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 Die Wüste Kesh

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Toddaeus
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BeitragThema: Die Wüste Kesh   Mi Okt 13 2010, 06:55

Gelb weißer Sand, brennende Hitze und langanhaltende Dürren Kennzeichen die Wüste Kesh. Fein ist der Sand auf dem Tag für Tag die Hitze der Sonne prallt während in jeder Nacht eisige Kälte die Region regiert. Zum Norden hin grenzt das Spitzhorngebirge die Wüste ab, welches sich sonst weiter in das reich des Imperiums erstrecken würde.
Sich den harten Anforderungen der Wüste gewappnet finden sich hier nur wenig Sesshafte. Nomaden bereisen das Land und beanspruchen die wenigen Oase als ihr eigen.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Mi Okt 20 2010, 10:57

Ion konnte das Echo der letzten Worte seines Lehrers in seinen Gedanken wiederhallen hören. Es kam ihm vor als hätte der alte Mann diese Worte gerade eben erst ausgesprochen und Ion dann fortgeschickt.
Die kleine Maus fiebte ungeduldig von seiner Schulter aus.
Ion redete gerne mit dem Tier, wusste jedoch nie ob es ihn versteht oder nicht, schließlich gab er nie einen Befehl oder sagte dem Tier, was es zu tun oder zu lassen hat. Ein Wesen hat das Recht selbst und frei zu entscheiden. So hatte er es gelernt. Manchmal schauten ihn die kleinen Knopfaugen an und es schien Ion, als würde die Maus ihm tatsächlich zuhören.
Die Einsamkeit der Wüste lag vor ihm, als er auf der Höhe einer großen Düne stand und in die Ferne starrte.
"Was?", fragte Ion laut. "Macht dich dieser Anblick etwa traurig?"
Er gab der Maus nie einen Namen, um es nicht an sich zu binden. Schließlich sollte es frei sein und jederzeit selbst entscheiden können, ob es ihn begleiten möchte.
Die Maus fiebte wieder.
"Ja, du hast ja recht. Hier ist nichts...nichts ausser Sand und Sand."
Er musste seinen Hals etwas verrenken um die kleine Maus auf seiner Schulter zu erblicken. Die kleine Nase zitterte etwas, als es in der Luft schnupperte und die kleinen weißen Häarchen kitzelten ihn an der Nasenspitze.
"Ja, nichts ausser dem Wind."
Dieses kleine Wesen, welches ihm mittlerweile ans Herz gewachsen war, war ihm seit seiner Reinigung nicht mehr von der Seite gewichen. Als Ion wieder aus seinem reinigenden Traum aufgewacht war, hatte er sich inmitten einer kleinen Oase wiedergefunden, gemeinsam mit einem alten Mann und einer kleinen Maus. Die Maus war mit ihm gekommen, der alte Mann jedoch blieb zurück.
Ion hatte ihm vieles zu verdanken und viel von ihm gelernt.
Doch - so sagte der alte Sensei - die wahren Lehren kann man nur selber lernen. Und so mussten sie sich trennen.
Nur Ion und die kleine Maus nicht.

Ion verstand die Wüste mittlerweile besser.
Er wusste die Gefahren und wovor er sich in acht nehmen musste.
Er erkannte die Trugbilder der Fata Morgana und die Anzeichen eines Sandsturms, aber auch, wo er Trinken finden konnte. Nicht nur in Oasen, sondern auch unter dem Sand oder aus Pflanzen. Wurzeln und Kakteen.

Die kleine Maus fiebte wieder, diesmal jedoch etwas aufgeregter.
Ion blickte in die Ferne.
Ein paar Schatten, kaum mehr als Kleckse am Horizont.
"Eine Karawane?", fragte er sich selbst und die Maus.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:45 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Do Okt 21 2010, 04:45

Eine Düne nach der anderen, es war ein stättiges wander durch Dünentäler. Ein leichter Wind wirbelte den Sand immer wieder auf und prasselte unangenehm gegen die Haut die nicht bedeckt wurde.
Eine kleine Karawane zog langsam durch die Wüste. Zehn schwer bepackte Kamele und etwa zwanzig Wächter auf Kamelen drum herum verteilt. Größtenteils schienen Menschen unter den Wesen dort zu sein. Aber auch andere Kreaturen waren zu erkennen, ein Echsenwesen ließ sich bei näheren hingucken entdecken. Leichtere Kleidung, der Schwanz und die grüne Haut die immer wieder aufblitzte waren ein eindeutiger Beweis. Desweiteren sah man ein Wesen wie es außergewöhnlicher bald nicht sein konnte: Ein Tiger auf zwei Beinen und in einer schweren Rüstung.
Irgendwann kam ein wenig mehr Bewegung in die Wächter, man hatte ein Wesen auf entfernung ausgewacht. Da man in der Wüste nie sicher sein konnte ob nicht doch einige weitere Mitstreiter irgendwo hinter einer Düne in einem Hinterhalt lagen, ritten das Echsenwesen und ein Mensch auf das Wesen zu.
Die Umgebung wurde urplötzlich genauer beobachtet und das Tigerwesen war auf einem Dünenkamm und schaute sich um.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Do Okt 21 2010, 09:36

Ion schnalzte mit der Zunge und gab der kleinen Maus somit ein Zeichen dass es nun an der Zeit war sich entweder in einer seiner Taschen zu verstecken, oder gar komplett in der Wüste zu verschwinden. Die Maus entschied sich ihn weiterhin zu begleiten und huschte mit wenigen Sprüngen in eine kleine, ausgesteifte Taschenhöhle, in der sie nicht zerdrückt werden konnte. Ion setzte sich in den Sand und wartete.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Toddaeus
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Do Okt 21 2010, 13:01

Als die beiden Wächter näher kamen, konnte man einige Details erkennen. Das Echsenwesen hatte ein große Krummschwert und eine kleine Handarmbrust am Grütel hängen. Die Hautschuppen sahen dick aus und würden mitsicherheit einigen leichten Kratzern stand halten können. Aber trotzdem wurde der Oberkörper von einem Ledergeflecht geschützt. Der Kopf hatte menschliche Züge, aber mit den schräg stehenden, gelben Augen und den fehlenden Ohren war die Ähnlichkeit begrenzt.
Der Mensch hatte dunkle Haut und eine Lederkappe auf dem Kopf. Sein Mund wurde von einem Tuch geschützt und über den langen Gewändern war eine Lederrüstung zum Schutz angelegt. An dem Waffengurt hing ein Langschwert und ein Dolch. In seiner linken Hand hatte er ein kräftig wirkendes Holzschild und über seinem Rücken hing ein Kurzbogen mit den dazugehörigen Pfeilen in einem Köcher.
Am Fuße der Dünne blieben sie stehen, während die Karawane in einem großen Abstand wartete.
"Mögen euch die Götter wohlgesonnen sein in dieser trostlosen und einsamen Gegend.", grüßte der Mensch sein gegenüber. Das Echsenwesen zischte und nickte nur.
"Wir hoffen das ihr gegenüber unserer Karawane keinen Groll hegt und in friedlicher Absicht unterwegs seid.", erklärte der Mensch.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Fr Okt 22 2010, 09:39

Ion sah an den beiden Männern vorbei zum Horizont und an der Karawane vorbei.
Er schmunzelte etwas, als einer der beiden von den 'Göttern' sprach, versuchte aber auch nicht sich etwas anmerken zu lassen.
"Seid gegrüßt, Karawaner. Ich habe nicht die Absicht mich mit euch anzulegen, ganz im Gegenteil. Ich habe mich verlaufen und würde euch gerne in die nächste Siedlung folgen, wenn ihr erlaubt."
Er hoffte, er müsste ihnen nicht erklären wo er hergekommen ist.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:48 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Sa Okt 23 2010, 00:40

Der Mensch und die Echse wechselten einen Blick. Auf einen Wink der Echse hin setzte sich die Karawane in Bewegung. Das Tigerwesen sprang mit wenigen Schritten die Düne hinunter.
"Das tut gut zu hören, mein Herr!", gab der Mensch freundlich wieder. "Ich denke das ist kein Problem mit uns zu ziehen."
Die Echse musterte den gegenüber noch einmal. Mit einem zischen wendete die Echse ihr Kamel und ließ es niederknieen. Mit einem Nicken und einer Geste wurde dem reisendem ein sitzplatz auf dem Kamel angeboten.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Sa Okt 23 2010, 05:25

Ion nahm zwei kurze Schritte Anlauf und sprang dann leichtfüssig am Hinterteil des Kamels mit zwei weiteren Schritten hoch und landete dann mit den Füssen auf dem Kamel. So vorsichtig wie möglich lies er sich auf das Kamel fallen.
Die kleine Maus fiebte ganz leise, aufgebracht durch die Erschütterungen.
"Wisst ihr denn, welche Siedlung wir als nächstes erreichen werden und wann wir dort ankommen werden?", fragte er den Echsenmann.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Sa Okt 23 2010, 10:07

Der Mensch war schon vorraus geritten und sprach kurz mit einem der Reiter von den schwer bepackten Kamelen.
Der Echsenmann ließ das Kamel aufstehen und langsamen Schrittes die Düne hinunter gehen. Das Kamel lief dementsprechend in dem typischen Gang die Düne hinunter und die Karawane kam immer näher.
"Wir werden in einigen Stunden eine Oase erreichen. Es kann sein das dort ein Nomadenklan anzutreffen ist.", sprach der Echsenmann zischelnd und leise. "Eine befestigte Siedlung in der Menschen willkommen sind, werden wir nicht so schnell antreffen."
Als die Karawane bei ihnen war, brachte der Echsenmann das Kamel neben das erste schwer bepackte Kamel. Zwischen dem ganzen Gepäck saß ein Mensch mit einem hell braunen Gewand und einen gleich gefäbrten Kopftuch. Seine Haut war dunkel und ein kurzer schwarzer Bart umrahmten das schmale Gesicht.
"Seid gegrüßt, Herr. Mein Name ist Tarkim Jalandur, Beauftragter des großen und erhabenen Arik Fatin.", stellte er sich vor. "Mit wem hab ich das Vergnügen? Ich hörte ihr wollt bis zur nächsten Siedlung mitgenommen werden. Nun das wird noch ein wenig dauern, außer ihr wollt mit dem Nomadenpack durch die Wüste ziehen. Bis zur nächsten Siedlung könnt ihr mir als weiterer Wächter dienen.", bot der Händler an.
Auf den folgenden Kamelen waren Männer mit einfacherer Kleidung. Alle hatten die gleiche Hautfarbe und ein kurz geschnittenen Bart. Die Wächter sahen sehr unterschiedlich aus, einige schienen auch nicht in der Wüste Kesh geboren zu sein, andere hatten schon fast schwarze Haut.
Jinsei wurde von allen gemustert, grade von dem Tigerwesen genauer. Der Echsenmann machte eine beschwichtigende Geste zu dem Tigerwesen hin, woraufhin dieser sich zu seinem Kamel wandte und ohne weiteres aufsprang.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Sa Okt 23 2010, 22:05

Ion nickte. Auch wenn er von seinem Sensei gelernt hatte, vorurteilslos gegenüber anderen zu sein, so hatte dieser ihn ebenfalls davor gewarnt, sich nicht unnötig in Schwierigkeiten zu bringen.
"Nennt mich Ion, werter Tarkim Jalandur. Ich wäre euch dankbar, wenn ich mich für die Zeit unserer gemeinsamen Reise irgendwie erdänklich zeigen könnte. Doch wisset, dass ich keine Waffen tragen oder einem Wesen Leid zufügen werde."
Es war wohl besser, die Karten gleich offen auf den Tisch zu legen.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 00:16

Tarkim stutzte kurz. Es passte nicht in sein Weltbild, das ein Mann niemandem Schaden zufügen wollte. Nicht absichtlich, aber einfach nur um profit zu schlagen müsste jemand anderes leiden.
"Ihr tragt keine Waffen und lebt noch?", fragte er. Nach einer kurzen Pause schüttelte er seinen Kopf. "Nun gut ich denke ein paar Augen mehr schaden nicht, auch wenn ihr anscheind nicht kämpfen könnt. Falls es zu kämpfen kommt, haltet euch einfach dort auf wo ihr meinen Wächtern nicht im Weg seid!"
Mit einer Geste schickte er den Echsenmann weg, woraufhin dieser sich mit einem kopfschütteln abwandte und sein Kamel in die nähe des Tigerwesens am Ende der Karawane lenkte. "Der Mensch weiß das Leben nicht zu respektieren.", zischelte es leise. Das Tigerwesen ritt näher an das Echsenwesen und Jinsei heran.
"Nennt mich Rash'sar.", stellte das Wesen sich vor. Dabei legte es die rechte Pfote auf die Brust und neigte leicht den Kopf.
Die Karawane zog sich langsam durch den Sand der Wüste. Ab und an einmal sah man ein paar kleine Tiere der Wüste, hier und da auch ein paar Skelette von Humanoiden oder von irgendwelchen Kreaturen.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 00:58

"Ion.", erwiderte dieser und wandte sich zur Echse. "Und wie ist euer Name?"

Danach sah er sich in der Wüste um. Es war alles in einem monotonen Farbton gehalten. Einzig und allein eine kleine Röte erstreckte sich über den kompletten nördlichen Horizont. Die Spitzhorngebierge waren nur eine dünne Linie.
Die kleine Maus raschelte in Ion's Tasche und kämpfte sich mühselig heraus. Sie kletterte auf seine Schulter und schnüffelte aufgebracht in der Luft.


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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 02:14

"Die Kurzform, da ihr Nicht-Echsen meinen kompletten Namen und und Titel nicht aussprechen konnte.", erklärte es zuvor. "Prant ar du terra at Isma."
Als die Maus hinauskam drehte sich der Kopf der Echse und eine lange, gespaltene Zunge kam zwischen den kleinen spitzen Zähnen hervor. Nach einem Moment, wo die gelben Augen die Maus fixierten drehte sich der Kopf wieder nach vorne und sie ritten weiter.
Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte hinunter als vor der Karawane am Horizont eine Abwechslung von der trostlosen Umgebung auftauchte. Palmen und andere Pflanzen waren zu erkenn. Je näher man kam desto mehr Details waren zu erkennen. Zwischen den Pflanzen hindurch konnte man einen größere Wasserstelle ausmachen um die herum ein paar Ziegen umherwanderten.
"Lobpreiset die Götter!", hörte man von einigen Menschen und andere blickten misstrauisch nach vorne.
"Kennt ihr die Wüste und ihre Oasen?", zischelte die Echse fragend.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 02:30

Ion stutzte bei dem Namen. Dann fiel ihm der seltsame Blick Prant ar du terra at Isma's auf der kleinen Maus auf. Sie fiebte verängstigt und stellte ihre Rückenhaare hoch.
"Schon gut, er wird dir sicherlich nichts tun.", sagte Ion und streichelte ihr sanft über den Rücken.

"Ich kenne mich in der Wüste nicht aus. Ich bin in Imperia geboren und aufgewachsen. Ich war ... nur zu Besuch in Arakesh und habe mich dann verlaufen."


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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 02:56

Mit einer Geste wies er beim näher kommen auf die Ziegen. "Rührt sie nicht an! Sie gehören einem Nomadenklan und man sollte sie nicht ohne Erlaubnis fressen.", erklärte Prant ar du terra at Isma.
Als sie in der Nomade angekommen waren, wurden die Kamele von ihrer Fracht erleichtert und man führte sie zum Wasser.
"Wir werden hier bis morgen früh lagern.", erklärte Tarkim. "Laut meinen Karten wird dies die letzte bekannte Oase sein die wir vor der nächsten größeren Siedlung antreffen werden."
Vier der Wächter teilten sich in zwei Gruppen auf und liefen in entgegengesetzte Richtungen am Rand der Oase entlang. Die restlichen Wächter halfen beim Aufbau von drei Zelten. Zwei waren groß genug um jeweils zehn Mann drin unterzubringen, das dritte war etwas kleiner und aus besserem Stoff.
Schnell standen alle Zelte und Tarkim ging in das kleine Zelt. Zwei Kisten wurden hineingetragen und man hörte wie die Einrichtung aufgebaut wurde.
Ein Wächter ging alleine und in einem gemächlichen Schritt um das Lager herum, dabei beobachtete er die nähere Umgebung.
Die beiden menschlichen Wächter verschwanden mit ihrem Gepäck im Zelt. Rash'sar und die Echse setzten sich in den Schatten der Bäume nachdem ihr Kamele versorgt waren.
Die anderen Reiter der schwer bepackten Kamele entzündeten ein Feuer und hingen einen großen mit Wasser gefüllten Topf drüber. Aus einer Kiste wurden verschiedene Nahrungsmittel herausgeholt und zubereitet.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 05:00

Nachdem die Kamele angehalten hatten und die ersten abstiegen, rutschte Ion sanft vom Kamel runter. Er sah dem regen Treiben einen Augenblick zu. Dann nahm er einigen ihre Kamele ab und führte diese nahe an die Quelle, wo die Tiere grasen und trinken konnten. Er entfernte allen Kamelen jegliches Geschirr und legte diese auf eine Kiste neben einem der großen Zelte nieder.
Die kleine Springmaus war an seinem Hosenbein heruntergeklettert und war zugleich im hohen Gras verschwunden. Nur ab und an sah man ihren langen Schwanz aus dem Gras hochpeitschen, wenn sie einen kleinen Hüpfer gemacht hatte.
Ion hoffte nur, es würde keine Dummheiten machen, sich zertrampeln lassen oder die anderen Tiere aufschrecken.
Danach gesellte sich Ion zu Rash'sar und Prant ar du terra at Isma.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 05:28

Rash'sar holte eine Pfeife heraus und stopfte sie mit ein wenig Kraut. Schnell war sie angezündet und verbreitete ein angenehmen süßlichen Duft. "Wollt ihr auch was?", fragte Rash'sar Jinsei.
Die Echse hob ruckartig den Kopf. Zischelnd stand sie auf und kurz drauf stand auch Rash'sar auf.
Mit eine Brüllen wies der Tiger drauf hin das Neuankömmlinge auf dem Weg waren.
Im Westen sah man drei große braune Echsen. Jede von ihnen gut zehn Meter lang und dann kam noch ein langer Schwanz hinzu. Der Kopf war flach und breit, gelbe Augen waren zu erkennen und große Eckzähne konnte man auch schon auf Entfernung ausmachen.
Jeder der drei Echsen hatte Planen auf dem Rücken und mehrere Körbe in denen Humanoide Wesen auszumachen waren. Ob Menschen oder andere konnte man nicht erkennen.
Um die großen Echsen waren kleine Exemplare der selben Rasse verteilt, insgesamt neun von ihnen. Jede war gepanzert und hatte zwei Humanoide auf dem Rücken.
Kurz vor der Oase ertönte ein dunkles Rufhorn von einem der kleinen Echsen die den anderen vorraus waren.
In die Karawanwächter war bewegung hineingekommen. Alle hatten sich zwischen den Palmen aufgebaut. Keiner hatte die Waffen gezogen, alle wussten das man gegen die großen Drachenechsen keine Chance hatte, ohne passende Waffen.
"Bleibt ruhig! Ich regel das!", rief Tarkim, als er aus dem Zelt trat. Jedem war klar das dies die beste Variante war, aber es war auch gefährlich. Einige Nomadenstämme waren unberechenbar.
Langsam kamen die Echsen näher und näher.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 05:52

Ion wies dankbar ab. Er schloss die Augen und genoss die kühlen Schatten der Palmen.
Als die Unruhe begann, hielt er seine Augen weiter geschlossen. Hörte jedoch mit seinen Ohren mit. Die Aufregung schien etwas großes und bedeutendes oder angsteinflössendes zu bedeuten.
Nachdem Tarkim rausgekam, öffnete Ion die Augen.
"Wer ist das, Pran...prat...pan...Isma?", fragte er den Echsen.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   So Okt 24 2010, 06:56

"Prant ar du terra at Isma, aber nennt mich Prant sowie Rash es tut. Ihr strahlt eine ruhe aus die ich bei Menschen noch nicht erlebt habt.", erklärte Prant. "Das ist ein Nomadenstamm. Welcher kann ich nicht sagen, aber es gibt nur vier die die Drachenechsen unter ihrer Kontrolle haben.", berichtete er. "Der eine ist mein eigener Klan, aber der ist auf der anderen Seite der Wüste. Dann ein Gnomklan, aber dafür sind die Humanoiden dort zu groß. Und die beiden anderen, einer davon ist ein Hexen- und Hexerklan und der andere ist ein Elfenklan der sich von Oase zu Oase bewegt."
Die vier Wächter die um die Oase herumgingen kamen angerannt. "Es müssten der Klan der Hexen und Hexer sein. Die Ziegen gehören zumindest ihnen.", rief einer der Wächter.
Eine kleine Drachenechse kam auf die Oase zugerannt. Kurz vor den Palmen blieb sie stehen und beide Menschen stiegen ab. Beide hatten lange helle Stoffhosen ein langes Obergewand und einen schweren mit Schriftzeichen verzierten Gürtel an. An ihren Ohren waren einige Ohrringe befestigt und ihre Hände zierten mehrere Ringe, genauso wie an ihren Handgelenken und Unterarmen kompliziert verzierte Armschienen oder Armreifen befestigt waren. Der zuerst von der Echse gestiegen war hatte noch einen breiten Metalreif um seinen Hals. Im Gesicht war auch allerlei Metal angebracht. Einige der Ringe waren mit kleine filligranen Ketten verbunden.
Die Augen von beiden waren schwarz, so wie die ganze Haut fast schwarz wirkte.
"Möge die Wüste euch lange ziehen lassen.", grüßte der mit dem Halsreif und neigte seinen Oberkörper während er die Hände mit der Handfläche zu seinem Gegenüber zeigte.
Tarkim, der unterdessen bei den Wächtern angekommen war, verbeugte sich auf gleich weise. "Und euch ein langes Leben schenken.", antwortete er.
Der mit dem Halsreif schnitt sich mit einem Dolch in den Finger und ließ ein paar Tropfen Blut in den Sand tröpfeln. Auch Tarkim tat es ihm gleich. Beide nickten sich höflich zu. "Mein Name ist Tarkim Jalandur, Beauftragter des großen Arik Fatin, wir entschuldigen uns für unser Eindringen in eure Stätte des Lebens. Lang sind wir schon auf der Reise durch die Wüste und haben einen nicht mehr ganz soweiten Weg vor uns. Nur eine Nacht erbitten wir von euch an dieser Oase.", sprach Tarkim.
"Mein Name ist Lasander vom Klan der Hexer in der Wüste. Wir sehen das ihr euch an die Regeln haltet, so wollen wir euch eine Nacht gewehren.", sprach er und neigte noch einmal den Oberkörper. Ein gelbes Licht schwebte auf Lasander zu. Er drehte sich um und fischte es aus der Luft. Nach dem sich das Licht aufgelöst hatte, wandte er sich wieder Tarkim zu. "Meine Hexenkönigin lädt euch Tarkim Jalandur zu einem Mahl ein... Genauso wie auch euch Rash'sar und euch vom Klan ib ara de Terran.", erklärte er. "Auch euch gereinigte Seele.", wandte er sich an Jinsei.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Mo Okt 25 2010, 07:50

Ion, der seelenruhig Zeichen in den Sand gezeichnet hatte, reagierte nicht sofort, als Lasander ihn direkt mit "gereinigte Seele" ansprach. Stattdessen ließ er seinen Finger im Sand kreisen. Drei Ringe - ineinander gewoben.
Sobald Rash und Prant aufgestanden waren um der Einladung zu folgen, wischte Ion die Zeichnung im Sand mit dem Fuss wieder glatt und richtete sich auf. Er würde Prant folgen, ohne ihm auf den Schwanz zu treten.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Mo Okt 25 2010, 08:50

Die Echsen waren unterdessen an der Oase angekommen und die Angehörigen des Klans kletterten von den Echsen runter. Auf jeder der zwei großen Drachenechsen waren jeweils fünfzehn Hexen und Hexer drauf gewesen. Auf der ersten waren nur acht von ihnen und eine Frau die sehr alt aussah. Alle hatten die selbe Kleidung an, nur der unterschiedliche Schmuck mit dem sie überall durchbohrt zu sein schienen war anders.
Die ersten die auf dem Erdboden waren intonierten einen kurzen Sprechgesang und gestikulierten, dabei schimmerte es blau um die Hexer und Hexen. Es dauert einige Minuten bis etwas geschah. Ein großer Kreis leuchtete blau auf, in dem mehrere Symbole und Schriftzeichen zu sehen waren. Bei jedem Symbol erschien nach und nach ein Zelt und Lagerfeuer. In mitten der Zelte überragte ein größeres rundes Zelt alle anderen.
In der zwischenzeit waren alle von den Echsen runter und das Geschirr verschwand. Alle Tiere wandten sich ab und gruben sich in einiger Entfernung in den Sand ein. Die Klanangehörigen hatten sich innerhalb von Minuten im ganzen magischen Lager verteilt.
Die Wächter und Reiter der Karawane staunten über die Magie. Es dauerte einige Augenblicke bis sich die meisten wieder gefangen hatten und sich den alltäglichen Dingen widmeten. Allerdings wanderten alle Blick immer wieder in Richtung der Hexer und Hexen. Einige hatten Schutzsymbole herausgeholt und beteten zu den Göttern.
Die einzigen die ruhig und ohne jedwede Überraschung waren, waren Rash'sar und Prant ar du terra at Isma. Die beiden folgten Lasander nachdem dieser seinen Weg fortsetzte. Tarkim brauchte einen Moment länger und musste hinter den anderen her hetzen. Grimmig schaute er zu Jinsei. Es gefiel ihm nicht das ein einfacher unbedeutender Bauer eingeladen wurde. Bei den beiden anderen eingeladenen war es kein Wunder, eine Echse aus dem Klan wurde immer eingeladen und Rash'sar, er war schon immer wunderlich.
Das ganze Lager wirkte auf anhieb genauso wie jedes andere Zeltlager. Als die Gruppe jedoch zwischen die Zelte trat, spürten sie ein ziehen. Tarkim stockte und wurde sichtlich nervös.
Man sah zwischen den Zelten auch ein halbes Dutzend Kinder umhertollen, jeder von ihnen hatte eine verschieden große Anzahl von Ohrringen und Nasenringen.
In manche Zelte konnte man per Zufall einen Blick hineinwerfen. Von innen wirkten die Zelte erheblich größer als sie wirklich waren. Ein genaues Ausmaß war mit einem flüchtigen Blick nicht zu erkennen, aber es war klar das hier viel Magie im spiel war.
Lasander hielt direkt auf das große Zelt zu und blieb vor dem Eingang stehen. "Die Hexenkönigin ist sehr alt und weise. Sprecht sie nur an wenn ihr angesprochen wurdet und starrt ihr nicht in die Augen!", erklärte er kurz und trat beiseite. Er öffnete den Zelteingang und hielt die Plane beiseite.
Das innere Maß gut zwanzig mal zwanzig Meter. Beherscht wurde das inner im moment von einer vielzahl Kissen die um einen runden Tisch auf den Boden lagen. Auf dem Tisch war allerlei Nahrung und verschiedenste Getränke gedeckt. Gegenüber von dem Eingang war an der Wand ein kleiner aber verzierter Holzstuhl mit hoher Lehne. In ihm saß eine Frau die weit aus älter wirkte als ein Mensch wirklich werden könnte. Sie war sehr dünn und hatte langes, strohiges Haar. An ihr hing soviel Metal in Schmuckform, das es schon fast einer Rüstung glich. Ihr Augen waren von einem intensiven Blau durchdrungen und es schien als würden sie brennen. Die Fingernägel waren lang und die rechte hielt einen Stock aufrecht.
Lasander ließ hinter ihnen die Plane zufallen und die alte Frau machte ein Geste, die andeutete sich zu setzen. Bei dieser Geste hörte man das klimpern des Metals an ihrem Arm. Rash'sar und Prant ar du terra at Isma setzten sich ohne zu zögern. Tarkim war stark eingeschüchtert und blieb am Eingang stehen. Es dauerte ein wenig bis er sich an den Tisch traute.
Langsam stand sie auf und bewegte sich ehr erhaben als gebrechlich auf die Kissen zu. Mit einer leichtigkeit die man ihr nicht zugetraut hatte nahm sie auf den Kissen platz.
"Seid willkommen an meinem Tisch, möge euch der Sand der Zeit wohlgesonnen sein.", grüßte sie. "Ich bin Aljascha, Hexenkönigin und Klanführerin der wandernden Hexer und Hexen.", sprach sie gebieterisch. Sie vermittelte mit jeder Silbe das sie Macht hatte.
"Rash'sar.", der genannte hob den Kopf und nickte ehrfürchtig."Es ist mir ein Vergnügen euch wieder einmal an diesem Tisch willkommen zu heißen. Lang ist es her das ihr hier gespeist und gefeiert habt, aber länger noch ist es her das ich euer Volk durch die Wüste reisen sah."
"Das Vergnügen ist auf meiner Seite Mutter Hexerin.", antwortete Rash'sar ehrfürchtig.
Kurz sprach sie in einer zischelnden Sprache und die Echse hob den Kopf. "Es ist mir eine Ehre eine Echse aus dem Klan ib ara de Terran hier willkommen zu heißen.", sprach Aljascha.
"Im Namen ib ara de Terran danke ich euch für die Gastfreundschaft. Nennt mich Prant ar du terra at Isma.", zischelte die Echse leise.
"Ich heiße euch willkommen Tarkim Jalandur.", grüßte sie den genannten. Sichtlich eingeschüchtert fand er nicht die passenden Worte und nickte stattdessen nur.
"Und ihr... Bisher bin ich jemanden wie euch nicht begegnet, somit ist es mir eine Ehre euch Speis und Trank anzubieten.", wandte sie sich an Jinsei.
Erwartungsvoll glühten die Augen auf und waren auf Jinsei gerichtet. Man hatte beinah das Gefühl das die Augen in die tiefe der Seele blicken konnten.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Mi Okt 27 2010, 08:53

Ion erwiderte den festen Blick der alten Frau.
Als Rash und Prant unmittelbar nach vorn getreten waren und Platz genommen hatten, trennte sich Ion von Tarkim und betrachtete aufmerksam die Stoffe und Farben, sowie die harten Symbole und eleganten Formen. Er schien kein Interesse für die erhabenen Hexer zu haben, stattdessen beobachtete er Tarkim.
"Ich danke den armen Seelen, die dafür gestorben sind. Und jenen, die dafür gearbeitet haben. Ich danke auch euch für die Einladung und Gastfreundschaft.", sagte Ion leise und nahm sich eine köstlich aussehende Frucht aus einer Schale.
Er wartete erst gar nicht, ob es irgendwelche Rituale betreffend der Eröffnung des Mahls gab und biss genüsslich in das weiche Fruchtfleisch.

Ein Lichtblitz an Informationen schoss durch Ions Nervenbahnen. In einem Teil seines Gehirns, indem wichtige Erinnerungen gespeichert werden, entfachte eine kleine Flamme.

Er stand auf einer blühenden Wiese. Ein warmer Wind wehte um den kleinen Hügel, auf dem die Wiese sass. Er spürte seinen eigenen Körper, wie er verändert war. Er war nicht mehr die leere Hülle, wie er sich jetzt fühlte. Er war glücklich und sorglos.

Ion wusste, dass er damals einen anderen Namen hatte. Er wusste auch, wie alt er damals war. Er war noch ein Kind. Ion sah eine kleine Gestalt am Fusse des Hügels auf ihn zugerannt.


Ein erneuter Lichtblitz und Ion's Gedanken waren wieder in dem hohen Zelt. Er lächelte, immer noch von den positiven Gefühlen beflügelt.


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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Mi Okt 27 2010, 09:22

Im selben Augenblick als Jinsei anfing, fing die Hexenkönigin auch an zu essen. Sie lächelte und trank einige Minuten später einen Schluck aus dem Becher.
Schweigend viel das Mahl aus. Tarkims Hände zitterten die ganze Zeit über und er ass sogut wie gar nichts. Rash und Prant ließen es sich gut gehen und genossen das Mahl, wobei Prant überraschenderweise erheblich mehr Tischmanieren an den Tag legte.
Als alle fertig waren, erhob die Hexenkönigin ihren Becher. "Auf den Sand und die Zeit!", brachte sie den traditionellen Tost ein.
Alle wiederholten den Tost, auch wenn Tarkim ehr nuschelte, er hatte dem Wein gut zugesprochen während des Mahls. Es schien als wär er nun ein wenig mutiger, zumindest war er ruhiger.
"Der Sand meint es gut mit mir, hat es den anschein. Wie kommt eine Echse der ib ara de Terran in diesen Teil der Wüste und das auch noch den Klan?", fragte sie.
"Nur die neugierde eine jungen Echse, die ihren Platz im Klan noch nicht akzeptiert hat.", antwortete Prant kurz.
"Und ihr Rash'sar, wie kommt es das man euer Volk nicht mehr antrifft?"
"Die wenigen die noch leben, haben sich zurückgezogen.", antwortete er mit einem verbitterten Unterton. Man sah wie die Hexenkönigin ein wenig stutzte und Rash genauer betrachtete, aber sie ging nicht weiter auf ihn ein.
"Und ihr, mein Namenloser Gast, warum wandert ihr durch den Sand der Wüste?", fragte sie neugierig, während Tarkim etwas empört war als er übergangen wurde. Aber noch ehe er sich richtig beschweren wollte, merkte er woran es lag. Er war der Gast der aus Höflichkeit mit eingeladen wurde, aber im Prinzip nichts besonderes vorzubringen hatte. Niedergeschlagen sackte er in sich zusammen und leerte seinen Becher.
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Do Okt 28 2010, 07:14

"Vielleicht bin nicht ich derjenige, der über den Sand geht. Vielleicht ist es der Sand, der mit mir geht. Wie viele Generationen hat jedes Korn unverändert neben dem anderen gelegen, ehe ein Unbekannter zufällig kam und ihnen die Möglichkeit gab ihren Blickwinkel zu ändern, oder gar einen Teil seiner Reise zu begleiten, solange bis einer dem anderen müde wurde. Ich bin wie der Wind."
Ion musste lächeln.
"Entschuldig bitte. Ich wollte euch nicht verhöhnen oder beleidigen. Ich war lange alleine mit der Wüste. Warum ich ursprünglich hierher gekommen bin, kann ich euch leider nicht sagen, doch ich habe meinen neuen Pfad gefunden und folge seitdem Wind."

Ion spürte nicht, wie die kleine Maus sich langsam doch elegant an seinem Hosenbein hochzog. Sie hatte sich vorhin von Ion getrennt, um die Geheimnisse des Lagers zu ergründen, lies sich jedoch davon ablenken, ein paar grasende Milchkühe und Schafe zu ärgern. Auch ein paar der Kamele, mit denen sie angereist waren fielen ihr zum Opfer.
Bis schließlich ein paar gefährlich aussehende Echsen ihren Schatten warfen und die Bewohner der Oase nervös machten. Nicht zu knapp entging sie mehrmals einem tödlichen Schritt.
Das war's! So machte es keinen Spass mehr!
Also entschied sich die Maus, ihren Riesen zu aufzusuchen und bei ihm Schutz zu suchen. Es war nicht schwer seiner Fährte zu folgen, schließlich hatte die kleine Maus einen sehr guten Geruchssinn. Die Zelte der schwarzen Riesen wirkten noch größer und bedrohlicher als die der anderen. Doch die Maus lies sich nicht aufhalten und schlich sich an einigen frechen Kindern vorbei, die versuchen wollten sie einzufangen. Einer von ihnen versuchte es sogar mit Magie, doch die Maus war schnell genug um unter einer Zeltplane hindurch zu klettern und sich in Sicherheit zu bringen.
Drinnen war es kühl.
Die Maus erkannte auf die Entfernung sofort ihren Riesen, wie er mit den anderen Riesen zusammen war. So schnell sie konnte sprang sie über die große offene Leere, die ihr keinen Schutz bot, bis zu ihm. Es war zwar nicht leicht, doch sie hatte genügend Ausdauer und Kraft um sich selbst an seiner zweiten Haut bis zu seiner Schulter oder ihrem kleinen Nest hochzuziehen. Auf dem Weg in ihr Nest nahm sie den Geruch von Essen wahr. Neugierig kletterte sie auf seinen Schoss und streckte ihre kleine Nase in seine Richtung.
Ah, er hatte sie gesehen!

Vorsichtig, und möglichst versteckt legte Ion ein paar kleine Trauben, etwas Käse und Brotkrümmel auf seinen Schoss. Sofort machte sich das kleine Mäuschen über die leckeren Gaben.


Zuletzt von Jinsei am Mo Nov 08 2010, 09:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Wüste Kesh   Do Okt 28 2010, 07:53

Lächelnd hörte sie ihm zu. Einen kleinen Moment dauerte es bis sie antwortete. "Es gibt nichts zu entschuldigen. Ihr scheint weise zu sein und weise Wesen sollte man nicht hindern zu sprechen... Es scheint als hätte die Wüste euch zu höherem Einberufen... Wind der Wüste."
Mit einem weiteren lächeln regestrierte sie die Maus im Zelt. Kein Wesen kam hier rein ohne das sie es bemerkte. Es war ihre Magie die dieses Zelt geschaffen hatte. Alles war so wie sie es wollte in diesem Zelt, jeder Schatten und Gegenstand gehorchte ihr wenn es nötig war.
"Nehmt euch Essen für euren Begleiter mit, Wind der Wüste.", bot sie an. "Einen geruhsamen Abend und möget ihr lange Leben und euch Wind der Wüste weiterhin Weisheit schenken.", verabschiedete sie sich. Der Tisch verschwand und die Hexenkönigin ging langsam in eine dunkle Ecke des Zeltes. Die Dunkelheit in diesem Abschnitt schien greifbar zu sein. Sie verschluckte die Hexenkönigin.
Tarkim trokelte als erster raus und wurde von der Abendsonne geblendet. Etwas unverständliches Murmelnd versuchte er einigermaßen grade zu seinem Zelt zu kommen.
Rash und Prant gingen auch hinaus und warteten vor dem Zelt auf Jinsei, bevor sie sich auf den Rückweg machten. Rash steckte sich seine Pfeife an und grinste dabei vergnüglich.
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