auf dem Pferd halten. Mit einem Mal hob er die Linke, während er mit der rechten weiterhin das Buch hielt. Strahlendes Licht stieß es auf mal aus, nicht hell genug um aufzufallen, aber dennoch hell genug um nahestehende ein wenig Licht zu Spenden. Strahlend wie die Hand erschien, legte er sie auf seine Brust, in Höhe seines Herzens und schloss dabei die Augen: „Göttin Alexia, verzeiht mir diese Bitte, doch helft mir, den aufrechten Glauben an euch zu verbergen, zum Schutze meiner Gefährten.“ Nach und nach ließ das Strahlen der Hand nach, so als würde das Licht von ihm schwinden. Im Anschluss legte er eben selbe auf seine Augen, und hielt für einen Moment inne. Ohne Hast schloss er das Buch wieder und hielt auf den angezeigten Pfad zu. Die frage des Untoten hielt er für eine rhetorische Frage, ging deshalb nicht weiter darauf ein, schaute stattdessen zu Tales hinüber, wie er antworten würde.
Mit einem mal nahm er den Blick Syrus auf. Er verwunderte ihn, denn so hatte dieser ihn noch nicht angesehen.
Durch das Betreten des Pfades änderte sich das Tun des Paladins. Das vorerst gelehrten hafte Verhalten, änderte sich zu der Aufmerksamkeit eines Kriegers. Aufrecht und Konzentriert war er nun. Stück für Stück ging es weiter den Pfad entlang.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Feb 25 2011, 06:50

Tales nahm zur Kenntnis, dass der düstere Zeitgenosse offenbar nicht vorhatte, ihn laufen zu lassen und stieg Achselzuckend aufs Pferd. Er fühlte sich in seiner Ehre deswegen nicht geschmälert, warum sollte er sich auch unnötig anstrengen, hm? Geduldig hörte er Cirian zu und grinste ebenfalls, als er sagte, wie die Fee ihn transportieren würde. Tales war nicht der Typ, sich von so etwas beleidigt oder missmutig zu fühlen. Er folgte der Gruppe und beobachtete die Flügel, das Paladin, die hin und wieder flatterten. Tales fragte sich ob er damit wirklich fliegen konnte.
Wohin sie der Pfad auch führte. Tales war das alles ziemlich egal. Er hoffte nur irgendwann wieder nach Imperia zurückzufinden. Und wie er so darüber nachdachte, versank er in seiner eigenen kleinen Welt aus Gedanken. Das letzte woran er sich erinnern konnte war, dass ihn irgendjemand aufgespießt hatte. Er hatte ganz deutlich sein Blut fließen und damit das Leben aus seinem Körper weichen spüren. Er war noch auf die Knie gesunken und dann? Tja… Das war die große Preisfrage. Er musste unbedingt zurück, um herauszufinden, was geschehen war. Doch er machte sich auch dieses Mal nicht viel Hoffnung. Er hatte schon öfter einmal einen Filmriss gehabt und jedes Mal gab es keinen lebenden zeugen. Er stellte sich nicht vor, wie diese Leute zu Tode gekommen waren, denn manchmal, wenn er noch ein Kleidungsstück oder ein Körperteil gefunden hatte, war ihm klar, dass nicht mehr allzu viel übrig war. Manchmal zweifelte er nicht daran, dass er es gewesen sein könnte, aber da er sich nie erinnern konnte, glaubte er es nicht wirklich.
Er wurde aus den Gedanken gerissen und sah Syrus. Er verzog sein Gesicht zu einem höhnischen Grinsen und blickte ihn sehr von sich überzeugt an.
„Natürlich. Aber wisst ihr? Ich sitze bequem, wenn dann sollten wir euch anbieten die Pausen festzulegen, findet ihr nicht?“
Natürlich konnte man sich auch abwechseln, aber es viel ihm im Traum nicht ein, den bislang bequemen Sitz im Sattel aufzugeben und es war ja auch nicht so, dass er im Sattel nicht kämpfen konnte. Im Gegenteil. Er beherrschte sein Schwert in jeder Lage.
Ziemlich danach fing Cirian an zu leuchten und sagte irgendetwas, was außerhalb von Tales‘ Verständnis lag. Er konnte weder was mit den Gebräuchen irgendwelcher Religionen, noch mit den Gepflogenheiten von Paladinen etwas anfangen. Er hatte keine Ahnung, was da gerade ablief, aber er wusste, dass es nichts war, was ihn gefährdete. Nun, er glaubte das zumindest.
Tales selbst glaubte weder an irgendeinen Gott, noch an irgendwas anderes. Er vertraute einzig und allein seinen eigenen Fähigkeiten und dem, was er sehen und Anfassen konnte. Magie schloss das ein. Er hatte keine Angst vor Magie, aber er freute sich auch nicht besonders, wenn sie gegen ihn gewendet wurde, weil er mit einem bloßen Schwert nichts dagegen ausrichten konnte. Sein Schwert WAR jedoch kein einfaches Schwert. Es WAR magisch, aber Tales vermochte nicht zu sagen, was es konnte und wie man es benutzte.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Feb 25 2011, 07:40

In Gedanken vertieft führte er weiterhin die Gruppe. „Nehmt keine Rücksicht auf mich, meine Ausdauer ist nur schwer zu übertrumpfen.“, erwiederte Syrus „Außer man gehört meiner Rasse an.“, fügte der Untote sarkastisch leise hinzu.
Kurz danach hing er wieder seinen Gedanken nach. Sein Blick fiel auf die Sonne, die langsam der Dunkelheit Platz machte. Seine Gedanken wandten sich wieder dem düsteren Krieger zu. Das Zeichen kam ihm bekannt vor, aber seine Ausbildung lag schon lang zurück. Nicht mehr alles war ihm geläufig. Vieles hatte er vergessen oder verdrängt, hinzu kam das er nach seiner Wiederauferstehung einen Teil seiner Erinnerungen eingebüßt hatte. Zum Beispiel wusste er nicht mehr wo er genau aufgewachsen war und wer seine Eltern waren. Gesichter hatte er noch vor Augen, aber keine Namen mehr. Die einzige Familie an die er sich erinnerte waren seine Frau und seine beiden Kinder gewesen.
Seufzend ließ er sich zurückfallen und ging auf der Höhe des Paladins. „Cirian, ich habe eine Frage, vielleicht könnt ihr weiterhelfen?“, wandte er sich an eben diesen. „Ein Großteil meines Wissens ging mit.... meiner Lebensveränderung verloren. Das Wissen meiner Ausbildung besitze ich nicht mehr in dem Ausmaße wie es einmal war. Kennt ihr den Hintergrund zu dem Symbol einer in die Höhe gestreckten, gepanzerten Faust?“
Irgendwie war es ihm unangenehm das er etwas was er mal gelernt hatte, zu hinterfragen. Seine Stimmung tat dies nicht grade gut. Krampfhaft hatte der Krieger sich versucht an das Wissen zu erinnern, aber nichts.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Feb 27 2011, 12:46

Cirian konnte gar nicht anders, als die Frage des Untoten mit einer Gegenfrage zu beantworten: „Was treibt euch an, gerade das wissen zu wollen?“ die Augenbrauen zogen sich zu einem düsteren gefährlichem Blick zusammen. „Solche Fragen stellt man nicht einfach so!“ Antaros wieherte auf und setzte einmal auf. Kurz schaute wer sich um, ob sich etwas in der Nähe befinden könnte, das diesem Übel ähnlich sein könnte. Die Konzentration auf die Umgebung wurde auf das notwendigste reduziert. „Ganz gleich was es ist, wo es ist oder wer es ist! Ihr solltet mir sagen, wo ihr dieses Zeichen gesehen habt. Kurz schaute er zu Tales hinüber, der keinen anderen Blick geschenkt bekam, stattdessen eher kontrolliert wurde. Nichts verdächtiges ließ Cirian vermuten, das dieser etwas mit der Aussage gemein hatte. Dann schaute er wieder zu Syrus hinüber. Dieser hatte sich schon längst diesem Blick ausgesetzt fühlen dürfen. Er lag ihm Fern weiträumig zu erklären, was er wusste, denn er konnte sich solange er keine sichere Aussage hatte weiter zu diesem Thema öffnen. Vor allem nicht in diesem Moment.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo März 07 2011, 04:28

Langsam erwachte Ancoron aus seiner Trance. Ausgeruht überprüfte er mit seinen Fähigkeiten die Umgebung. Im Zimmer nebenan waren zwei Männer, eine weiterer Mann gegenüber im Zimmer und eine Frau mit etwas essbarem in der Hand lief über den Flur.
Erst jetzt bemerkte der Untote die fehlende Aura des Paladins, es schien als ob der Krieger des Lichts abgereist war, oder war es eine Falle für ihn? Grinsend stand er aus dem Bett auf und legte sich in aller Ruhe die Rüstung an. Es dauerte lange bis jeder Bestandteil der Rüstung so saß wie er es haben wollte. Sein schweres Schild wurde geschultert und sein Schwert am Gürtel befestigt. Ein kurzes Gebet an seine dunkle Göttin Vestatia kam Schlussendlich noch hinzu, erst dann nahm er seinen Helm und hielt ihn in seiner linken Hand.
Vorsichtig löste der finstere Streiter seine Schutzzauber auf und überprüfte ein weiteres mal die Umgebung. Die Frau schien in dem Zimmer nebenan festgehalten zu werden, wusste sich allerdings zu wehren, die lauten Stimmen unterstrichen diese Annahme. Aus dem Schankraum erklangen die Stimmen mehrere Männer, so hörte ihn niemand während er langsam die Tür öffnete und auf den Flur trat.
Der Mann gegenüber war noch immer alleine und schien sich der Meditation zu widmen. Ein Blick zu beiden Seiten des Ganges ließ ihn sicher stellen das niemand seinen Fähigkeiten durch die Lappen gegangen ist.
Langsam hob er die gepanzerte Faust und klopfte. Auf der anderen Seite der Tür hörte man wie sich der Mann kurz über die Störung ärgerte, allerdings öffnete der Mann wenig später die Tür. Das erste was einem auffiel war die weiße Robe und ein göttliches Symbol dass der Mann im mittleren Alter in der Hand hielt. Die braunen Augen weiteten sich, als der Leposanhänger sah wer ihm gegenüber stand.
Kurz zuckte die Faust nach vorne und traf das Opfer unvorbereitet mitten auf der Brust. Innerhalb eines Augenblicks war Ancoron im Zimmer und hatte die Tür hinter sich geschlossen. Mit einem stöhnen wollte sich das Opfer grade erheben, doch ein Tritt mit dem gepanzerten Stiefel ließ ihn bewusstlos auf den Boden sinken.
Ohne weiteres beugte sich der Vampir über den Blutspender. Die langen, typischen Eckzähne eines Vampirs traten hervor und wurden in den Hals des Leposanhänger versenkt. Langsam immer schneller werdend wurde das Opfer ausgesaugt. Es dauerte nicht lange bis sich der Vampir gesättigt erhob. Einige wenige Tropfen Blut waren auf den Boden und die Rüstung gelangt, allerdings verblassten die Tropfen auf der Rüstung langsam.
Das Blut wurde vom Gesicht abgewischt. Mit einem zufriedenem Gesichtsausdruck ging er hinaus und wandte sich dem Schankraum zu. Als er den Raum betrat wurde es schlagartig ruhig, die meisten Anwesenden musterten ihn misstrauisch. Keiner wollte ihm den Rücken zukehren. Ohne Probleme ging er durch die Tür hinaus und wandte sich der Straße Richtung Imperium zu.
Auch wenn die Wüste einiges zu bieten hatte, war ihm die Sonne dort zu viel. Die regnerischen Tage und langen dunklen Winter weiter im Norden waren für sein Volk besser verträglich.
Außerhalb er Sichtweite der Festung oder der Taverne ließ er mit einer Handbewegung sein Streitross erscheinen.
Auf den ersten Blick wirkt das Streitross wie ein großes, muskulöses Pferd mit tief schwarzem Fell. Bei näherem Hinsehen erkennt man jedoch die wahre Natur. Flammen züngeln aus den Nüstern und lodern tief in den dunklen Augen. Spitz zulaufende, Messerscharfe Zähne blitzten kurz auf.
Mit einer unerwarteten Sanftheit schlug der ehemalige Paladin auf den Hals des Pferdes. „Lahariat! Mein treuer Begleiter.“, grüßte Anvoron sein Streitross. Langsam senkte sich der Kopf des Nachtmahrs und schauten zu seinem Meister hinüber. In den Augen wahr mehr als nur die Stumpfheit eines bösen Biestes zu sehen.
Ohne weiteres schwang sich der Reiter auf sein Pferd und ritt dem Imperium entgegen. Die Geschwindigkeit war beachtlich.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo März 07 2011, 05:53

Leicht stutzte Syrus schon. Dass das Symbol mit etwas Bösem im Zusammenhang stand wurde ihm dadurch nur umso bewusster. „Macht euch keine Sorgen, unser neuer Begleiter ist es nicht, an dem ich das Symbol gesehen habe.“, beruhigte der Untote den Paladin. „Ich habe bei Sonnenuntergang einen stark gerüsteten Krieger in die Taverne laufen sehen. Er trug eine schwarze Rüstung mit dem Symbol drauf und hatte ein schweres Schild mit Stacheln geschultert mit genau dem selben Symbol. Er strahlte etwas unheimliches aus, aber da niemand etwas unternahm und ich mir dachte ihr könntet das Böse spüren, habe ich nichts weiter gesagt.“
Sich selbst verfluchend schüttelte er den Kopf. „Ich hätte es euch eher berichten sollen! … Wenn ich mich doch nur besser erinnern könnte!“
Mit finsterer Miene beäugte Syrus die Steinformationen und Felskanten in der Umgebung. Jetzt dürfte kein Wesen das ihm oder seinen Begleitern böses wollte über den Weg laufen. Eine unheimliche Wut die er schon lange nicht mehr gespürt hatte durchflutete ihn. Eine Wut die mehr auf sich selbst und seinen ehemaligen Gott gerichtet war. Er würde herausfinden warum ihm dieses Schicksal widerfahren war und warum sein Gott dies zugelassen hatte!
„Hörst du? Ich werde es herausfinden!“, murmelte er halb laut dem Himmel zugewandt.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di März 08 2011, 06:48

Tales verstand weder, warum der Paladin so aus der Haut fuhr, noch warum die Stimmung so abrupt gekippt war. Er fühlte sich nicht wohl, als ihn der Paladin so musterte und ihm einen Blick zuwarf, als wolle er ihn bis auf die Seele ausziehen. Instinktiv wandte er seine Augen von denen des Paladins ab und schaute sich interessiert in der Gegend um. Nicht jedoch ohne Cirian im Augenwinkel zu behalten. Er wollte kein Risiko eingehen von seinem Gönner angegriffen zu werden.
Irgendwie benahmen sich die zwei Krieger seltsam. Sie passten eigentlich auch gar nicht zueinander. Der eine war ein in einer strahlenden Rüstung gekleideter Heiliger und der andere hatte er etwas mit einem Nachtschatten gemein. Ein untotes Wesen, das man eigentlich fürchten sollte und nicht unbedingt Vertrauen schenkte. Tales überlegte, was er sagen konnte oder wie er das ganze wieder entschärfen könnte, denn diese Stimmung war ihm eindeutig viel zu düster. Aber irgendwie fand er es tröstlich, dass dieser Syrus auch seine Erinnerungen verloren hatte. Er konnte auch nicht genau sagen warum, aber er fand diesen Düsterling weit sympathischer als den Paladin. War das seltsam? Normalerweise konnte man einem Man mit solch hohen Prinzipien, wie sie ein Paladin nun mal besaß, blind vertrauen. Nun ja. Es würde schon irgendwie gehen.
„Also jetzt könnte mich mal einer aufklären. Was läuft da eigentlich zwischen euch? Ich meine wo habt ihr euch aufgegabelt? Und was hat es mit diesem Zeichen auf sich, dass ihr so auf braust, Cirian?“
Tales wusste, dass das vielleicht nicht unbedingt die klügsten Worte waren, die er hätte hervor bringen können, aber immerhin war es was. Das Gemurmel ignorierte Tales zunächst einmal, obwohl er sich vornahm, im Hinterkopf zu behalten, dass da etwas war…
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi März 09 2011, 04:39

Insgeheim wusste er nicht so was ihm im Moment mehr an Ärger abverlangen sollte, die Unwissenheit seiner Gefährten in den Grundlagen der Götterkunde, oder aber die Tatsche des Geschehnisses, das er, ein Paladin der Göttin Alexia, das Dach mit einem Anhänger der Göttin Vestatia teilte. Cirian schaute den Pfad zurück. Mit geballter Faust hätte er aus vollem Herzen die Macht seiner Göttin anrufen wollen und den gerechten Zorn auf dieses Wesen des Bösen niederschlagen sehen. Langsam Blickte er wieder nach vorne. „Leise Finsternis umschloss die Welt als Vestatia eben jene betrat. In einem einzigen Hauch ließ sie Geschöpfe des Bösen entstehen, Wesen geschaffen, um den Erdenkindern die Tyrannei erlernen zu lassen und ihnen zu Zeigen was Unterdrückung bedeutet. Gnadenlos führte sie ihr schwarze Schar gegen alles Lebende, nur um es aufzureiben zwischen einem Wall aus ihr und ihrem Heer. Leblose Kreaturen schuf sie aus den gefallen und reicherte sie ihrem Volk an... Ein Wesen des Urbösen hatte sich den Weg in die Welt gebahnt und überall seine Spuren hinterlassen.“ Noch einmal schaute er den Untoten neben sich an. Keine Regung zeigte sich in seinem Blick, die Auskunft darüber verriet was in ihm vorging. Entgegen der aufkommenden Stimmung ließ er keinerlei Hand an seinem Schwertgriff. Stattdessen hob er leicht die Zügel an. „Wir sollten weiter! Die Zeit drängt zu sehr, als das ich sie über hätte, um sie mit stehen zu vergeuden. Die Anhänger Lepos sollten sich diesem Übel annehmen. Ich bin außer Reichweite um etwas effizientes gegen dieses feind auszurichten.“ Den Worten war anzumerken, das er es hasste vor solch einer Wahl gestellt zu werden. Falten legten sich auf seine sonst glatte Stirn ab, die Augen schlossen sich und der Paladin schien fernab der Situation. Dem vorgegebenem Tempo gemäß schritt Antaros weiter.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi März 09 2011, 05:44

Keinerlei Reaktion war von dem Untoten zu spüren, als er den Erläuterungen der heiligen Schriften zuhörte. Mit einem finsteren Blick wandte er sich dem neuen Mitstreiter zu. „Wir haben uns in einer Schlacht getroffen und sind ausgezogen um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, die Rettung der Entführten!“, berichtete Syrus kurz.
Schnell übernahm er wieder die Spitze der kleinen Gruppe und führte diese weiter in das Gebirge hinein. Seine Gedanken hingen den Erläuterungen des Paladins hinterher. Irgendwas regte sich tief in seinem untoten Kopf.
Leise Finsternis umschloss die Welt als Vestatia eben jene betrat. In einem einzigen Hauch ließ sie Geschöpfe des Bösen entstehen, Wesen geschaffen, um den Erdenkindern die Tyrannei erlernen zu lassen und ihnen zu Zeigen was Unterdrückung bedeutet. Gnadenlos führte sie ihr schwarze Schar gegen alles Lebende, nur um es aufzureiben zwischen einem Wall aus ihr und ihrem Heer. Leblose Kreaturen schuf sie aus den gefallen und reicherte sie ihrem Volk an. Ein Wesen des Urbösen hatte sich den Weg in die Welt gebahnt und überall seine Spuren hinterlassen. , in Gedanken wiederholte der Krieger die Worte als ob er sie schon kannte. Ohne ein Fehler rezitierte er die Schriften. „Ich kenne diese Schriften!“, sagte er laut zu Cirian gewandt.
Taumelnd lief er weiter und hielt sich den Kopf.
“Dies sind die geheimen Hallen Ebereons!“, erklärte eine in schwarz gehüllte Gestalt. Man sah die Statue des Ebereons und eine große Feuerschale zu seinen Füßen in dem ein grünes Feuer brannte. „Das heilige Feuer zeigt uns wie das Gleichgewicht der Seelen ist, jedes Ungleichgewicht wird uns hierrüber berichtet.“, erläuterte die Gestalt weiter. Ein Blick durch die Halle zeigte das hier nichts weiter zu sehen war, nur fünf Türen führten wieder heraus und hinter ihm war das große Tor durch das er in die Hallen getreten war. Ohne seinen Führer und neuen Mentor hätte er dieses Tor nicht gefunden.
„Denk immer daran! Das hier darf niemand erfahren!“, wurde er wieder gewarnt. „Viele würden es nicht verstehen. Es ist ein gut gehütetes Geheimnis unseres Seelenvaters. Er gab uns dieses Feuer hier um in seinem Namen über die Seelen zu wachen.“
Der verhüllte Mentor ging voran, auf die gegenüberliegende Tür zu. Keine Türklinke war zu sehen nur verschiedene Symbole die sein Mentor in einer bestimmten Reihenfolge schnell berührte. Die Tür öffnete sich und zeigte eine kleinere Halle in der zehn Betten standen und im Hintergrund neun Personen mit einem Bastardschwert trainierten.

Syrus fiel auf die Knie und hatte Mühe etwas zu erkennen. Verschwommen schaute er sich um und meinte eine verhüllte Gestalt in einiger Entfernung zu sehen.
Ein Schwert sauste auf ihn nieder, immer wieder. Nur mit Mühe konnte er die Hiebe Blocken. „Du willst einer der zehn auserwählten Ebereons sein?“, rief ihm derjenige der das Schwert führte zu.
Der Untote hob seine Hand in Richtung der verhüllten Gestalt. „Seelenvater.“, flüsterte Syrus.
Sein Gegenüber der sich eben noch mit Spot und Hohn über ihn lustig gemacht hatte lag einige Meter entfernt auf dem Boden. Schnell brachte er sich außer Reichweite und die Augen fixierten ihn mit einer unbeschreiblichen Angst. Alle anderen wichen auch einige Schritte nach hinten. „Zügel deine Emotionen!“, rief ihm sein Mentor zu. Erst jetzt bemerkte er das Rauschen und den grünen Schein um ihm herum. Langsam verschwand der grüne Schein.
„Du bist wahrlich ein Auserwählter! Die Macht in dir!“, rief einer der anderen Mentoren begeistert.
„Zügelt eure Gier, Julius!“, sprach ein anderer. Nur selten hörte man die Namen der Mentoren.
Die verhüllte Gestalt kam auf ihn zu. Der Krieger Ebereons fiel nach vorne und lag mit dem Gesicht im Dreck des Pfades. Eine Hand berührte ihn an der Schulter.
Eine kleine Kammer mit zehn Rüstungsständern und den dazugehörigen Bastardschwertern befanden sich hier. Jeder der Rüstungen war anders, einige nur aus Leder, andere bestanden aus einer Vielzahl schwerer Metallplatten. Einer der Ständer war leer und sein Mentor hielt eins der Bastardschwerter in den Händen. „Hier, führe das Schwert im Namen Ebereons, unserem Seelenvater. Führe es um jene zu beschützen die Hilfe benötigen oder aber um jene zu richten die es verdienen!“
Er nahm das Schwert in seine Hand und ein grünes Feuer glitt über die Klinge. „Eine Reaktion der Schwerter die noch niemand dokumentiert hatte.“, flüsterte sein Mentor ehrfürchtig. „Die Schwerter sind Richtschwerter, nur ein Teil der Macht des verlorenen Originals liegt in ihnen.“, wurde ihm erklärt.
Die Gestalt half ihm sich hinzusetzen und stützte ihn. „Denk immer daran, die Existenz der Zehn und der Halle der Seelen muss geheim gehalten werden“, flüsterte die Gestalt ihm zu. Nickend betrachtete Syrus die Gestalt. Plötzlich war sie verschwunden und Syrus saß auf dem Boden, ihm war schwindelig.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi März 09 2011, 07:42

Vaica

Ein halbes Dutzend der Drow rannten auf den gejagten zu, die anderen umkreisten ihn. Der Speer wurde zur Seite geschlagen. Plötzlichen fingen allen an zu Brüllen und holten gleichzeitig aus. Wie ein eingespielte Gruppe sprangen sie abwechselnd vor und schlugen auf den gejagten, dann wieder zurück.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do März 10 2011, 03:08

Tales genügte die Antwort der beiden Mitstreiter zwar nur mäßig, aber er hatte nicht vor noch weiter nachzufragen. Vielleicht war es besser, wenn er nicht allzu viel wusste, worüber er nachdenken musste. Nachdenken… Er hasste nachdenken und doch vielen seine Gedanken immer wieder zurück auf die Tatsache, dass er keinerlei Erinnerung daran hatte, wie er in dieses ominöse Gebirge gekommen war. Die Worte des Paladins beschäftigten ihn auch und er sagte halblaut: „Als ob man den Menschen Habgier, Tyrannei und Hass beibringen müsste...“
Er hatte schon zu viel in seinem kurzen Leben erlebt, als dass er daran zweifeln würde, dass die Menschen von Natur aus egoistisch und falsch waren. Was ihm nun aber die eigentliche Aufmerksamkeit kostete, war der düstere Krieger, der zuerst an die Spitze ging nur um dann wieder auf die Knie zu sinken und dort zu verharren. Irgendwas geschah mit diesem Kerl und Tales war außerstande festzustellen was es war. Aber es lag auch nicht in seinem Wesen sofort vom Pferd zu springen und dem Mann zu helfen oder ihn zu untersuchen. Stattdessen fragte er: „Alles klar?“
Nicht sonderlich geistreich, denn offensichtlich war es das ja nicht. Tales beobachtete Syrus und hörte das Wort „Seelenvater“. Tales wusste mit diesem Begriff jedoch nichts anzufangen. Stumm schaute er zu dem auf dem Boden sitzenden und sah dann zu Cirian. Sein fragender Blick sagte nichts besonderes aus, nur dass er nicht so wirklich wusste, was er machen sollte. Letztlich stieg er doch vom Pferd ab und trat zu Syrus.
„Vielleicht solltet ihr besser das Pferd nehmen. Ehrlich. Es macht mir nichts aus zu laufen.“
Vielleicht ging es dem Krieger einfach nicht so gut. Und Tales hatte eine enorme Ausdauer und viel Kraft. Eigentlich sogar ungewöhnlich viel Kraft und Ausdauer, die man seinem Körperbau schon gleich gar nicht zuschreiben würde.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr März 11 2011, 09:49

Kaum hatte er die Augen geschlossen, schossen ihm schon die Worte in den Kopf welche er Zielgenau in Gedanken an seine Göttin wand, geformt in einem Stoßgebet: „Göttin Alexia, Hüterin des Leben, Beschützer der Schwachen, Erretter der Hilflosen, Zeit meines Glaubens war mir bewusst, das alles Untote, seinen rechten Weg in die Ewigkeit geleitet werden sollte, und der Erschaffer dieser Wesen in der Pein seiner Taten Büßen soll. Doch was für eine Aufgabe habt ihr mir Auserkoren, gerade dieses Wesen an meine Seite zu Stellen. Kein funken Böses ist daran zu erkennen, dennoch stehe ich in Zweifel meiner Entscheidungen. Bitte Schickt mir ein Zeichen, um meine Entscheidung dem Fluss des...“ Abrupt blieb sein Streitross stehen. In Angedacht der Tatsache einen sich nähernden Feind nicht erkannt zu haben, riss der Cirian die Augen auf, die nahe Ferne absuchend nach etwas was dem Grund des Ganzen erklären würde. Doch dem war nicht so. Auf dem Boden war der Untote in sich zusammen gefallen, doch das eigentlich Erstaunliche war die Präsenz welche er ausstrahlte. Ungleich wissend um wen es sich handelte waren die Worte Syrus Auskunft genug geben, welcher Ursprungspräsenz er dies zuzuschreiben hatte. Der Richter hatte sich seiner angenommen und ihm einen Grund gegeben weiter zu existieren. Es fiel außerhalb des Wissensbereich was genau vor sich gegangen war, und doch war deutlich, das nichts Böses hier sein Werk vollrichtete.
Ruhig blieb der Paladin obenauf Antaros sitzen und schaute sich an was vor sich ging. Tales hatte sich zu ihm hinuntergebeugt und ihm helfen wollen. Cirian hingegen hatte nicht hinunter steigen wollen, wenn gleich er allen Helfen würde, deren seiner Hilfe rechtens waren, würde er jedoch hier keine Hand anlegen. Es gab wenig effektiveres als ein untotes Wesen durch einen Heilzauber zum Ende seiner Leiden zu geleiten. Stumm akzeptierte er die Geschehnisse, immerhin hatte er auf all dies keinen Einfluss den er hier und jetzt geltend machen wollte. Dennoch plagte ihm sein Gewissen hinter seiner geschlossenen Miene.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So März 13 2011, 03:20

Langsam klarte sein Blick auf und erst jetzt realisierte Syrus wie bizarr das Schauspiel gewesen sein musste. Er schüttelte den Kopf und stand auf. Mit einer Hand am Kopf versuchte er das Pochen in seinem Kopf zu ignorieren.
„Steigt wieder auf das Pferd.“, wandte er sich mit heiserer Stimme an Tales. „Ich werde laufen.“
Nur langsam ließ das Pochen in seinem Kopf nach. Komplett war es nicht verschwunden, aber trotzdem marschierte er weiter.
In seinem Inneren fühlte sich etwas anders an. Ein Gefühl der Stärke breitete sich aus. Es war ein fremdes Gefühl, aber doch sehr vertraut. Mit dem Gefühl kamen weitere Bruchstückhafte Erinnerungen wieder. Erinnerungen an seine Ausbildung und die außergewöhnliche Kraft die man ihn gelehrt hatte. Es war keine Magie, es war die Kraft des eigenen Körpers.
Ein lächeln umspielte seine Mundwinkel, etwas was man lange nicht mehr auf seinem Gesicht gesehen hatte. „Cirian, glaubt ihr daran das die Götter sich um einzelne Wesen kümmern? Oder tatsächlich in die Geschicke der Lebewesen eingreifen?“, wandte Syrus sich an den Paladin. „Scheinbar wurdet ihr ja von Alexia, der Gerechten gesegnet?!“
Es war das erste mal seit Jahren, das er nicht mit einem leicht verachtenden Ton über Paladine sprach. Der Untote wunderte sich auch ein wenig über sich selbst, das er sich an den Paladin gewendete hatte um diesen nach seiner Ansicht zu Fragen.
Einem Aufmerksamen Beobachter würde eventuel auffallen dass sich die kleinen wenigen Schnittwunden die in seinem Gesicht zu sehen waren schlossen. Langsam schien es als würden die nie heilenden Wunden doch noch heilen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So März 13 2011, 04:21

Tales hob eine Augenbraue, zuckte die Schultern. Er empfand einen leichten Anflug von Ärger, als ihn dieser komische Kauz rumkommandierte, aber er setzte sich wieder auf das Pferd und wartete darauf, dass es weiter ging. Sofort lief Syrus auch wieder los. Irgendwie empfand Tales trotz dieses Befehls eine gewisse Sympathie. Ein leises hauchzartes Gefühl, dass so versteckt in ihm war, dass er nicht einmal greifen konnte.
„Tja, die Götter haben die Menschen sicherlich schon aufgegeben. Sie sind ein Furchtbares Volk. Aber ihr seid ja offensichtlich auch nicht mehr ganz Menschlich Syrus. Ich für meinen Teil habe es aufgegeben, zu irgendwelchen Göttern zu beten und zu flehen, dass etwas besser wird. Sie suchen sich scheinbar wirklich nur einzelne Wesen aus, denen sie etwas Gutes…“, er sah auf die Engelsflügel. „…oder weniger Gutes antun.“ Dabei sah er zu Syrus.
Tales hatte wirklich keine gute Meinung von den Menschen, weil er schon viel zu viel Verrat und betrug miterlebt hatte, als dass er noch irgendwas Gutes an ihnen finden konnte. Und er selbst nahm sich da auch nicht aus. Er war ein Söldner, der für Geld arbeitete und wenn es notwendig war, verriet er seine Auftraggeber eben so, wie sie ihn verraten würden. Das war der Lauf der Welt, man musste ja schließlich sehen, wo man blieb, nicht?
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So März 13 2011, 09:57

„Es ist schwer zu deuten, in welcher Form die Götter uns auf unseren Wegen führen. Ein Mancher würde sagen, sie seinen von den Göttern persönlich gesegnet, um ihr leben besser Gestalten zu können, anderen hingen Wissen, dass sie als Werkzeuge im Glauben für ihre Gottheit eintreten und aus Überzeugung handeln. Somit ist die Frage ob eine Gottheit sich um einen einzelnen kümmert weniger von belangen, als der Gedanke, was sie dadurch bezwecken möchte, einem einzelnen eine Solche Fähigkeit zu gewähren.“ Sein Blick wand sich vom Untoten ab, stattdessen bekam nun Tales seine Antwort auf seine Aussage: „Ihr scheint nicht viel von Magie zu verstehen, doch ist denen, welche die Fertigkeit besitzen die Macht von Göttern zu spüren und zu kanalisieren nahe zu legen, das sie nicht vergessen wurden. Wie sonst sollen sie ohne durch göttliche Magie gewährten Fähigkeiten etwas übernatürliches bewirken können? Was die Menschen angeht in ihrem verhalten, so ist jeder für sein eigenes handeln verantwortlich. Wozu sonst haben die Götter den Erdenkindern die Möglichkeit gegeben einen eigenen Willen zu besitzen, selber entscheiden zu können, was sie wollen, selber Ziele für sich zu Entdecken und sich für dieses Anzustrengen um Verwirklichung zu erleben.“ Er hielt kurz inne um sehen zu können wie der Mann reagieren würde, erst dann sprach er weiter. „Ganz gleich wie ihr auch denkt, auch ihr seit ein Wesen, das im Ursprung der Plan der Götter wart. Warum solltet ihr sonst mit einem Streiter Alexias reisen? Einfach nur um eine Schuld zu begleichen, oder steht dort mehr hinter, vielleicht eine euch unbekannte Aufgabe, die es zu meistern gilt? Ihr könnt mich jetzt durchaus töricht nennen, wenn ich sage, das das Schicksal von den Göttern gelenkt ist, doch was ist es sonst, wenn Gut und Böse aufeinander treffen?“ Mit dieser Frage beendete er seine kurze Ausführung und ließ den gegenüber über seine Worte nachdenken, oder eben auch nicht.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So März 13 2011, 10:40

Mit einem Grinsen schaute er nach hinten und hörte sich die Meinung von ihrem neuen Mitstreiter an. „Ihr habt recht, ich bin kein Mensch mehr wie früher, nur noch das Äußere entspricht dem Abbild eines Menschen. Ich dachte bis vor wenigen Tagen genauso wie ihr. Alleingelassen von meinem Gott, aber ich glaube langsam das dem nicht so ist. Zu schade das es hier draußen keine Tempel Ebereons gibt.“, seufzend lief er weiter. „Ich muss doch wohl irgendwann in die Hauptstadt um die Archive aufzusuchen.“
Schon lange hatte Syrus sich nicht mehr so gut gefühlt und war mit Stolz einer Aufgabe entgegen geschritten. Seine ganze Körperhaltung wirkte nun aufrechter. „Habt dank für euer Vertrauen, Cirian Zarados.“, wandte er sich wieder an den Paladin. Sein Begleiter war der erste Paladin gewesen der ihm zugehört hatte und der ihn am leben lies, dafür war er dankbar.
Mit einem energischen Schritt führte er die kleine Gruppe tiefer in die wilderen Gebiete des Spitzhorngebirges. An einigen Stellen sah man tiefe Löcher, woanders wurde das Gebirge mit tiefen dunklen Schluchten durchzogen, ab und an sah man ein bewaldeten oder begrünten Gebirgshang, aber das war selten.
Sie waren nun schon einige Stunden unterwegs und hatten keinerlei Zeichen auf Leben gesehen, so würde es sehr wahrscheinlich noch einige Tage weitergehen.
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