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 Das Spitzhorngebirge

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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Dez 31 2010, 07:23

Geschwind flogen die Hufen Antaros über den Boden und trugen den Paladin zur Feste. Während die Umgebung an ihm vorüberflog meinte Cirian in der Ferne eine weitere Präsens wahrgenommen zu haben. Es war keine Zeit dieser zu folgen. Schon alleine die Entfernung war unheimlich weit. Das Streitross schlug wieder kräftiger mit den Hufen in den Boden um an Strecke zu gewinnen.
Der Paladin konnte sich nicht ganz ausmalen was Ursprung des ganzen war, ob es mit dem Untoten zusammenhing, den er gerade bekämpft hatte. Zwei aufeinanderfolgende Lichtsäulen zierten das Firmament. Das Gefühl des Bösen verschwand mit näher kommen an die Burg. Die Tore wurden geöffnet. Er trieb das Tier weiter in die Richtung, auch wen nichts mehr zu spüren war, konnte es dennoch sein, das dort Dinge vorgingen die nicht rechtens waren.
Im Innenhof versuchte er alles in kurzen Blicken zu erfassen und sich ein Bild von dem ganzen zu machen: Tote und Verletzte. Wieder etwas was er nicht verhindern konnte. Erst der Untote Magier, der verschwunden war, dann die Situation her, der er nicht Einhalt gebieten konnte. Ein deprimierender Tag für den Streite des Lichts. Er setzte vom Pferd ab, lief zum nächsten Wachmann hinüber, der der Wache zugeteilt war, während sich die Luft mit dem Gestank von verbrannten Körpern nährte.
Wenig aufschlussreiches erhielt er nur von diesem als Information: Dinge, die nach übernommenen Personen klangen, aber in der Form wie es geschah dem Paladin so nicht untergekommen war. Mit einem Dank auf den Lippen schaute er sich wieder um. Sein Blick wirkte düster unter dem Helm. Es gefiel ihm nicht, was vorgefallen war, vor allem so plötzlich. Erhöhte Aufmerksamkeit war geboten. Musternd lag sein Blick auf dem Dunkelelfen. Dennoch war nichts von ihm zu spüren, was Cirian sein Schwert hätte ziehen lassen. So behielt er seine Hand nur ruhig auf dem Knauf des selbigen. Letztendlich fiel der Blick auf die verletzen. Besseres als ihnen zu helfen lag nicht in seiner Macht, so ging er hinüber zu den Klerikern um mit seinen eigenen Heilkräften schmerzen zu lindern und Tode zu verhindern.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Jan 01 2011, 09:58

Die kleine Dunkelelfe spürte die musternden Blicke auf ihr, versuchte diese jedoch zu ignorieren. Origrin, der ebenfalls die feindseligen Blicke bemerkt hatte, zog sie nahe an sich. Sera hingegen war vollkommen auf Ion fixiert. Sie hatte bereits ihr weißes Auge geöffnet und hatte Ion und die nahe Umgebung damit abgesucht. Einzig und allein der Geist seiner Schwester hing über seiner linken Schulter.
Mit einem leichten Kopfnicken zu Ion gewand, sprach sie:"Sagt ... jetzt wo euer Geist wieder frei ist", ihre Augenbrauen gingen ratlos zusammen. "Wo ist der Geist hin? Und wieso hat er aufgegeben?"
Ion zögerte einen Augenblick, ehe ihm Caren vergewisserte, dass er Sera davon erzählen solle.
"Er wollte euch nichts böses", Ion zweifelte selbst an seinen Worten. "Es war der dunkle Geist eines alten Magier der Gnome. In einer langen Zeit in Trauer, Verzweiflung und Gram zerfrass es seine Seele von innen heraus und verfinsterte seinen Geist. Er ist kein böses Wesen ... er wünscht sich nur Rache für den Mord an seinem Clan."
"Ihr seid doch wahnsinnig, Kerl!", zischte Origrim und ging etwas vor um Ion zu zeigen, dass er ihn nicht fürchtete. "Ihr habt seinen Lügen Glauben geschenkt? Er hat euch doch nur benutzt für seine Zwecke!"
Ilymia versuchte den kräftigen Mann zurück zu halten, ehe er sich auf Ion stürzen sollte. Auch Sera legte ihm eine Hand auf die Brust und drückte ihn bestimmend zurück.
"Bruder, beruhigt euch!"
"Wie kann ich mich beruhigen, bei dem Umstand, dass wegen ihm unser Bruder Thonald gestorben ist? Und was ist mit all den anderen, die seinetwegen sterben mussten? Und er - dieser Tor! - sorgt sich um nichts anderes, als einem Geist..."
Wütend riss sich Origrim von den Frauen los und wande sich von Ion ab, mit der Absicht in die Taverne zu gehen.
Schweigend sahen Sera und Ilymia ihm nach.
"Wartet einen Augenblick, Odim.", sprach Ion gerade noch laut genug, dass dieser ihn hören konnte.
Augenblicklich erstarrte Origrim.
"Wie habt ihr mich genannt?", fragte er fassungslos.
"Ich soll euch von eurem Bruder etwas ausrichten: Er möchte euch bitten, eure Trauer nicht in Hass umzuschlagen. Und dass ihr auf eure Schwestern acht gebt..."
Vorsichtig trat Sera an Origrim heran und nahm seinen Unterarm.
"So hört doch, Odim. Er ist die letzte Stimme der Verstorbenen... Wenn er ihnen kein Gehör schenkt, wer soll es dann?"
Diese Worte hatten ihn offenbar schwer getroffen, denn mit gesenktem Kopf und weniger ausdrucksvollen Schritten schleifte er nachdenklich in die Taverne und ging hinein. Er würde sich ein Zimmer nehmen und dann über sich und das Geschehene meditieren. Lag er denn so falsch mit seiner Meinung, Ion die Schuld den Tod an dem Ork zu geben?

"Ich möchte mich für sein Benehmen entschul...", wollte Sera sagen, da unterbrach Ion mit einem sanften Handzeichen.
"Jeder hat das Recht auf seine Weise um die Toten zu trauern.", sagte er und schenkte ihr ein sanftes, wenn auch um Entschuldigung bittendes Lächeln.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Jan 02 2011, 04:20

Dankend wurde die Hilfe des Paladins angenommen. Einige der Soldaten diskutierten über die Ursache, aber keiner schien etwas genaues zu Wissen. Einer schob es auf die Tierwesen, wurde aber sogleich von einem Offizier ermahnt, andere schoben es auf die Geisterjäger oder den düsteren Unbewaffneten und dann gab es diejenigen die der Meinung waren das die Dunkelelfen dran schuld waren. Im großen und ganzen wusste keiner was genau vorgefallen war.
Drusk spekulierte nicht großartig sondern ließ nach seiner Diskussion mit Prant und Rash zusätzliche Wachen aufstellen und bezog die unter Arrest stehenden Krieger Lepos in die Wache mit ein. So durften sie die Zeit bei der kälte in der Nacht auf den Türmen stehen und Wache halten. Diese Krieger kannten sich mit Zaubern aus und waren geschützt.
Die Krieger schauten erstaunt zum Paladin herüber. "Lepos zum Gruße.", grüßten sie ihn und zwei von ihnen halfen bei der Heilung der Verletzten.

Die Nacht zog schnell herauf. Es war eine wolkenlos und helle Nacht. Die kälte kroch durch jeden Spalt in den Gemäuern und ließ die Wachhabenden frieren.
Im Westen der Festung hörte man ein lautes Kreischen und wenig später kreisten gut ein Dutzend riesige Wesen am Himmel. Sie sahen aus wie Überdimensionale Fledermäuse, noch gößer als die Bestien auf denen die Dunkelelfen sonst ritten.
Zwischen den Kreaturen sah man zwei Gestalten ohne ein Flugtier unter sich. Beide flogen einmal kurz in geringem Abstand über die Festung. Es waren zwei Dunkelelfinnen auf einem Hexenbesen. Ein irres Kichern halte über die Festung und die Alarmglocken gingen. Innerhalb von einigen Minuten waren die Mauern besetzt und alles schaute ängstlich in die Luft.
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   So Jan 02 2011, 04:28

Seine Neugierde über den Kampf zwischen dem Paladin und dem Necromanten war groß, aber es musste noch warten. Er würde später mit dem Paladin sprechen.
Im Laufe des Nachmittages waren alle Leichen verbrannt worden und man Ehrte die Toten.
Syrus versuchte erst gar nicht den Verletzten zu helfen, meist starben die Lebenden dann noch schneller. Zur Nacht hin hatte auch Syrus sich freiwillig gemeldet Wache zu halten. Zuvor jedoch reparierte er seine Rüstung und beobachtete die Geisterjäger sowohl als auch den Verursacher.
Die Soldaten waren erstaunt über die Fähigkeit sich ohne Anzeichen von Müdigkeit solange auf den Beinen zu halten wie Syrus es tat, aber sie waren über die zusätzliche Hilfe dankbar.
Die riesigen Flugtiere lösten in ihm unbehagen aus, sowas großes war schwer zu töten. Genauso hatte er kein Bedürfnis den beiden Hexen noch einmal zu begegnen. So schien es aber allen zu gehen.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Jan 06 2011, 02:00

Es war am frühen Abend, als Ilymia aus dem gemeinschaftlichen Schlafraum auf der Suche nach ihren Gefährten kam. Unten im Schankraum erblickte sie ihre Schwester Sera mit dem unheimlichen Fremden, der ihr seit ihrer ersten Begegnung ein ungutes Gefühl bereitete.
Die finsteren Blicke der anwesenden Trinkenden versuchte sie vorurteilslos zu ignorieren und schwankte vorsichtig zu den beiden herüber.
"Guten Abend, Ilymia.", begrüsste sie Sera als erste.
Auch Ion grüßte sie und die Dunkelelfe grüßte zurück, ehe sie sich neben Sera auf die Bank setzte.
"Hast du denn gut schlafen können, Schwester?", fragte Sera.
"Ja...die Stimmen waren nicht allzu laut...ich vermute, in seiner" - sie deutete mit einem Blick zu Ion - "Anwesenheit fühlen sie sich behutsamer."
Sera fing Ion's verständnislosen Blick auf und reagierte zugleich:"Sie kann die Stimmen der Verstorbenen hören."
"Verstehe ich das richtig? Ihr seht und sie hört die Geister? Und was ist mit euren Gefährten?"
"Bruder Origrim kann die Welt der Geister spüren. Dabei brennt jede Berührung mit einem Geist auf seinem Körper. Er kann jedoch in der realen Welt keinen Schmerz mehr fühlen.", klärte Sera auf.
"Wo ist er eigentlich?", fragte Ilymia.
"Er wollte unserem treuen Thonald die letzte Ehre erweisen und sich von ihm verabschieden."
Plötzlich richtete sich Ion auf. "Entschuldigt mich bitte."
Ohne weitere Erklärungen ging er aus der Taverne. Die Sonne fiel langsam auf die Bergspitzen im Horizont. Am Rande des großen Hofes standen mehrere Frauen und Männer um ein großes Feuer. Einen von ihnen erkannte Ion als Origrim wieder. Vorsichtig näherte er sich diesem und stellte sich wortlos neben ihn, den Blick einzig und allein auf die flackernden Flammen gerichtet.
Es war erst Origrim, der den Kontakt zu Ion wieder aufbaute.
"Er war es", flüsterte Origrim.
Ion schwieg, nickte jedoch leicht. Seinen Blick jedoch entfernte er jedoch nicht vom Feuer.
"Ich meine Ophilion. Meinen Bruder. Er war es, der euch meinen Spitznamen aus Kindeszeiten verraten hat. Odim - so hat mich schon lange niemand mehr genannt."
Origrim drehte seinen Blick zu Ion und dieser erwiderte den seinen.
Hinter Origrim sah Ion die feurigrote Sonne hinter der spitzen Bergkette untergehen und den gesamten Himmel rot und orange und violet färben. Am Rande einer Bergspitze erblickte Ion noch ein letztes Stück von der Sonne. Wie durch einen magischen Tunnel fühlte sich Ion von irgendetwas angezogen und binnen weniger Augenblicke sog ihn eine starke Kraft in eine andere Welt...

Ion fand sich vor einem flammenden Haus wieder. Es war nacht und die Flammen loderten meterhoch über dem Haus hinauf. Das Holz brannte zwar lichterloh, doch die Eigenschaften des Holzes verhinderte, dass das Gebäude in sich einstürzen würde. Doch nicht mehr lange und die Flammen haben sich auch bis zur Mitte des Holzes gefressen und das Gebälk dadurch so sehr geschwächt, dass es allein schon von ihrer Eigenlast in sich zusammen fallen würde.
Ion hörte eine Frau schreien. Der Schrei kam aus dem Inneren. Ohne zu überlegen wusste Ion, dass er hinein rennen sollte, doch eine kleine Hand fasste seine Hand und hielt ihn zurück.
"Es ist zu spät.", sprach die Kinderstimme ruhig. "Wir sind schon tot."


Erschrocken riss Ion die Augen auf und sah in das besorgte Gesicht Ilymias.
"Er ist wieder da.", sprach sie hastig. "Geht es euch gut?"
Ion brauchte einen Augenblick, ehe er alles verarbeitet hatte.
Er lag nun auf dem Boden, in den Armen der Dunkelelfe. Über ihm standen Sera und Origrim und einige wenige weitere.
Nachdem sich Ion aufgerichtet hatte und allen vergewisserte, dass es ihm gut ging, hörte er Carens Stimme: 'Jasper!'
Nachdem Ion zu seiner Rechten geblickt hatte, sah er einen kleinen Jungen an seiner Seite stehen.

Ein grässliches Kreischen riss die Aufmerksamkeit aller auf den Nachthimmel. Dunkle Schatten näherten sich ihnen.
"Hexen!", zischte Ilymia und spannte einen Pfeil in ihren Bogen ein. Mit stark angezogener Sehne zielte sie in den Sternenhimmel.
Origrim reagierte ebenso schnell und hastete zu den Wachen. Solange ihre Angreifer in der Luft waren, konnte er nicht viel ausrichten. Also würde er den Wachen dabei helfen müssen, einige von ihnen vom Himmel oder von ihren Flugtieren zu reißen.
Auch Sera riss schlagartig ihren Katana hervor. Vorsichtig fuhr sie mit ihrer freien Hand über die weiße Klinge und hinterließ dabei eine grün schimmernde Aura auf der gesamten Klinge.
Mit dem Blick gen Himmel versuchte sie Ilymia Schutz zu geben.

Ion blieb als einziger regungslos stehen und sah mienenlos hoch. Er seufzte leise.
"Ich glaube, dieser Ort wird nie zu Ruhe kommen..."
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Jan 17 2011, 07:20

Tales war den ganzen Tag über gelaufen. Er war mit sich und seiner Situation sehr unzufrieden. Nicht nur, dass er seit Tagen durch die Gegend irrte, nicht wusste wo er sich überhaupt befand und einen Hunger hatte, der ihn glauben ließ er könne eine ganze Tafel voller Essen verdrücken, NEIN! er wusste nicht einmal wie er an diesen Lebensfeindlichen Ort gekommen war. Nachdem er eine ganze Zeit lang nur vor sich hin geflucht hatte, hatte er versucht sich zu erinnern. Das letzte, was er jedoch verschwommen wahrnehmen konnte, waren die drei Männer, die auf ihn zugekommen waren, und ihm beinahe das Leben genommen hatten. Er hatte genau gespürt, wie einer ihm das Schwert durch den Körper gerammt hatte, das er bei sich trug, aber jetzt wenn er sich betrachtete, konnte er nicht einmal eine Narbe feststellen. Er zweifelte an seinem Verstand oder besser an seinen Erinnerungen.
„Verdammt noch mal!“, brüllte er in die Abenddämmerung und trat einen Faustgroßen Stein weg. Er konnte sich daran erinnern, dass er schon öfter solche black-outs hatte, aber so lange? Es war zum verrückt werden. Sein Missmut wuchs immer weiter und die Kälte trug nicht gerade dazu bei, dass er sich besser fühlte.
Als die kalte klare Nacht hereinbrach, meinte Tales schließlich kaum seinen Augen zu trauen. Licht! Er konnte wirklich licht sehen. Es war noch ein Stück weg, aber er erkannte ganz eindeutig eine Festung. „Den Nachtengeln sei Dank!“, jubelte er mehr oder weniger erfreut und stapfte auf die vermeintliche Quelle von Nahrung und Wärme zu.
Und als die Nacht mit ihrer ganzen schrecklichen Schönheit hereingebrochen war, konnte Tales Personen erkennen, die sich vor dem Gebäude aufhielten. Doch noch bevor er die Lage prüfen konnte. Hörte er ein Kreischen, dass ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ. Er blickte gen Himmel und erstarrte für einen Moment. Dann zog er sein Schwert aber die riesigen Kreaturen machten keine Anstalten auch nur einen Angriff zu wagen. Er rannte auf die kleine Mauer zu, die abseits der großen Festung war, hatte dabei immer noch das Schwert gezogen. Er wollte Nahrung Schutz und Wärme. Auch wenn er Teller spülen müsste. Er hatte Hunger und zwar mächtig. Und kalt war ihm auch. Vor den angespannten Soldaten, kam er schlitternd zum stehen und schaute diese erwartungsvoll an. Keine Feindseligkeit ging von ihm aus. Er sah ziemlich geschwächt aus, aber nicht so, als wolle er die Taverne überfallen. Jetzt steckte er auch das Schwert weg und richtete sich normal auf.
„Ich… Lasst ihr mich durch?“, fragte er unverblümt und erwartete eine positive Antwort.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Jan 17 2011, 09:23

Seiner heiligen Aufgabe gerecht werden wollend, bemühte er sich mit die ihm von der Göttin Alexia gespendete Magie um das Leid der Verletzten zu lindern. Schweiß und Kraft kostete ihn die Arbeit und dennoch war nicht für alle abzusehen, ob sie die Nacht überleben werden.
Langsam richtete sich der Paladin auf:“ Keine Sorge Soldat, ihr habt tapfer gekämpft. eure Wunden sind versorgt, schlaft jetzt um euch zu erholen.“ Langsam drehte er sich zu den Priestern um. „ Ich werde nun zu Ruhe gehen und später noch einmal schauen, wie es um die verletzten bestellt ist, aber in euren Händen werden sie mehr als wohlbehütet ihre Verletzungen auskurieren können.“ Er nickte ihnen verabschiedend zu.
Der Abend war angebrochen, als der Paladin die kühle Luft durch sein weißes Haar wehen ließ. Die sonne schien mit letzter Kraft an einem Berg vorbei und tauchte alles was ihr Licht erreichte in ein grelles Orange.
In der Taverne ließ er sich was zu Essen bringen, ehe er sich auf seinem Zimmer in einen meditativen Ruhezustand versetzte.
Dunkelheit hüllte den Paladin ein. Langsam öffnete er seine Augen. Die Flamme der Kerze war erloschen, doch seine Fähigkeit das Böse zu verspüren entbrannte stärker denn je. An Schlaf war nicht mehr zu denken, wie auch mit dem Wissen das Böse um sich herum zu fühlen. Langsam richtete er sich auf, griff nach seiner Waffe und seinem Schild. Auch das Buch welches noch mit goldenen Initialen leicht glimmte, wurde an seinen angestammte Platz mit der Kette befestigt. Vorsichtig Schritt er hinaus aus seinem Raum. Seine Tasche ließ er bewusst oben liegen.
Im Schankraum waren noch wenige Personen anzutreffen, einige schaute auf und nickten ihm bestimmend zu. Das Licht war fahl, doch von Bösen war in diesem Raum nichts zu verspüren. Zielsicher ging er zur Tür um seinem Gefühl vom Bösen ein Bild zu verleihen und zu erkennen, was sich dort draußen an Unwesen herumtreiben. „Lasst ihr mich durch?“ Seinen Blick Richtung Himmel gewandt, schaute er nun zu den Personen an der Tavernen eigenen Mauer. Zwischen den Wachen stand eine eher Schmächtige Person, so zumindest das, was die flackernden Flammen erkennen ließen. Die Wachen wirkten unschlüssig. Kurz schaute Cirian nochmals entgegen den Himmel, dann schritt er auf die kleine Gruppe zu. „Die Nacht ist kalt und voller unheilvoller Dinge. Es ist wirklich nicht schön ungeschützt im Dunkelen zu verweilen, während das Böse den Himmel über uns verunreinigt. Er blickte kurz nach oben, und meinte eine Gestalt in ihre Richtung fliegen zu sehen. Seine Flügel zuckten kurz auf, doch nichts weiter geschah; keine Gefahr von Oben. „Lasst ihn rein. Ich kenne niemanden der freiwillig bei schlechten Wetter draußen bleiben möchte.“ Sein Blick viel von den Wachen auf den Fremden. Ich weiß nicht wie es um euch bestellt ist, doch sollte euch an Geld fehlen, so bestellt auf meinen Namen, ich denke, ihr werdet meine Gunst nicht ausnutzen.“ Das Gesicht in seinen elfischen Zügen wirkte freundlich, doch ließen seine Augen erkennen, das er sich anderer Dinge widmen wollte.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Jan 17 2011, 10:46

Tales sah, wie ein Mann aus der Taverne trat. Es war ihm egal, ob dieser Jemand was zu sagen hatte oder nicht. Denn da er ihm erlaubte einzutreten und ihn dann auch noch zum Essen einlud, sah Tales ohnehin nur noch Essen und Wärme. Er ging schnurstracks durch das Tor und damit auch sehr nahe an dem Mann vorbei, der ein heiliger zu sein schien. Warum sonst, sollte man einen Wildfremden einfach so einladen? Gerade als er die Taverne betreten wollte, fiel ihm etwas Wichtiges ein, als blieb er stehen und drehte sich zu seinem „Gönner“ um.
„Und wer seid ihr?“
Er konnte ganz schlecht auf jemanden bestellen, dessen Namen er nicht einmal kannte. Er hielt es jedoch nicht für nötig Auskunft darüber zu geben, wer er war. Zumindest nicht gleich. Vielleicht wenn er ihn fragen würde.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Jan 18 2011, 04:15

Dem Verhalten des Jungen zufolge schien es die beste Entscheidung gewesen zu sein. Schnell lief dieser an ihm Vorüber. Cirian hatte sich dem Himmel gewidmet. Das was sich dort oben zusammenbraute war keiner guten Natur, und auch wenn das Böse dort oben sein Unwesen trieb wäre es töricht gewesen einen Angriff einzuleiten. Wieder war es der fremde der den Paladin aus seinen Gedanken Riss, eine einfache Frage, der Geweihte musste lächeln. „Ist es nicht unhöflich des gegenüber Namen zu erbitten, ohne zuvor seinen eigenen genannt zu haben?“ Die Worte klangen weniger tadelnd, als die Wort gewählt wurden.Er drehte sich um und schaute zwischen den wache haltenden Soldaten vorbei. “Bekannt bin ich unter dem Namen Cirian Zardos, Paladin der Strahlenden Klingen Alexias.“ Er hielt seinen Blick weiter auf dem Fremden.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Jan 18 2011, 05:29

Die Soldaten der Festung und die Gäste schienen gebannt den Himmel zu beobachten. Die Krieger Lepos wirkten einige Zauber zum Schutz der Wachen, aber es war überraschenderweise nicht notwendig. Die Drowreiter und die Hexen zogen ab und flogen in die Nacht davon.
Die meisten blieben auf den Mauern da sie noch mit einen angriff rechneten. Ein großteil derjenigen die sich wieder hingelegt hatten, schliefen gar nicht erst ein oder aber hatten brutale Alpträume von blutigen Schlachten und Folter.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Jan 18 2011, 05:36

Die Bestien flogen davon und die Hexen folgten ihnen. Syrus war erleichtert, wenn auch verwirrt über die Handlungen der Drow. Wollten sie ausspionieren oder aber nur Angst und Schrecken verbreiten?
Syrus zog sich beim Wachwechsel zurück. Langsam schritt er auf die Taverne zu. Es war komisch, die Drow aggierten sonst nicht so auffällig! Irgendwas mussten sie doch damit bezweckt haben! Für Angst und Schrecken war es zu Harmlos gewesen.
Vor der Taverne erblickte er den Paladin und ein fremdes Gesicht. "Seid gegrüßt, Fremder!", grüßte er ihn und nickte dem Paladin zu. "Paladin... Was habt ihr, mit eurer von der göttin Alexia gegeben Kraft, entdecken können ?", fragte er direkt heraus.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Jan 18 2011, 22:53

Tales wiederstand dem Blick des großen Halbelfen. Er war ihm nicht ganz geheuer. Und seine Art mit ihm zu reden gefiel ihm auch nicht. Es wirkte so… aufgesetzt. Zumindest in seinen Ohren. Er glaubte, dass dieser Mann irgendetwas im Schilde führte. Aber das war egal. Tales würde sich sättigen und dann verschwinden.
Irgendwas war eigenartig. Die gefertigte Rüstung, die Frommheit und die Art, wie sich der weißhaarige Mann bewegte, passten gut zusammen, aber irgendwas in seiner Seele störte Tales an diesem Kerl. Eigentlich sollte er ihm dankbar sein, dass er ihm Nahrung und Wasser gewährte, aber irgendwie war es genau das, was ihm zu denken Gab. Und dann sagte der Mann seinen Namen und Tales wusste, was es war, dass ihm so seltsam vorkam.
Ein Paladin. Natürlich. Das erklärt alles. Das erklärte die Art, von oben herab mit jemandem zu sprechen. Immer einen Tadel in den eigenen Worten mitschwingen zu lassen und vor allem eine irgendwie strahlende Erscheinung abzugeben. Das erklärte außerdem auch, warum dieser Kerl so selbstlos war. Allerdings hatte Tales weder von dem Orden gehört, noch interessierte es ihn. Und selbst wenn er davon gehört hatte, wovon man ausgehen musste, hatte er nicht wirklich „zugehört“ und es somit als Nebensache abgetan, woraufhin sein Gehirn beschloss es als unwichtige Information zu vergessen.
Tales war nie wirklich daran interessiert sich solche Dinge zu merken, was vielleicht ein Fehler war, da man Informationen und Wissen eigentlich Immer gebrauchen konnte. Dafür konnte er sich merken, wie man am besten eine Rüstung durchschlug, die scheinbar keine Schwachstelle hatte. Er wusste, wie man ein scheinbar unüberwindliches Hindernis doch überwand. Er wusste, welche Art von Waffen jemand bei sich trug, der scheinbar ein unbewaffneter Bettler war. Er konnte sich gut merken, wie man im Kampf zurecht kam, ohne den Kopf zu verlieren. Das waren seine Wissensgebiete. Und nicht irgendwelche lächerlichen Glaubensrichtungen oder Magiesachen. Tales war nicht dumm, aber er hatte sich in eine andere Richtung spezialisiert.
„Mein Name ist Tales.“ Wenn dieser Cirian ein Paladin war, würde es Tales nicht wundern, wenn er einen Groll gegen die Aktivitäten, die er an einem anderen Ort, von dem Er nicht wusste, wie weit dieser entfernt war, getan hatte. Er war zumindest kein Heiliger. Und er hatte auch schon mehrfach die Klinge der „Gerechtigkeit“ geführt. Nun, dass Recht war immer auf der Seite, die ihn angemessen bezahlte. Und Tales hatte kein Problem einen reichen Dreckssack, für einen anderen reichen Drecksack in den ewigen Seelenfluss zu schicken.
Aus diesem Grund jedoch verzichtete er erst mal darauf, seinen ganzen Namen zu sagen. Möglicherweise kannte man ihn ja hier. Und das würde nur zu Unannehmlichkeiten führen.
Und plötzlich gesellte sich noch jemand dazu. Er sah unheimlich aus, aber Tales scherte sich nicht besonders um das Aussehen, einer Person. Er wurde freundlich gegrüßt und nickte zurück, dann verschwand er in der Taverne. Er ging schnurstracks auf die Theke zu und rief dann: „Ich brauche Brot Fleisch oder Fisch und ein bisschen Obst oder Gemüse. Außerdem einen großen Krug Wasser.“
Damit setzte er sich an den Tisch, der dem Tresen am nächsten war und wartete. Sein Magen knurrte und Tales schnallte sich sein großes schwarzes Langschwert von seinem Rücken und legte es vor sich auf den Tisch.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mi Jan 19 2011, 01:58

Der Schrei, ein Ruf, das einzige was Vaica vernehmen konnte. Für das Licht....
Das Wesen stand an einer Kuhle, einem Bereich, welcher vor nicht all zu langer zeit noch mit einem Bösen Wesen befleckt war. Dunkle Energien durchstreiften diesen Bereich, vermengt mit denen einer guten Seele. Doch war nur noch schwach, was zu erspüren war. Laut und deutlich hatte es noch das Laute Geschrei dieses „guten“ Wesens im Ohr. Vorfinden konnte sie aber nichts der gleichen. Keinen toten Körper, kein Blut, nichts. Einzige diese Skelette waren es, die noch all Körper Zählen konnte, aber in sich so schwach waren, das keine besondere Bedeutung diesen zukommen würde. Der Tag neigte sich dem Ende zu, die Sonne ging unter. Vaica drehte sich um. Die Richtung, aus der es kam würde bald mehr bringen, als nur den Wind. Der Helm wurde abgestreift. Haare wogen sich im Wind. Ein Gefühl von sanfter Ruhe breitete sich aus. Einen Moment wurde so verhaart. In einer nahezu normalen Geste führte es die Hände zum Kopf, streifte die haare nach hinten, versteifte dann für einen kurzen Moment. Etwas Feuchtes lief die Wange hinunter. Den Tropfen aufgefangen in der Metallhand, wurde es kurz begutachtet: Blut. Ein weiteres Gefühl breitete sich im Köper aus, eine Mischung aus gehobenem Interesse und Angst. Schell wurde der Helm wieder an den Angestammten Platz gebracht und mit dem der Weg weiter Fortgesetzt.
Es ging weiter in die Richtung, in der die Energien waren, zumindest soweit, bis ein Abhang, sowie eine Straße zu sehen war. Straßaufwärts würde es hinauf in den Berg gehen, dorthin, wo die eine gute Energie verschwand. Bergab war vorerst nichts zu vernehmen.. Dem Impuls folgend ging es erst den berg hinauf, blieb dann aber stehen, kehrte um, entschied sich den Berg nach unten zu folgen. Unbestimmt war die Begründung.


(anschließend an Seite 5)
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Jan 20 2011, 07:37

Origrim war der erste, der die Gefahr für vorbei empfand und schließlich die Waffen senkte. Ilymia zielte mit ihrem Bogen jedoch weiterhin in die Luft und suchte in dem Dunkel nach ihren Geschwistern. Origrim kam heran und legte ihr eine schwere Hand auf die Schulter. Sie zuckte zusammen und ließ den angespannten Pfeil los, der leise pfeifend in dem Dunkel der Nacht verschwand.
"Schon gut, Schwester. Sie sind weg."
Ilymia musste sich erst einmal selber wach rütteln, ehe sie wieder einen klaren Gedanken fassen konnte.
"Was wollten sie hier?", fragte sie.
"Wahrscheinlich wollten sie uns nur vom Schlaf abhalten. Sie nur, wie gereizt die Wachen wirken. Ich frage mich, wann sie das letzte Mal ohne Vorfälle durchgeschlafen haben."
Ilymia schauderte.
"Geh, leg dich ein bisschen schlafen.", sagte Origrim und gab Ilymia einen leichten stoss in Richtung Taverne. "Und ihr anderen auch. Ich bleibe und unterstütze die Wachen."
Sera machte sich gar nicht erst die Mühe, Origrim zu widersprechen und schob Ilymia vor sich her in die Taverne.
Ion blieb noch einen Augenblick stehen und blickte zu Origrim.
"Was war das gerade eben?", fragte Origrim. "Als Ihr zusammen gebrochen seid?"
Ion versuchte ein grinsen aufzulegen.
"Der Ruf eines Toten.", antwortete er knapp und wandte sich wieder ab. "Ich wünsche eine ruhige Nacht."

Ion folgte den beiden Frauen in die Taverne, ging jedoch an ihnen vorbei und in sein Zimmer. Er legte sich hin und dachte über den Geist nach, der ihn vorhin aufgesucht hatte. Das kindliche Gesicht flammte vor seinem geistigen Auge auf. Irgendwoher kannte er diese unschuldigen, zornigen Augen...
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Fr Jan 21 2011, 08:21

In schwachen Licht der Fackeln und auf die Entfernung war nicht viel zu sehen von dem Gesicht dieses Tales. Cirian nickte ihm zu, als er den Namen erfuhr und wand sich von ihm ab, als ihm eine bekannte Gestalt aus dem Dunkeln heraus aufsuchte. „Ich habe nichts weiteres bemerkt. Ich kann nur bestätigen, das die Drows verschwunden sind, keines der Wesen ist mehr im Bereich meiner Erkenntnis, demnach lässt sich für mich nichts weiter dazu sagen.“ Für einen Moment hatte er mit dem Gedanken gespielt den Wesen zu folgen, doch wäre es eher einem Selbstmordversuch gleich gekommen, als das es irgendwem geholfen hätte.
Für einige Minuten blieb er doch draußen, betrachtete den schwarzen Himmel, dann beschloss er wieder hinein zu gehen. Es standen genug Mann draußen, als das er nicht auch noch warten müsste. Zudem spürte er noch die Müdigkeit in seinen Knochen.
In der Taverne hatte es nicht an Leben zugenommen. Ein halbes dutzend Mann befand sich hier, von denen nur einer wirklich Appetit zu haben schien. Cirians Blick viel auf das Schwert des Neuankömmlings, wobei ihm Zeitgleich ein seltsames Gefühl durchstieß. Irgendwas stimmte nicht mit den Präsenses hier im Raum, oder um genau zu sein stimmten sie nicht mehr, seit dem dieser Mann hier war. Zudem war das schwarze Schwert auf dem Tisch des Mannes dem ganzen nicht widersprechend. Cirian, der seinen Helm beim betreten des Raumes wieder abgesetzt hatte, schaute in die Runde der wenigen Anwesenden: „Die Drows sind samt ihrer Bestien wieder in die Dunkelheit gezogen..“ In einigen der Gesichter war Erleichterung zu sehen, andere schienen zu warten, was der Paladin noch sagen würde, „Jedoch ließ sich nicht feststellen was der Grund ihres Erscheinens war. Es ist zumindest nichts verlautete worden, was das Zeichen eines Angriffs in sich trug oder andere Dinge dunkler Machenschaften zur Bedeutung hätte.“ Einige der Gesichter wurden wieder nachdenklich. Noch einmal ließ Cirian den Blick durch die Runde Kreisen, verharrte dann bei Tales. Mit ausdruckslosem Gesicht schritt er auf dem Gesell zu, ließ kurz seinen Blick über die Waffe fahren, dann schaute er dem Mann nochmals ins Gesicht. „Das Essen ist Gut, und die Leute sind alle samt Tapfer wie kein zweiter,“ sprach er freundlich, „doch schaut ihr mir nicht so aus, als würdet ihr Anschluss suchen an eine Kompanie wie dieser hier. Was führt euch hier hin wenn ich fragen darf?“ Zeitgleich wies er auf einem gegenüberstehenden Stuhl, mit der fragenden Geste ob dort noch frei sei. Lose Zungen von Besuchern, würden darin den Beginn einer Befragung sehen, gleichkommend eines Verhörs, wenngleich dies nicht ganz den Absichten des Paladins entsprechen würden.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Jan 22 2011, 00:20

Tales betrachtete den Paladin, der eine kleine Ansprache gab. Nun ja eigentlich sprach er nur ein paar Informationen aus, aus denen Tales nur teilweise schlau wurde. Allerdings interessierte es ihn auch nicht wirklich, was diese Leute hier für Angelegenheiten zu tun hatten. Dann wurde er schon wieder von Cirian – seinem Gönner – beäugt. Es gefiel ihm nicht, dass er ihn immerzu so ansah, vielleicht wusste er ja doch, was er so getan hatte, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Tales schüttelte gleicht den Kopf. Nein, so bekannt war er nun auch wieder nicht. Der Paladin sah auf das schwarze Schwert und Tales Mundwinkel zuckten kurz zu einem Lächeln hinauf. Die Klinge war außergewöhnlich scharf und blitzsauber, sie war auch viel zu leicht für ein gewöhnliches Metall, aber härter, als alles, was Tales bisher gesehen hatte. Er verwendete immer viel Zeit damit die Klinge zu Pflegen, schließlich war sie ein Familienerbstück, das er von seiner Ziehmutter bekommen hatte. Sie hatte ihm nie erzählt, woher die Klinge kam, und was sie so alles drauf hatte, aber Tales glaubte ohnehin, dass sie es selbst nicht wusste. Bis her hatte er jedoch nichts besonderes Feststellen können, als die ungeheure Härte und Leichtigkeit.
Der Paladin wollte sich also setzen und ihn aushorchen. Nun, Tales hatte nichts dagegen einen Gesprächspartner zu haben, so lange er hier verweilte und deutete auf den Platz: „Bitte.“
Gerade als er anfangen wollte zu erzählen, wurde ihm sein Essen gebracht. Ein Großes Stück irgendeines Bratens, ein halber Laib Brot, eine Schale voll Gemüse und ein saftig aussehender Apfel. Dazu bekam er eine ganze Karaffe Wasser und einen leeren Becher. Es sah köstlich aus und duftete herrlich, allerdings ließ die Portion mutmaßen, dass Tales für zwei bestellt hatte. Was sich im Nachhinein jedoch als Trugschluss erweisen würde. Tales deutete lächelnd auf Cirian und sagte: „Mein neuer Freund dort drüben bezahlt euch, Gnädigste.“, Die Frau, die ihm das Essen gebracht hatte schaute ein bisschen verwirrt zu dem Paladin herüber und stand ein wenig unschlüssig da. Dann begab sie sich zunächst erst mal wieder in die Küche. Vielleicht war sie neu und wollte fragen, wie sie sich verhalten sollte.
„Vielen Dank, Cirian. Ihr müsst wissen, ich habe tatsächlich kein einziges Kupferstück bei mir. Nun aber zu eurer Frage. Tatsächlich kann ich euch nicht wirklich sagen, was ich hier mache, geschweige denn, wie ich hier her komme. Ich hab… ein Stück meiner Erinnerung verloren.“
Er nahm einen großen Schluck Wasser und goss noch einmal Wasser in das Glas, was er in einem Zug leerte. Dann stopfte er sich Brot in den Mund und trank noch einmal. Er as ziemlich schnell, was darauf schließen ließ, dass er lange nichts bekommen hatte.
„Ich weiß nicht einmal, wo ich mich gerade befinde.“
Wieder as und trank er in Atem beraubender Geschwindigkeit, jedoch ohne auch nur einmal zu kleckern. Das Fleisch verschlang er während weniger Augenblicke und das Gemüse war auch schon halb leer.
„Aber wenn ihr mir sagen könnt, wie ich nach Imperia komme, werde ich mich nicht unbedingt länger hier aufhalten, als unbedingt notwendig. Es sei denn es gibt hier gute Arbeit. Ich habe nicht gerne Schulden, wisst ihr. Ich zahle euch zurück, was ihr mir bezahlt. Und wenn ihr eine Arbeit für mich habt, wäre das je nur gut, nicht wahr?“
Nun hatte er alles aufgegessen, außer ein letztes Stück Brot, was er in der Linken hielt und nur ab und zu abbiss.
„Ich bin übrigens für jede Art von Arbeit offen. Ich kann gut mit Waffen umgehen.“
Er wusste selbst, dass das eine Maßlose Untertreibung war. Und wie er so darüber nachdachte, Viel ihm ein, dass es hier ja offenbar Kämpfe gegeben hatte. Vielleicht brauchte man hier jemanden, der gut kämpfen konnte.
„Aber nun mal weg von mir. Was treibt ihr eigentlich hier? Ich meine, es sieht nicht so aus, als wolltet ihr Urlaub in den Bergen machen.“
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Syrus

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Jan 22 2011, 23:35

Syrus ging nicht weiter auf den Neuankömmling ein, er war des Misstrauens überdrüssig. Langsam wanderte sein Blick noch einmal hoch zum dunklen Nachthimmel, nichts war zu sehen. Insgeheim hatte er gehofft das der Paladin noch irgendwelche Informationen gehabt hätte, aber dem war nicht so.
Der Fremde war in der Taverne verschwunden und so auch der Paladin wenige Augenblicke später. Syrus selbst blieb draußen und kletterte auf einen der Taverne gegenüberliegenden Felsen. Sein Blick schweifte über den dunklen Horizont während er über die Macht, die er gespürt hatte, nachdachte. Was war es gewesen? Woher kam diese Macht und warum grade jetzt?
Die ersten Sonnenstrahlen des nächsten Morgen weckten ihn aus seinen Gedanken. Langsam stand Syrus auf und schaute sich die aufgehende Sonne an. Der Sonnenaufgang weckte Erinnerungen an eine lang zurückliegende Zeit.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Jan 24 2011, 10:18

Cirian nahm Platz und hörte sich an, was der Essende zu erzählen hatte. Sein Schwert, welches gezogen wie das Gegenstück seines Gegenübers wirkte, stellte er neben sich an den Stuhl gelehnt, während er den Helm auf den Tisch ablegte. Daneben hatte er seine Ellenbogen gestützt, die Hände gefaltet und sein Kinn darauf abgestützt.
Zum einen fand er es beeindruckend, das ein Einzelner so viel essen konnte, zum anderen fand er die Schilderung des nicht Wissens wo er sei ein wenig seltsam.. “Ihr befindet euch im Spitzhorngebirge, bei der Sturmfestung, dem letzten Ort sesshaften Lebens vor der Wüste Arakesh.“ Auch der Paladin hatte sich während der Erzählung etwas bestellt, wenn gleich es sich nur um ein Wasser handelte. „Aber nun zu eurer Frage. Ich reiste hierher um Vergeltung zu üben für all jene, die von den Barbaren innerhalb dieses Gebirges überfallen wurden, ihre Lieben an ihren verloren hatte und um all jene zu retten die von diesen Unmenschen verschleppt wurden.“ Große Worte mit einer nicht minder großen Aufgabe ließ der Paladin verlauten, und all jene die sich seiner Worte und ihrer Bedeutung klar wurden, schauten ihn skeptisch an, nicht wegen dem was geschah, sondern dem was geschehen sollte. „Solltet ihr eure Klinge für die Gerechtigkeit schwingen wollen, so werde ich euch nicht aufhalten mir zu folgen.“ Er ließ seine Worte kurz wirken. „Aber ihr interessiertet euch auch für die Geschehnisse hier, fällt mir gerade ein?“ Nun...“ Das was dem Paladin einfiel ließ er dem Fremden gegenüber ohne Umschweife auch wissen. Ihn so ins Bilde gestellt, ließ er noch ein letztes Mal die Schankmaid kommen. „Setzen sie das hier Verspeiste und Getrunkene mit auf meine Rechnung und...,“ er schaute kurz zum begünstigten hinüber, „Lassen sie ihm auch ein Bett zukommen. Ich kann mir nicht vorstellen, das der Herr eine weitere Nacht im Freien verbringen möchte." Ein wenig verwundert schaute sie den Paladin an, doch der Mann mit den Flügeln hatte gesprochen, und sie würde sich diesen Worten gerne beugen. „Und nun, entschuldigt, ich würde mich gerne ein wenig zurückziehen.“ Kurz wartete er, ob noch etwas relevantes von seinem Tischnachbarn kam, dann machte er sich auf in sein Zimmer.
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Tales

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Jan 24 2011, 10:53

Tales, der immer wieder von dem letzten Stück Brot abbiss hörte dem Paladin zu und verschluckte sich, als er hörte, wo er sich befand. Beinahe hätte er seinem Gegenüber das Brot ins Gesicht gehustet, aber er beherrschte sich und schluckte es schließlich doch runter. Er keuchte und sah, den Mann mit weit geöffneten Augen an und verfolgte seine Worte weiterhin.
Was sollte auch sonst von einem Paladin kommen, dachte sich Tales und musste sich schwer zusammenreißen nicht gelangweilt zu seufzen. Er war noch nie einem so aufrichtig guten Wesen begegnet. Nun, er hatte sich zumindest noch niemals vorher mit einem unterhalten. Er fragte sich jedoch beiläufig, wer von sich selbst behaupten konnte der Überbringer von Gerechtigkeit zu sein. Vielleicht waren die Barbaren gar nicht so übel und wurden nur missverstanden. Er musste grinsen, als er sich das vorstellte. Das grinsen wirkte süffisant und irgendwie so, als sei er nicht ganz richtig im Kopf. Dann jedoch spitzte er wieder die Ohren. War das nun ein Auftrag? Nein, nein. Es war eine… tja, was war es wohl? Eine Bitte? Ein Zugeständnis? Tales war verwirrt. Und noch mehr verwirrte ihn die nochmalige offenkundige Bereitschaft einem Wildfremden alles zu geben, was er brauchte.
Eigentlich hätte Tales glücklich darüber sein sollen, aber irgendetwas störte ihn an der Sache. Er war schließlich nicht irgendein Penner, dem man Obdach gewähren musste, damit er nicht starb. Und gerade als sich der „Heilige“ erhob stand auch Tales ruckartig auf und sagte mit fester bestimmter Stimme: „Nicht so schnell. Ich zahle euch zurück, was ihr mir gebt, indem ich euch zur Hand gehe, klar? Aber glaubt ja nicht, dass ich das um eurer Gerechtigkeit willen tue.“ Tales fühlte sich unwohl. Er starrte den Großen Mann an und sagte dann: „Seht meinen Dienst als Gegenleistung für euer Gold.“ Damit setzte er sich wieder und trank einen Schluck Wasser. Er hatte kein Interesse an dieser Gerechtigkeit, so viel war sicher.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Do Jan 27 2011, 09:41

Mit einem Nicken nahm er das Angebot von Tales an. Es gab keinen Grund weiterer Wortwechsel, so schritt der Paladin die Treppe nach oben in sein Quartier. Alles war noch so, wie er es verlassen hatte. Einzelne Lichtstrahlen zeichneten sich am Fenstersims schon ab. Der neue Tag wurde nun vollends mit dem Lachen der Sonne akzeptiert. Cirian hingegen konnte dem Ganzen nur ein schwaches Lächeln abgewinnen. Noch nicht ganz einen Tag da, und nur Kampf und Tod. Dabei war weniger der Kampf das Problem, sondern, die Anzahl der Toten auf ihrer Seite. Dazu kommt noch seine Unfähigkeit, nichts bewirkt haben zu können mit seinen Fähigkeiten. Natürlich hatte er einigen das Lebe gerettet, darauf war er auch Stolz, aber dem Bösen konnte er damit nichts abverlangen. Müde und enttäuscht setzte er sich mit überschlagenen Beinen zu Boden, vor ihm das Buch geöffnet. Kurz ließ er die rechte Hand darüber gleiten, und es öffnete sich von Geisterhand, schlug rauschend Seite für Seite nach hinten. Sanft ließ es das letzte Blatt hinunter gleiten, ehe die Bewegungen zum erliegen kam. Sich in einen meditativen Trance versetzend, ließ er die Macht des Buches auf sich wirken.
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Jan 29 2011, 05:13

Vaica

Die Nacht war gekommen, über der Festung flogen die mächtigen Dämonenreiter der Drow hinweg , geführt von zwei Hexen. Es dauerte eine Weile bis sie wieder verschwanden.
In der kleinen Hochebene, in der nähe der kleinen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse zogen unbemerkt ein Dutzend Drow über die Ebene. Sie entsprach nicht dem üblichen feinem Aussehen der Dunkelelfen, diese hier wirkten wilder. Ihre spärlichen Rüstungen waren aus Leder und wirkten sehr chaotisch gearbeitet. Anstatt von Schwertern trugen sie Äxte, jede Axt sah anders aus. Ihre Gesichter wurden von Tattovierungen und symbolischen Narben geziert.
Schnell rannten sie zum Schauplatz des Kampfes. Erst wollten die Drow den Weg nach oben Richtung Festung einschlagen, aber dann wandten sie sich der Wüste zu. Es sollte den Hang hinab gehen.
In einiger Entfernung machten sie die gesuchte Gestalt aus. Leise und zügig nährten sie sich dem gesuchten.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Sa Jan 29 2011, 07:48

Langsam ritt die finstere Gestalt auf eine große Festung zu. Es musste wohl die berühmte Sturmfestung sein. Knurrend ritt er weiter. Hinter sich roch er irgendwo den Gestank von Drow und zwar von der wilderen Variante.
Würde die Sonne nicht gleich aufgehen hätte er den Kontakt zu den Drow aufgenommen, so hätte er eine vernünftige ihm angemessene Unterkunft erhalten. Ancoron hätte sein schwarzen Hengst mit den Blutroten Augen, den messerscharfen Zähnen und den schweren Hufen umdrehen können und eine Höhle in der nähe als sichere Zuflucht wählen können, aber die letzten Wochen hatte er mehr als genug ungemütliche Unterkünfte über sich ergehen lassen.
Erst die Karawane durch die Wüste. Nachts hatte er sich die Fahrt als Wächter verdient und Tagsüber hatte er in einer Kutsche gesessen und gewartet dass die Sonne unterging. Am Fuße des Berges in einer kleinen Höhle hatte er vor einigen Nächten die Karawane abgeschlachtet und ein großes Festmahl genossen. Danach hatte er eine Höhle nach der anderen als Zuflucht genutzt. In weiter ferne hatte er immer wieder die Drow gespürt, aber den Kontakt zu ihnen hatte er nicht herstellen können. So ritt er nun auf die Festung zu, sich wohl Bewusst, das dort viele Kreaturen für das gute Kämpften.
Ein wenig schneller trieb Ancoron sein schwarzen Hengst voran als sich der Horizont erhellte. Wieder einmal verfluchte er den Magier der ihn teleportiert hatte nur um dem sicheren Tod zu entgehen. Fast hätte das seinen eigenen sicheren Tod bedeutet, kurz vor Sonnenaufgang hatte er sich mitten in der Wüste wieder eingefunden. Nur seinen Zaubern hatte er es zu verdanken das er noch lebte.
Der nächste Schock traf ihn wie ein Hammerschlag. Der gefallene Paladin spürte die Aura eines Paladins. Geistesgegenwärtig konzentrierte sich Ancoron und unterdrückte seine beiden Auren und seine böse Gesinnung.
Ein Blick nach hinten werfen fauchte er und ließ sein Streitross vor der letzten Biegung verschwinden. „Vestatia schütze mich vor den Auswirkungen der Sonne!“, murmelte Ancoron kurz und hielt dabei das Symbol seiner Göttin gegen die Sonne. Die direkte Umgebung um das in die Höhe gereckte Symbol der finsterin Göttin färbte sich in einem dunklen violett und verschwand im nächsten Augenblick. Um den finsteren Streiter wirkte das Licht dunkler, aber man konnte es nicht klar erkennen. „Ich werde dir bald wieder ein Opfer zukommen lassen, meine finstere Führerin.“, murmelte er seinen Dank. Lange würde der Zauber ihn nicht schützen, aber es würde ausreichen um nicht durch Hektik verdacht hervorzurufen.
Stolz erhobenen Hauptes marschierte er um die Ecke und schaute sich das Bild das sich im bot an. Es schien als ob hier ein Kampf stattgefunden hatte, es roch auch genauso. Aber nicht in der letzten Nacht und doch war hier alles schon auf den Beinen und wirkte müde und unausgeschlafen. Unter dem schweren Helm grinste er, ein Ort mit vielen Kämpfen.
Zu seiner linken saß ein düster wirkender Mann auf einem Felsen und betrachtete den Sonnenaufgang. Irgendwas roch seltsam an ihm, kein Blut war zu riechen und er roch auch nicht lebendig. Ein gesegneter Vestatias oder aber nur eine Puppe eines Necromanten?, fragte er sich in Gedanken.
Die meisten Wachen musterten ihn misstrauisch, was ihn nicht weiter überraschte. Seine schwarze Ritterrüstung mit dem Symbol einer dunklen Göttin auf den Schulterplatten, den mit spitzen Nieten besetzten und spitz zulaufenden Panzerhandschuhen, der schwarze Griff des seltsam Aussehendem Langschwertes mit dem Blutrotem Hämatit am Griffende, der über seine Schulter ragte und dem schweren Stahlschild mit dicken und langen Dornen in der selben dunklen Farbe und dem Symbol Vestatias eingraviert, das an einer schweren Kette über seine Schulter hing machten keinen freundlichen Eindruck. Nicht zu vergessen war der schlichte Helm. Die Sehschlitze waren klein und es gab nur wenige Löcher um Luft hindurch zu lassen, an beiden Seiten des Helms war die in die Höhe gereckte Faust eingraviert.
Solange ich es schaffe dem Paladin aus dem Weg zu gehen, sollte ich mich erst einmal ausruhe können! Ich muss mich trotz des Mahls am Fuße des Berges noch regenerieren., fluchte er innerlich. Nicht gern ging er einem Kampf aus dem Weg, grade nicht wenn es um einen Widersacher von ihm handelte.
Ohne ein Wort ging er an den Wachen vorbei auf die große und berühmte Taverne Zum kalten Sturm zu. Die Wachen am Eingang der Taverne überlegte wohl kurz ihn aufzuhalten, aber sie zögerten zulange. Im inneren spürte Ancoron wie der Krieger des guten im selben Moment in die andere Etage verschwand. Still dankte er noch einmal seiner Göttin, denn langsam brannte es in seinem Rücken da die ersten Sonnenstrahlen ihn trafen.
Im inneren der Taverne angekommen schloss er langsam die Tür und schaute sich um. „Seit gegrüßt Krieger.“, hörte er die Stimme eines Mannes hinter der Theke. Der gefallene Paladin nahm langsam den Helm ab. Die schon blasse Haut wirkte durch die langen schwarzen Haare, die ihm nun ins Gesicht fielen noch blasser. Die Augen hatten keinerlei Farbe mehr in sich und fixierten den Wirt. „Die Götter zum Gruß.“, antwortete Ancoron. Nein er verleugnete seine Göttin nicht, aber er brauchte einen Ort an dem er Rasten konnte und da half es ihm herzlichst wenig seinen Glauben preis zu geben. Nur einer der sich mit den Göttern auskannte, kannte auch das Symbol auf seiner Rüstung. Die Krieger Lepos auf den Festungsmauern waren zu weit weg gewesen und der Paladin war nicht im selben Raum.
Langsam Schritt er auf den Wirt zu. Einige der Anwesenden musterten ihn und hatten ihre Hand nah bei der Waffe, sie trauten ihm nicht und rechneten mit einem Kampf. Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Die meisten hatten keine Chance, höchsten der schmächtige Mann mit dem schwarzen Schwert, es sah so aus als ob er wusste wie man ein Schwert zu schwingen hatte.
„Ich brauche ein Zimmer für den Tag und die Nacht und ein üppiges Frühstück auf dem Zimmer.“, erklärte Ancoron. Nach einer kurzen Erklärung erhielt er einen Schlüssel und ihm wurde zugesichert das sein Frühstück in wenigen Augenblicken auf dem Zimmer sei. Mit einem Nicken wandte sich der finstere Krieger der Treppe zu, einen Augenblick später hörte man nur noch die dumpfen Schritte des schwer gepanzerten.
Ohne weiteres war er in seinem kleinen Zimmer angelangt. Das schwere Schild wurde abgenommen und gegen die Wand neben dem Bett gelehnt. Die schweren Panzerhandschuhe folgten, direkt danach die schweren Armschienen. Beides wurde fein säuberlich auf den kleinen Tisch gelegt. Nun widmete der Vampir sich dem Schutz seiner selbst. Der Raum war zu leicht zu erstürmen. Aus einem kleinen Beutel den er aus dem inneren seiner Rüstung zog holte er ein Stück Kreide. Verschiedene Symbole zierten kurz drauf die Tür und das Fenster.
„Dunkle Herrin, gewähre mir Sicherheit, Dunkelheit und Ruhe.“, murmelte er und ein violettes blitzen ging von den Symbolen aus. Dadurch dürfte niemand mehr die Tür oder das Fenster öffnen können, des weiteren wurde dadurch seine Ausstrahlung aus dem Raum heraus unterdrückt. Als weiteren Effekte wurde es in dem Zimmer Dunkel, keine Lichtquelle vermochte es nun noch in dem Raum zu leuchten.
Beruhigt öffnete er nun die Riemen der Rüstungen. Nach und nach wurde ein Rüstungsteil abgenommen und auf den Tisch gelegt oder aber an die Tischbeine gelehnt. Trotz der Übung dauerte es seine Zeit die Rüstung abzulegen.
Unter der Rüstung kam ein Kettenhemd zum Vorschein. Es war genauso schwarz wie der Rest und wirkte dicker als die meisten Kettenhemden. Dieser Gegenstand seines Rüstzeugs wurde über den Stuhl gehängt.
Der Rest seiner Kleidung war schnell abgelegt. Eine lederne Weste, lederne Armschienen und eine Hose aus Leder. Seine ganze Kleidung war die Rüstung und so wurde es auch gehandhabt. Alles war in einem guten Zustand, selbst das dicke Leder wies wenige Schäden auf.
Sein Körper war Muskulös und wie von einem Vampir zu erwarten blass. Einige wenige Narben zeugten davon das es Waffen gab die einen Vampir nachhaltig schädigen konnten. Die schwarzen Haare gingen ihm bis zur Mitte des Rückens und wurden offen getragen. Ein wenig eitel war Ancoron schon, so kämte er sich die Haare und legte sich danach ins Bett. Auf dem Rücken liegend nahm er das Schwert und legte es zu seiner rechten ins Bett. Die Hände wurden auf der Brust gekreuzt und der Gefallene fiel in eine Art Trance, so regenerierte er besser und erlangte seine volle Stärke zurück.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Mo Jan 31 2011, 01:11

Tales hatte noch den letzten Rest Brot gegessen, als ein Fremder eintrat. Tales erkannte sofort, dass dieser Mann nicht geheuer war und dass nicht mit ihm zu spaßen war. Er strahlte etwas Unheimliches aus, aber Tales konnte nicht genau sagen was es war. Jedenfalls empfand er es nicht als störend. Im Gegenteil irgendwie freute ihn das sogar ein wenig. Irgendwie war es ähnlich wie bei dem anderen, dem er schon über den Weg gelaufen war. Letztlich war es ihm jedoch auch egal, wer sich hier rum trieb.
Müde ging er auf den Mann hinter der Bar zu und bat um ein Bett. Dabei war es ihm egal, wo dieses sein würde, er hätte sich auch mit einem Platz in einem Strohhaufen zufrieden gegeben. Es war eine Schande! Früher hatte er so viel Gold besessen, aber seit diesem einen Tag, an den er keinerlei Erinnerung mehr hatte, war alles weg gewesen und er war irgendwo im Nirgendwo gelandet. Seufzend quälte er sich die Treppe hinab und schloss das ihm beschriebene Zimmer auf. Es war klein und dunkel. Es war für die niedersten Schichten, die hier vorbei kamen. Es war für jene, die sich nicht mehr leisten konnten. Aber immerhin war es sauber und stank nicht nach Fäkalien. Tales legte sich auf die Matte, die dort auf dem Boden lag und schlief sofort ein. Er machte sich weder die Mühe die Tür abzuschließen, geschweige denn sie überhaupt ganz zu schließen, noch sich auszuziehen. Sein Schwert hielt er fest in der Hand und obwohl er unglaublich müde und erschöpft war, wusste er, würde er aufwachen, wenn ihm jemand ans Leder wollte.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Feb 01 2011, 07:30

Die Ruhe tat gut. Der Tag war schon in vollen Zügen und erstrahlte das Gebirge mit seiner Helligkeit. Gleich nach dem Aufstehen begab sich der Paladin zu seinen Rituälen gebeten. Das Buch, welches er vor dem Schlafen gehen noch auf geblättert hatte, lag unberührt auf seinem Tuch zu Boden. „Göttin Alexia, Beschützer der Schwachen, steht mir auch heute mit eurer Macht bei, der Tag rückt näher...“ Ein Gebet, wie es sich von einem wahren Gläubigen zu erwarten war.

Das Frühstück war schon lange abgeräumt worden, stattdessen wurde auf die Mittagskarte eingegangen. Selten war es, das der Paladin zu solch später Stunde sein erstes Mahl des Tages zu sich nahm. Ein ausgewogenes Essen aus Fleisch und Gemüse wurde zu seinem verzehr bereit gestellt. Rucksack samt allen Utensilien standen schon bereit, darauf wartend weiter in das Gebirge genutzt zu werden. Wahrscheinlich wäre es klug einen Ortskundigen mit sich ziehen zu lassen, doch würde das Ziel der Reise durchaus ein blutiges Ende nehmen. Dem Bösen musste Einhalt geboten werden.
Dem Wirt übergab er sogleich nach dem verzehren des Mals sowie dem einpacken lassen, kleinerer Nahrungsvorräte die gewünschte menge an Gold. Es war nicht gerade wenig, was der Man verlangte, immerhin hatte er für fast zwei zahlen müssen. „Sobald der werte Herr aufgestanden ist, weißt ihn darauf hin, das ihm noch ein Frühstück in Aussicht gestellt wurde, sollte er es hingegen abschlagen, so behaltet das Gold.“ Mit einem freundlichen lächeln verließ er die Taverne und folgte dem Weg zum Stahl. Antaros begrüßte ihn sogleich schon auf halben Weg und ersparte seinem Reiter sogleich den Weg weiter zum Stall. „nun, mein treuer Begleiter, dich zu sehen freut mich jeden tag aufs neue. Nun lass uns noch auf unsere beiden weiteren Gefährten warten. Wir sollten langsam weiterziehen. Wer weiß welches Unheil die Barbaren noch den Menschen antun.
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BeitragThema: Re: Das Spitzhorngebirge   Di Feb 01 2011, 08:36

Ein einsamer Krieger zu Fuß kurz vor dem Sonnenaufgang?, dachte Syrus nebenbei. Ein kurzes Nicken und der Krieger war an ihm vorbei. Irgendwas irritierte ihn an dem Krieger. Das Symbol an der Rüstung kannte er irgendwoher, aber er erinnerte sich nicht daran woher.
Lange blieb er dort oben stehen und schaute in die Ferne. Seine Gedanken hingen nur kurz bei dem Krieger, viel mehr erinnerte er sich an die vielen Momente aus seinem früher. Die Erinnerungen weckten ein lang vergangenes Gefühl. Eine Leere breitete sich in ihm aus.
"Götter, warum?", flüsterte Syrus in den Himmel.
Die Sonne stand nun schon am Zenit und schien mit aller Macht auf den Berg hinab. Langsam hob er die Hände und schob die Kapuze ein Stück nach hinten. Nichts hatte sich verändert, trotz des Machtgefühls das ihn am vorherigen Abend durchfahren hatte.
Frustriert zog er die Kapuze tief in sein Gesicht. Ohne weitres drehte Syrus sich um und sprang vom Fels hinunter. Einige Blicke von den wenigen Wachen wurden ihm zugeworfen. Langsamen Schrittes ging er auf die Taverne zu aus der der Paladin so eben herauskam. Freudig begrüßte dieser sein Pferd und Syrus trat neben ihn.
Ein trauriger Ausdruck lag auf seinem Gesicht. "Ebereon zum Gruße.", begrüßte er den Paladin. Kurz zögerte der sonst so Wortkarge Mann. Lange hatte er diesen Gruß nicht verwendet. Äußerst lang hatte er keinen Gedanken mehr an den Seelenvater verschwendet. Syrus räusperte sich. "Habt ihr nun vor die Überlebenden aus dem Dorf zu retten?", seine Stimme war belegt.
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Das Spitzhorngebirge
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